Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Moderator: Wolf
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Stephleuen
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo Forumleser/innen
In letzter Zeit werde ich vermehrt privat auf Auswanderer aus dem heutigen Kanton Bern im 17. Jahrhundert angesprochen. Mit diesem Thread möchte ich interessierten Kreisen die Möglichkeiten zu historischen Quellen aufzeigen.
Meine Ausführungen beruhen auf Richard Feller's "Geschichte Berns" Bd. III., zweite, korrigierte Auflage, erschienen im Verlag Herbert Lang, Bern und Frankfurt am Main 1974.
Der Staat Bern erlebte im 17. Jh., nachdem die Pest besiegt werden konnte, eine beachtliche Bevölkerungszunahme. Das Land konnte den Bevölkerungsüberschuss nicht mehr aufnehmen und in der Auswanderung bot sich eine Möglichkeit zum Aufbau einer neuen Existenz. Der Dreissig jährige Krieg hinterliess im Elsass und in Deutschland menschenleere Dörfer und Städte. Dorthin drängte der Auswanderer aus der Schweiz.
In der klenen elsässischen Grafschaft Hanau - Lichtenberg waren ganze Dörfer leergefegt und die Städte bis auf wenige Menschen zurückgegangen. Die Behörden versprachen den Einwanderern Landzuteilung und Steuerfreiheit. Die kleine Grafschaft nahm in den Jahren 1650 - 1700 ca. 3000 Schweizer auf, darunter um die 2400 Berner, hauptsächlich Landleute.
Ihren althergebrachten, gemeinschaftlichen Zusammenhalt wahrten die Schweizer in ihrer neuen Heimat: Die simmentaler liessen sich in Obersulzbach, die Diemtigtaler in Rauschenburg und die Oberaaargauer in Schalkendorf nieder. Sie blieben das was sie waren, Ackerbauer und Viehzüchter. Die Oberländer brachten die Molkerei in das Elsass.
Ob zum Beispiel die Oberaargauer den in ihrer Heimat weit verbreiteten Hanf- und Flachsanbau mit in das Elsass nahmen, wäre eine interessamte Frage die man noch weiter vertiefen könnte. Jedenfalls wurde im 18. Jahrhundert vorallem in der Region Langenthal, Lotzwil und Huttwil Flachs und Hanf aus dem Elsass importiert. Ob diese Rohstoffe von Produzenten stammen, die ursprünglich aus dem Oberaargau in das Elsass auswanderten?
Die bernische Obrigkeit begünstigte die Auswanderung nicht, verbot sie aber auch nicht, sondern gestattete sie unter bestimmten Bedingungen. Sie erhob vom ausgeführten Vermögen eine Abgabe in der Höhe von 10 vom Hundert. Sie erteilte die Entlassung aus dem Landrecht unter den Bedingungen, wenn der Auswanderer die Abgabe entrichtet, den Glauben wahrte und den Erwerb eines neuen Heimatrechtes nachweisen konnte. Diese Bedingungen fasste Bern 1715 in einem Gesetz zusammen.
Das würde also bedeuten, dass diese Abgaben in den Amtsrechnungen auf den Landvogteien oder in den Rechnungen der entsprechenden Kammer ausgewiesen sein sollten. Ebenso ist anzunehmen, dass über die Auswanderer Verzeichnisse angelegt wurden.
Der Kurfürst von Brandenburg war offenbar von der bernischen Landwirtschaft begeistert und anerbot 1683 der bernischen Regierung, eine Anzahl Familien, die mit der Viehzucht und der Landwirtschaft vertraut waren, aufzunehmen. Mit grosszügigen Bedingungen begünstigte er die Einwanderer aus dem Kanton Bern: Landvorschuss, Häuser, Vieh, Befreiung von Staatslasten, tiefe Zinsen und reformierte Pfarrern mitten in lutheranischem Gebiet. Eine Delegation reiste nach Brandenburg und besichtigte das Gebiet um Golmerbruch bei Potsdam. Am 30. April 1695 reisten 14 Familien von Bern, in Begleitung des Pfarrers Elisäus Malacraida von der Nydeck, nach Brandenburg. Die Reise ging auf dem Wasser den Rhein hinunter, über die Nordseee, die Elbe und die Havel hinauf und erreichte schliesslich am 19. Juni im selben Jahr die neue Heimat.
Als die Schweiz wenige Jahre später von Missernten heimgesucht wurde, liess der Kurfürst Friedrich eine neue Einladung an die reformierten Orte der Eidgenossenschaft ergehen. Gegen 200 Familien, die meisten davon Berner, verliessen ihre Heimat und zogen zu ihren Landsleuten im Havelgebiet. Die Siedler bildeten sechs Kirchgemeinden. Drei wurden von Bern und drei von Zürich mit Pfarrern bestellt. Später versorgte der Herscher die Siedler mit Seelsorger und die Verbindung zur alten Heimat erlosch.
Viele dieser Auswanderer verliesen das Elsass und zogen nach Deutschland weiter. Einen grossen Teil der Auswanderer aus dem Kanton Bern, gingen später entweder nach Westen, Amerika, oder in den Osten. Jene im Osten erreichte das Schiksal im zweiten Weltkrieg ein zweites Mal, in dem sie diese neue Heimat erneut verlassen mussten und zurück nach Deutschland kamen oder nach Amerika emigrierten.
Ich bin überzeugt, dass es im Staatsarchiv des Kantons Bern mit Sicherheit Verzeichnisse, Listen und Abrechnungen zu diesen Auswanderungen und Staatsgeschäften gibt.
Ich hoffe mit diesem Thread einen kleinen Beitrag zu den vielen Fragen die die Auswanderung aus dem Kanton Bern betreffen eingebracht zu haben. Ausgewandert waren übrigens ja nicht nur Täufer und jüdische MEnschen, sondern auch sehr viele arme Landleute. Die Armut war im 17. Jahrhundert noch nicht statistisch erfasst. Wir wissen aber heute, dass sie gross und weit verbreitet war. Ich erinnere an die Bettlerordnung und die Armenerlasse von 1676/79, so wie an die Schaffung des Heimatrechtes.
Mit freundlichen Grüssen
Stephan Leuenberger
In letzter Zeit werde ich vermehrt privat auf Auswanderer aus dem heutigen Kanton Bern im 17. Jahrhundert angesprochen. Mit diesem Thread möchte ich interessierten Kreisen die Möglichkeiten zu historischen Quellen aufzeigen.
Meine Ausführungen beruhen auf Richard Feller's "Geschichte Berns" Bd. III., zweite, korrigierte Auflage, erschienen im Verlag Herbert Lang, Bern und Frankfurt am Main 1974.
Der Staat Bern erlebte im 17. Jh., nachdem die Pest besiegt werden konnte, eine beachtliche Bevölkerungszunahme. Das Land konnte den Bevölkerungsüberschuss nicht mehr aufnehmen und in der Auswanderung bot sich eine Möglichkeit zum Aufbau einer neuen Existenz. Der Dreissig jährige Krieg hinterliess im Elsass und in Deutschland menschenleere Dörfer und Städte. Dorthin drängte der Auswanderer aus der Schweiz.
In der klenen elsässischen Grafschaft Hanau - Lichtenberg waren ganze Dörfer leergefegt und die Städte bis auf wenige Menschen zurückgegangen. Die Behörden versprachen den Einwanderern Landzuteilung und Steuerfreiheit. Die kleine Grafschaft nahm in den Jahren 1650 - 1700 ca. 3000 Schweizer auf, darunter um die 2400 Berner, hauptsächlich Landleute.
Ihren althergebrachten, gemeinschaftlichen Zusammenhalt wahrten die Schweizer in ihrer neuen Heimat: Die simmentaler liessen sich in Obersulzbach, die Diemtigtaler in Rauschenburg und die Oberaaargauer in Schalkendorf nieder. Sie blieben das was sie waren, Ackerbauer und Viehzüchter. Die Oberländer brachten die Molkerei in das Elsass.
Ob zum Beispiel die Oberaargauer den in ihrer Heimat weit verbreiteten Hanf- und Flachsanbau mit in das Elsass nahmen, wäre eine interessamte Frage die man noch weiter vertiefen könnte. Jedenfalls wurde im 18. Jahrhundert vorallem in der Region Langenthal, Lotzwil und Huttwil Flachs und Hanf aus dem Elsass importiert. Ob diese Rohstoffe von Produzenten stammen, die ursprünglich aus dem Oberaargau in das Elsass auswanderten?
