Eberle von Häggenschwil SG

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Eberle von Häggenschwil SG

Beitrag von Wolf » Mo 5. Mai 2014, 19:30

Um 1850 kauft Johann Eberle von Häggenschwil die Chressbrunnenmühle in Gossau SG. 1888 übernimmt der älteste Sohn Johann die Mühle, die er 1902 seinem Bruder Victor übergibt; er selbst zieht nach Rickenbach um.

Im Staatsarchiv St.Gallen befindet sich ein Briefkopf der Mühle Kressbrunnen, Gebrüder Eberle von 1901.

Am 10.02.1863 heiratet Maria Josefa Brader von Kaltbrunn den Witwer Josef Eberle von Häggenschwil. Im Testament ihres 1888 verstorbenen Bruders Franz Aloys wird sie als "Brader Maria Josepha, verehelichte Eberle in Kressbrunnen, Goßau" geführt. Es erscheint naheliegend, dass sie die Ehefrau eines Sohnes des Mühlenbesitzers ist und mit ihrem Erbe von gut 20'000 Franken 1888 mithilft, dass der die Mühle des Vaters mit übernehmen kann..

Problem: im Bürgerregister von Häggenschwil finde ich keinen Johann Eberle mit ältestem Sohn Johann und jüngerem Sohn Victor - und schon gar keinem weiteren Sohn Josef.

Wer hat sich schon mit den Eberle von Häggenschwil befasst - oder mit der Geschichte der Mühle Kressbrunnen in Gossau?


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Joseph Eberle *1813 Häggenschwil

Beitrag von arkaney » Fr 25. Mai 2018, 07:05

My great grandfather, Jacob Egger, was born 21 May 1849 in Neudorf, Sankt Gallen, SG and was baptized in the Domkirche. According to the church register and also the Stadarchiv St. Gallen, his unmarried parents were Josepha Egger of Neudorf and (alleged) Joseph Eberle of Häggenschwil. The only other information given about Joseph was his year of birth, 1813 [correct year of birth: 1820]. I am seeking any further information about Joseph and, in particular, contact with anyone who is researching his Eberle family of Häggenschwil.

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Re: Eberle von Häggenschwil SG

Beitrag von Wolf » So 10. Jun 2018, 13:57

The baptismal entry (21.05.1849) mentions Joseph Eberle, Schmid (smith) from Häggenschwil as alleged ("angeblich") father - so we know his profession, but this source doesn't give a year of birth.

In the baptismal records of Häggenschwil I don't find a Joseph Eberle in 1813 - but there are
- Josephus Antonius (11.01.1814). In the family register, however, he is listed as married twice, with (amongst others) a son Johann Notker (*20.05.1849): whilst this does not ecxlude him for sure from being the alleged father, it makes him less likely.
- Josephus Antonius (09. and 25.12.1812) are two other candidates - not mentioned with families in the family register.

Furthermore, the alleged father may have been a citizen of Häggenschwil, but may not have been born/baptized there.

Another source to be checked would therefore be the citizens' register ("Bürgerregister") of Häggenschwil - which may be viewed at the St.Gallen State Archive only.


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Re: Eberle von Häggenschwil SG

Beitrag von antark40 » So 1. Jul 2018, 08:08

The correct Joseph Eberle being sought was born 28 Mar 1820 in Häggenschwil (the 1813 birth year was incorrect). His parents were Jacob Joseph Eberle and Maria Magdalena Egger. That he was indeed the father of Jacob Egger is indicated by a DNA match between 3 of Jacob's descendants and 3 descendants of Joseph's sister, Magdalena Eberle Gerster. Although Joseph's birth was listed in the Häggenschwil Taufbuch, there was no marriage or death record found in any of the Häggenschwil records which are available online, i.e., marriages up to 1840 and deaths up to 1842. Moreover, there was no death record found for him in the death records for the Domkirche St. Gallen up to 1920. I am thus still interested in finding records of his death, any marriages, and any additional children. It should be noted that Neudorf (St. Gallen) was given as his place of residence in the birth record of his son Jacob Egger in 1849.

