Liebe Forumsleser /-innen
vielleicht weiss jemand von Ihnen mehr dazu? Ich freue mich auf News, die ich dem Fragesteller weiterleiten kann.
Vielen Dank und schöne Grüsse ;;;
von Bernadette
ich bin auf der Suche nach den Bastardnachkommen der Freiherren von Rosenegg,
deren letzter Vertreter, Junker Hans IV, 1480 in Stein am Rhein verstorben ist.
Ich überarbeite z.Zt. die Biographie des Dr. Johann Bruno von Niedbrück hinsichtlich
seiner Studienzeit und die Angaben zu seiner Frau..
(Biographien: Allgemeine Deutsche Biographien (ADB) ; Band 52 Seiten 618 - 621
NOUVEAUX DICTIONAIRE DE BIOGRAPHIE ALSACIENNE; Seiten 2841 - 42)
Von seiner Frau sind nur der Name Rosnag und eine Wappen überliefert. Der Schild
des Wappens zeigt in einem durch einen Balken geteiltem Feld oben zwei und unten eine
Rose. Dies hat mich zu der Vermutung veranlaßt veranlaßt, dass der Name mit Rossneg
richtig interpretiert ist, da das Wappen der Roseneggs verschiedene Varianten der Anzahl
der Rosen aufweist.
Die Frau ist um 1500 geboren, sie kann deshalb nur aus einer der Bastardlinien abstammen.
Deshalb möchte ich gern wissen, ob und wo der Name Rosenegger, Rossnegger
oder auch Roßnegg zwischen 1450 - 1500 vorkommt?
Gibt es vielleicht schon genealogisch erschlossene Angaben ? Das Gebiet ist der Thurgau,
Zürich , Schaffhausen und der Hegau, wo in Radolfzell Rossnegger vorkommen. Letztere können
aber genealogisch nicht zugeordnet werden.
Übersicht der bisher festgestellten Bastardlinien:
1.Rudolf von Rosenegk +1484
Urkundlich belegt zwischen 1453 -1484.
Er ist nach der folgenden Urkunde der Halbbruder von Junker Hans IV, dem letzten Freiherrn von Rosenegg.
Generallandesarchiv Karlsruhe 109 Nr. 513 - Archivalieneinheit
Aus 109
Bestand: Bonndorf
Titel: Vertragssammlung der Herren v.Mörsberg
Laufzeit: 1451-1604
Enthält: Enthält: Schiedsvertrag über die Streitigkeiten zwischen Hans v. Rosenegg
und seinem unehelich geborenen Bruder Rudolf v. Rosenegg, 1451 (Or., Perg.)
In diesem Schiedsvertragvertrag erhält Rudolf von seinem legitimen Bruder, mit dem er zusammen aufgewachsen ist, die Vogteirechte des Dorfes Stadel sowie diverse Zinsrechte. 1483 Verkauft Rudolf Stadel an die Stadt Zürich.
Gertrud Streit berichtet in der Geschichte des Dorfes Rielasingen über ihn:
1453 erscheint in Urkunden Rudolf von Roßnegk, der Bastard, der auch in zwei Fällen als "Rudolf Rosnegger" erwähnt wird. Er siegelt mit dem Wappen des Hans von Rosenegg (Junker Hans). den fünf Rosen, jedoch mit dem Bastardfaden schräg rechts über den Wappenschild als illegitimer Abkömmling gekennzeichnet.
Rosenegger ist 1453 Inhaber der Vogtei Stadel (Kanton Zürich) und weiterer Güter im Kanton Schaffhausen. Die Vogtei über Stadel war ursprünglich ein Lehen des Klosters St. Blasien , welche im 14. Jahrhundert die von Tengen und nach diesen im 15. Jahrhundert die von Rosenegg besaßen.
Nach dem Tode des Junker Hans, als 1480 dessen Hinterlassenschaft geteilt wird, erhält Rudolf Bastards Verwandter - Graf Johann von Lupfen - die Rielasinger Tavernengerechtigkeit (Löwen) und Rudolf Roßnegk, der Bastard, erbt den Junker Hans noch zustehenden Zins von der Rielasinger Mühle.
