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Stüssi ist ein angestammtes, verbreitetes, reformiertes Ratsgeschlecht in Linthal, Rüti, Haslen, Glarus, Riedern, Niederurnen, und Bilten. Mit einer Ausnahme können die verschiedenen Linien nicht auf einen gemeinsamen Stifter zurückgeführt werden. Landolf Stüssi erscheint 1333 als Zeuge im Stiftungsbrief des Schwesternhauses zu Linthal [US.56]. Rudolf Stüssi von Zusingen-Haslen wird 1372 als Mitglied des Rates genannt [US.90]; er siedelt indessen mit Rudolf Kilchmatter und Heinrich Landolt nach Zürich über, wo er, 1375 ins BR. aufgenommen, zum Mitglied des Rates, al Zunftmeister und Obervogt zu Küsnacht gewählt wird. Als zürcherischer Ratsherr ist er am Entwurf eines Auskaufsvertrages zwischen dem Stift Säckingen und dem Land Glarus 1390 beteiltigt [US.117]. Sein Sohn ist der 1433 durch Kaiser Sigismund zum Ritter geschlagene Bürgermeister Rudolf, der 1443 in der Schlacht zu St. Jakob a. Sihl umkommt. Der Zürcher Zwieg erlischt nach 1450. Amalia Stüssi spendet 1413 an die Kaplanei Näfels. Heinrich Stüssi von Linthal wird 1530 Landvogt im Gaster, muss jedoch 1531 als Anhänger Reformators Zwingli nach der Schlacht bei Kappel auf Betreiben der Schwyzer resignieren; er wird durch den Altgläubigen Hans Vogel ersetzt. Von den Stüssi zu Linthal hat ein Zweig zu Beginn des 18 Jhs. TR. zu Rüti erworben, ist aber 1800 abgestorben; 1926 hat sich dort neuerdings eine Familie eingebürgert.
Genealogischer Stammvater der Stüssi von Haslen ist Ende des 16. Jhs. Niklaus, der Reiche genannt; der evangelische Landesseckelmeister Mathias Stüssi von Haslen kauft 1623 das TR. zu Schwanden, doch stirbt dieser Zwieg 1757 aus. Seit 1914 ist die Linie von Haslen durch einen Zwieg auch in Glarus vertreten.
Die Linie der Stüssi zu Glarus stammt von Fähnrich Balthasar ab, 1621 Landschreiber, während jene zu Riedern auf Maurermeister Gabriel Stüssi von Niederurnen zurückgeht, der zu Anfang des 17. Jhs. dort als Hausmeister an der Ziegelbrücke amtete und 1650 in Riedern wohnt. Von ihm stammen auch die Stüssi zu Niederurnen, die seit 1783 durch einen Zweig ebenfalls in Bilten verbürgert sind. Von der Linie zu Riedern haben sich Familien 1870, 1901, und 1918 in Glarus, 1887 in Hofstetten, Kanton Zürich, eingekauft.
Schliesslich wird in der zwieten Häkfte des 16. Jhs. ein Zwieg in Ennenda bezeugt durch Ratsherr Jakob, 1556-1559 Landvogt zu Werdenberg, dessen Sohn Jeremias und Lux Stüssi, die alle im Gewehrrodel 1589 in Ennenda belegt sind. Das LR. erneuern 1547 Jörg in Uri, 1571 Jakob für sich und seine Söhne in Uri, 1585 Jakob zu Schwyz, 1597 Jakob in Muotatal, 1681 eister Jakob und Meister Jochem, Brüder und Söhne des Fridolin von Mollis; der Erstere lebt mit einem Sohn Hans Georg in Mülhausen, letzterer in Heidelberg. Stüssi von Mollis sind weiter nicht bekannt.
Jakob Stüssi von Linthal, in Ennenda, war
1547 Landweibel
1548 Landschreiber
1556 - 1559 Landvogt zu Werdenberg
sowie Ratsherr und Fünferrichter.