Geldschleiss / Schleissnutzung / Brauttrossel
Begriffsbestimmungen - Definitions
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amslehan01
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Geldschleiss / Schleissnutzung / Brauttrossel
In einem Ehevertrag von 1847 kommen folgende Ausdrücke / Worte vor:
- jährlich einen Geldschleiss
- Schleissnutzung und den Brauttrossel Verzicht
- hievor stipulierten Schleissnutzung
- neg. / negt. als Berufsbezeichnung
Wer weiss was Geldschleiss, Schleissnutzung und Brauttrossel bedeutet?
Was könnte der Beruf neg. / negt. heissen?
Allenfalls steht der gesamte transkribierte Text zur Verfügung.
Vielen Dank für jegliche Hilfe
Hansruedi aus Zug / CH
- jährlich einen Geldschleiss
- Schleissnutzung und den Brauttrossel Verzicht
- hievor stipulierten Schleissnutzung
- neg. / negt. als Berufsbezeichnung
Wer weiss was Geldschleiss, Schleissnutzung und Brauttrossel bedeutet?
Was könnte der Beruf neg. / negt. heissen?
Allenfalls steht der gesamte transkribierte Text zur Verfügung.
Vielen Dank für jegliche Hilfe
Hansruedi aus Zug / CH
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Thomas
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Alte Bezeichnungen / Ausdrücke / Wörter
Meines Erachtens bedeutet “Schleiss“ einfach “Verbrauch“ (“Verschleiss“). Eine Schleissnutzung eines Vermögens wäre demnach ein Verbrauch dieses Vermögens, im Gegensatz zur Nutzung lediglich der Kapitalzinsen, bei der das Vermögen selbst nicht angetastet wird.
Gruss
Thomas
Gruss
Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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amslehan01
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Alte Bezeichnungen / Ausdrücke / Wörter
Guten Morgen Thomas
Deine Interpretation kommt hin, passt genau zum gesamten Inhalt.
Vielen Dank und Grüsse
Hansruedi
Deine Interpretation kommt hin, passt genau zum gesamten Inhalt.
Vielen Dank und Grüsse
Hansruedi
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Stephleuen
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Alte Bezeichnungen / Ausdrücke / Wörter
Noch einige wenige zusätzliche Ergänzungen zu den Angaben von Thomas:
Schleiss beinhaltet den Verschleiss = Verbrauch, das was man zum Leben unbedingt nötig hat; in Eheverträgen und Erbverträgen das gesammte Frauengut. Dazu gehören Kleider, Schuhe, Bettwäsche, Tischwäsche, Geschirr für Tafel und zum Kochen, es können auch Möbel sein. Das Sprichwort man habe einen grossen Verschleiss an Schuhen oder Hosen usw. Dazu gehören auch Anteile am Ertrag von Erzeugnissen aus dem Kraut- und Gemüsegarten, von Obstbäumen, Felderträge wie Kartoffeln, Getreide usw. eben das Lebensnotwendige. Der Schleiss der Mutter war bei Todesfall des Ehemannes sogar geschützt und durfte nicht angetastet werden bis die Mutter selber verstarb. Dannach konnte der Schleiss der Mutter auf die Kinder aufgeteilt werden oder einer Tochter die unterstützungsbedürftig war zugesprochen werden.
Der Brauttrossel ist alles was eine Frau an Möbel wie Bett, Tisch und Stuhl, Spinnrad, Geschirr und Bestecke, Silberware, Wäsche für Bett und Tisch, Kleider und Schuhe usw. Wie reicher die Braut war je grösser waren die Wagenladungen der Brauttrossel. Letztlich bildet dieser Brauttrossel zum Teil wieder der Schleiss. IM Oberaargau und im Emmental kam zum Trossel noch eine Haut einer Kuh, sprich ein Kuhfell, eine lebende Kuh, Geissen, Hühner, Enten usw. dazu
Die Berufsbezeichnung neg. oder negt. würde ich meinen könnte Negotiant sein. Dieser Beruf wäre heute am ehesten mit einem Posthalter zu vergleichen oder Kaufmann oder Wertschriftenhändler.
Beste Grüsse
Stephan Leuenberger
Schleiss beinhaltet den Verschleiss = Verbrauch, das was man zum Leben unbedingt nötig hat; in Eheverträgen und Erbverträgen das gesammte Frauengut. Dazu gehören Kleider, Schuhe, Bettwäsche, Tischwäsche, Geschirr für Tafel und zum Kochen, es können auch Möbel sein. Das Sprichwort man habe einen grossen Verschleiss an Schuhen oder Hosen usw. Dazu gehören auch Anteile am Ertrag von Erzeugnissen aus dem Kraut- und Gemüsegarten, von Obstbäumen, Felderträge wie Kartoffeln, Getreide usw. eben das Lebensnotwendige. Der Schleiss der Mutter war bei Todesfall des Ehemannes sogar geschützt und durfte nicht angetastet werden bis die Mutter selber verstarb. Dannach konnte der Schleiss der Mutter auf die Kinder aufgeteilt werden oder einer Tochter die unterstützungsbedürftig war zugesprochen werden.