Die bernische Obrigkeit begünstigte die Auswanderung nicht, verbot sie aber auch nicht, sondern gestattete sie unter bestimmten Bedingungen. Sie erhob vom ausgeführten Vermögen eine Abgabe in der Höhe von 10 vom Hundert. Sie erteilte die Entlassung aus dem Landrecht unter den Bedingungen, wenn der Auswanderer die Abgabe entrichtet, den Glauben wahrte und den Erwerb eines neuen Heimatrechtes nachweisen konnte. Diese Bedingungen fasste Bern 1715 in einem Gesetz zusammen.
Das würde also bedeuten, dass diese Abgaben in den Amtsrechnungen auf den Landvogteien oder in den Rechnungen der entsprechenden Kammer ausgewiesen sein sollten. Ebenso ist anzunehmen, dass über die Auswanderer Verzeichnisse angelegt wurden.
Der Kurfürst von Brandenburg war offenbar von der bernischen Landwirtschaft begeistert und anerbot 1683 der bernischen Regierung, eine Anzahl Familien, die mit der Viehzucht und der Landwirtschaft vertraut waren, aufzunehmen. Mit grosszügigen Bedingungen begünstigte er die Einwanderer aus dem Kanton Bern: Landvorschuss, Häuser, Vieh, Befreiung von Staatslasten, tiefe Zinsen und reformierte Pfarrern mitten in lutheranischem Gebiet. Eine Delegation reiste nach Brandenburg und besichtigte das Gebiet um Golmerbruch bei Potsdam. Am 30. April 1695 reisten 14 Familien von Bern, in Begleitung des Pfarrers Elisäus Malacraida von der Nydeck, nach Brandenburg. Die Reise ging auf dem Wasser den Rhein hinunter, über die Nordseee, die Elbe und die Havel hinauf und erreichte schliesslich am 19. Juni im selben Jahr die neue Heimat.
Als die Schweiz wenige Jahre später von Missernten heimgesucht wurde, liess der Kurfürst Friedrich eine neue Einladung an die reformierten Orte der Eidgenossenschaft ergehen. Gegen 200 Familien, die meisten davon Berner, verliessen ihre Heimat und zogen zu ihren Landsleuten im Havelgebiet. Die Siedler bildeten sechs Kirchgemeinden. Drei wurden von Bern und drei von Zürich mit Pfarrern bestellt. Später versorgte der Herscher die Siedler mit Seelsorger und die Verbindung zur alten Heimat erlosch.
Viele dieser Auswanderer verliesen das Elsass und zogen nach Deutschland weiter. Einen grossen Teil der Auswanderer aus dem Kanton Bern, gingen später entweder nach Westen, Amerika, oder in den Osten. Jene im Osten erreichte das Schiksal im zweiten Weltkrieg ein zweites Mal, in dem sie diese neue Heimat erneut verlassen mussten und zurück nach Deutschland kamen oder nach Amerika emigrierten.
Ich bin überzeugt, dass es im Staatsarchiv des Kantons Bern mit Sicherheit Verzeichnisse, Listen und Abrechnungen zu diesen Auswanderungen und Staatsgeschäften gibt.
Ich hoffe mit diesem Thread einen kleinen Beitrag zu den vielen Fragen die die Auswanderung aus dem Kanton Bern betreffen eingebracht zu haben. Ausgewandert waren übrigens ja nicht nur Täufer und jüdische MEnschen, sondern auch sehr viele arme Landleute. Die Armut war im 17. Jahrhundert noch nicht statistisch erfasst. Wir wissen aber heute, dass sie gross und weit verbreitet war. Ich erinnere an die Bettlerordnung und die Armenerlasse von 1676/79, so wie an die Schaffung des Heimatrechtes.
Mit freundlichen Grüssen
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
Mitglied bei:
Historischer Verein des Kantons Bern
Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
Jahrbuchvereinigung Oberaargau
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walrol
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo Stephan,
Danke für die sehr interessante Aufklärung.
Kleiner Nachtrag von mir, der auf >>L'immigration suisse dans les paroisses du Comté de Nassau-Sarrewerden après la Guerre de Trente Ans<< von Robert Greib (1971), und auf persönliche Erfahrung beruht.
Obwohl dass Elsass, für Frankreich die haupt Niederlassungs Region war, haben sich auch zahlreiche Schweizern in dem angrenzende deutschsprachrige Lothringen installiert, hauptsächlich ab 1670, manchmal nach einer erste Etape im Südelsass.
Als Emigrationsursache der Schweizer nach 1653, gilt auch die Folgen des Bauernkrieges (darunter Unterdrückung), die viele Familien aus den Kanton Bern, Aarau und Luzern zur Auswanderung drängten.
- Editiert von Nico am 05.03.2008, 20:53 -
Danke für die sehr interessante Aufklärung.
Kleiner Nachtrag von mir, der auf >>L'immigration suisse dans les paroisses du Comté de Nassau-Sarrewerden après la Guerre de Trente Ans<< von Robert Greib (1971), und auf persönliche Erfahrung beruht.
Obwohl dass Elsass, für Frankreich die haupt Niederlassungs Region war, haben sich auch zahlreiche Schweizern in dem angrenzende deutschsprachrige Lothringen installiert, hauptsächlich ab 1670, manchmal nach einer erste Etape im Südelsass.
Als Emigrationsursache der Schweizer nach 1653, gilt auch die Folgen des Bauernkrieges (darunter Unterdrückung), die viele Familien aus den Kanton Bern, Aarau und Luzern zur Auswanderung drängten.
- Editiert von Nico am 05.03.2008, 20:53 -
Cordialement / Gruß aus Lothringen
Walrol
Walrol
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Stephleuen
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo Walrol
Ich danke Dir für Deinen Beitrag hier. Das ist genau das was ich damit erreichen will , dass möglichst viele Forumbenützer/innen solche Angaben einbringen.
Mitlerweile habe ich im Internet noch einwenig recherchiert. Im Google habe ich einfach mal "Bernische Auswanderer" engegeben - und siehe da, da gibt es eine Unmenge sehr interesanter Beiträge, unter Anderem von der Universität eine Top aktuelle Studie im PDF-Format. Weiter möchte ich die Homepage "Aus der Geschichte der Trösch" empfehlen. Darin werden auch sehr viele Quellen zu den Emigranten in Brandenburg sehr gut und detailiert beschrieben und erklärt.
Freundliche Grüsse
Stephan Leuenberger
Ich danke Dir für Deinen Beitrag hier. Das ist genau das was ich damit erreichen will , dass möglichst viele Forumbenützer/innen solche Angaben einbringen.
Mitlerweile habe ich im Internet noch einwenig recherchiert. Im Google habe ich einfach mal "Bernische Auswanderer" engegeben - und siehe da, da gibt es eine Unmenge sehr interesanter Beiträge, unter Anderem von der Universität eine Top aktuelle Studie im PDF-Format. Weiter möchte ich die Homepage "Aus der Geschichte der Trösch" empfehlen. Darin werden auch sehr viele Quellen zu den Emigranten in Brandenburg sehr gut und detailiert beschrieben und erklärt.
Freundliche Grüsse
Stephan Leuenberger
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Lgerzner
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Rüschegg war bekannt als Jenischer Dorf, von dort kamen viele alte Jenische, zum beispiel die Bätscher und die Wyssenbach, meine Ururgrossmutter war eine "Bättscheri". Die legenden sagen dass die Jenischen von Rüschegg auch solche auswanderer waren. Freundliche Grusse.
Hello, I am a yenish gipsy from Switzerland, I would like to learn more about my folk, and tell you what I know.
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Wolf
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Bernische Auswanderer im 18. Jahrhundert
Parallel ist ein zweiter Thread Bernische Auswanderer im 18. Jahrhundert entstanden.
Ich glaube zwar nicht, dass man diese Frage so strikt nach Zeitraum trennen kann - aber da beide Threads schon recht umfangreich sind, lassen wir sie parallel weiterlaufen.
Ich glaube zwar nicht, dass man diese Frage so strikt nach Zeitraum trennen kann - aber da beide Threads schon recht umfangreich sind, lassen wir sie parallel weiterlaufen.
Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
Eingesetzte Software: Ahnenforscher
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hhg
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Kleiner Nachtrag
Beim einfädeln des zweiten threads ging's weniger um die Zeit, sondern das Ziel der Auswanderung (da hab ich mich wohl undeutlich ausgedrückt): Übersiedlung nach Amerika, direkt aus Bern, und die Frage, ob Erkenntnisse vorliegen, dass solche Ausreisen, ähnlich wie die durch den Kurfürst von Brandenburg, von Regierungen, Landverkäufern, Glaubensgemeinschaften oder sonstwie vorbereitet oder gefördert wurden.
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rudi
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
ich forsche im Rahmen meiner Ahnenliste viel im Alt-Württembergischen, speziell den Aemtern Tuttlingen und Balingen im 17. Jahrhundert. Dort tauchen ab 1650 sehr viele Berner Immigranten auf. Mir fällt auch auf, dass es einzelne Dörfer mit richtigen Häufungen gibt. Diese Aemter waren die südlichsten und damit nächstgelegenen Gebiete des evangelischen Alt-Württemberg, wenn man von Bern aus den Rhein nach Norden überschritten hatte. Dazwischen lag katholisches Land: Vorderösterreich und kleinere Herrschaften.
viele Grüsse Rudi
viele Grüsse Rudi
Schwerpunkte meiner Forschung sind meine Vorfahren aus Württemberg:
Zollernalbkreis zwischen Balingen und Albstadt, altes Amt Tuttlingen, Gebiet der Freien Reichsstadt Ulm
Zollernalbkreis zwischen Balingen und Albstadt, altes Amt Tuttlingen, Gebiet der Freien Reichsstadt Ulm
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hhg
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo Rudi,
welche Dörfer sind das? Gibt es vielleicht sogar regelmäßig vorkommende Familiennamen?
welche Dörfer sind das? Gibt es vielleicht sogar regelmäßig vorkommende Familiennamen?
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rudi
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
einige Beispiele für Dörfer, in denen ich schon auf Einwanderer gestossen bin (mit Familiennamen und Herkunft aus Bern):
Tailfingen, heute Albstadt-Tailf. im Zollernalbkreis
oo1655 von Kinel von Reichenbach
oo1666 Eschler von Boltig
oo1672 Eschler von Boltig im Siebenthal (vermutlich Bruder des obigen)
oo1677 Zaug von Ehrisweyl
oo1677 Graf von Schwindaw(?) im Siebenthal
oo1687 Wegmann von Lotzweyl (konvertiert calv => luth)
oo1687 Graf aus der Schweiz (evtl. Bruder des obigen)
Engstlatt, heute Balingen-Engstl. im Zollernalbkreis
oo1673 Müller aus Reichenbach Amt Frutigen
oo1680 Thomann, Witwer Hintersäss in Tieringen, aus Berner Gebiet
Erzingen, heute Balingen-Erz. im Zollernalbkreis
oo1677 Stalder von Blumenstein oo mit Hinnen von Daff...(?)
oo1677 Brenn (oder Bronn) von Weissenbach
oo1679 Vätterling von Dornstätten im Nieder-Siebenthal
oo1686 (E?)..illenz von Zweisimmen
oo1687 Helmer von Bluemenstein
oo1693 Tritt(on) von St.Stephan im Obersiebenthal
Ostdorf, heute Balingen-Ostd. im Zollernalbkreis
oo1673 Grünenwald von St.Stephan im Siebenthal
oo1687 Sullinger von Zweisimmen im Ober-Siebenthal oo Burgminnen(?, evtl. Burgener) von Boltingen
Neuhausen ob Eck bei Tuttlingen, viele Einwanderer aus dem Thurgau und Zürich
oo1671 Sprenger von Niderhofen (welches?) in der Schweiz
oo1690 Sailer von Rordorf
Winterlingen bei Albstadt-Ebingen im Zollernalbkreis
oo1667 Schmulz von Gsteig im Sanerland
oo1672 Bollinger Peter ist Beisitzer, Witwer ohne Herkunftsbezeichnung
Schwenningen, heute Teil von Villingen-Schw.
oo1657 Still(in) von Ledigen
oo1658 Kübler von Seen
oo1667 Widmer 'zuo Zuo Berner Gebiets' (ich vermute einen Verschreiber)
das sind nur einige Beispiele; daneben gibt es viele Einwanderer, die nicht im neuen Ort geheiratet haben sondern schon mit Familie eintrafen. Ein solches Beispiel könnte der Peter Bollinger sein, der Familienname tritt sonst in der Gegend nicht auf. Oder in Erzingen gibt es den Familiennamen Kummer, aber das KB beginnt erst 1676.
Ich habe die Berner Einwanderer nicht systematisch untersucht mit Ausnahme einer direkten Vorfahrenlinie: Oehrle/Oerli, siehe Thread http://www.geneal-forum.com/forum_d/sho ... hp?id=7064
an diesem Forschungsgebiet arbeite ich noch und der Beweis ist ausstehend.
Tailfingen, heute Albstadt-Tailf. im Zollernalbkreis
oo1655 von Kinel von Reichenbach
oo1666 Eschler von Boltig
oo1672 Eschler von Boltig im Siebenthal (vermutlich Bruder des obigen)
oo1677 Zaug von Ehrisweyl
oo1677 Graf von Schwindaw(?) im Siebenthal
oo1687 Wegmann von Lotzweyl (konvertiert calv => luth)
oo1687 Graf aus der Schweiz (evtl. Bruder des obigen)
Engstlatt, heute Balingen-Engstl. im Zollernalbkreis
oo1673 Müller aus Reichenbach Amt Frutigen
oo1680 Thomann, Witwer Hintersäss in Tieringen, aus Berner Gebiet
Erzingen, heute Balingen-Erz. im Zollernalbkreis
oo1677 Stalder von Blumenstein oo mit Hinnen von Daff...(?)
oo1677 Brenn (oder Bronn) von Weissenbach
oo1679 Vätterling von Dornstätten im Nieder-Siebenthal
oo1686 (E?)..illenz von Zweisimmen
oo1687 Helmer von Bluemenstein
oo1693 Tritt(on) von St.Stephan im Obersiebenthal
Ostdorf, heute Balingen-Ostd. im Zollernalbkreis
oo1673 Grünenwald von St.Stephan im Siebenthal
oo1687 Sullinger von Zweisimmen im Ober-Siebenthal oo Burgminnen(?, evtl. Burgener) von Boltingen
Neuhausen ob Eck bei Tuttlingen, viele Einwanderer aus dem Thurgau und Zürich
oo1671 Sprenger von Niderhofen (welches?) in der Schweiz
oo1690 Sailer von Rordorf
Winterlingen bei Albstadt-Ebingen im Zollernalbkreis
oo1667 Schmulz von Gsteig im Sanerland
oo1672 Bollinger Peter ist Beisitzer, Witwer ohne Herkunftsbezeichnung
Schwenningen, heute Teil von Villingen-Schw.
oo1657 Still(in) von Ledigen
oo1658 Kübler von Seen
oo1667 Widmer 'zuo Zuo Berner Gebiets' (ich vermute einen Verschreiber)
das sind nur einige Beispiele; daneben gibt es viele Einwanderer, die nicht im neuen Ort geheiratet haben sondern schon mit Familie eintrafen. Ein solches Beispiel könnte der Peter Bollinger sein, der Familienname tritt sonst in der Gegend nicht auf. Oder in Erzingen gibt es den Familiennamen Kummer, aber das KB beginnt erst 1676.
Ich habe die Berner Einwanderer nicht systematisch untersucht mit Ausnahme einer direkten Vorfahrenlinie: Oehrle/Oerli, siehe Thread http://www.geneal-forum.com/forum_d/sho ... hp?id=7064
an diesem Forschungsgebiet arbeite ich noch und der Beweis ist ausstehend.
Schwerpunkte meiner Forschung sind meine Vorfahren aus Württemberg:
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rudi
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
ausserdem möchte ich auf eine hervorragend recherchierte und dokumentierte Website verweisen, auf der viele Schweizer Einwanderer dieses Zeitraums auftauchen:
http://www.familie-dilger.de/ahnenforsc ... nderer.htm
http://www.familie-dilger.de/ahnenforsc ... nderer.htm
Schwerpunkte meiner Forschung sind meine Vorfahren aus Württemberg:
Zollernalbkreis zwischen Balingen und Albstadt, altes Amt Tuttlingen, Gebiet der Freien Reichsstadt Ulm
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Stephleuen
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Herzlichen Dank Rudi für Deine Beiträge in diesem Thread.
