Betschart von Steinen SZ
Moderator: Wolf
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Chrissel
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Betschart von Steinen SZ
Guten Abend Forschende
Ich suche die Quelle zu einem Vermerk, den ich in Unterlagen zu meiner Familienforschung gefunden habe (wer das aufgezeichnet hat, ist nicht ersichtlich):
Auf Uli Betscharts Liegenschaft «Steinental» zu Steinen errichtete Hans Gebel der ältere, eine Sühnestiftung für seinen am Montag nach dem Palmtag 1451 (24. März) durch den jungen Uli im Oberstock erschlagenen Sohn Hans Gebel den Jüngern.
Meine Frage: wo finden sich solche Sühnestiftungen? Könnte es im JZB von Steinen sein? Oder hat jemand Zugang zum Jahrzeitbuch Steinen? (In Schwyz ist es nicht vermerkt).
In den Ratsprotokollen von Schwyz findet man zwar den Eintrag vom jungen Uoli, der wohl verjagt wurde, aber kein Hinweis auf seinen Familiennamen. Der ist offenbar nur in der «Sühnestiftung» erwähnt: Wenn ich die Sühnestiftung finden würde, könnte ich endlich belegen, dass die Betschart von Muotathal eigentlich Steiner waren. Es gab nämlich noch einen Werner Betschart (Sohn vom ersten in Muotahtal erwähnten Betschart, dem Erni) der auch in Steinen eine Jahrzeitstiftung errichtet haben soll.
Vielen Dank für eventuelle Rückmeldungen.
Ich suche die Quelle zu einem Vermerk, den ich in Unterlagen zu meiner Familienforschung gefunden habe (wer das aufgezeichnet hat, ist nicht ersichtlich):
Auf Uli Betscharts Liegenschaft «Steinental» zu Steinen errichtete Hans Gebel der ältere, eine Sühnestiftung für seinen am Montag nach dem Palmtag 1451 (24. März) durch den jungen Uli im Oberstock erschlagenen Sohn Hans Gebel den Jüngern.
Meine Frage: wo finden sich solche Sühnestiftungen? Könnte es im JZB von Steinen sein? Oder hat jemand Zugang zum Jahrzeitbuch Steinen? (In Schwyz ist es nicht vermerkt).
In den Ratsprotokollen von Schwyz findet man zwar den Eintrag vom jungen Uoli, der wohl verjagt wurde, aber kein Hinweis auf seinen Familiennamen. Der ist offenbar nur in der «Sühnestiftung» erwähnt: Wenn ich die Sühnestiftung finden würde, könnte ich endlich belegen, dass die Betschart von Muotathal eigentlich Steiner waren. Es gab nämlich noch einen Werner Betschart (Sohn vom ersten in Muotahtal erwähnten Betschart, dem Erni) der auch in Steinen eine Jahrzeitstiftung errichtet haben soll.
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Peter.D
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Re: Betschart von Steinen SZ
Hallo Chrissel
Ob dieser Uli von Steinen tatsächlich schon einen Familiennamen hatte? Wenn ja, wäre der nicht im Ratsprotokoll aufgeführt worden?
Die Sühnestiftungen - meist eines Totschlägers - dienten dazu, ein Gerichtsverfahren mit Strafurteil durch eine Vereinbarung mit der Opferfamilie zu vermeiden. Im konkreten Fall hätte daher die Stiftung eigentlich von Uli bzw. dessen Vater und nicht vom Vater des Opfers errichtet werden müssen, siehe z.B. hier auf PDF 519 aus einem Bündner Fall.
Vom damaligen Jahrzeitbuch Steinen sind nach meinem Verständnis nur noch spätere Umarbeitungen erhalten geblieben. Die Originale befindet sich offenbar immer noch bei der Pfarrei, das StASZ hat Kopien. Interessant ist noch der Eintrag im Artikel von Ochsner auf PDF 79. Die angegebene Quelle im Staatsarchiv Luzern kann ich jedoch nicht einordnen.
