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Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: So 13. Nov 2005, 14:11
von Wolf
Auf dem Kaster.Net-Forum werden unter dem Thema Scharfrichter, Wasenmeister, Nachrichter und Chirurgen ausführliche Texte zu Scharfrichtern zitiert.
Diese Webseite existiert leider nicht mehr.

Seit Kurzem gibt es auch eine Mailingliste zum Thema, auf der u.a. auch auf Scharfrichter in der Schweiz eingegangen wird - z.B.:
Scharfrichterfamilien der Ostschweiz
Die Henker im alten Nidwalden
Scharfrichter und Wasenmeister von Luzern
Die Scharfrichterfamilie Hotz aus Herzogenbuchsee
Scharfrichter von Schwyz
Die Scharfrichter von Bern
Scharfrichter und Wasenmeister in Winterthur
Von Wasenmeistern, Scharfrichtern und Ärzten in Burgdorf
Material zu Kienberg SO und Nidwalden

Wer sich mit diesem Themenkreis befasst, kann sich natürlich beim o.g. Forum oder der Mailingliste anmelden - aber auch Beiträge auf diesem Forum (als "Antwort" zu diesem Beitrag - oder als neues Thema zu einem bestimmten Scharfrichtergeschlecht) sind herzlich willkommen, wenn es um die Schweiz geht.

Nachtrag: Um die oben verlinkten Beiträge im Archiv lesen zu können, muss man (inzwischen) bei der Liste angemeldet sein!

Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: So 13. Nov 2005, 14:15
von Wolf
Eine kurze Zusammenfassung zum Scharfrichterwesen in der Schweiz findet sich im Historischen Lexikon der Schweiz.

Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Mo 12. Jan 2009, 21:04
von eritro
Einzelne Scharfrichterfamilien haben im Historischen Lexikon der Schweiz einen Artikel erhalten u.a. die Familien Mengis und Näher oder werden wohl noch einen erhalten wie die Familie Volmar.

NACHTRAG zu Näher: Näher in St.Gallen beschreibt ein "Lobgedicht" auf einen Scharfrichter des Namens.

NACHTRAG: Die Scharfrichter Volmar im Historischen Lexikon der Schweiz.

Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 22:24
von eritro
Hier habe ich noch eine Ergänzung für den Thread Scharfrichter im Jahrbuch des Oberaargaus 11 (1968), 33-51, gefunden.

Nachtrag: korrigierter Link siehe viewtopic.php?p=105861#p105861.

Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Do 19. Feb 2009, 09:03
von Stephleuen
Guten Tag alle zusammen

Die hier bereits zitierte Familie Hotz, ist neu für mich, dass die auch Scharfrichter waren.

Die Familie Hotz war bis ca. Mitte 19. Jahrhundert in Huttwil verbürgert. Einer der bekanntesten Vertreter war Joseph Hotz, Wasemmeister und Arzt in Huttwil. Er erwarb später in Bern die Doktorwürde eines Mediciners. Sofern die Rechercherchen die sich im Moment bei mir befinden Richtig sind, verlor seine Frau während den Freischarenzügen ihr Leben. Joseph Hotz war als Doktorseppli im Emmental sehr beliebt und bekannt. Gewohnt und aufgewachsen ist er in Huttwil im Dokterhüsli. Auch Gotthelf berichtet über ihn. Nachdem sich seine Einzige Tochter Barbara mit Jakob Leuenberger vom Lindenholz verheiratete, wechselte er seinen Wohnsitz ins Lindenholz. Später heiratete er ein zweites mal eine Frau die bereits einen SOhn hatte.

Zeitgleich wie sein Schwiegersohn erwarb er 1844 das Bürgerrecht der Stadt Burgdorf. Ich würde sagar meinen er hatte dort ein Haus und sei dort begraben. Die Linie Hotz von Huttwil starb nach ihm aus.

Wer sich um diese sehr interessante Persöhnlichkeit interessiert kann sich bei mir melden. Hotz hat unter anderem auch das Kinderheim Mettmenegg, im an Huttwil angrenzenden Kanton Luzern gegründet. Allerdings brannte dieses nieder und Hotz hat es, da er vermutlich bereits krank war nicht wieder aufgebaut.

In Huttwil wird so viel ich weis von Zeit zu Zeit das Theater "Der Doktorseppli" aufgeführt.

