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Freiherr von Flums, Ritter, Garde-Oberst, Kammerherr, Feldmarschall und General-Leutenant Exzellenz
Tod
21 Jun 1770
Neapel, Kampanien, Italien
als Excellentissimus Reg. Maj. Sicil. Cubicularius Regiae Chortis Colonellus pp. Napoli, als Exzellenz titulierter Feldmarschall, Generalleutnant und Baron
Joseph Anton von Tschudi, Feldherr.
Geboren am 5. Juni 1703 in Glarus, gestorben am 21. Juni 1770 in Neapel. Verheiratet seit 1737 mit Maria Anna Gallati, geboren am 23. April 1717, gestorben am 31. Mai 1784. Er trat 1717 als Kadett im
Regiment Hässi in französische Dienste ein. 1721 Leutnant in spanischen Diensten und wurde bei der Blockade von Gibraltar 1727 verwundet, bei der Belagerung von Ceata und Mazalquivir in Afrika wieder verwundet. Er wurde berühmt durch viele kühne Gefechte, besonders bei Oran, Gaeta und Capua. 1733 Oberstleutnant, 1734 Regimentschef, 1737 Feldmarschall, 1738 Kammerherr, 1759 kommandierender Generalleutnant eines Armeekorps, Ritter des goldenen Schlüssels. Er war nach May's Urteil einer der ausgezeichnetsten Feldherren, welche die Schweiz je hervorgebracht hat.
Aus dem Tschudihaus am Spielhof, vide Wegweiser durch Glarus 1831 fol.5, Geschichte Netstal fol.413,414,118,229, Chronik Melchior Schuler fol.286,371, Lex.Leu Bd.17 fol.101. In den Tschudi-Akten Bd.I fol.348-392 ist die genaue und einlässliche Lebensbeschreibung enthalten. Josef Anton Tschudi trat 1717 als Cadett in französ. Dienste, wurde 1719 Fähnrich und bei der Belagerung von San Sebastian und Rosas verwundet, 1721 Leutenant in span.Diensten, 1726 Kapitän, 1727 bei der Blockade von Gibraltar verwundet, bei der Belagerung von Ceuta und Mazalquivir in Afrika wieder verwundet, berühmt durch viele kühne Gefechte, besonders bei Oran, Geata und Capua, 1733 Oberstleutenant, 1734 Regiments-Chef, am 4. Apr.1737 Feldmarschall, 1738 Kammerherr, 1749 kommandierender General-Leutenant eines Armee-Corps, Ritter des goldenen Schlüssels. Er war einer der ausgezeichnetsten Feldherren, welche die Schweiz jemals besessen. Er erneuerte anno 1707 Apr.26. für sich und seine Brüder das Landrecht in Uri durch seinen Vater.
Vide Trümpy-Chronik fol.104, 524, 543/44, 586.604,627,673, ferner Cam.Ts.Stammtafeln Bd.II fol.415-426. Geschichte des Kantons Glarus 1770/98 Dr.J.Hefti fol.119, Gemälde des Kantons Glarus Blumer und Heer fol.339 und 340. Jahrzeit 20.Sept. Jahrzeitbuch kathol.Glarus und fol.127 Jahrzeitbuch Stiftung eines ewigen Lichtes in der Kirche Linthal 1753 und 1759, vide Söldner-Werbungen im Sarganserland Pfr. Anton Müller fol.11,13 und ff. Geschichte Netstal fol.118,229,413, 414. ferner Ordnung des peinlichen Gerichts Carl V von Josef Anton und Leonhard Ludwig Tschudi in der Landesbibliothek mit Bildnis des Generals. EA 1744 März 10./11. fol.6 und 1746 Dez.1 fol.84. Lex.Leu Bd.18 fol.337/338 und Suppl.Bd.6 fol.124.