Peter
Ob dieser Uli von Steinen tatsächlich schon einen Familiennamen hatte? Wenn ja, wäre der nicht im Ratsprotokoll aufgeführt worden?
Die Sühnestiftungen - meist eines Totschlägers - dienten dazu, ein Gerichtsverfahren mit Strafurteil durch eine Vereinbarung mit der Opferfamilie zu vermeiden. Im konkreten Fall hätte daher die Stiftung eigentlich von Uli bzw. dessen Vater und nicht vom Vater des Opfers errichtet werden müssen, siehe z.B. hier auf PDF 519 aus einem Bündner Fall.
Vom damaligen Jahrzeitbuch Steinen sind nach meinem Verständnis nur noch spätere Umarbeitungen erhalten geblieben. Die Originale befindet sich offenbar immer noch bei der Pfarrei, das StASZ hat Kopien. Interessant ist noch der Eintrag im Artikel von Ochsner auf PDF 79. Die angegebene Quelle im Staatsarchiv Luzern kann ich jedoch nicht einordnen.
Peter
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MarkMu
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Re: Betschart von Steinen SZ
Ich habe eine Frage in beziehung des Namen Betschger. Ist das eine aeltere form von Betschart? Im Arther Jahrzeitbuch kann man einige Betschger finden. Ich glaube das Hans Betschger und Anna Ziltener die aeltesten Betschger im dortigen Jahrzeitbuch sind. Sie muessen so gegen mitte oder ende des 15ten Jahrhunderts geboren sein.
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Chrissel
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Re: Betschart von Steinen SZ
Guten Abend Peter
Vielen Dank für deine Ausführungen.
Ja der Uoli hatte sicher einen Nachnamen (die Frage ist nur welchen). Im alten Land Schwyz wurde schon recht früh Familiennamen getragen. Der Name BETSCHART wurde das erste Mal für die Schlacht von Sempach festgehalten: Anthony Betschart, gefallen zu Sempach (1386).
Den Artikel von Ochsner habe ich bereits gekannt. In der Zwischenzeit habe ich einen Vermerk gefunden den auf den Autor der Aussage, dass Uoli ein Betschart war hinweist: Karl Betschart-Stöckli hatte dies einmal aufnotiert, nur leider ohne Quellenangabe, woher er diese Info hatte. Auch im Betschart-Buch von Gusti Betschart ist dieser Vorfall nicht erwähnt.
Dass es einen Uoli Betschart (vermutlich der Vater des obigen Uoli) in Steinen gab, geht aus der Jahrzeitstiftung der Pfarrkirche St. Martin in Schwyz hervor. Würde die Sühnestiftung mit der Ortsangabe «Schönental/Steinen» auftauchen, könnte ich die ersten Betschart auf diesem Hof verorten.
Leider ist das Jahrzeitbuch von Steinen nicht transkribiert und das Manuskript von Prof. Dr. Joseph Stirnimann unter der Signatur STASZ, PA 57, Nachlass hat eine Sperrfrist bis 2035 (!!).
Da ich nicht in der Nähe vom Staatsarchiv Schwyz bin hatte ich die Hoffnung, dass ein Forschender der hier mitliest, schon im Steiner Jahrzeitbuch geforscht hat.
Vielen Dank für deine Ausführungen.
Ja der Uoli hatte sicher einen Nachnamen (die Frage ist nur welchen). Im alten Land Schwyz wurde schon recht früh Familiennamen getragen. Der Name BETSCHART wurde das erste Mal für die Schlacht von Sempach festgehalten: Anthony Betschart, gefallen zu Sempach (1386).