Gruss

Stephan Leuenberger

Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Fr 20. Feb 2009, 23:53
von Aspis
Am Donnerstag, den 9. März 1995 erschien im Limmattaler Tagblatt ein Artikel mit dem Titel "DER LETZTE AARGAUER HENKER".
Brugg/Fricktal - Scharfrichterdynastien wurzelten auch in aargauischen Gebieten.

Eine Hinrichtung war im schweizerischen Bundesstaat nach 1848 ein recht häufiges Ereignis. Unvergessen ist im Aargau die Enthauptung des Meisterdiebes Bernhart Matter, 1854 durch den Schwerthieb des Fricktaler Scharfrichters Franz Josef Mengis (1801-1872) vollzogen. Eine Begegnung mit dessen Grossneffen Theodor Mengis (1881-1958) ist Dr. Boris Pritzker, einem in der Klinik Königsfelden tätig gewesenen Psychiater, zu verdanken.

VON MARTI PRITZKER-EHRLICH

Der Scharfrichter von Bern und James Fenimore Cooper

Verfasst: Mi 17. Feb 2010, 21:46
von Roadrunner
JAMES FENIMORE COOPERS DARSTELLUNG VON DEM SCHARFRICHTER VON BERN

Ich habe gerade James Fenimore Coopers THE HEADSMAN; or, THE ABBAYE DES VIGNERONS (1833) gelesen.

In diesem Roman behauptet Cooper, dass das Amt des HEADSMAN [=Scharfrichters von Bern] als „erblich“ gesetzlich niederlegt sei. Wenn ich aber die Namensliste der Berner Scharfrichter in Peter Sommers SCHARFRICHTER VON BERN (S. 129)* anschaue, ist es keinesfalls offensichtlich, dass Coopers Behauptung stimmt. Dass der Sohn eines Scharfrichters „gesellschaftlich genötigt“ wurde, selbst Scharfrichter zu werden, scheint mir plausibler. Auch Sommers Hinweis auf „die Zunftordnungen“ ist meines Erachtens nicht mit einem vererbten Henkersberuf gleichzusetzen. Dass „Scharfrichterdynastien“ existierten, kam eher durch die gesellschaftliche Ächtung des Scharfrichters als durch Gesetze, die den Henkersberuf als erblich verankerten, zustande.

Da Coopers Roman auch als eine Anklage gegen die Ungerechtigkeit der Gesetze Berns aufgefasst werden kann, eben weil das Amt des Scharfrichters unweigerlich vererbt wird, egal ob der Nachfolger gerne Scharfrichter sein will oder nicht, ist es erstaunlich, dass – meines Wissens – niemand, nicht mal ein Schweizer, versucht hat, diese Behauptung zu widerlegen oder – zumindest – abzuschwächen.

Ein Auszug aus Sommers Buch (S. 18-19):

„Die Folgen der sozialen Ächtung drangen in alle Bereiche des Lebens hinein, prägten das Dasein des Scharfrichters bis in die kleinsten Äußerlichkeiten. In der ständisch festgefügten Gesellschaft war er ein Ausgestoßener. Die Zunftordnungen der ehrbaren städtischen Handwerker verwehrten jedem ‚Unehrlichen‘ den Zugang zu ihren Berufen. Ein Berufswechsel war also praktisch ausgeschlossen; die wenigen Ausnahmen, denen umständliche Gnadenakte, ‚Ehrlichsprechungen,‘ durch die Obrigkeiten vorausgehen mußten, bestätigten Henker, mit ihm seine ganze Familie, war ein Gefangener seines Berufes, seines verachteten Standes.
Dem Sohn eines Henkers standen nur wenige Möglichkeiten offen. Oft verbrachte er seine Lehrzeit als Henkersknecht in einer fremden Stadt, stieg zum Gesellen auf und leistete sein ‚Meisterstück‘, eine gelungene Enthauptung. War er noch minderjährig, so konnte ihm auch der ‚Dienst aufbehalten‘ werden, bis er fähig war, das Amt seines Vaters anzutreten. Wasenmeister zu werden bedeutete einen beruflichen Abstieg. Henkerstöchter mußten, wie andere Mädchen ihrer Zeit auch, bis zu ihrer Heirat am elterlichen Herd ausharren. Doch die Aussichten, einen Mann zu bekommen, waren beschränkt, waren gleich eingeengt wie die Chancen eines ledigen Henkers, unter den Scharfrichtertöchtern und –witwen des landes die Richtige zu finden. Aber im allgemeinen fand man sich; die versippten, oft ‚interkantonal‘ und international verschwägerten Scharfrichterdynastien bewiesen es.“