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Sr. Maria Magdalena Eberle (1872-1943) von Häggenschwil SG

Beitrag von Wolf » Mi 26. Jun 2019, 16:05

Im Regio-Familienforscher vom Juni 2019 veröffentlicht Rolf T. Hallauer eine Zusammenstellung der "Profess-Schwestern des Kapuzinerklosters St.Karl in Altdorf im Kanton Schwyz". Angegeben sind Familienname, Schwesternname, Herkunft, Geburtsjahr, Jahr der Profess und Sterbejahr. Wünschenswert sind Angaben zum Vornamen bei Taufe sowie Taufdatum (speziell, wenn das Geburtsjahr nur errechnet ist).

Schwester Maria Magdalena Eberle ist 1872 geboren, legt 1896 das Ordensgelübde ab und verstirbt 1943. Als Herkunftsort wird Regio-Familienforscher vom Juni 2019 veröffentlicht Rolf T. Hallauer eine Zusammenstellung der "Profess-Schwestern des Kapuzinerklosters St.Karl in Altdorf im Kanton Schwyz". Angegeben sind Familienname, Schwesternname, Herkunft, Geburtsjahr, Jahr der Profess und Sterbejahr. Wünschenswert sind Angaben zum Vornamen bei Taufe sowie Taufdatum (speziell, wenn das Geburtsjahr nur errechnet ist).

Schwester Maria Magdalena Eberle ist 1872 geboren, legt 1896 das Ordensgelübde ab und verstirbt 1943. Als Herkunftsort wird Rorschach SG angegeben - das allerdings (zumindest zum Zeitpunkt der Geburt) kein Bürgerort für Eberle ist. Im Familiennamenbuch (Stand 1962) wird Rorschach gar nicht genannt, in der Ausgabe von 1940 als "c°", also nur von einer Einzelperson getragen. Es ist gut möglich, dass ein Mitglied einer der als Bürger von Häggenschwil im Taufbuch geführten Familien das Rorschacher Bürgerrecht erworben, jedoch keine eigene Linie begründet hat.

Eberle in/von Rorschach sollten deswegen unter Eberle von Häggenschwil diskutiert werden.]Rorschach SG[/url] angegeben - das allerdings (zumindest zum Zeitpunkt der Geburt) kein Bürgerort für Eberle ist.

Hingegen lassen 3 Elternpaare, allesamt Bürger von Häggenschwil, 1872 Kinder in Rorschach taufen:
18/21.01.1872 Johann Gaspar, Sohn des Adolf Eberle, Schlosser von Häggenschwil wohnhaft in Rorschach, und der reformierten Anna Barbara Fischer.
25/25.04.1872 Maria Bertha, Tochter des Sebastian Eberle, [...?...] von Häggenschwil wohnhaft Im Gut, und der Maria Anna Eberle.
26/27.12.1872 Maria Katharina Paulina, Tochter des Johann Michael Eberle, Schreiner von Häggenschwil wohnhaft in Rorschach, und der Maria Theresia Müller.

Laut Bürgerregister Häggenschwil, Band 1, Familie 490 ist Johann Sebastian Eberle Bauer. Seine am 25.04.1872 in Rorschach geborene Tochter Bertha heiratet am 08.09.1892 in Rorschacherberg [laut Ehebuch Rorschach am 13.09.1892 in Einsiedeln, der Bräutigam ist *11.06.1866] den Joseph Anton Oesch, Zeichner von Balgach SG - sie kommt also als Ordensschwester nicht infrage.

Der Bürgerregistereintrag von Johann Michael Eberle liegt mir derzeit nicht vor. Sofern das Geburtsjahr 1872 stimmt, ist dennoch seine Tochter Maria Katharina Paulina ziemlich sicher die gesuchte Ordensschwester Maria Magdalena.