Den Artikel von Ochsner habe ich bereits gekannt. In der Zwischenzeit habe ich einen Vermerk gefunden den auf den Autor der Aussage, dass Uoli ein Betschart war hinweist: Karl Betschart-Stöckli hatte dies einmal aufnotiert, nur leider ohne Quellenangabe, woher er diese Info hatte. Auch im Betschart-Buch von Gusti Betschart ist dieser Vorfall nicht erwähnt.
Dass es einen Uoli Betschart (vermutlich der Vater des obigen Uoli) in Steinen gab, geht aus der Jahrzeitstiftung der Pfarrkirche St. Martin in Schwyz hervor. Würde die Sühnestiftung mit der Ortsangabe «Schönental/Steinen» auftauchen, könnte ich die ersten Betschart auf diesem Hof verorten.
Leider ist das Jahrzeitbuch von Steinen nicht transkribiert und das Manuskript von Prof. Dr. Joseph Stirnimann unter der Signatur STASZ, PA 57, Nachlass hat eine Sperrfrist bis 2035 (!!).
Da ich nicht in der Nähe vom Staatsarchiv Schwyz bin hatte ich die Hoffnung, dass ein Forschender der hier mitliest, schon im Steiner Jahrzeitbuch geforscht hat.
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Chrissel
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Re: Betschart von Steinen SZ
Guten Abend MarkMu
Ja die Betschger waren alte Landleute aus dem Arther Viertel. Paul Styger hat sie in seinem Wappenbuch erfasst: Leider habe ich nur diesen Ausschnitt vom Wappenbuch.
Ein Jost Auf der Maur hat eine Anna Betschger geheiratet. Hier der Ausschnitt aus dem Buch "Die auf der Maur, alte Landleute" von Franz Auf der Maur: Sorry, für die liegenden Bilder, im Original sind sie gerade.
Hier Erwähnungen von Betschger aus meinem Privaten Manuskript:
Januar 1384 – eine Stiftung in Arth von einem Betschart bezeugt
In der Kirchenlade von Arth befindet sich eine Urkunde in der zwei Brüder grosszügige Stiftungen an die Kirche tätigen. Mit ein Zeuge dabei ist ein Werne Betschger. Familiennamen wurde noch lange Zeit in unterschiedlicher Orthographie geschrieben. Es kann aber kein Zweifel daran herrschen, dass auch dieser Werne (Werner) ein früher Vertreter der Betschartigen war.
Im Archiv Schwyz befindet sich ein Urbar, von dem man annimmt, dass es im Jahr 1538 geschrieben wurde. Darin findet man einen weiteren Werne Betschger. Auf Seite 140 ist zu lesen: «Gült, welche meine Herren im Land haben. Zu Arth: Meine Herren haben 5 Gulden in bar von Jacob Reding auf sein Gut genannt Schwendy im Arther Kirchgang gelegen bekommen. Das Gut gehört jetzt Werny Betschger.»
1520: Botengang nach Bellinzona
In den Jahren nach der Schlacht von Marigniano 1515 kam es immer wieder zu Überfällen der Franzosen, die Norditalien und Mailand besetzten hielten, ins benachbarte Tessin. 1520 berichtete Bernhard Herr von Glaris, dass er zwei Boten nach Bellinzona geschickt hatte um bei den dortigen Truppen um Hilfe für die bedrängte Bevölkerung zu bitten. Einer der Boten war ein Hans Betschger von Schwitz.
Ja die Betschger waren alte Landleute aus dem Arther Viertel. Paul Styger hat sie in seinem Wappenbuch erfasst: Leider habe ich nur diesen Ausschnitt vom Wappenbuch.
Ein Jost Auf der Maur hat eine Anna Betschger geheiratet. Hier der Ausschnitt aus dem Buch "Die auf der Maur, alte Landleute" von Franz Auf der Maur: Sorry, für die liegenden Bilder, im Original sind sie gerade.