Freundliche Grüsse
Stephan Leuenberger
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Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
Mitglied bei:
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Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
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hhg
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Danke ebenso
Hallo Rudi,
aus "meiner" Ecke waren leider keine dabei, aber ich schließe mich Stephans Dank für deine Mühe an ...
aus "meiner" Ecke waren leider keine dabei, aber ich schließe mich Stephans Dank für deine Mühe an ...
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jowei
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo,
per Zufall bin ich heute auf diese Seite gestoßen und hätte auch Fragen zu diesem interessanten Komplex., denn viele junge Schweizer haben sich ja auch als Soldaten anheuern lassen
Um 1700 lag das Schweizer Regiment Villars in Saarlouis. Soldaten dieses Regimentes haben dann in Saarlouis geheiratet oder den Dienst quittiert und sind im Raum Saarlouis seßhaft geworden, unter anderem auch ein Andreas Packin.
Mich würde in dem Zusammenhang ineressieren, ob es solche Rekrutierungslisten gibt, anhand deren man feststellen kann, wo die Soldaten heimisch waren. Als Einzugsgebiet für dieses Regiment gibt das Historische Lexikon für die Schweiz den Raum Bern an.
Ob Packin originär ein Schweizer war und wo er herkam oder ob er unterwegs erst dazugestoßen ist,könnte man auf diese Weise vielleicht feststellen.
Mit freundlichen Grüßen von der Saar
Josef (weiland)
per Zufall bin ich heute auf diese Seite gestoßen und hätte auch Fragen zu diesem interessanten Komplex., denn viele junge Schweizer haben sich ja auch als Soldaten anheuern lassen
Um 1700 lag das Schweizer Regiment Villars in Saarlouis. Soldaten dieses Regimentes haben dann in Saarlouis geheiratet oder den Dienst quittiert und sind im Raum Saarlouis seßhaft geworden, unter anderem auch ein Andreas Packin.
Mich würde in dem Zusammenhang ineressieren, ob es solche Rekrutierungslisten gibt, anhand deren man feststellen kann, wo die Soldaten heimisch waren. Als Einzugsgebiet für dieses Regiment gibt das Historische Lexikon für die Schweiz den Raum Bern an.
Ob Packin originär ein Schweizer war und wo er herkam oder ob er unterwegs erst dazugestoßen ist,könnte man auf diese Weise vielleicht feststellen.
Mit freundlichen Grüßen von der Saar
Josef (weiland)
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Wolf
- Moderator
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Josef hat die Frage auch in einem anderen Thread gestellt. Die Frage nach Packin (o.ä.) bitte NUR HIER diskutieren.
Unter diesem Thread (Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert) bitte nur allgemeine Aspekte zum Thema ansprechen.
Unter diesem Thread (Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert) bitte nur allgemeine Aspekte zum Thema ansprechen.
Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
Eingesetzte Software: Ahnenforscher
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torfnaeschen
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- Registriert: Mi 28. Okt 2009, 19:33
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo Walrol,
Sie haben folgende Schrift erwähnt: >>L'immigration suisse dans les paroisses du Comté de Nassau-Sarrewerden après la Guerre de Trente Ans<< . Wo kann man diese einsehen, bzw. erweben?
Die Außenstelle der Mormonen in Köln ist Dank des Archiveinsturzes für mich eine eher schlechte Option, da die Wartezeiten auf einen Leseplatz derzeit nur für Berufsforscher bzw. Studenten erträglich kurz sind. Der Ansturm ist derzeit leider sehr sehr groß. Ich wohne in der Nähe von Köln.
Sie haben folgende Schrift erwähnt: >>L'immigration suisse dans les paroisses du Comté de Nassau-Sarrewerden après la Guerre de Trente Ans<< . Wo kann man diese einsehen, bzw. erweben?
Die Außenstelle der Mormonen in Köln ist Dank des Archiveinsturzes für mich eine eher schlechte Option, da die Wartezeiten auf einen Leseplatz derzeit nur für Berufsforscher bzw. Studenten erträglich kurz sind. Der Ansturm ist derzeit leider sehr sehr groß. Ich wohne in der Nähe von Köln.
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Andreas Kaiser
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo,
da es viele Schweizer Einwanderer in die Pfalz gab, sei auf die Forschungen von Heinz Wittner hingewiesen:
Heinz R. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Vorder- und Südpfalz; 2003, 364 Seiten (inzwischen vergriffen)
Heinz R. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; 2005, 240 Seiten (noch aufgeführt der Schriftenliste der Pfälzische-Rheinischen Familienkunde e.V.
Bei der Nachschau der Paten wurde deutlich, dass die innigen Beziehungen unter den Schweizern über ca. 2 Generationen anhielt.
Weiß jemand etwas über Forschungsarbeiten bezüglich der Einwanderung von Schweizern in das Herzogtum Württemberg oder ging das nur in die kleinen Herrschaften des Adels?
Herzliche Grüße
Andreas Kaiser
da es viele Schweizer Einwanderer in die Pfalz gab, sei auf die Forschungen von Heinz Wittner hingewiesen:
Heinz R. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Vorder- und Südpfalz; 2003, 364 Seiten (inzwischen vergriffen)
Heinz R. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; 2005, 240 Seiten (noch aufgeführt der Schriftenliste der Pfälzische-Rheinischen Familienkunde e.V.
Bei der Nachschau der Paten wurde deutlich, dass die innigen Beziehungen unter den Schweizern über ca. 2 Generationen anhielt.
Weiß jemand etwas über Forschungsarbeiten bezüglich der Einwanderung von Schweizern in das Herzogtum Württemberg oder ging das nur in die kleinen Herrschaften des Adels?
Herzliche Grüße
Andreas Kaiser
Direkte Vorfahren aus dem Raum Wendlingen, Köngen, Plochingen, Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg, Deutschland.
Ein Vorfahre , Jutzler, stammt aus Boltigen, Berner Obenland.
Vorfahren der Ehefrau (Perret) stammen aus Lauenen und Saanen, beides im Berner Obenland
Ein Vorfahre , Jutzler, stammt aus Boltigen, Berner Obenland.
Vorfahren der Ehefrau (Perret) stammen aus Lauenen und Saanen, beides im Berner Obenland
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Aspis
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Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Ich habe im Thread Maibach von Dürrenroth geschrieben, dass ich auch nach Auswanderern suche ... allerdings erst im 19. Jhdt.
- Editiert von Wolf am 16.11.2010, 21:34 -
- Editiert von Wolf am 16.11.2010, 21:34 -
Gruss Theo
Gebiete: Bruggmann Degersheim-Magdenau/SG, Strässle Bütschwil/SG, Mumenthaler Trachselwald/BE, Maibach Dürrenroth/BE, Mosimann Lauperswil/BE, Vogel Bütschwil/SG, Widmer Altnau/TG, Feybli Einsiedeln/SZ
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walrol
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Shirsh
Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Herzlichen Dank an alle Threads zu diesem Thema.
Alles schön und gut. Auch ich suche nach ausgewanderten Vorfahren aus der Schweiz nach dem "grossen Kanton", Holland, England. Und für weit, weitaus, Verwandte in die USA. Um nur die wichtigstens zu nennen STÄHLI mit den zig Varianten des Namens. Des weitern SCHMOCKER mit etwas weniger zig Varianten. WAGOONER wurde schon ziemlich verstümmelt. Einiges habe ich gefunden dank Hans Ulrich PFISTER's umfassender Dissertation: "Die Auswanderung aus dem Knonaueramt 1648-1750" und eigener Forschung.
Etwas ähnlich umfassendes über die Auswanderer aus dem Kanton Bern die ja offenbar noch zahlreicher waren habe ich bislang nicht endeckt. Deshalb erlaube ich mir die Frage: "Wann endlich wird die UNI BERN mal so etwas in Auftrag geben und finanzieren?" Der Wille dazu wie auch die Befähigten wären doch sicher zu finden unter etwas jüngern Kalibern als ich es bin. Gerne würde ich einem Team beistehen. Denn für den ehemals auch "grossen" Kanton BERN als Ganzes wäre dies nur durch Teamarbeit möglich.
