Die Zuppo - Familien
Walther Janett-Suppiger, Bülach
Zuppo ist wie Otto ein Vorname. Karl der Grosse regierte sein Reich beritten, wobei immer sein Notar namens Zuppo mitritt, um Landzuweisungen des Kaisers zu protokollieren. Etwa ein Dutzend solcher Akten befinden sich in den Staatsarchiven St. Gallen und Kopien in Zürich. Sie sind fast alle mit Zuppo unterschrieben. Ich nehme an, dass Zuppo in seinen alten Tagen einen Hof in St. Gallenkappel als Alterssitz vom Herrscher zugewiesen bekam.
Fünf Zuppo - Familien wurden bisher gefunden:
Zuppiger, Zuppinger, Suppiger, Suppinger und Supinger.
Herkunft und Entwicklung
Die Herkunft dieser fünf Familien mit ähnlichen Namen lässt sich auf das Gehöft In der Zuppigen in der Gemeinde St. Gallenkappel SG zurückführen. Kirchenbücher und weitere Dokumente bestätigen diese Feststellung.
1. Ruodi mit seinen fünf Söhnen wurde 1469 von der Gemeinde Fischenthal als neuer Kirchensigrist verpflichtet. Zuppiger wurden sie wegen ihrer Herkunft genannt. Durch die Reformation änderten sie den Namen in Zuppinger, um mit dem n die Religion anzuzeigen. Die Zuppinger Linie hat sich vor allem im Kanton Zürich stark entwickelt.
2. Eine Zuppiger Linie entstand in Rapperswil und Wagen bei Jona, deren Herkunft von Fischenthal oder St. Gallenkappel noch abzuklären ist. Heinrich Zuppiger ging nach Leuggern, heiratete dort 1660 und hatte 3 Enkel. Ausgestorben?
3. Burkhart Zuppinger *1552 von Fischenthal ging nach Oberlangenhart bei Zell ZH. Sein Nachkomme (Ur-ur-urenkel) Hans Ulrich Zuppinger *1722 in Zell wanderte vor 1748 mit Frau und 3 Kindern nach Amerika aus. Die Mutter und ein Kind starben bei der Überfahrt. Vater und zwei Kinder landeten in Philadelphia. Die Familie wanderte nach Ohio. Der Name änderte sich dabei endgültig zu Supinger. Die Supinger haben 3 Zwillingspaare.
4. Marx Zuppiger von Fischenthal wurde 1556 in Luzern als Hintersässe aufgenommen, sei es als Religionsflüchtling oder aus Armut. Bereits ein Jahr später wurde er eingebürgert, was auch damals nicht üblich war. Vielleicht wurde er seines Namens wegen besonders bevorzugt behandelt. Er ist der erste Suppiger Stammvater und starb bereits anfangs 1563.
5. Simon Suppiger wahrscheinlich der Bruder von Marx folgt als zweiter Stammvater. Nach etwa 100 Jahren im Luzernischen hat sich der Name endgültig als Suppiger erhalten. Die Familie wohnte in Wüschiswil, einem Weiler von Willisau. Die Willisauer hatten damals kein Geld für die Renovation des Kirchturms und verkauften daher Wüschiswil an die Gemeinde Grosswangen. Seither gibt es Suppiger von Willisau und Grosswangen.
6. Jakob Zuppinger *1556 von Fischenthal beurkundet am 12.1.1581, dass er vom Prior des Johanniterordens in Dänemark und Kontur des Ritterhauses Leuggern, Ritter Bernhard von Angeloch, des Werkmeisters Hof zu Hettenschwil im Kirchspiel Leuggern, zu einem Erblehen erhalten habe. Er begründet damit die Suppinger - Linie im Aargau. Sie behält das n im Namen, bleibt aber katholisch und stirbt 1974 aus. Der Forscher dieser Linie hiess Hermann J. Welti und war Lehrer in Leuggern.
Verwandtschaft
Als weiteres Zeichen kann die Zwillingsfähigkeit dieser Familien dienen. Auf 88 Geburten gibt es einmal Zwillinge. Um Zwillinge zu zeugen, müssen Vater und Mutter aus Zwillingsfamilien stammen, nicht nur die Mutter, wie die Schulmedizin heute immer noch annimmt und seit über 100 Jahren nie widerrufen hat. Einzig die Suppinger von Leuggern können trotz 60 Namensträgern nicht beurteilt werden. Die Kirchenbücher sind oft schwer leserlich und viele Geburtsdaten fehlen, sodass Zwillinge nicht erkannt werden können.
Zuppiger, Zuppinger, Suppiger, Suppinger, Supinger in der Schweiz
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Zuppiger, Zuppinger, Suppiger, Suppinger, Supinger in der Schweiz
Walther Janett schreibt
Wolf Seelentag, St.Gallen
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Thomas
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Zuppiger, Zuppinger, Suppiger, Suppinger, Supinger in der Schweiz
Ich bin mir nicht so sicher, ob das “n“ tatsächlich ein Produkt der Reformationszeit ist. Das Buch “Zürcher Familienamen“ zitiert jedenfalls Quellen aus dem 15. Jahrhundert, laut denen sich ein Heinrich Zuppinger in Eschenbach SG (1427) und ein Zuppinger und sin wib in Wald ZH (1469) bereits mit “n“ schrieben. Auch der Zürcher Glückshafenrodel von 1504 enthält Rapperswiler Zupinger mit “n“, dafür nur einem “p“. Demgegenüber gab es laut dem Buch “Zürcher Familiennamen“ 1562 in Fischenthal einen Hans Zuppiker. Ich denke, dass die Schreibweise (wie bei anderen Namen um diese Zeit auch) eher vom Zufall beziehungsweise von der Schreibkunst des Urkundenverfassers abhängt.
