Kästli im Kanton Bern

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Gomlo666
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Kästli im Kanton Bern

Beitrag von Gomlo666 » Do 27. Feb 2020, 10:36

Dieser Beitrag wurde in ein neues Thema Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE ausgegliedert. Weitere Diskussionen zu dieser Linie bitte NUR dort.

Weiter existiert ein spezifisches Thema zu Kästli von Sumiswald BE.

Hier sollten nur Informationen diskutiert werden, die nicht einer bestimmten Linie (1861 vergebene Bürgerrechte) zugeordnet werden können.

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und versuche den Ursprung meiner Familie zufinden. Die väterlicher Linie ist doch etwas schwerer.

Heimatkanton meines Urgroßvaters ist Röthenbach bei Herzogenbuchsee. Sein Name war Gottfried Kästli und er war mit einer Trübi aus dem Elsass verheiratet.

Meine Urgroßeltern sind wohl nach Deutschland ausgewandert wegen der Arbeit. Hier habe ich die Info, dass sie in Rheinfelden (Baden) gelebt haben müssen.

Leider habe ich bis dato nichts relevantes gefunden und meine Großeltern kann ich dazu leider nicht mehr befragen :|

Ich danke Euch schon mal für eure Hilfe und wünsche Euch allen eine schöne Restwoche.


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urspr. Titel: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE



Wolf
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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Wolf » Do 27. Feb 2020, 10:55

Zuerst einmal - willkommen im Forum !

Laut Familiennamenbuch erhielten die Kästli 1861 das Bürgerrecht von Röthenbach bei Herzogenbuchsee - markiert mit einem (*). Der Stern bedeutet, dass die Herkunft nicht bekannt ist oder dass das Bürgerrecht auf Grund besonderer gesetzlicher Bestimmungen (Adoption, Scheidung usw.) besteht. In der Mitte des 19. Jahrhunderts bedeutet der Stern in der Regel, dass die Familie nicht sesshaft gewesen war und die Gemeinde das Bügerrecht gegen ihren Willen gewähren musste.

Noch eine Bemerkung zu Deinem Beitrag: zu jeder Person, die Teil einer Frage ist, sollte immer ein Datum, zumindest ein Zeitraum genannt sein, wenn vielleicht auch nur geschätzt. Je nachdem, wie alt Du bist bzw. wie die Generationenfolge zeitlich verlaufen ist, könnte Dein Urgrossvater zwischen etwa 1810 und 1910 geboren sein. Wenn es da keine genauere Schätzung gibt, ist es schwierig, zielführende Hinweise zu geben. Sollte er vor 1861 geboren sein, könnte er zu der damals eingebürgerten Familie mit unbekannter Herkunft gehört haben.


Wolf Seelentag, St.Gallen
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Walter
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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Walter » Do 27. Feb 2020, 12:00

Ich habe mal auf der Ehen-CD (Kanton Bern) nach Kästli-Ehen gesucht:

Die erste dort notierte Ehe war am 27.4.1716 in Heimiswil (Rodel 2, Seite 351), Konrad Kästli (von Appenzell) und Susanna Walther (von Zauggenried).

Bei späteren Kästli-Ehen im Kanton Bern werden die Ehemänner als "Heimatlos" oder "Landsass" bezeichnet. Landsassen besassen nur das Landrecht, kein Ortsbürgerrecht (genaueres siehe hier).

Auf der CD ist später auch ein Jakob Kästli von Inkwil (einer Nachbargemeinde von Röthenbach b.H.) notiert, diese Heirat war am 8.1.1864 in Wynigen (Rodel 19, Seite 176).

Die Ehen in Herzogenbuchsee sind auf der CD nur bis 1800 aufgelistet (keine Kästli-Ehen).


LG, Walter

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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Gomlo666 » Do 27. Feb 2020, 12:42

Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Ich selbst bin Jahrgang 1982 und mein Großvater müsste Jahrgang 1925 gewesen sein.

Nähere Informationen habe ich leider nicht. Wurde denn früher erfasst wenn jemand ausgewandert ist?