Mit freundlichen Grüssen an alle Interessierten.
Alles schön und gut. Auch ich suche nach ausgewanderten Vorfahren aus der Schweiz nach dem "grossen Kanton", Holland, England. Und für weit, weitaus, Verwandte in die USA. Um nur die wichtigstens zu nennen STÄHLI mit den zig Varianten des Namens. Des weitern SCHMOCKER mit etwas weniger zig Varianten. WAGOONER wurde schon ziemlich verstümmelt. Einiges habe ich gefunden dank Hans Ulrich PFISTER's umfassender Dissertation: "Die Auswanderung aus dem Knonaueramt 1648-1750" und eigener Forschung.
Etwas ähnlich umfassendes über die Auswanderer aus dem Kanton Bern die ja offenbar noch zahlreicher waren habe ich bislang nicht endeckt. Deshalb erlaube ich mir die Frage: "Wann endlich wird die UNI BERN mal so etwas in Auftrag geben und finanzieren?" Der Wille dazu wie auch die Befähigten wären doch sicher zu finden unter etwas jüngern Kalibern als ich es bin. Gerne würde ich einem Team beistehen. Denn für den ehemals auch "grossen" Kanton BERN als Ganzes wäre dies nur durch Teamarbeit möglich.
Mit freundlichen Grüssen an alle Interessierten.
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hpj
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- Registriert: Sa 30. Mai 2009, 08:59
Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Zur Frage (v.a.) der täuferischen Auswanderung aus dem Bernbiet im 17. und (v.a.) im frühen 18. Jahrhundert vgl. die demnächst statt findende Tagung aus Anlass des 300. Jahrestages der grossen Berner Täufer-Ausschaffung von 1711. Einzelheiten unter http://az.bienenberg.ch/deu/images/stor ... _flyer.pdf .
hpjecker
hpjecker
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Shirsh
Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
@hpj
Schon mal besten für den Hinweis. Scheint ja wirklich dramatisch gewesen zu sein. Wenn möglich reserviere ich mir das datum 1-2-09-2011 in Liestal. Das Taeuferkolloquium dürfte schon mal wesentliches Licht zu dieser "Unkrautvertilgung" bringen. War doch der eigentliche Grund der "oberigkeitlichen" Verfügungen die Angst vor einer Ausbreitung der Wehrdienstverweigerung.
Neben den Verfolgungen der Täufer gab es aber auch andere Gründe zur Auswanderung. Mehr oder weniger gezwungene. H.U. PFISTER "Die Auswanderung aus dem Knonaueramt" gibt dazu siehe (Seiten 229 ff) eine pertinente Analyse. So was umfassendes fehlt immer noch was den ehemals "grossen, mächtigen" Staat BERN betrifft. Deshalb mein Aufruf an alle Interessierten zu einem Teamwork.
mfG
Shirsh
Schon mal besten für den Hinweis. Scheint ja wirklich dramatisch gewesen zu sein. Wenn möglich reserviere ich mir das datum 1-2-09-2011 in Liestal. Das Taeuferkolloquium dürfte schon mal wesentliches Licht zu dieser "Unkrautvertilgung" bringen. War doch der eigentliche Grund der "oberigkeitlichen" Verfügungen die Angst vor einer Ausbreitung der Wehrdienstverweigerung.
Neben den Verfolgungen der Täufer gab es aber auch andere Gründe zur Auswanderung. Mehr oder weniger gezwungene. H.U. PFISTER "Die Auswanderung aus dem Knonaueramt" gibt dazu siehe (Seiten 229 ff) eine pertinente Analyse. So was umfassendes fehlt immer noch was den ehemals "grossen, mächtigen" Staat BERN betrifft. Deshalb mein Aufruf an alle Interessierten zu einem Teamwork.
mfG
Shirsh
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Stephleuen
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Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Liebe Leute
Ich freue mich, dass bereits so viele Forumbenützer/innen sich hier in diesem Thread gemeldet haben. Sinn, Zweck und Ziel dieses Threads wäre es, das betreffende Quellenmateriel hier zu sammeln, zu öffnen und somit interessierten Kreisen zugänglich zu machen.
Es gibt zur Auswanderung aus dem alten Kanton Bern in diesem Forum zum Teil sehr interessante Beiträge, wo ich mich unter Anderen auch daran massgeblich beteiligt habe. Schade sind diese nicht auch in meinem Thread. So werden sie nur schwerlich gefunden und auch nur dann wenn sie gesucht werden, den finden tut man nur etwas wenn man danach sucht!
Die Uni- Bern hat sich in der Vergangenheit sehr wohl diesem Thema angenommen. Nur ist die Uni nicht unbedingt diese Institution die alle Infos und Arbeiten ins Internett stellt. Ich würde mich mal diesbezüglich in der Schweizerischen Nationalbibliothek schlau machen. Auch im Archiv des Historischen Vereins gibt es eine Menge Beiträge zu diesem Thema. Das Berner Taschenbuch hat sich bereits um 1860 diesem Thema angenommen.
Wenn ich persönlich in diesem Land diesbezüglich etwas bemängle, ist das die Problematik, dass die Auslandschweizer, welche schon seit Generationen im Ausland leben und dennoch ihr Bürgerrecht in der Schweiz behalten haben, in unserem Land nicht statistisch erfasst sind. Das gleiche Problem ist generell auch vorhanden, dass stattisch nicht erfasst ist, welche Gemeinde wieviele Bürger im Heimatrecht haben. Die Pfarrberichte von 1764 so wie die Volkszählung vom 27.8.1798 lassen sich so nicht weiter verwerten. Dabei hat nicht die Uni- Bern versagt, sondern schlicht die Bundesämter der schweizerischen Eidgenossenschaft.
Mit besten Grüssen
Stephan Leuenberger
Ich freue mich, dass bereits so viele Forumbenützer/innen sich hier in diesem Thread gemeldet haben. Sinn, Zweck und Ziel dieses Threads wäre es, das betreffende Quellenmateriel hier zu sammeln, zu öffnen und somit interessierten Kreisen zugänglich zu machen.
Es gibt zur Auswanderung aus dem alten Kanton Bern in diesem Forum zum Teil sehr interessante Beiträge, wo ich mich unter Anderen auch daran massgeblich beteiligt habe. Schade sind diese nicht auch in meinem Thread. So werden sie nur schwerlich gefunden und auch nur dann wenn sie gesucht werden, den finden tut man nur etwas wenn man danach sucht!
Die Uni- Bern hat sich in der Vergangenheit sehr wohl diesem Thema angenommen. Nur ist die Uni nicht unbedingt diese Institution die alle Infos und Arbeiten ins Internett stellt. Ich würde mich mal diesbezüglich in der Schweizerischen Nationalbibliothek schlau machen. Auch im Archiv des Historischen Vereins gibt es eine Menge Beiträge zu diesem Thema. Das Berner Taschenbuch hat sich bereits um 1860 diesem Thema angenommen.
Wenn ich persönlich in diesem Land diesbezüglich etwas bemängle, ist das die Problematik, dass die Auslandschweizer, welche schon seit Generationen im Ausland leben und dennoch ihr Bürgerrecht in der Schweiz behalten haben, in unserem Land nicht statistisch erfasst sind. Das gleiche Problem ist generell auch vorhanden, dass stattisch nicht erfasst ist, welche Gemeinde wieviele Bürger im Heimatrecht haben. Die Pfarrberichte von 1764 so wie die Volkszählung vom 27.8.1798 lassen sich so nicht weiter verwerten. Dabei hat nicht die Uni- Bern versagt, sondern schlicht die Bundesämter der schweizerischen Eidgenossenschaft.
Mit besten Grüssen
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
Mitglied bei:
Historischer Verein des Kantons Bern
Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
Jahrbuchvereinigung Oberaargau
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Shirsh
Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hinweis und Empfehlung zum Thema.
