Beginen, Begarden und Eremiten Kanton Appenzell Innerrhoden

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Säntis
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Beginen, Begarden und Eremiten Kanton Appenzell Innerrhoden

Beitrag von Säntis » Mo 20. Mai 2024, 08:08

Grüezi Lesende,

Helvetia-Sacra, Abteilung IX, Band 2, Die Beginen und Begarden in der Schweiz, Basel/Frankfurt am Main 1995.
[Auch im Kanton Appenzell Innerrhoden]
Inhaltsverzeichnis auf einer Webseite von Helvetia-Sacra.
Inhaltsverzeichnis auf einer Webseite der Deutschen Nationalbibliothek.
Inhaltsverzeichnis auf einer Webseite der Universitätsbibliothek Basel.

Stiftungsbrief für das Wildkirchli, auf einer Webseite von Zeitzeugnisse : Appenzeller Geschichten in Wort und Bild.
Die Bezeichnung Wildkirchli taucht erstmals 1524 in einem Text des St. Galler Reformators Joachim von Watt (Vadian, 1484-1551) auf. Es ist anzunehmen, dass die Sennen der nahen Ebenalp von sich aus in den Höhlen einen kleinen Ort der Andacht eingerichtet hatten. Als der Kapuzinerpater Philipp Tanner (1578-1656) anlässlich einer Alpsegnung die Stätte 1621 aufsuchte, fand er sie jedoch in verwahrlostem Zustand vor. Mit Unterstützung der Innerrhoder Behörden liess er einen neuen hölzernen Altar und vor der Felsgrotte ein Türmchen mit einem grossen Kreuz errichten. Im Spätherbst 1621 führte er in der dem Erzengel Michael geweihten Kapelle wieder Wallfahrtsgottesdienste durch, die im Volk grossen Anklang fanden. Nach dem Wegzug Tanners von Appenzell 1624 geriet die Höhlenkapelle jedoch zunehmend in Vergessenheit. Erst drei Jahrzehnte später setzte sich der Appenzeller Pfarrer Paulus Ulmann (1613-1680) auf Anregung Pater Phillips erneut für das Wildkirchli ein. 1656 liess er in der Kirchlihöhle einen steinernen Altar und ein Sakristeigebäude sowie in der unteren Höhle ein Eremitenhäuschen errichten und hielt von neuem Gottesdienste. 1658, zwei Jahre später, gab Ulmann die Pfarrpfründe Appenzell auf und zog als erster Eremit ins Wildkirchli. Um die Einsiedelei auch über seinen Tod hinaus zu erhalten, brachte Ulmann Kapelle und Eremitenhäuschen mit allem, was dazu gehört, 1679 in eine Stiftung ein. Nach Ulmann lebten 22 Waldbrüder der Schweizerischen Eremitenkongregation im Wildkirchli. Nachdem 1853 der letzte Waldbruder beim Laubsammeln tödlich verunglückt war, wurde die Einsiedelei nicht mehr besetzt.

Menschen auf dem Wildkirchli, in Schweizer Schule, Band 31, 1944, Heft 16.
Der letzte Eremit auf dem Wildkirchli war "Bruder Anton" (Anton Fässler), der am 04.11.1853 beim Laubsammeln abstürzte.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Einsiedelei im Wildkirchli : Barocke Frömmigkeit im 17./18. Jahrhundert, auf einer Webseite des Kantons Appenzell Innerrhode.
1658 gründete der Appenzeller Pfarrer Paulus Ulmann (1613-1680) in einer natürlichen Höhle in der Südostwand des Ebenalpstocks eine Eremitenklause, die er zunächst selbst bewohnte. Nach Ulmann lebten bis 1853 in der Klause 23 Einsiedler, die den franziskanischen Regeln des Dritten Ordens (Kapuziner) folgten.

Achilles Weishaupt, Paulus Ulmann, auf einer Webseite des Historischen Lexikons der Schweiz.

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