Wolf
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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Wolf » Do 27. Feb 2020, 13:01

Gomlo666 hat geschrieben: Do 27. Feb 2020, 12:42... mein Großvater müsste Jahrgang 1925 gewesen sein.
Der wurde aber schon in Deutschland geboren?

Wenn die Familie auch nach der Auswanderung das Bürgerrecht (zumindest vorerst) beibehalten hat, müssten die Familienmitglieder im Zivilstandsregister (werden in der heutigen Form seit 1876 geführt) des Bürgerortes genannt sein. Ich empfehle also, Du frägst beim zuständigen Zivilstandsamt Oberaargau an, ob Dein Grossvater im Register überhaupt identifiziert werden kann. Diese Auskunft wird von den meisten Zivilstandsämtern kostenlos erteilt. Frag' weiter, was Du (falls er identifiziert werden kann) tun und bezahlen musst, um einen "Familienschein" der Eltern zu bekommen (da würde er als Sohn mit drauf stehen). Vor 1875 sind dann die Kirchenbücher online.


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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Säntis » Do 27. Feb 2020, 14:03

Grüezi Gomlo666,

Möglicherweise ergeben sich später Zusammenhänge mit den Kästli aus Münchenbuchsee.

Robert Walker, Die Kästli aus Münchenbuchsee – eine Baumeisterdynastie, in Heimat heute, 2006, auf einer Webseite des Berner Heimatschutzes, Region Bern Mittelland.
Digitalisat

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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Renato » Sa 16. Dez 2023, 20:34

Walter hat geschrieben: Do 27. Feb 2020, 12:00 Ich habe mal auf der Ehen-CD (Kanton Bern) nach Kästli-Ehen gesucht:

Die erste dort notierte Ehe war am 27.4.1716 in Heimiswil (Rodel 2, Seite 351), Konrad Kästli (von Appenzell) und Susanna Walther (von Zauggenried).
Hallo zusammen

Kommt die Braut wirklich aus Zauggenried? Ich kann den Ort nicht entziffern, sieht aber nach etwas anderem aus...

Hat jemand diese Familie erforscht? Ich finde in Heimiswil keine einzige Kästli-Taufe.

Gruss
Renato
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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Säntis » Sa 16. Dez 2023, 21:29

Grüezi Renato,

lese Susanna Waltherd von Kernenried.
Kernenried ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Emmental des Kantons Bern.

Jakob Signer, Chronik der Appenzell I.-Rh. Liegenschaften, in Appenzellische Geschichtsblätter, als Beilage zum Appenzeller Volksfreund, Appenzell 1939 ff.

Zu den Kästle / Kästli / Kästlin von Appenzell im Bezirk Appenzell, Haus Kataster Nr. 75/63.

Bochtella



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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Walter » Sa 16. Dez 2023, 22:56

Renato hat geschrieben: Sa 16. Dez 2023, 20:34 Hat jemand diese Familie erforscht? Ich finde in Heimiswil keine einzige Kästli-Taufe.
Siehe auch Beitrag zu Kästli im HLS.


LG, Walter

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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Renato » So 17. Dez 2023, 11:55

Danke schon mal für diese interessanten Infos!

Der obige Konrad Kästli könnte ein Bruder von Jakob Kästli von Rehetobel AR sein, der am 12. 7.1711 in Sumiswald einen Ulrich taufen lässt.

Findet sich auf der Ehe-CD ein Eintrag für diesen Ulrich Kästli? Er könnte der Vater von Christian (oder Christen) Kästli sein, der laut Todeseintrag von Sumiswald (17.5.1821, Alter: 68) 1753 geboren sein müsste (Ehe mit Elisabeth Utz von Sumiswald: 18.6.1778, 8 Kinder zwischen 1778 und 1792 in Sumiswald getauft). Den Taufeintrag von 1753 habe ich allerdings noch nicht gefunden...

@Wolf: Vielleicht müsste man dieses Dossier umbenennen in "Kästli im Kanton Bern", da die Kästli als Landsassen an mehreren Orten zu finden sind und vor 1861 keinen Heimatort hatten.