Professor I.Daniel RUPP
Chronologisch geordnete Sammlung
von mehr als
30000 Namen
von Einwanderern in Pennsylvanien
aus
Deutschland, der Schweiz, Holland, Frankreich
von 1727 bis 1776
mit Angaben der namen der Schiffe, des Einschiffungsortes und
des Datums der Ankunft in Philadelphia.
nebst
geschichtlichen und anderen Bemerkungen
das Buch findet sich digitalisiert im Internet
Nicht zu vergessen, dass viele Schweizer nach den USA zuerst in die Pfalz, Elsass von dort nach Holland, von dort über England oder direkt über den Anlantik.
mfg
Shirsh
Professor I.Daniel RUPP
Chronologisch geordnete Sammlung
von mehr als
30000 Namen
von Einwanderern in Pennsylvanien
aus
Deutschland, der Schweiz, Holland, Frankreich
von 1727 bis 1776
mit Angaben der namen der Schiffe, des Einschiffungsortes und
des Datums der Ankunft in Philadelphia.
nebst
geschichtlichen und anderen Bemerkungen
das Buch findet sich digitalisiert im Internet
Nicht zu vergessen, dass viele Schweizer nach den USA zuerst in die Pfalz, Elsass von dort nach Holland, von dort über England oder direkt über den Anlantik.
mfg
Shirsh
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Shirsh
Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Ein weiteres hoch instruktives Buch zu den Gründen der Weiterzuges nach den USA verfolgter Hugenotten,Täufern usw. Leider nur auf englisch:
Blue Book
of SCHUYKILL
COUNTY
mfg
Shirsh
Blue Book
of SCHUYKILL
COUNTY
mfg
Shirsh
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Andrea
- Beiträge: 4
- Registriert: Sa 17. Dez 2005, 17:41
- Geschlecht: Weiblich
- Wohnort: Deutschland, Pfalz
Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo zusammen,
ich bin auf diesen thread aufmerksam geworden, dem ich mich sehr gerne anschließen möchte.
Kurz zu mir: ich stamme von Peter Güntlisperg ab, der 1609 in Rüderwil geboren wurde, offenbar nach der Heirat um 1640 rechts am Rhein entlang nördlich bis Pforzheim zog, dann nach Westen ins Elsaß (Soultz-sous-forets) wanderte, nach Nothweiler in der Pfalz zog und 1670 in Lang....mas in der Schweiz stirbt. Seine 7 Kinder wurden unterwegs geboren, daher ist sein Weg bekannt. Leider habe ich die Quellen dafür nicht und kann sie nicht nachprüfen. Seine Kinder blieben als Kindelberger in Nothweiler (200 Einw.) und Rumbach (meine Heimat 500 Einw.), welche zum Amt Wegelnburg Pfalz-Zweibrücken gehörten, dass seit ca. 1530 reformiert ist. Die anderen blieben in Soultz und bekamen die wildesten Namensvarianten (z.B. Gingelsberger). Auf deren Spuren bin ich noch.
Über die Jahre habe ich die meisten der Rumbacher und Nothweilerer erfasst, dank der Abschriften von Dennis Kastens, wie z.B. von Herrn Wittner und vielen anderen. Ich habe sie nur zusammengefasst und online gestellt, damit sie gefunden werden können. Dank dessen kommen immer mehr Infos dazu
))
Ich kann sagen, dass unser Dorf ab 1530 zu 90 % aus Schweizer Einwanderern besteht. Hauptsächlich um Bern und aus Saanen. Die Verwandtschaft zu evangelischen Dörfern im Elsaß ist riesig und meist unbekannt. Leider! Dazu habe ich auch viele Weiterwanderer nach USA in der Datenbank. Von den meisten Vorfahren weiß ich nur, das sie nicht katholisch, aber nicht, ob sie Täufer/Mennoniten waren. Es würde mich interessieren.
Da ich einige Zugriffe auf andere evangelische Bücher aus der Gegend habe, meine Daten alle online sind http://www.kindelberger.de, trage ich gerne mit Personen dazu bei, Licht ins Dunkel zu bringen, wie es meine Zeit erlaubt. Für das Elsaß sind die Daten öffentlich http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/index.php.
Hier vorab nur einige Namen aus unserem Dorf, der Gegend, bzw. meiner Vorfahren: Binzli, Jaggi, Stäheli, Huswirth, Stalder, Kopfstein, Trummer, Roos, Martin, Hauther, Hasselbein, Görthler, Grüny, Friedly, Stöhr, Frey, Flickinger, Diebolt, Christmann, Bury, Ruby, Halter, Hegi, Herrmann, Hunsicker, Brubach, Kammacher, Kennel, Kern, klemm, Kochert, Löscher, Lüthi, Minicus, Teuscher, Perret, Retzer, Riffel, Rieffenach, Rothschmidt, Russi, Schaub, Schenk, Schopfer, Spiri, Boo, Sutter, Sumi, Tuschelin, Traxel, Veiock, würsten, Jost, Zwally, usw.
Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass unser Dorf (wie viele viele andere drumherum) nach 1648 von der Landkarte verschwunden wäre, hätte es die Schweizer nicht gegeben!!!
Merkwürdigerweise kamen sie nicht in geballter Ladung. Sondern immer mal wieder eine oder ein paar Familien. Sie kamen aus anderen evangelischen Dörfer, manche hatten schon mehrere Stationen hinter sich. Und sie kamen über 300 Jahre, nicht nur im 17. Jh.. Sie heirateten strikt untereinander (wir sind von katholischen Dörfern umzingelt
) und zogen oft nach kurzer Zeit weiter. Ins Elsaß oder nach Amerika.
Während hier viele Namen verschwunden sind, gibt es sie noch mehr in Amerika: Jaggi -> Jacky -> Yockey, Stöhr -> Stair, Güntlisperg -> Kindelberger -> Kindel, Kindleberger, Kindelburgh, usw., Grünigen -> Grüny -> Greeny,.....
Vielen ist nicht klar, wie ein Schweizer Name vom Pfälzer, oder ein pfälzischer /elsässischer Name vom Amerikaner verstanden wird. Ich bin in der glücklichen Lage Pfälzer zu sein und dabei die Elsässer und Schweizer zu verstehen
))) Das hilft enorm
Lange Rede kurzer Sinn.... falls ich helfen kann, soll man mir sagen wie. Eine Datenbank dazu wäre vielleicht eine Idee? Wo jeder seine eintragen kann, die er hat. Vielleicht pro Name?
Gruß erst Mal,
Andrea
ich bin auf diesen thread aufmerksam geworden, dem ich mich sehr gerne anschließen möchte.
Kurz zu mir: ich stamme von Peter Güntlisperg ab, der 1609 in Rüderwil geboren wurde, offenbar nach der Heirat um 1640 rechts am Rhein entlang nördlich bis Pforzheim zog, dann nach Westen ins Elsaß (Soultz-sous-forets) wanderte, nach Nothweiler in der Pfalz zog und 1670 in Lang....mas in der Schweiz stirbt. Seine 7 Kinder wurden unterwegs geboren, daher ist sein Weg bekannt. Leider habe ich die Quellen dafür nicht und kann sie nicht nachprüfen. Seine Kinder blieben als Kindelberger in Nothweiler (200 Einw.) und Rumbach (meine Heimat 500 Einw.), welche zum Amt Wegelnburg Pfalz-Zweibrücken gehörten, dass seit ca. 1530 reformiert ist. Die anderen blieben in Soultz und bekamen die wildesten Namensvarianten (z.B. Gingelsberger). Auf deren Spuren bin ich noch.
Über die Jahre habe ich die meisten der Rumbacher und Nothweilerer erfasst, dank der Abschriften von Dennis Kastens, wie z.B. von Herrn Wittner und vielen anderen. Ich habe sie nur zusammengefasst und online gestellt, damit sie gefunden werden können. Dank dessen kommen immer mehr Infos dazu
Ich kann sagen, dass unser Dorf ab 1530 zu 90 % aus Schweizer Einwanderern besteht. Hauptsächlich um Bern und aus Saanen. Die Verwandtschaft zu evangelischen Dörfern im Elsaß ist riesig und meist unbekannt. Leider! Dazu habe ich auch viele Weiterwanderer nach USA in der Datenbank. Von den meisten Vorfahren weiß ich nur, das sie nicht katholisch, aber nicht, ob sie Täufer/Mennoniten waren. Es würde mich interessieren.
Da ich einige Zugriffe auf andere evangelische Bücher aus der Gegend habe, meine Daten alle online sind http://www.kindelberger.de, trage ich gerne mit Personen dazu bei, Licht ins Dunkel zu bringen, wie es meine Zeit erlaubt. Für das Elsaß sind die Daten öffentlich http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/index.php.