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Re: Eberle von Häggenschwil SG

Beitrag von arkaney » Mi 26. Jun 2019, 22:51

Further data for Joseph Eberle, blacksmith, born 28 Mar 1820 Häggenschwil SG to Jacob Joseph Eberle and Maria Magdalena Egger: he married Maria Monica Leimgruber from Herznach AG, in Wittenbach SG on 18 Feb 1851. He died 11 Jan 1876 in Wittenbach SG. Joseph and Monica were the parents of the following children:
Maria Katharina, born 16 Nov 1852 Wittenbach SG, died 19 Nov 1852 Wittenbach SG.
Maria Katharina, born 18 Jun 1853 Wittenbach SG, married Joseph Anton Müller Wittenbach SG
Joseph, born 28 May 1855 Wittenbach SG, married Anna Maria Künzle 29 Sep 1879 Sankt Gallen SG
Notker, born 14 May 1857 Wittenbach SG, died 15 Apr 1880 Wittenbach SG
Augustin, carpenter, born 13 Mar 1859 Wittenbach SG, married Maria Reisch 7 Dec 1896 Zürich ZH, died 18 Jun 1920 Zürich ZH
Wilhelm, born 26 Jun 1861 Wittenbach SG, died 24 Aug 1878 Sankt Gallen SG
Arnold, born 13 Oct 1863 Wittenbach SG, married Carolina Firth 13 Feb 1891 Horn TG, died 8 Apr 1928 Horn TG
Maria Monica, born 27 Apr 1865 Wittenbach SG, died 25 May 1865 Wittenbach SG
Monica, born 14 Jul 1867 Wittenbach SG

In addition, Joseph was the father of an illegitimate son, Jacob Egger, born 21 May 1849 in Neudorf SG to Maria Josepha Egger of Neudorf SG.



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Nina Martha Eberle (1891-1957) oo Otto Eugen Keel

Beitrag von Wolf » Mo 10. Nov 2025, 23:16

Nina Martha Eberle wurde am 17.07.1891 den Eltern Karl Albert Eberle (kath. von Häggenschwil SG, Müller in Gossau) und Nina Gross (ref. von Ebnat SG) in Gossau geboren. [...] An ihrem 22. Geburtstag – am 17.7.1913 - heiratete sie den zwei Jahre älteren Otto Eugen Keel von Rebstein SG, der 1912 in der «Dorfmühle» eine Weinhandlung eröffnet hatte. [...] Nach nur 16 Jahren Ehe nahm sich ihr erst 40 Jahre alter Gatte am 30.5.1929 das Leben. Ein grosser Schock für Martha Keel und ihre Kinder. [...] Das Leben musste weitergehen. Das Geschäftsleben für die alleinstehende Frau war in den engen Verhältnissen des dörflichen Gossaus keineswegs einfach. Frau Keel trug die Lasten und Sorgen des Betriebes in der Krisenzeit allein, bis sie diese dem Sohne, Hans-Rudolf, 1959 übergeben konnte.
Als nichtkriegsführendes Land konnte die Schweiz im 2. Weltkrieg, gemäss der Haager Konvention, fremde Truppen beim Grenzübertritt in staatlichen Gewahrsam nehmen. Nebst französischen, britischen, russischen oder italienischen Armeeangehörigen kamen im zweiten Weltkrieg, nämlich im Jahr 1940, auch 15'000 Polen in die Schweiz. [...] Im März 1941 erreichte ein Brief aus Bundesbern den Gemeinderat in Gossau mit der Auflage, schnellstmöglich für ca. 120 Soldaten eine Unterkunft zu schaffen und bereitzustellen.(siehe Vortrag Scmucki) [...] Nachdem eine Aufforderung des Gemeinderates, Zimmer für polnische Internierte zur Verfügung zu stellen, kaum auf Echo gestossen war, rief der Gossauer Dorfpfarrer Karl Brühlmann im Sonntagsgottesdienst von der Kanzel hinunter die Gossauer Bevölkerung auf, private Zimmer für die Soldaten zur Verfügung zu stellen. Viele Gossauer Familien folgten nun diesem eindringlichen Appell und stellten gratis Zimmer zur Verfügung. Die verwitwete Martha Keel von der «Dorfmühle» beteiligte sich, zusammen mit ihrer Tochter Annemarie, an dieser humanitären Aktion und stellte eines oder zwei Zimmer zur Verfügung. [...] Nachweislich kam es nach Kriegsende zu vier Heiraten zwischen selbstbewussten Gossauerinnen, die sich gegen alle Widerstände durchzusetzen wussten, und polnischen internierten Studenten: Grzonka-Wälti, Jakimowicz-Schmid, Rucki-Schmid und Spora-Keel. Letztere war die Tochter von Martha Keel-Eberle, Annemarie. Die Schweizerinnen verloren durch die Heirat mit einem Ausländer für einige Jahre gar das Schweizer Bürgerrecht. [...] Martha Keel-Eberle verstarb nach einem bewegten Leben, nach langem und hartem Leiden, im Alter von 65 Jahren still und ruhig in der «Dorfmühle». Und so erfüllte sich das Wort: «Das Leben hat ihr viel gegeben, aber auch nichts geschenkt.»