Hier Erwähnungen von Betschger aus meinem Privaten Manuskript:
Januar 1384 – eine Stiftung in Arth von einem Betschart bezeugt
In der Kirchenlade von Arth befindet sich eine Urkunde in der zwei Brüder grosszügige Stiftungen an die Kirche tätigen. Mit ein Zeuge dabei ist ein Werne Betschger. Familiennamen wurde noch lange Zeit in unterschiedlicher Orthographie geschrieben. Es kann aber kein Zweifel daran herrschen, dass auch dieser Werne (Werner) ein früher Vertreter der Betschartigen war.
Im Archiv Schwyz befindet sich ein Urbar, von dem man annimmt, dass es im Jahr 1538 geschrieben wurde. Darin findet man einen weiteren Werne Betschger. Auf Seite 140 ist zu lesen: «Gült, welche meine Herren im Land haben. Zu Arth: Meine Herren haben 5 Gulden in bar von Jacob Reding auf sein Gut genannt Schwendy im Arther Kirchgang gelegen bekommen. Das Gut gehört jetzt Werny Betschger.»
1520: Botengang nach Bellinzona
In den Jahren nach der Schlacht von Marigniano 1515 kam es immer wieder zu Überfällen der Franzosen, die Norditalien und Mailand besetzten hielten, ins benachbarte Tessin. 1520 berichtete Bernhard Herr von Glaris, dass er zwei Boten nach Bellinzona geschickt hatte um bei den dortigen Truppen um Hilfe für die bedrängte Bevölkerung zu bitten. Einer der Boten war ein Hans Betschger von Schwitz.
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Peter.D
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Re: Betschart von Steinen SZ
Wenn ich den Eintrag im PDF richtig verstehe, gilt die Sperrfrist nur für die Theken 1 bis 4, das Manuskript zu Steinen ist aber in der Theke 7.Chrissel hat geschrieben: Fr 19. Sep 2025, 17:38 das Manuskript von Prof. Dr. Joseph Stirnimann unter der Signatur STASZ, PA 57, Nachlass hat eine Sperrfrist bis 2035 (!!).
Peter
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Chrissel
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Re: Betschart von Steinen SZ
Da lohnt sich ein Anruf im StaSZ. Danke für den Hinweis PeterPeter.D hat geschrieben: Fr 19. Sep 2025, 18:24Wenn ich den Eintrag im PDF richtig verstehe, gilt die Sperrfrist nur für die Theken 1 bis 4, das Manuskript zu Steinen ist aber in der Theke 7.Chrissel hat geschrieben: Fr 19. Sep 2025, 17:38 das Manuskript von Prof. Dr. Joseph Stirnimann unter der Signatur STASZ, PA 57, Nachlass hat eine Sperrfrist bis 2035 (!!).
Peter
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MarkMu
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Re: Betschart von Steinen SZ
Chrisel ich danke Dir vielmals,
So sind die Betschger (nach dem Wappenbuch) ausgestorben... damit sind die in diesem Falle keine Betschart. Die Betschart sind ja noch nicht ausgestorben.
Der Werny Betschger, Landvogt, war mit Verena Schürpfin verheiratet. Sein Vater war Hans Betschger und seine Mutter Anna Ziltener. Werny Betschgers tochter, Barbara, war mit Statthalter Michael Schreiber verheiratet. Michael war der Grossvater von Sibner Hieronimus Schreiber (gestorben am 1 Dec 1677 und mit zimlicher sicherheit vor 1597 geboren- sein aeltest Kind das man finden kann wurde nach Familienbuch am 24 Nov 1616 geboren)). Diese Angaben und noch viele mehr, koennen alle aus dem Arther Jahrzeitbuch entnommen werden. Ich bin daran um alle Jahrzeiten zu verarbeiten und mit dem schon bearbeiteten Familienbuch zusammen auf meine Datenbank laden. Das Jahrzeitbuch von Arth ist voll von interessanten Angaben. Bis jetzt habe ich so ca 1/4 des Jahrzeitbuches fertig ueberarbeitet. Es braucht viel Zeit, da man, wo man kann, vielmal daten mit den Kirchenbuecher vergleichen muss, das ist vor allem erforderlich wenn im Jahrzeitbuch Daten aufkommen die im Konflikt mit dem Familienbuch stehen. Ich muss sagen, dass dies mit sicherheit die intersanteste Arbeit ist, die ich bisher in der Genealogie angetroffen habe.