Als Cooper 1828 in Bern wohnte, heißt es, dass er die Geschichte Berns in der dortigen Bibliothek studierte. Ist Cooper wirklich auf ein Gesetz Berns gestoßen? Kennt jemand im Forum ein Gesetz von Bern, wonach der Beruf des Scharfrichters an den Sohn weitergegeben werden muß?


*Sommer, Peter, Scharfrichter von Berne (Bern: Lukianos-Verlag Hans Erpf, 1. Auflage, 1969)

Re: Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Mi 28. Mai 2014, 14:51
von Aspis
Im Kanton Baselland, in Sissach gibt es ein Henkermuseum:

http://www.henkermuseum.ch/

Re: Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Mo 11. Jun 2018, 18:37
von Aspis
Am 5. Mai 2018 Ausflug mit Stadtverein nach Baden im Kanton Aargau. Es gab 3 Gruppenführungen. Ich war bei der Gruppe Hexen und Henker etc.
Der Führungsleiter zeigte bei einem Rundgang u. a. das Haus des Scharfrichters mit der gelben Fassade. Er erklärte, dass die Farbe Gelb die Farbe der Schande gewesen sei, denn ein Scharfrichter gehöre nicht zu dem "ehrenfaften Volk". Eine Zeichnung zeigte den Scharfrichter in einer Gaststube, wo er alleine an einem Tisch sass. Als unehrenhafter Mensch durfte er nicht mit den anderen Gästen an einem Tisch sitzen und mit ihnen in Kontakt kommen. Am Regal an der Wand über seinem Tisch war eine Kette, wo der Trinkbecher angemacht war. Dieser durfte nicht mit anderen verwechselt werden oder jemand anders daraus trinken. Man könnte dadurch seine "Ehre" verlieren.
Ein weiteres Thema war die Hexenverbrennung.

Dietikon gehörte eine zeitlang zum "Kanton Baden" das eine Vogtei war.

Re: Scharfrichter / Carnifex Schweiz

Verfasst: Do 9. Mai 2019, 09:13
von Säntis
Grüezi Lesende,

weitere Beiträge zu Scharfrichtern in der Schweiz, in Historisches Familienlexikon der Schweiz. Mit den Beiträgen:
Die Scharfrichter der Vier Unteraargauischen Städte von 1574 bis 1798.
Die Scharfrichter in Schwyz.
Von Wasenmeistern, Scharfrichtern und Ärzten.
Der Henker von Solothurn.
Die Henker im alten Nidwalden.

Bochtella

Re: Scharfrichter / Carnifex Schweiz

Verfasst: Do 9. Mai 2019, 11:01
von Aspis
Mein Post vom 20. Februar 2009:
Der Freund B. (Stelle mit rotem * markiert) aus Dietikon hiess Bachmann. Mein Vater erzählte mir in den 50er-Jahren, dass man früher hinter hohler Hand von einem "Henker-Bachmann" gesprochen habe.

Scharfrichter / Carnifex Schweiz

Verfasst: Mi 4. Mär 2020, 14:31
von Säntis
Grüezi Lesende,

Emil Suter, Scharfrichter und Wasenmeister im unteren Freiamt, in Unsere Heimat : Jahresschrift der Historischen Gesellschaft Freiamt, 7. Jg., 1933.
Digitalisat auf einer Webseite der Historischen Gesellschaft Freiamt.