Zitiert aus der Lebensgeschichte bei https://www.frauenspur-gossau.ch/ ... bei Interesse bitte hier weiterlesen. Diese ausführliche Biographie enthält auch zahlreiche Photographien.
Siehe auch die Lebensgeschichte der Schwester Bertha Hedwig «Hedi» Eberle.


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Bertha Hedwig Eberle (1893-1982) oo Walter Mertens

Beitrag von Wolf » Mi 12. Nov 2025, 12:55

Am 15.09.1893 in Gossau geboren, verbrachte Bertha Hedwig «Hedi» die Kindheit und die Jugendzeit mit zwei Schwestern (darunter Nina Martha) und zwei Brüdern im Fürstenland. [...] Mitten im Dorfzentrum stand eine der drei grossen Mühlen. Hedis Vater, Karl Albert Eberle, war der Besitzer der Gossauer Dorfmühle. Die Mutter, Nina Gross, wollte Architektin werden. Was ihrer kunstaffinen Mutter verwehrt blieb, setzte die zweitälteste Tochter des angesehenen Müllers um. [...] 1917 heiratete Hedi Eberle den Liedersänger und Komponisten Hans Roelli. Mit den beiden Kindern Annakatharina und Wolfgang lebte die Familie Roelli im Bündnerland. [...] Nach der Scheidung von Hans Roelli 1924 nahm Hedi bei einem Studienaufenthalt in München ihre künstlerische Arbeit wieder auf. Sie zog mit den beiden Kindern nach Schwyz. [...] 1929 heiratete sie den umtriebigen Walter Mertens. Zusammen beziehen sie den Bünishof in Feldmeilen, ein von Obstgärten und Baumschulen umsäumtes Anwesen. [...] Die Begegnung mit dem indischen Guru und Mystiker Shri Baba Meher erwies sich für Hedi Mertens als wegweisend. ... Baba war auch zu Besuch im Bünishof, und später im Tessin, dabei kommunizierte er mit einer Alphabettabelle, schwieg er doch seit 1925. ... Auf den Spuren Krishnas reiste Hedi Mertens mit Baba Meher mehrere Monate durch Indien. [...] Bis zu Walter Mertens überraschendem Tod 1943 war der Bünishof ein kultureller Treffpunkt und Hedi Mertens als Gastgeberin unter anderen von Hermann Hesse, Meinrad Inglin, Ernst Fuhrmann, C. G. Jung, Richard Paul Lohse, Helen Dahm und anderen zeitgenössischen Persönlichkeiten. [...] Ab 1953 lebte Hedi Mertens im Tessin mit dem Maler Arend Fuhrmann (1918-1984) in einer Atelier- und Wohngemeinschaft in Carona, einem Dorf 600m über dem Luganersee, zusammen. [...] 1980 erlitt Hedi Mertens einen Hirnschlag. Ihr Zustand verschlechterte sich stetig. Sie starb am 19. Mai 1982 in Carona. Ihr Grab befindet sich bis heute auf dem Friedhof Fluntern in Zürich.

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