Der Brauttrossel ist alles was eine Frau an Möbel wie Bett, Tisch und Stuhl, Spinnrad, Geschirr und Bestecke, Silberware, Wäsche für Bett und Tisch, Kleider und Schuhe usw. Wie reicher die Braut war je grösser waren die Wagenladungen der Brauttrossel. Letztlich bildet dieser Brauttrossel zum Teil wieder der Schleiss. IM Oberaargau und im Emmental kam zum Trossel noch eine Haut einer Kuh, sprich ein Kuhfell, eine lebende Kuh, Geissen, Hühner, Enten usw. dazu
Die Berufsbezeichnung neg. oder negt. würde ich meinen könnte Negotiant sein. Dieser Beruf wäre heute am ehesten mit einem Posthalter zu vergleichen oder Kaufmann oder Wertschriftenhändler.
Beste Grüsse
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
Mitglied bei:
Historischer Verein des Kantons Bern
Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
Jahrbuchvereinigung Oberaargau
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amslehan01
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Alte Bezeichnungen / Ausdrücke / Wörter
Salü Stephan
Danke viel mals für deine Erläuterungen, teilweise habe ich das auch so interpretiert, war aber nicht sicher, du hast mir eine Bestätigung zu meinen Vermutungen gegeben. Zumal sich der Vertrag im Aargau abspiel, zwar nich im Oberaargau, aber vielleicht hat sich eben der Negotiant (Kaufmann oder damaliger Banker!!) nach seinem Wissen, woher auch immer orientiert. Genau das steht im Abtretungsvertrag, dass der Sohn die Mutter mit mit einem Betrag XXX unterstützen muss.
Sag mal Stephan. kannst du auch solche alten Veträge lesen?
Grüsse
Hansruedi
Danke viel mals für deine Erläuterungen, teilweise habe ich das auch so interpretiert, war aber nicht sicher, du hast mir eine Bestätigung zu meinen Vermutungen gegeben. Zumal sich der Vertrag im Aargau abspiel, zwar nich im Oberaargau, aber vielleicht hat sich eben der Negotiant (Kaufmann oder damaliger Banker!!) nach seinem Wissen, woher auch immer orientiert. Genau das steht im Abtretungsvertrag, dass der Sohn die Mutter mit mit einem Betrag XXX unterstützen muss.
Sag mal Stephan. kannst du auch solche alten Veträge lesen?
Grüsse
Hansruedi
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Stephleuen
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- Registriert: Sa 15. Dez 2007, 14:13
- Geschlecht: Männlich
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Alte Bezeichnungen / Ausdrücke / Wörter
Guten Abend Hansruedi
Mein Forschungsgebiet ist der Kanton Bern. Bernische Geschichte liegt in meinem Hauptinteresse. Mein Spezialgebiet ist aber der Oberaargau - Landgrafschaft Burgund. Meine ältesteste Urkunde, die ich in Kopie bei mir habe Verkauft Thüring von Aarburg im Jahre 1432 der Stadt Burgdorf die Herrschaft Gutenburg mit Lotzwil, Rütschelen und einem Teil von Madiswil . Ich lese alte Schriften ab dem Zeitpunkt wo die lateinische Amtssprache verschwindet.
Meine Familiengeschichte reicht bis ins Jahr 1257 zurück. Bis heute umfasst meine Dakumentensammlung rund 2000 Seiten Kopien von Urkunden, Verträgen, Briefen, Gerichtsakten, Landvogtskorrespondenzen und Testamente usw. so wie unzählige digitalisierte Akten.
Ausdrücke die ich nicht verstehe muss ich wie alle anderen auch danach recherchieren. Das Idiotikon bietet Hilfe. Aber auch das Wikipedia hat schon helfen können. Insofern versuche ich einen Vertrag zu verstehen bzw. zu lesen.
Beste Grüsse
Stephan Leuenberger
Mein Forschungsgebiet ist der Kanton Bern. Bernische Geschichte liegt in meinem Hauptinteresse. Mein Spezialgebiet ist aber der Oberaargau - Landgrafschaft Burgund. Meine ältesteste Urkunde, die ich in Kopie bei mir habe Verkauft Thüring von Aarburg im Jahre 1432 der Stadt Burgdorf die Herrschaft Gutenburg mit Lotzwil, Rütschelen und einem Teil von Madiswil . Ich lese alte Schriften ab dem Zeitpunkt wo die lateinische Amtssprache verschwindet.
Meine Familiengeschichte reicht bis ins Jahr 1257 zurück. Bis heute umfasst meine Dakumentensammlung rund 2000 Seiten Kopien von Urkunden, Verträgen, Briefen, Gerichtsakten, Landvogtskorrespondenzen und Testamente usw. so wie unzählige digitalisierte Akten.
Ausdrücke die ich nicht verstehe muss ich wie alle anderen auch danach recherchieren. Das Idiotikon bietet Hilfe. Aber auch das Wikipedia hat schon helfen können. Insofern versuche ich einen Vertrag zu verstehen bzw. zu lesen.
Beste Grüsse
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
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