Gruss
Thomas
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Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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Spiegeli
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Re: Zuppiger, Zuppinger, Suppiger, Suppinger, Supinger in de
Guten Tag. Mein Name ist Ursula Zuppiger und ich interesiere mich für meinen Namen und suche einen Stammbaum und da habe ich in Ihren Artikel Folgendes gefunden:
MfG Ursi Zuppiger
Wissen Sie heute etwas mehr darüber? Wenn ja, wäre ich sehr interresiert.2. Eine Zuppiger Linie entstand in Rapperswil und Wagen bei Jona, deren Herkunft von Fischenthal oder St. Gallenkappel noch abzuklären ist. Heinrich Zuppiger ging nach Leuggern, heiratete dort 1660 und hatte 3 Enkel. Ausgestorben?
MfG Ursi Zuppiger
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Wolf
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Re: Zuppiger
Hallo Ursi,
ich selbst kann dazu leider nichts sagen: ich habe mich nie mit diesen Linien befasst, nur den zugeschickten kurzen Artikel auf Wunsch hier publiziert - der Autor liest (m.W.) nicht mit.
Wenn Du Dich neu mit Familienforschung beschäftigst, kann ich aber nur davon abraten, mit Namensträgern vor ein paar Jahrhunderten anzufangen, in der Hoffnung bei Fortschritten zu späteren Zeiten irgendwann einmal auf sich selbst zu stossen. Das endet fast immer als Enttäuschung.
Seriöse Familienforschung beginnt mit den eigenen Eltern, dann Grosseltern, u.s.w......
Laut Familiennamenbuch sind Zuppiger (heutige Schreibweise) seit vor 1800 nur in Jona verbürgert; erst im 20. Jahrhundert haben sich einige Familien in anderen Orten einbürgern lassen. Bist Du Bürgerin von Jona?
Wie weit zurück hast Du denn schon Daten? Das normale Vorgehen wäre
1) Erfassen der Familienüberlieferung (vorhandene Dokumente).
2) Anfrage beim Zivilstandsamt und Beantragung von Familienscheinen (sofern nicht schon in der Familie überliefert); die heutigen Zivilstandsregister wurden 1876 eingeführt ... wenn man so weit zurück ist ...
3) Kontrolle der Bürgerregister (im Kanton St.Gallen 1834 angelegt - Daten in der Regel so ab 1800 erfasst); diese Register können im Fall SG nur im Staatsarchiv eingesehen werden.
4) Für Daten vor 1800 sind dann die Kirchenbücher die wichtigste Quelle.
ich selbst kann dazu leider nichts sagen: ich habe mich nie mit diesen Linien befasst, nur den zugeschickten kurzen Artikel auf Wunsch hier publiziert - der Autor liest (m.W.) nicht mit.
Wenn Du Dich neu mit Familienforschung beschäftigst, kann ich aber nur davon abraten, mit Namensträgern vor ein paar Jahrhunderten anzufangen, in der Hoffnung bei Fortschritten zu späteren Zeiten irgendwann einmal auf sich selbst zu stossen. Das endet fast immer als Enttäuschung.
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Laut Familiennamenbuch sind Zuppiger (heutige Schreibweise) seit vor 1800 nur in Jona verbürgert; erst im 20. Jahrhundert haben sich einige Familien in anderen Orten einbürgern lassen. Bist Du Bürgerin von Jona?
Wie weit zurück hast Du denn schon Daten? Das normale Vorgehen wäre
1) Erfassen der Familienüberlieferung (vorhandene Dokumente).
2) Anfrage beim Zivilstandsamt und Beantragung von Familienscheinen (sofern nicht schon in der Familie überliefert); die heutigen Zivilstandsregister wurden 1876 eingeführt ... wenn man so weit zurück ist ...
3) Kontrolle der Bürgerregister (im Kanton St.Gallen 1834 angelegt - Daten in der Regel so ab 1800 erfasst); diese Register können im Fall SG nur im Staatsarchiv eingesehen werden.
4) Für Daten vor 1800 sind dann die Kirchenbücher die wichtigste Quelle.
Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
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Wolf
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Re: Zuppiger, Zuppinger, Suppiger, Suppinger, Supinger in der Schweiz
Hier sollten keine einzelnen Linien verschiedener Schreibweisen vermischt weiter diskutiert werden - das Thema wird deswegen gesperrt.
Laut Familiennamenbuch ist Jona heute der einzige Bürgerort, an dem Zuppiger seit vor 1800 (genauer sogar seit vor 1914) verbürgert sind. Für Zuppiger von Jona, einschl. der von dort stammenden Linien von Basel BS, Dübendorf, Hombrechtikon, Thalwil (alle ZH), wurde ein neues Thema Zuppiger von Jona SG angelegt. Für die Zuppiger von Muotathal SZ sollte aufgrund der im Familiennamenbuch nicht genannten Herkunft ggf. ein separates Thema angelegt werden; dies gilt auch für Nennungen in anderen Gemeinden, soweit der Bürgerort nicht bekannt ist.
Laut Familiennamenbuch ist Jona heute der einzige Bürgerort, an dem Zuppiger seit vor 1800 (genauer sogar seit vor 1914) verbürgert sind. Für Zuppiger von Jona, einschl. der von dort stammenden Linien von Basel BS, Dübendorf, Hombrechtikon, Thalwil (alle ZH), wurde ein neues Thema Zuppiger von Jona SG angelegt. Für die Zuppiger von Muotathal SZ sollte aufgrund der im Familiennamenbuch nicht genannten Herkunft ggf. ein separates Thema angelegt werden; dies gilt auch für Nennungen in anderen Gemeinden, soweit der Bürgerort nicht bekannt ist.
Wolf Seelentag, St.Gallen
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