Hier vorab nur einige Namen aus unserem Dorf, der Gegend, bzw. meiner Vorfahren: Binzli, Jaggi, Stäheli, Huswirth, Stalder, Kopfstein, Trummer, Roos, Martin, Hauther, Hasselbein, Görthler, Grüny, Friedly, Stöhr, Frey, Flickinger, Diebolt, Christmann, Bury, Ruby, Halter, Hegi, Herrmann, Hunsicker, Brubach, Kammacher, Kennel, Kern, klemm, Kochert, Löscher, Lüthi, Minicus, Teuscher, Perret, Retzer, Riffel, Rieffenach, Rothschmidt, Russi, Schaub, Schenk, Schopfer, Spiri, Boo, Sutter, Sumi, Tuschelin, Traxel, Veiock, würsten, Jost, Zwally, usw.
Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass unser Dorf (wie viele viele andere drumherum) nach 1648 von der Landkarte verschwunden wäre, hätte es die Schweizer nicht gegeben!!!
Merkwürdigerweise kamen sie nicht in geballter Ladung. Sondern immer mal wieder eine oder ein paar Familien. Sie kamen aus anderen evangelischen Dörfer, manche hatten schon mehrere Stationen hinter sich. Und sie kamen über 300 Jahre, nicht nur im 17. Jh.. Sie heirateten strikt untereinander (wir sind von katholischen Dörfern umzingelt
Während hier viele Namen verschwunden sind, gibt es sie noch mehr in Amerika: Jaggi -> Jacky -> Yockey, Stöhr -> Stair, Güntlisperg -> Kindelberger -> Kindel, Kindleberger, Kindelburgh, usw., Grünigen -> Grüny -> Greeny,.....
Vielen ist nicht klar, wie ein Schweizer Name vom Pfälzer, oder ein pfälzischer /elsässischer Name vom Amerikaner verstanden wird. Ich bin in der glücklichen Lage Pfälzer zu sein und dabei die Elsässer und Schweizer zu verstehen
Lange Rede kurzer Sinn.... falls ich helfen kann, soll man mir sagen wie. Eine Datenbank dazu wäre vielleicht eine Idee? Wo jeder seine eintragen kann, die er hat. Vielleicht pro Name?
Gruß erst Mal,
Andrea
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Shirsh
Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Sehr geehrte Andrea KINDELBERGER
Vorerst Dank für Ihre prompte Reaktion und Teilnahme an diesem von Stephan LEUENBERGER gestarteten Thread. Vieles was mich betrifft aber auch allgemein zum Thema habe ich ja bereits in meiner PM an Sie als Antwort auf Ihren Beitrag in der sgff-l geschrieben.
Wie Sie helfen können um noch mehr Licht in immer noch dunkle Epochen zu bringen:
1)Hinweis auf Ihre hervorragend strukturierte Internetseite. Was Sie ja bereits getan haben.
2) Empfehlung: Alle Ihre in der sgff-l getätigten Anfragen, Hinweise und Beiträge in Bezug auf das hier in diesem Thread behandelte Thema hierher weiterzuleiten oder zu kopieren.
Mit Ihrem ersten Erscheinen in diesem Thread haben Sie also bereits geholfen.
Ihre Suggestion Datenbanken (pro Name) zu erstellen ist glänzend.
Dazu:
Es ist bedauerlich feststellen zu müssen wie viel Energie mit doppelter Forschungsarbeit und Verzettelung aufgewendet wird um zu Resultaten zu kommen die schon lange vorliegen.
Wie viel Energie aufgewendet werden muss um Vorhandenes zu finden, auszuwerten und womöglich zu vervollständigen.
Hier fehlt es an "weltweiter" Koordination unter Familienforschern.
Gründe sind:
1) Genealogie wird immer noch als Stiefkind der Wissenschaften geächtet. Seit dem Vortrag
Stephan KEKULE's an die deutsche Adelsgenossenschaft im Jahr 1900 hat sich in dieser Beziehung leider nicht viel geändert.
2) So genannter „Datenschutz“. Er sei staatlich von Amtes wegen oder von Seiten so genannter „professioneller FORSCHER“ die ihre Arbeit verständlicherweise retribuiert sehen möchten. Viele andere allerdings, wie Sie, veröffentlichen gratis ihre Resultate. Verächtlich werden diese allzu oft von den „professionellen“, Hobbyforscher genannt. Es wäre interessant einmal abzuklären wer mehr Verdienst hat.
Dies zu Genealogie allgemein.
Bleiben wir Bescheiden und beim Thema des Threads. Wenn nicht unzählige so doch sicher einige hundert (denken wir nur an die Nachfahren der in USA ausgewanderten BERNER) suchen, forschen, nach solchen Vorfahren. Zum Teil sind es diese USA Nachfahren die schon mit viel Zeit-und pekuniärem Aufwand Wesentliches gefunden haben weil sie daran mehr Interesse haben als die Zurückgebliebenen. Wir „Zurückgebliebenen“ wissen ja meistens mehr oder weniger woher wir stammen. Mindestens bis zu den Grosseltern. Die meisten begnügen sich damit. Eigenartig ist, dass
letztere, wenn sie dann auch etwas mehr wissen möchten, oft von den Forschungen der nach Übersee ausgewanderten profitieren „dürfen.“ (Siehe family search). Immer aber werden sich wieder Lücken, so genannte „tote Punkte“ finden. Denn eine Ahnenliste geht bald einmal ins Unendliche, wenn man alle Nebenlinien einbeziehen will! Aber schon allein die mathematische Unmöglichkeit der ins Unendliche sich ausdehnenden Ahnen müsste bald jedem Forscher, er sei „professioneller“ oder „hobbymässiger“, klar werden lassen, dass Ahnenschwund sich nicht nur in Adelsgeschlechtern findet sondern überall in jeder Ahnenliste. Was sagt dies aus. „Wir sind alle miteinander verwandt“. Mit andern Worten „moralisch“ verpflichtet einander zu helfen. Im weitesten Sinn dieses im vorstehenden Satz in Anführungszeichen gesetzten Wortes also selbstlos. In Bezug auf Resultate der Ahnenforschung, welche, hier nebenbei erwähnt, auch medizinischen Wert haben, somit brüderlich und schwesterlich ohne Entgelt ausgetauscht werden sollten. Es wäre eigentlich Aufgabe der Universitäten dieser Erkenntnis die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken und weltweit Genealogie nicht nur als Hilfswissenschaft zu ächten, sondern als eine der ältesten Wissenschaften und wichtigsten.
Wie viele Kriege (immer Bruderkriege) hätten dadurch nicht nur schon in den vergangenen Jahrhunderten vermieden werden können,sondern auch die aktuellen.? Wenn endlich schon im Kindergarten klar gemacht werden könnte, dass wir alle im gleichen Boot rudern wäre Rassismus nur noch ein leeres Wort. In diesem Sinne verstehe ich Verwandtschaft und sehe sie nicht nur unter Schweizern, Elsässern, Pfälzern und einigen Amerikanern welch letztere, wie Sie richtig in Ihrer PM an mich schreiben: „... grösser ist, als vielen bewusst.“
Ich vermute, dass viele als Wiedertäufer verfolgte, verbannte, ausgewiesene , wenn nicht enthauptet oder ersäuft, wegen obig dargestellter Erkenntnis leiden mussten. Ging es doch den „obrigkeitlichen“ Behörden darum der Gefahr einer Ausdehnung „nicht Kanonenfutterwilligen“ vorzubeugen: Nur um ihre oft nur „familiären“ Machtansprüche und Fehden mit unsäglich Leid bringenden Kriegen und Gemetzel zu befriedigen. Dass gerade die Pfarrer dazu, als mehr oder weniger untertänige Beamte, z.T. „eigennützig“ die Hand boten grenzt ans Skandalöse. Was hier; auch einmal „reformiert“; an „Christlichkeit“ war bleibt mir gelinde gesagt ein Rätsel?
Ich bin etwas lang geworden und bitte um Verzeihung. Es schien mir aber doch einmal angebracht in Anbetracht der Möglichkeit einer totalen Vernichtung seit dem 6. August 1945 (Hiroshima) der Genealogie im oben dargelegten Sinne hier auch in diesem Thread das Wort zu reden.
