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In den Anfängen der Industrialisierung wohnten die Unternehmer oft unmittelbar neben ihrer Fabrik. Im Lauf der Zeit zogen sie dann an bessere, wenn möglich leicht erhöhte Lagen. So tat es auch Johann Rudolf Ernst-Reinhart (1836-1890; Stammbaum-Nr. (SB) 87), Sohn des Tuchhändlers Joh. Rud. Ernst (1805-1852; SB57) «Zum goldenen Trauben» an der Marktgasse 13.
Er liess sich 1868, nachdem er in die Familie Reinhart eingeheiratet hatte, am Heiligberg eine Sichtbacksteinvilla „Zum Frohberg“ bauen. Sie war von einem grossen herrlichen Park umgeben. 1886 wurde der Bau vom bekannten Architekten Ernst Jung erweitert, unter anderem mit einem vier Meter hohen Herrenzimmer mit Cheminée. Vom Frohberg aus überblickte Johann Rudolf Ernst das Areal der Firma Sulzer, deren Teilhaber er 1872 wurde. Von Beruf Ingenieur, hatte ihn sein Jugend- und Studienfreund Heinrich Sulzer-Steiner, zunächst als Angestellten, in die Firma geholt. Ernst, der sieben Kinder hatte, starb mit nicht ganz 54 Jahren an einem Herzschlag. Sohn Richard (*1870;SB131) stieg ebenfalls bei Sulzer ein und knüpfte die Bande durch die Heirat mit einer Tochter von Nationalrat Eduard Sulzer-Ziegler, der beim Maschinenbaukonzern der starke Mann war, noch enger.