Die Vogtei Stadel mit allem was zur Niedergerichtsbarkeit gehört, verkauft Rudolf von Roßnegk 1483 an die Stadt Zürich um 200 rheinische Gulden . Einem nicht mehr vorhandenen Jahrzeitbuch der Kirche Stadel zufolge, soll ein Ritter von Rosenegg einen Teil seines Gutes im Dorf >> umb miner und minez. vatter und Mutter seel heil willen an die kilchen zu stadel<< vergabt haben.
Rudolf von Roßnegk, der Bastard, ist 1484 nicht mehr am Lehen. Denn in diesem Jahr wird bei der Kaplanei Rielasingen für ihn und alle seine roseneggschen Vorfahren eine "ewige Jahrzeit gestiftet. Es ist die älteste Jahrzeit, die das Stiftungsbuch der Pfarrei Rielasingen aufweist.
2. Hans Bastard von Rosenegk
MITTEILUNG des Stadtarchivs Stein am Rhein vom 26.1. 2007
1455 Dezember 22
Freiherr Hans von Rosenegg und Agnes von Rosenegg geb. Freiin von Bussnang erklären für sich und alle ihre Angehörigen, Erben und am Handel Beteiligten, dass sie mit Claus Schmid von Wormlingen, der mit ihnen wegen Hans Basthartt in Feindschaft gestanden hat, gerichtet und versöhnt seien. Drei Jahre ab Datum dieses Briefes wollen sie mit Claus Schmid weder offene noch geheime Feindschaft haben. Wünschen die von Rosenegg nachher wieder Fehde, so soll das Claus Schmid mit einem versiegelten Feindschaftsbreif angesagt werden.
VA 284
Mitteilung des Stadtarchivs St. Gallen vom 15.2.2007
Bei unsern Urkunden findet sich im selben Jahr 1457 sowohl der Junker Hans von Roseneck, der einige Güter zu Hettlingen leiht (U959e), und Hans Ros(s)neg(g/k)er, Kirchherr zu Altorf, der für 5 Gl Zins quittiert (U978) bzw mit Junker Herdegen von Hinwil im Streit liegt (U989b) - vielleicht ein so versorgter Abkömmling der Familie.
3.Voreheliches Kind des Junker Hans IV von Rosenegg, (+1480) dem letzten legitimen Rosenegger.
Dies Kind ist 1480 noch am Leben, denn es wird im Testament des des Hans IV mit einem Teil des Zinses der Rielasinger Mühle bedacht. Da stets von einem Kind gesprochen wird, ist es vermutlich ein Mädchen.
4. Nachkommen des Wältli Rosenegger aus Winterthur, sein Sohn Heinrich wird Landamman des Thurgau um 1516 ( HBLS Seite 702)
Freiherren von Rosenegg in Stein am Rhein SH
Moderator: Wolf
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Berna65
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Bernadette Oertig
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Thomas
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Rosenegg Stein am Rhein
Das alte Historisch-Biographische Lexikon der Schweiz (HBLS) unterscheidet (zu Recht?) zwischen dem Geschlecht der Freiherren von Rosenegg (laut HBLS 1481 erloschen) und dem oben unter Ziff. 4 erwähnten Winterthurer Geschlecht Rosenegger bzw. Rosnegger, laut HBLS ebenfalls erloschen. Interessant ist vielleicht folgende Spur: Laut dem HBLS, das sich auf eine "Anshelms Berner Chronik" als Quelle bezieht, soll eine Freifrau von Rosenegg im Schwabenkrieg 1499 bei der Verteidigung des von den Eidgenossen belagerten Städtchens Blumenfeld eine Rolle gespielt haben. Die Eidgenossen hätten ihr erlaubt, mit dem Kostbarsten, was sie besitze, die Stadt frei zu verlassen, worauf sie ihren Ehemann aus der Stadt herausgetragen habe.
