Guten Tag zusammen.
Heute habe ich in 20minuten und NZZ Online (http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/s ... 90191.html) gelesen dass das Parlament die letzte Bindung zwischen Heimatort und Sozialhilfe kappen will.
Was heisst das genau für die Genealogische Forschung in der Zukunft?
Werden damit in Zukunft die Familienscheine eventuell nicht mehr in den Heimatgemeinden geführt sondern in den Wohngemeinden?
Für die Genealogischen Forschungen wäre das ein extremer Rückschritt.
Wenn mit Heimatort nur die rechtliche Bedeutung für die Sozialhilfe verloren geht ist dies sicher kein Problem.
Aber der Heimatort mit dem dazugehörenden Familienschein sollte unbedingt beibehalten werden!
Wird der Heimatort irrelevant ?
Für nicht kantonsspezifische Fragen. Vos messages ne concernant pas spédifiquement un canton. For your non canton specific questions.
Moderator: Wolf
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dgrunder
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Wird der Heimatort irrelevant ?
Viele Grüsse
Daniel Grunder aus Zäziwil/BE
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Peter.D
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Re: Grunder von Vechigen BE
Noch nicht ganz ... aber irgendwann schon.
Seit der Einführung von Infostar werden die Familienregister schrittweise in das elektronische Personenstandsregister Infostar überführt.
Die Familienregister von 1928ff auf Papier (oder Film etc.) werden aber noch viele Jahre unverzichtbar sein. Deshalb müssen auch alle Urkunden über den Personenstand und den Familienstand (Personenstandsausweis, Familienausweis, Partnerschaftsausweis, Ausweis über den registrierten Familienstand usw.) weiterhin beim Zivilstandsamt am Heimatort bestellt werden.
Hingegen werden Urkunden zum Nachweis eines in der Schweiz eingetretenen Zivilstandsergeignisses (wie Geburt, Ehe, eingetragene Partnerschaft, Kindesanerkennung, Namensänderung, Eheauflösung, Auflösung der Partnerschaft, Feststellung und Auflösung des Kindesverhältnisses, Verschollenerklärung, Tod usw.) bei demjenigen Zivilstandsamt verlangt, welches das Ereignis beurkundet hat.
Wenn dann einmal alle Daten im Infostar sind, können theoretisch alle Urkunden bei irgendeinem Zivilstandsamt verlangt werden. Ich habe keine Ahnung wie lange das dauern wird.
Peter
Seit der Einführung von Infostar werden die Familienregister schrittweise in das elektronische Personenstandsregister Infostar überführt.
Die Familienregister von 1928ff auf Papier (oder Film etc.) werden aber noch viele Jahre unverzichtbar sein. Deshalb müssen auch alle Urkunden über den Personenstand und den Familienstand (Personenstandsausweis, Familienausweis, Partnerschaftsausweis, Ausweis über den registrierten Familienstand usw.) weiterhin beim Zivilstandsamt am Heimatort bestellt werden.
Hingegen werden Urkunden zum Nachweis eines in der Schweiz eingetretenen Zivilstandsergeignisses (wie Geburt, Ehe, eingetragene Partnerschaft, Kindesanerkennung, Namensänderung, Eheauflösung, Auflösung der Partnerschaft, Feststellung und Auflösung des Kindesverhältnisses, Verschollenerklärung, Tod usw.) bei demjenigen Zivilstandsamt verlangt, welches das Ereignis beurkundet hat.
Wenn dann einmal alle Daten im Infostar sind, können theoretisch alle Urkunden bei irgendeinem Zivilstandsamt verlangt werden. Ich habe keine Ahnung wie lange das dauern wird.
Peter
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Stephleuen
- Beiträge: 707
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Re: Wird der Heimatort irrelevant ?
Guten Tag
soweit ich diesen genannten Artikel verstehe geht es nicht um die scheibchenweise Abschaffung des Heimatortes, sondern um die Abkoppelung der Verpflichtung der Kantone für ihre Bürger die in anderen Kantonen wohnhaft sind und Unterstützungsbedürftig werden finanziel aufzukommen. Würde ich zur Zeit als Büger des Kantons Bern im Kanton Zürich unterstützungsbedürftig, würde zwar mir der Kanton Zürich die Sozialhilfe ausbezahlen, diese aber über das KOS wieder vom Kanton Bern zurückfordern, obschon ich im Kanton Bern keinen Wohnsitz habe und keine Steuern bezahlen würde. Dass dabei wieder einzelne Kantone provitieren und andere wiederum unverschämt zur Kasse gebeten werden ist selbstredend.
Dass unter gewissen Voraussetzungen unser System mit den Heimatorten an seine Grenzen stossen wird kann schon möglich sein. Allerdings würde eine Änderung im schweizerischen Heimatrech verfassungsrechtliche Konsequenzen verlangen. DIese werden dann so rigoros sein dass Herr und Frau Schweizer vermutlich dazu Nein sagen werden.
Bevor aber unsere Parlamentarier über derartige Grundsatzfragen diskutieren wäre mir lieber sie würden das Krankenkassenproblem lösen und für alle Schweizer gleiche Prämien einführen und nicht die Prämienhöhe davon abhängig machen ob es im Wohnort oder Region viele oder wenige Ärzte gibt, viele oder wenige Spitäler und ob wir in Bern, Genf, Zürich, Basel usw. Universitätskliniken haben oder nicht. Provitieren davon tun jene Kantone die nicht einmal ein Kantonsspital besitzen. Für diese Zahlen wir hier in Bern verdammt hohe Krankenkassenprämien!
Beste Grüsse
Stephan Leuenberger
soweit ich diesen genannten Artikel verstehe geht es nicht um die scheibchenweise Abschaffung des Heimatortes, sondern um die Abkoppelung der Verpflichtung der Kantone für ihre Bürger die in anderen Kantonen wohnhaft sind und Unterstützungsbedürftig werden finanziel aufzukommen. Würde ich zur Zeit als Büger des Kantons Bern im Kanton Zürich unterstützungsbedürftig, würde zwar mir der Kanton Zürich die Sozialhilfe ausbezahlen, diese aber über das KOS wieder vom Kanton Bern zurückfordern, obschon ich im Kanton Bern keinen Wohnsitz habe und keine Steuern bezahlen würde. Dass dabei wieder einzelne Kantone provitieren und andere wiederum unverschämt zur Kasse gebeten werden ist selbstredend.
Dass unter gewissen Voraussetzungen unser System mit den Heimatorten an seine Grenzen stossen wird kann schon möglich sein. Allerdings würde eine Änderung im schweizerischen Heimatrech verfassungsrechtliche Konsequenzen verlangen. DIese werden dann so rigoros sein dass Herr und Frau Schweizer vermutlich dazu Nein sagen werden.
Bevor aber unsere Parlamentarier über derartige Grundsatzfragen diskutieren wäre mir lieber sie würden das Krankenkassenproblem lösen und für alle Schweizer gleiche Prämien einführen und nicht die Prämienhöhe davon abhängig machen ob es im Wohnort oder Region viele oder wenige Ärzte gibt, viele oder wenige Spitäler und ob wir in Bern, Genf, Zürich, Basel usw. Universitätskliniken haben oder nicht. Provitieren davon tun jene Kantone die nicht einmal ein Kantonsspital besitzen. Für diese Zahlen wir hier in Bern verdammt hohe Krankenkassenprämien!
Beste Grüsse
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
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