So sind die Betschger (nach dem Wappenbuch) ausgestorben... damit sind die in diesem Falle keine Betschart. Die Betschart sind ja noch nicht ausgestorben.
Der Werny Betschger, Landvogt, war mit Verena Schürpfin verheiratet. Sein Vater war Hans Betschger und seine Mutter Anna Ziltener. Werny Betschgers tochter, Barbara, war mit Statthalter Michael Schreiber verheiratet. Michael war der Grossvater von Sibner Hieronimus Schreiber (gestorben am 1 Dec 1677 und mit zimlicher sicherheit vor 1597 geboren- sein aeltest Kind das man finden kann wurde nach Familienbuch am 24 Nov 1616 geboren)). Diese Angaben und noch viele mehr, koennen alle aus dem Arther Jahrzeitbuch entnommen werden. Ich bin daran um alle Jahrzeiten zu verarbeiten und mit dem schon bearbeiteten Familienbuch zusammen auf meine Datenbank laden. Das Jahrzeitbuch von Arth ist voll von interessanten Angaben. Bis jetzt habe ich so ca 1/4 des Jahrzeitbuches fertig ueberarbeitet. Es braucht viel Zeit, da man, wo man kann, vielmal daten mit den Kirchenbuecher vergleichen muss, das ist vor allem erforderlich wenn im Jahrzeitbuch Daten aufkommen die im Konflikt mit dem Familienbuch stehen. Ich muss sagen, dass dies mit sicherheit die intersanteste Arbeit ist, die ich bisher in der Genealogie angetroffen habe.
Chrissel hat geschrieben: Fr 19. Sep 2025, 17:38 Guten Abend MarkMu
Ja die Betschger waren alte Landleute aus dem Arther Viertel. Paul Styger hat sie in seinem Wappenbuch erfasst:
Betschger.jpg
Leider habe ich nur diesen Ausschnitt vom Wappenbuch.
Ein Jost Auf der Maur hat eine Anna Betschger geheiratet. Hier der Ausschnitt aus dem Buch "Die auf der Maur, alte Landleute" von Franz Auf der Maur:
43 Jörg Uff der Mur 1.jpeg
43 Jörg Uff der Mur 2.jpeg Sorry, für die liegenden Bilder, im Original sind sie gerade.
Hier Erwähnungen von Betschger aus meinem Privaten Manuskript:
Januar 1384 – eine Stiftung in Arth von einem Betschart bezeugt
In der Kirchenlade von Arth befindet sich eine Urkunde in der zwei Brüder grosszügige Stiftungen an die Kirche tätigen. Mit ein Zeuge dabei ist ein Werne Betschger. Familiennamen wurde noch lange Zeit in unterschiedlicher Orthographie geschrieben. Es kann aber kein Zweifel daran herrschen, dass auch dieser Werne (Werner) ein früher Vertreter der Betschartigen war.
Im Archiv Schwyz befindet sich ein Urbar, von dem man annimmt, dass es im Jahr 1538 geschrieben wurde. Darin findet man einen weiteren Werne Betschger. Auf Seite 140 ist zu lesen: «Gült, welche meine Herren im Land haben. Zu Arth: Meine Herren haben 5 Gulden in bar von Jacob Reding auf sein Gut genannt Schwendy im Arther Kirchgang gelegen bekommen. Das Gut gehört jetzt Werny Betschger.»