Hinweise enthält auch der "Glückshafenrodel" von 1504: Hier ist mehrfach der oben erwähnte, aus Winterthur stammende Heinrich Rosenegger in seiner Funktion als Thurgauer Landammann erwähnt, zudem auch die in Winterthur verbliebene Sattler-Familie Rosenegger. Der "Glückshafenrodel" nennt jedoch noch drei weitere Namensträger aus Zürich, und zwar (in originaler Orthografie):
Engelli Rosennegger
Johannes Rosenegger
Urseli Rosenegger
Gruss
Thomas
Hinweise enthält auch der "Glückshafenrodel" von 1504: Hier ist mehrfach der oben erwähnte, aus Winterthur stammende Heinrich Rosenegger in seiner Funktion als Thurgauer Landammann erwähnt, zudem auch die in Winterthur verbliebene Sattler-Familie Rosenegger. Der "Glückshafenrodel" nennt jedoch noch drei weitere Namensträger aus Zürich, und zwar (in originaler Orthografie):
Engelli Rosennegger
Johannes Rosenegger
Urseli Rosenegger
Gruss
Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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Thomas
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Noch eine kleine Ergänzung: Gemäss Eintrag im neuen Historischen Lexikon der Schweiz war der für die Schweizer Geschichte bedeutende Berner Adlige Adrian von Bubenberg (1434 bis 1479) der Sohn einer Anna von Rosenegg.
Gruss
Thomas
P.S.: So sieht das Rosenegg-Wappen auf der "Zürcher Wappenrolle" (ca. 1340) aus.
- Editiert von Thomas am 19.11.2007, 17:14 -
Gruss
Thomas
P.S.: So sieht das Rosenegg-Wappen auf der "Zürcher Wappenrolle" (ca. 1340) aus.
- Editiert von Thomas am 19.11.2007, 17:14 -
Thomas Illi, Wolfhausen
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Berna65
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Freiherren von Rosenegg in Stein am Rhein SH
Hallo zusammen
Herr Schössler hat nun weiter geforscht und hat mir folgendes berichtet. Falls noch jemand etwas dazu weiss, würde ich mich über Antwort freuen!
Schöne Grüsse von ;;;
Berna
Inzwischen habe ich herausgefunden, daß der Verteidiger des Schlosses Blumenfeld
1499 im Schwabenkrieg ein Sohn des Rudolph Bastard von Rosenegg gewesen sein
kann. Alles andere Scheidet aus, da der letzte legitime von Rosenegg 1480
verstorben war.
Ich fand einen Hinweis auf das Schweizerische Geschlechterbuch von 1913, Seite 631,
demnach eine geborne Stocker die Gemahlin des Verteidigers von Blumenfeld im
Schwabenkrieg, eines Herren von Rosenegg gewesen sein soll.
Stokar aus Schaffhausen sind eine sehr bekannte Familie über die auch in Ihrem Forum
diskutiert wird.
Vielleicht kennt jemand diese Geschichte und die Verbindung Stocker - Rosenegg.
Vielen Dank für Ihre Hilfe im voraus.
Herr Schössler hat nun weiter geforscht und hat mir folgendes berichtet. Falls noch jemand etwas dazu weiss, würde ich mich über Antwort freuen!
Schöne Grüsse von ;;;
Berna
Inzwischen habe ich herausgefunden, daß der Verteidiger des Schlosses Blumenfeld
1499 im Schwabenkrieg ein Sohn des Rudolph Bastard von Rosenegg gewesen sein
kann. Alles andere Scheidet aus, da der letzte legitime von Rosenegg 1480
verstorben war.
Ich fand einen Hinweis auf das Schweizerische Geschlechterbuch von 1913, Seite 631,
demnach eine geborne Stocker die Gemahlin des Verteidigers von Blumenfeld im
Schwabenkrieg, eines Herren von Rosenegg gewesen sein soll.
Stokar aus Schaffhausen sind eine sehr bekannte Familie über die auch in Ihrem Forum
diskutiert wird.
Vielleicht kennt jemand diese Geschichte und die Verbindung Stocker - Rosenegg.
Vielen Dank für Ihre Hilfe im voraus.
Bernadette Oertig
SwissFamiliesWorldWide
www.ahnenforschung-schweiz.ch
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