Sie Andrea habe ich bereits meiner Freundesliste hinzugefügt und danke nochmals für Ihren Beitrag, hoffend, dass noch viele dem Ihren ähnlichen den Thread finden werden. Dann könnte endlich ein effizientes Teamwork zu einer umfassenden Datenbank bernischer Auswanderer gestartet werden.
Shirsh.
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Chlodwig
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Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Hallo,Stephleuen hat geschrieben:Es gibt zur Auswanderung aus dem alten Kanton Bern in diesem Forum zum Teil sehr interessante Beiträge
und das hier war einer davon:
Die Liste der Berner Auswanderer nach Potsdam von 1685 habe ich hier eingestellt:
http://www.geneal-forum.com/phpbb/phpBB ... 29&t=11972.
Ich hoffe auch, dass noch viele Beiträge zu diesem interessanten Thema zu lesen sein werden.
Chlodwig
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Shirsh
Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
http://wiki-de.genealogy.net/Computerge ... aleidoskop
http://www.swissinfo.ch/ger/politik_sch ... d=15353222
Liebe Leser
Dies ist keine Antwort. Sondern nur drei Links, die, so finde ich zum Thema Auswanderung gehören. Wenn auch vielleicht nicht direkt in Bezug auf Auswanderung aus dem ehemals mächtigen Kanton Bern so doch aus der Schweiz. Im vorliegenden Fall nicht mal so weit von Bern entfernt! Einmal mehr zeigt sich, dass auch Gene von vielen nach dem Elsass ausgewanderter Schweizer, auch heute noch in Übersee wirken. Auch in Individuen die nicht die geringsten sind. So weist die Abstammung des heute "mächtigsten" Mannes, nach der exzellenten Studie ( leider nur Englisch siehe: http://www.wargs.com/political/obama.html ) "immerhin" auf 0.976 562 5 % schweizerische Abstammung hin. Dürfen wir Schweizer darauf "stolz" sein? Wenn es Ihnen Freude macht...warum nicht!
Hier ist aber nicht der Grund meiner Übermittlung der Links an interessierte Leser. Vielmehr möchte ich damit aufmerksam machen auf die Exzellenz mit der amerikanische Forscher genealogische Forschung betreiben. Fast möchte es scheinen, dass ihr Interesse an Genauigkeit (Unfehlbarkeit ?) in ihren Forschungen an Pedanterie grenzt. Dem ist aber nicht so. Ohne weiter extensiv auf die psycho-philologischen Gründe, warum gerade sie so auf Genauigkeit erpicht sind, gegenüber so mancher "europäisch" geführter Familienforschung (wenn auch wissenschaftlich oder vielmehr pseudo... ?), so denke ich doch, dass dies zu einem grossen Teil aus ihrer bald einmal entdeckten Tatsache kommt: "Meine (unsere) Wurzeln liegen in Europa!!!" (Hier in diesem speziellen Fall natürlich auch aus Afrika !!!)Wenigstens was die nicht autochthonen Amerikaner betrifft. Wobei auch letztere ihre Wurzeln höchst wahrscheinlich in Zentralasien und von dort zurück nach Afrika (Zu welch letzterem auch wir "Weissen" gezwungen wären, so es möglich wäre endlich Mittels mtDNA Tests klar zu beweisen, dass was sich heute "WEISS", "GELB" oder eben auch "ROT" nennt zu ganz frühen Zeiten auch einmal "SCHWARZ" war) suchen müssten. Daher auch, ist es nicht weiter erstaunlich, dass gerade amerikanische Geschichtsforscher weit interessierter, bewanderter sind an Adelsgeschichte und Forschung in Europa. Ist es doch allein diese, die es auch uns ab und zu ermöglicht, etwas weiter zurück als die in der Reformationszeit angefangen Kirchenbücher zu forschen.
Antworten auf in diesem angeschlagenen Thema würden mich freuen. Sind es doch neben der oft mühsamen anstrengenden Kleinarbeit an Filmgeräten und alten Schriften doch auch Gedanken philosophischer Art die sich jedem stellen.
Um Verzeihung bittend, wenn ich für Ihr Empfinden etwas zu lang geworden bin grüsse ich sie alle freundlichst.
Shirsh
http://www.swissinfo.ch/ger/politik_sch ... d=15353222
Liebe Leser
Dies ist keine Antwort. Sondern nur drei Links, die, so finde ich zum Thema Auswanderung gehören. Wenn auch vielleicht nicht direkt in Bezug auf Auswanderung aus dem ehemals mächtigen Kanton Bern so doch aus der Schweiz. Im vorliegenden Fall nicht mal so weit von Bern entfernt! Einmal mehr zeigt sich, dass auch Gene von vielen nach dem Elsass ausgewanderter Schweizer, auch heute noch in Übersee wirken. Auch in Individuen die nicht die geringsten sind. So weist die Abstammung des heute "mächtigsten" Mannes, nach der exzellenten Studie ( leider nur Englisch siehe: http://www.wargs.com/political/obama.html ) "immerhin" auf 0.976 562 5 % schweizerische Abstammung hin. Dürfen wir Schweizer darauf "stolz" sein? Wenn es Ihnen Freude macht...warum nicht!
Hier ist aber nicht der Grund meiner Übermittlung der Links an interessierte Leser. Vielmehr möchte ich damit aufmerksam machen auf die Exzellenz mit der amerikanische Forscher genealogische Forschung betreiben. Fast möchte es scheinen, dass ihr Interesse an Genauigkeit (Unfehlbarkeit ?) in ihren Forschungen an Pedanterie grenzt. Dem ist aber nicht so. Ohne weiter extensiv auf die psycho-philologischen Gründe, warum gerade sie so auf Genauigkeit erpicht sind, gegenüber so mancher "europäisch" geführter Familienforschung (wenn auch wissenschaftlich oder vielmehr pseudo... ?), so denke ich doch, dass dies zu einem grossen Teil aus ihrer bald einmal entdeckten Tatsache kommt: "Meine (unsere) Wurzeln liegen in Europa!!!" (Hier in diesem speziellen Fall natürlich auch aus Afrika !!!)Wenigstens was die nicht autochthonen Amerikaner betrifft. Wobei auch letztere ihre Wurzeln höchst wahrscheinlich in Zentralasien und von dort zurück nach Afrika (Zu welch letzterem auch wir "Weissen" gezwungen wären, so es möglich wäre endlich Mittels mtDNA Tests klar zu beweisen, dass was sich heute "WEISS", "GELB" oder eben auch "ROT" nennt zu ganz frühen Zeiten auch einmal "SCHWARZ" war) suchen müssten. Daher auch, ist es nicht weiter erstaunlich, dass gerade amerikanische Geschichtsforscher weit interessierter, bewanderter sind an Adelsgeschichte und Forschung in Europa. Ist es doch allein diese, die es auch uns ab und zu ermöglicht, etwas weiter zurück als die in der Reformationszeit angefangen Kirchenbücher zu forschen.
Antworten auf in diesem angeschlagenen Thema würden mich freuen. Sind es doch neben der oft mühsamen anstrengenden Kleinarbeit an Filmgeräten und alten Schriften doch auch Gedanken philosophischer Art die sich jedem stellen.
Um Verzeihung bittend, wenn ich für Ihr Empfinden etwas zu lang geworden bin grüsse ich sie alle freundlichst.
Shirsh
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Stephleuen
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Re: Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert
Liebe Leute
ich möchte in diesem Thread nur Tehmen die zur Auswanderung aus dem Kanton Bern Bezug haben diskutieren. Zu DNA usw. gibt es in diesem Forum bereits existierende Threads.
Es hier um die Sammlung von historischen Quellenmatrerial das interessierten dadurch zugänglich gemacht werden sollte und nicht um irgendwelche genealogiesche Grundsatzdiskusionen.
Ich danke bestens
Stephan Leuenberger
ich möchte in diesem Thread nur Tehmen die zur Auswanderung aus dem Kanton Bern Bezug haben diskutieren. Zu DNA usw. gibt es in diesem Forum bereits existierende Threads.
Es hier um die Sammlung von historischen Quellenmatrerial das interessierten dadurch zugänglich gemacht werden sollte und nicht um irgendwelche genealogiesche Grundsatzdiskusionen.
Ich danke bestens
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
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Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
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Wer ist online?
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