1520: Botengang nach Bellinzona
In den Jahren nach der Schlacht von Marigniano 1515 kam es immer wieder zu Überfällen der Franzosen, die Norditalien und Mailand besetzten hielten, ins benachbarte Tessin. 1520 berichtete Bernhard Herr von Glaris, dass er zwei Boten nach Bellinzona geschickt hatte um bei den dortigen Truppen um Hilfe für die bedrängte Bevölkerung zu bitten. Einer der Boten war ein Hans Betschger von Schwitz.
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Chrissel
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Re: Betschart von Steinen SZ
Herr Jakober vom Staatsarchiv Schwyz hat mir eben bestätigt, dass die ganzen Jahrzeitbücher (ausser Schwyz) von Professor J. Stirnimann einsehbar sind.Peter.D hat geschrieben: Fr 19. Sep 2025, 18:24Wenn ich den Eintrag im PDF richtig verstehe, gilt die Sperrfrist nur für die Theken 1 bis 4, das Manuskript zu Steinen ist aber in der Theke 7.Chrissel hat geschrieben: Fr 19. Sep 2025, 17:38 das Manuskript von Prof. Dr. Joseph Stirnimann unter der Signatur STASZ, PA 57, Nachlass hat eine Sperrfrist bis 2035 (!!).
Peter
Sie liegen alle in Papierform (nicht digitalisiert) vor, aber ich darf mir für den privaten Forschungsgebrauch Kopien vom Manus machen.
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Chrissel
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Re: Betschart von Steinen SZ
Ich glaube mit der Feststellung, dass das zwei völlig unterschiedliche Familien waren muss man vorsichtig sein. Der Schwyzer Staatsarciv-Adjunkt Franz Auf der Maur, der auch das Schwyzer jahrzeitbuch der Kirche St. Martin Schwyz transkribert und editiert hat, hat in seinem Buch "Die Auf der Maur von Schwyz, Ingenbohl und Unteriberg : Alte Landleute zu Schwyz" keinen Unterschied zwischen den frühen Betschger / Bettschgert / Bettschert / Betschart keinen Unterschied gemacht:MarkMu hat geschrieben: Sa 20. Sep 2025, 18:26 Chrisel ich danke Dir vielmals,
So sind die Betschger (nach dem Wappenbuch) ausgestorben... damit sind die in diesem Falle keine Betschart. Die Betschart sind ja noch nicht ausgestorben.
Der Familienname wurde noch lange zeit unterschiedlich geschrieben, auch wenn es immer um das Geschlecht der Betschartig ging.
Meiner Meinung nach waren die Arther Betschger und die Muotathaler Betschart dereinst aus dem selben Topf gekommen, Zweige haben sich getrennt, die einen zogen ins Muotathal, die anderen blieben in Arth oder zogen nach Steinen. Vom Werny Betschart in Muotathal heisst es, dass er für seine "Vetter" in Steinen auch eine Jahrzeit ausgerichtet hat. Ich hoffe, ich kann diesen Herbst diesen Umstand noch überprüfen.
Vermutlich sollte man die Betschger von Arth und die Betschart von Muotathal trotzdem in getrennten Threads bearbeiten Und die Betschart, die in Steinen wohnten sind nicht von Steinen, es gibt keine Belege, dass sie dort heimatberechtigt waren. Daher habe ich im ursprünglichen Titel nicht "von Steinen" sondern "in Steinen" geschrieben.
Nachdem nun klar ist, dass ich das Manus von Professor Stirnimann einsehen darf, werde ich euch auf dem Laufenden halten, falls ich zu diesem Thema Nennenswertes finden werde.
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MarkMu
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Re: Betschart von Steinen SZ
Danke vielmals Chrissel,
ich hatte doch auch immer gedacht das die Betschger auch Betschart waren, oder vielleicht sogar die Betschart, Betschger waren......
