Quelle: H.R. von Fels, A. Schmid, E. von Fels: Wappenbuch der Stadt St.Gallen, Rorschach 1952.
Quelle: Bürgerbuch 1970 der Ortsbürgergemeinde St.Gallen.Stammvater der heute lebenden Gerung ist Hans, vorher Bürgermeister in Lindau, in St.Gallen 1479 eingebürgert. König Maximilian I. erteilte ihm einen Wappenbrief. - Gregorius, gest. 1517, Ratsherr und Spitalmeister, wurde vom Rat mit vielen wichtigen Missionen betraut. Sein Sohn Gregorius, gest. 1546, Rats- und Bauherr, sein Enkel gleichen Namens, gest. 1544, Stadtammann (Vorsteher des Stadtgerichts).
Das Bürgerbuch 1887 der Stadt St.Gallen ist ausführlicher und erwähnt unter anderem [wie zuverlässig das ist, sei hier dahingestellt]:
Von Hans wird erzählt, er sei Bürgermeister von Lindau gewesen, habe beim Amtsabtritt die Abgabe des Stadtsigills verweigert und sich infolge eines daherigen schweren, ehrenhaft verlorenen Prozesses in St.Gallen niedergelassen.
Schreibweise in alter Zeit: Kerunc. Den Namen "Kerunc" führt ein Urkundenzeuge des Klosters St.Gallen im Jahre 802. 1220, 1222 und 1223 erscheinen in gleicher Eigenschaft und als Donatoren Magister Gerungus, Gerungus Goldasto, Heinricus Gerungus und später noch andere dieses Namens, die offenbar Bürger von St.Gallen sind, z.B. ein R. Gerungus.