Gruss
Renato
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Re: Kästli von Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE

Beitrag von Wolf » So 17. Dez 2023, 12:02

Ich freue mich über die zahlreichen Wortmeldungen - aber leider scheint mir die Diskussion gerade etwas auseinander zu laufen: normalerweise ist unsere Struktur ja "immer nur ein Geschlecht (definiert durch Name und Bürgerort) pro Thema", was allerdings zugegebenermassen nicht immer trivial ist.

Ich habe das Thema deswegen einmal vorübergehend gesperrt. Wer dennoch eine dringende Mitteilung oder Frage hat, schickt mir bitte den Text per PN.

Erst einmal wünsche ich aber Allen eine Frohe Weihnachtszeit - Wolf


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Re: Kästli im Kanton Bern

Beitrag von Wolf » Mi 20. Dez 2023, 15:03

"Alte" Bürgerorte (also seit vor 1800) sind laut Familiennamenbuch
• Oberegg AI
• Speicher AR
• St.Margrethen SG
Das im HLS erwähnte Herisau ist 1962 kein Bürgerort für Kästli mehr.

1829 erwirbt eine Kästli-Linie das Bürgerrecht von
• Sumiswald BE (siehe auch hier).

1861 kommen dann weitere Bürgerorte dazu:
• Adelboden BE
• Graben BE
• Münchenbuchsee BE
• Rapperswil BE
• Röthenbach bei Herzogenbuchsee BE (siehe auch hier)
• Seedorf BE
• Signau BE
wkla hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 07:24 Die Kästli's im Kt. Bern waren Landsassen/Heimatlose und wurden erst 1861 eingebürgert: Sie wurden als "alte Heimatslose" eingestuft.
siehe e-periodica
Sie werden aus Herisau bezeichnet und untenstehende Liste gibt einen Eindruck wie sie sich geographisch bis 1861 verteilten:
KästIi AH aus Herisau (Appenzell A.-Rh.)? Adelboden 7 - Bangerten lf
- Belp 2 f - Bern 6 - Graben b. H. 2 - Heimenhausen 3 f - Herzogenbuchsee
2 f - Inkwil 4 - Mötschwil-Schleumen 1 f - Mülchi 3 -
Münchenbuchsee 7 - Niederried b.K. 1 f Rapperswil 10 - Röthenbach
b. H. 3 - Rüderswil 2 - Seedorf 10 - Signau 8 - abwesend 2 : 74.

In diesem Dokument wird auch auf andere Register aus den Jahren 1777 & 1791 verwiesen.

Ein Ast in Sumiswald hat es aber geschafft bereits 1829 eingebürgert zu werden.
Diese Familiengeschichte Kästli im Kt. Bern scheint mit spannend aber auch herausfordernd und der angrenzende Kt. Solothurn müsste in die Forschung miteinbezogen werden.
Walter
Hier sollten nur Informationen diskutiert werden, die keinem der o.g. Bürgerorte eindeutig zugeordnet werden können. Wo der Bürgerort (nach 1861) bekannt ist (bzw. bekannt sein sollte) oder (vor 1861) Vorfahren einem dieser Bürgerorte eindeutig zugeordnet werden können, sollten Bürgerort-spezifische Themen verwendet oder ggf. neu aufgesetzt werden.


Wolf Seelentag, St.Gallen
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Kästli im Oberaargau

Beitrag von Säntis » Mi 20. Dez 2023, 15:46

Grüezi Lesende,

Hans Leist, Die Einbürgerung der Landsassen und Heimatlosen anno 1861 im Oberaargau, in Jahrbuch des Oberaargaus, 1960, S. 29-35.
6. Graben: 3 Köpfe, Geschlechter: Kästli
7. Heimenhausen: 3 Köpfe, Geschlecht: Kästli
9. Herzogenbuchsee: 12 Köpfe, Geschlechter: Flükiger, Kästli und Schmuker
10. Inkwil: 6 Köpfe, Geschlechter: Egger und Kästli
16. Rötbenbach: 3 Köpfe, Geschlecht: Kästli

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