Auf jeden Fall ist ja im Wegweiser brief schon ein Arther Betschger aufgefuehrt. Was auch auffaellt ist dass es im Arther Familienbuch keine Betschger hat, dafuer aber Betschart. Im Jahrzeitbuch ist es gerade umgekehrt.
ich hatte doch auch immer gedacht das die Betschger auch Betschart waren, oder vielleicht sogar die Betschart, Betschger waren......
Auf jeden Fall ist ja im Wegweiser brief schon ein Arther Betschger aufgefuehrt. Was auch auffaellt ist dass es im Arther Familienbuch keine Betschger hat, dafuer aber Betschart. Im Jahrzeitbuch ist es gerade umgekehrt.
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Chrissel
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Re: Betschart von Steinen SZ
Arth war bisher so gar nicht mein Betschart-Forschungsgebiet. Wenn ich demnächst in Schwyz bin werde ich wohl nicht nur das Steiner Jahrzeitbuch sondern auch das Arther Jahrzeitbuch in der Maschinen geschriebenen Version von Prof. J Stirnimann konsultieren.
Noch eine Frage: Von wann datiert dieser Wegweiser-Brief? der Begriff ist mir unbekannt.
Noch eine Frage: Von wann datiert dieser Wegweiser-Brief? der Begriff ist mir unbekannt.
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MarkMu
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Re: Betschart von Steinen SZ
Hallo Chrissel,
ich habe den Wegweisbrief falscherweise als Wegweiserbrief genannt. Der ist vom Jahr 1354 als die Arther, die sich gerade losgekauft hatten den Talboden unter sich verteilten. Der Rest vom Land wurde dann als gemeinsamen Besitz in Form der UAK verwaltet. Ein Ruodolff Betzger wurde in diesem Brief genannt.
https://www.uak.ch/wp2020/wp-content/up ... meind1.pdf
Uebrigens noch eine Erweiterung meines Kommentars über die Betschger und Betschart in dem Jahrzeitbuch und dem Familienbuch.
-Im Jahrzeitbuch werden die Betschgeren Jahrzeiten auf den Seiten vom 19 Dec auf Seite 35 und 36 genannt (es sind relativ wenige). Die Betscharts werden nicht als Gruppe behandelt aber natürlich findet man den Namen Betschger und Betschart in anderen Jahrzeiten auch.
-Im Familienbuch kann man die Betscharts auf den Seiten 33,34 und 39 finden. Natürlich kann man auch hier Betschart und Betschger Frauen in anderen männlichen Familienstammbäumen finden.
Von den Jahrzeitbüchern, die ich bisher gesehen habe, ist das Arther Jahrzeitbuch, das mit Abstand leichteste zu verstehen.
ich habe den Wegweisbrief falscherweise als Wegweiserbrief genannt. Der ist vom Jahr 1354 als die Arther, die sich gerade losgekauft hatten den Talboden unter sich verteilten. Der Rest vom Land wurde dann als gemeinsamen Besitz in Form der UAK verwaltet. Ein Ruodolff Betzger wurde in diesem Brief genannt.
https://www.uak.ch/wp2020/wp-content/up ... meind1.pdf
Uebrigens noch eine Erweiterung meines Kommentars über die Betschger und Betschart in dem Jahrzeitbuch und dem Familienbuch.
-Im Jahrzeitbuch werden die Betschgeren Jahrzeiten auf den Seiten vom 19 Dec auf Seite 35 und 36 genannt (es sind relativ wenige). Die Betscharts werden nicht als Gruppe behandelt aber natürlich findet man den Namen Betschger und Betschart in anderen Jahrzeiten auch.
-Im Familienbuch kann man die Betscharts auf den Seiten 33,34 und 39 finden. Natürlich kann man auch hier Betschart und Betschger Frauen in anderen männlichen Familienstammbäumen finden.
Von den Jahrzeitbüchern, die ich bisher gesehen habe, ist das Arther Jahrzeitbuch, das mit Abstand leichteste zu verstehen.
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