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Masanti Aldo Gilio

männlich 1934 - 2000  (65 Jahre)


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  • Name Masanti Aldo Gilio 
    Geburt 30 Mai 1934  Mitlödi (GL) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Beruf Maurer, Dipl. Baumeister, Bauunternehmer 
    Tod 11 Mai 2000  Schwanden (GL) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I150574  wildpat
    Zuletzt bearbeitet am 28 Mai 2023 

    Vater Masanti Santino Filippo,   geb. 2 Feb 1892, Pianello del Lario, Como, Lombardia, Italia Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 23 Mrz 1988, Mitlödi (GL) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 96 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Mutter Largo Filomena (Neni),   geb. 12 Aug 1899, Lamon, Belluno, Veneto, Italia Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 19 Sep 1987, Mitlödi (GL) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 88 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Eheschließung 1921  Mitlödi (GL) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Familien-Kennung F40906  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Lebend 
    Kinder 
     1. Lebend
     2. Lebend
    Familien-Kennung F5642  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 28 Mai 2023 

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - 30 Mai 1934 - Mitlödi (GL) Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 11 Mai 2000 - Schwanden (GL) Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 

  • Notizen 
    • 2000 Mai 26. Aus der Südostschweiz.
      Schwanden: Aldo Masanti
      Es ist ein Schnitter, der heisst Tod,
      hat Gwalt vom grossen Gott.
      Heut wetzt er das Messer,
      es schneidt schon viel besser,
      bald wird er drein schneiden,
      wir müssens nur leiden:
      hüt dich, schöns Blümelein !
      Volkslied aus dem Jahr 1683

      So plötzlich und unvermutet ist der Schnitter Tod über Aldo Masanti hereingefallen und hat sein Herz still gelegt. Ein so urplötzliches Verschwinden eines 66-jährigen unternehmungslustigen tatkräftigen Menschen bringt uns in grosse Trauer, ja in Verwirrung. Und wie erst wirkt diese Botschaft auf seine Frau Luce und seine Töchter Tanja und Marzia. Da braucht es Zeit und viel Kraft und Glauben, um das Leben weiter zu meistern: Hüt dich, schöns Blümelein !
      Der Vater von Aldo wuchs in Pianello am Comersee auf. Er erlernte das Maurerhandwerk und machte sich mit andern Männern auf Arbeitssuche. Zu Fuss über den Splügen, wo es Arbeit gab, verweilte man; schliesslich landete er in Mitlödi, wo er einen Maurerbetrieb eröffnete. Hier fand er auch seine Frau Philomena Largo. Neben den Töchtern Rösi und Ida traten die beiden Söhne Remo und Aldo ins Geschäft ein, das sich durch Kreativität, aber auch durch überaus soziale Einstellung der Arbeiterschaft gegenüber im Laufe der Jahre zu einer anerkannten grösseren Baufirma entwickelte. Viele Arbeiten im Kanton zeugen von ihrer Tätigkeit, z. B. das Dorfzentrum Schwanden, aber auch die bedeutenden Lawinenverbauungen und die anspruchsvollen Arbeiten an den Tunnels der Walenseestrasse. Man fällte auch sehr grosszügige Entscheide: So war die Uebernahme der Maurerarbeiten am Hänggiturm in Ennenda ein wirkilches Wagnis. In Schwanden baute er für seine Frau Luce Michel ein schönes Haus, das von den Töchtern Tanja und Marzia mit Leben erfüllt wurde.
      Es war Aldos Wunsch, den Geburtsort seines Vaters kennen zu lernen. Besonders da sein Vater dort Reben und eine Grotte besass, wurde Pianello immer öfter besucht. Die Grotte wurde zum Haus umgebaut, und mit grosser Leidenschaft entwickelte sich Aldo zu einem ausgezeichneten Weinbaufachmann. Meine Frau und ich waren als Traubenpflücker dabei. Alles war ganz einfach eingerichtet. Man stieg damals in die mit Trauben gefüllte Tina, begann zu stampfen und versank bis zur Brust im süssen, klebrigen Traubenmeer ! Am Anfang war es Nostrano (im Volksmund „Chatzeseiggeler“ genannt), Aldo aber gab keine Ruhe, bis er den Weinberg in edlen Merlot umgewandelt hatte. Einmal erreichte sein Wein von 120 Wettbewerbswinzern den ersten Rang !
      Und noch waren seine südlichen Sehnsüchte nicht gestillt. Er zog nach Teneriffa und baute dort ein Haus mit viel Umschwung. Er legte die Maurerkelle zur Seite, und die Brüder übergaben die Firma dem langjährigen Mitarbeiter Fritz Trümpi. Aldo pflückte nun frohgemut die köstlichen Früchte der südlichen Erdgegend: Feigen, Orangen, Zitronen und Bananen. Und ja nicht zu vergessen ist: Auch hier pflanzte er Reben. Er konnte mit der Frau Luce, die ihm immer hilfreich zur Seite stand, mit Blick auf das in Abendröte funkelnde Meer mit dem goldgelben „Tenerifferwein“ anstossen. Ach, kann das Leben schön sein !
      Aldo war ein richtiger Unternehmer. Seine Hingabe an die Familie, seine grossen Kenntnisse in der Bauwirtschaft, seine Hingabe für den Wein- und Obstbau, aber auch sein lebhaftes Interesse an den Fragen der Wirtschaft und der Politik, ja nach dem Sinn des Lebens überhaupt füllten sein Leben aus.
      Aber eins ist sicher: Kaum im Himmel angekommen, erkundigt er sich unverzüglich nach den „himmlischen Weinbergen“. Dort kann er nun, unbeschadet von Regengüssen und Hagelschlägen, einen wunderbaren Nektar keltern !  Fritz Kamm


20.10.2026 © 2026 Nikolaus W. Müller ‹ Top ›