LAMBIOT aus Liège

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Petra
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LAMBIOT aus Liège

Beitrag von Petra » Sa 20. Mai 2006, 15:11

Hallo alle zusammen,

ist jemand schon einmal der Name LAMBIOT in Liegè begegnet? Ich hege die Vermutung, dass mein Obergroßvater Johann Heinrich LAMBIOT * ca. 1700 aus Liegè stammt. In der Familie wird die Geschichte erzählt, dass er zusammen mit zwei Brüdern und einer Schwester aus dem französich sprechenden Raum kam. Angeblich hat ihn der Graf von Eltz von einem Kriegszug ? mitgebracht. Auf jeden Fall war er bei seiner Eheschliessung 1736 in Tier noch der Leibdiener des Generalvikars und Domherren Graf von Eltz
(cubicularis Reverendi Gratioci Donmini Comtis ab Eltz Generalvikar).

Freue mich über jeden Hinweis zu diesem Namen, denn hier habe ich schon seit Jahren einen toten Punkt. :-(
Danke
Liebe Grüße
Petra


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LAMBIOT aus Liège

Beitrag von Kraehe » So 21. Mai 2006, 15:21

Liebe Frau Kreutzer, Nur wegen der Tatsache des toten Punkters und eine gewisse Aehnlichkeit des Namens darf ich Sie hinweisen auf eine Hollandische Familie mit Herkunft aus Liege: "Lambinon". Sie kamen insoweit ich es weiss als Glaubensfluechtlinge nach Leiden in Holland und wurden spaeter auch Mitglieder der Stadtregierung in Dordrecht. Diese Familie werd auch erforscht. Fuer naehere Daten: bitte sehe: www.leidenarchief.nl unter Digitale Stamboom und www.cbg.nl unter den Namen Lambinon. Dort ist auch der Forscher dieser Familie erwaehnt. Es geschah damals sehr oft in Leiden dass die franzoesischsprachige Familienname geaendert wurde. Die Lambinon gehoerten zur Eglise Wallonne, sagen wir die Hugenottenkirche.

Man weiss nie in der Genealogie!


Mit freundlichem Gruss,

Bernard J.J.Krijbolder



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Beitrag von Petra » Di 23. Mai 2006, 20:54

Hallo Herr Krijbolder,

danke für den Hinweis. Sie haben recht, in der Genealogie kann man nie wissen und sollte jede Spur verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Petra Kreuzer


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Beitrag von Kraehe » So 15. Nov 2009, 13:09

Hallo Petra,

Noch einmal zum Thema: Auch in Leiden (siehe Website): unter Lambo und Lamboo. Entweder aus Wallonien oder Frankreich (leider ohne Herkunftsangabe). Fluechtlinge um Glaubenswillen (Hugenotten, Walen).

Mit freundlichem Gruss,

Bernard Krijbolder



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Beitrag von Petra » So 15. Nov 2009, 13:16

Hallo Herr Krijbolder,

danke, leider komme ich auf der Seite nicht weiter, da ich kein niederländisch verstehe. Besonders Ihr Hinweis auf Hugenotten ist interessant, da sich der Verdacht erhärtet, das es sich um französiche Glaubensflüchtlinge handelte.


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Beitrag von Kraehe » So 15. Nov 2009, 13:42

Hallo Petra,

Vielleicht hilft dieser Link ein Wenig. Familie aus Luettich (Belgien; oder Wallonien damals und jetzt).

Bernard Krijbolder

http://www.lauwerier.nl/stamboom/lambooij.htm



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Beitrag von Petra » So 15. Nov 2009, 13:43

Hallo Bernard,

danke, ja es hilft sehr :D


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Beitrag von Petra » So 15. Nov 2009, 13:47

Nochmals vielen Dank, war gerade auf der Seite sieht vielversprechend aus, da dort ebenfalls z.B. der relativ seltene Vorname Abraham auftaucht.

Was bitte ist ein greynwerker, drapier, lakenwever ? Evtl. Strumpfweber etc? Das würde nämlich ebenfalls passen


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Beitrag von Kraehe » So 15. Nov 2009, 13:59

Petra, Unterstehend eine Kopie eine Internetdiskussion ueber diese Bedeutung. Greinwerker ist einer der vielen antiken Berufsnamen aus der Hollaendischen Textilgewerbe. Grein = Grain. Urspruenglich Seide. Also, Greinwerker ist ein Seidenweber. Aber spaeter gab es auch Grofgrein (Grobgrein?). Das war eine Art Wolle. In Leiden gab es ein sehr wichtiger Textilindustrie met Tausenden von gefluechteten Calvinisten. Ich selber habe mehr als 250 derartige Franzoesische und Wallonische (Hugenottische) Familien unter meine Ahnen.

Gruss,

Bernard Krijbolder

Anlage:

> Another request for translation
>
> Frans Verhoeven geb. Antwerpen
> Huwt Amsterdam 1675 met Maria van Thuylen (ondertr. 3 aug. 1675)
>
> "Greinwerker" ?
>
> What would this be?

Hello Ingrid

I hope you understand at least a bit of Dutch (I will explain it in
English though). A citation from the "Woordenboek der Nederlandsche
Taal" (WNT):

-----
GREINWERKER, znw. m., mv. -s. Van Grein, 2de art., in de bet. 2) en
Werken (in den zin van: vervaardigen) met -er. Die grein weeft of
vervaardigt. || Van de ... Bourat- en Greynwerkers,
Stofjenswerckers enz., Utr. Placaatb. 3, 764.
-----

So, we have to look for 'grein' in its second meaning (art. 2,
meaning 2):

-----
GREIN (II), znw. onz.; mv. (in de bet. 2, c) greinen. Mnl. grein.
De oorsprong dezer benaming (het Fra. woord graine, collectieve
benaming voor: de eitjes van den zijworm) is reeds bij GREIN, 1ste
art., onder 3, d) vermeld; de geheel afwijkende toepassingen er van
rechtvaardigen eene afzonderlijke behandeling.

1) Naar de oorspronkelijke, thans verouderde beteekenis. Een
weefsel waarvan de grondstof van den zijworm afkomstig is, eene
soort van zijde dus. Over grof grein en fra. gros grain, verg.
VERDAM 2, 2125 en LITTR 2, 1912 b en zie GROFGREIN.

2) Naar de latere, ook thans nog gebruikelijke toepassing. Een
weefsel, in nabootsing van het eigenlijke grein vervaardigd,
bestaande uit.

a) Kemels- of geitenhaar (mohair of angorawol) als ketting, en wol
(schapenwol) als inslag; polemiet. || Turks greyn. Hair camlet,
SEWEL. Fijn grein, BERKHEY, Zeetriumph, 270.

b) Ketting en inslag beide wol; wollen grein; kamelot. || Wollen
greyn, Camlet, SEWEL. De Zieltjes, of Keursjes, die men van
Sarsje of Grein maakte, BERKHEY, N. H. 3, 571. Zulk eene Huik was
een lange Vrouwen Mantel, van ligte stoffe, Grein of Saai, dog
somtyds ook van Laken, 3, 590.

c) Soort van grein (in de bet. a of b). Met mv. || Dat sommighe
Laken-Verwers ... hun mede onderwinden ... te Verwen Sayen,
Damasten, Bouratten en Greynen, Handv. v. Amst. 1126 b. Hoe de
greinen met 15 uuren kokens, goed ende vast swart te verwen waren,
DE LA COURT, Welv. 134. Digte fyngewerkte Inlandsche Greinen en
Haarlemsche Zyden Stoffen, BERKHEY, N. H. 3, 708.
-----

A 'greinwerker' is someone who weaves 'grein'. It's a weaver. And
'grein' could be cloth or fabric made of silk (in the first and
orginal meaning, derived from the french word 'graine' as an
equivalent for the eggs of the silkworm), but more probably it is a
fabric made of camel's hair (mohair), goat's hair (angora) or even
plain wool of sheep.

I hope this helps.

--

Kind Regards

Patrick Vanhoucke
Laken (Brussel)
VVF-lid 14882



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Beitrag von Petra » So 15. Nov 2009, 14:03

Hallo Bernard,

wie soll ich Dir nur Danken? :-) Die Sache verdichtet sich immer mehr, falls Du interessiert bist, kannst die Geschichte der Vorfahren meiner Oma mütterlicherseits unter Flucht aus Loix nach lesen.


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