Bochtella

Scharfrichter / Carnifex Schweiz

Verfasst: Do 5. Mär 2020, 07:44
von Säntis
Grüezi Lesende,

Marc Steinfels und Helmut Meyer, Vom Scharfrichteramt ins Zürcher Bürgertum : Die Familie Volmar-Steinfels und der Schweizer Strafvollzug, 2018.
Die Autoren beschreiben auf der Basis umfangreicher genealogischer Forschungen den Beruf des Scharfrichters und geben erstmals einen Überblick über das schweizerische Scharfrichterwesen und die dieses Amt ausübenden Dynastien. Sie schildern das Alltagswerk und die Lebensumstände dieses Berufsstandes, wobei Zürich den Schwerpunkt der Untersuchung bildet. Seit dem 16. Jahrhundert führte die gesellschaftliche und rechtliche Isolation zur Bildung von Scharfrichterdynastien – in Zürich waren dies zunächst das Geschlecht der Grossholz, dann das der Volmar, die jeweils Strategien entwickelten, um für ihre Nachkommen die Stellung zu erhalten und auszubauen. Einem Zweig der Familie Volmar gelang es, die Scharfrichterkaste zu verlassen und unter dem Namen "Steinfels" – trotz zahlreicher Rückschläge – Teil des Zürcher Bürgertums zu werden. Ende des 18. Jahrhunderts war die soziale Stellung der Familie gesichert und damit die Basis für den Aufstieg im Industriezeitalter gelegt.

Inhaltsverzeichnis und Vorwort

Aus dem Inhalt:
C 1 Genealogie der Familie Volmar und 1. Generation Steinfels
C 2 Genealogie der Familie Steinfels
C 3 Genealogie der Scharfrichterfamilie Volmar aus Wil und Fischhausen (Kaltbrunn) SG
C 4 Genealogie der Familie Grossholz
C 5 Genealogie und Stammbaum der Scharfrichterfamilie Stuntz, Stunz, Stünzi
C 6 Genealogie und Stammbaum der Scharfrichterfamilie Näher, Neher, Neyer, Nejer
C 7 Genealogie und Stammbaum der Scharfrichterfamilie Mengis
C 8 Stammbaum der Scharfrichterfamilie Hotz
C 9 Genealogie und Stammbaum der Scharfrichterfamilie Pasteur

C 3 Genealogie der Scharfrichterfamilie Volmar aus Wil und Fischhausen (Kaltbrunn) SG auf einer Webseite von Wilnet, dem Stadtlexikon der Stadt Wil SG.

Bochtella

Re: Scharfrichter / Carnifex Schweiz

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 08:32
von Säntis
Grüezi Lesende,

Hans Henzi, Auf der Spur von Scharfrichtern in und aus Herzogenbuchsee, in Jahrbuch des Oberaargaus Bd. 11, 1968.
Primär wird darin das in Herzogenbuchsee beheimatete Scharfrichter- und Wasenmeistergeschlecht Hotz behandelt.
Das weitverbreitete Scharfrichter- und Wasenmeistergeschlecht Hotz war auch in Bern, Burgdorf, Büren a. d. A. und Aarau ansässig, aber nicht heimatberechtigt.
Auch auf die Hotz von Huttwil wird kurz eingegangen.
Digitalisat auf einer Webseite von DigiBern, dem Online-Portal zu Geschichte und Kultur von Stadt und Kanton Bern.

Genannte Literatur:
Franz Heinemann, Die Henker und Scharfrichter als Volks- und Viehärzte seit Ausgang des Mittelalters, in Schweizer Archiv für Volkskunde, Vierter Jahrgang, Zürich 1900.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Ernst Nyffeler, Angaben zu den Wasenmeistern Hotz, in Heimatkunde von Huttwil, Huttwil 1915.

W. H. Ruoff, Von ehrlichen und unehrlichen Berufen, besonders vom Scharfrichter und Wasenmeister im alten Zürich, in Zürcher Taschenbuch, Neue Folge, 54. Jahrgang, 1934.

H. W. Ruoff, Vom Scharfrichter und Wasenmeister im alten Zürich, im Schweizer Archiv für Volkskunde, Vierunddreissigster Band, Basel 1936.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Bochtella

Re: Scharfrichter / Carnifex Schweiz

Verfasst: Sa 7. Mär 2020, 00:27
von Säntis
Grüezi Lesende,

zum Scharfrichter- und Wasenmeistergeschlecht Hotz von Huttwil auch in den Beiträgen vom 23.2.2012 Hotz im Berner-Jura und 9.3.2012 Hotz im Raum Biel.

Bochtella

Re: Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: So 8. Mär 2020, 09:07
von Säntis
Grüezi Lesende,

A. Dettling, Die Scharfrichter des Kantons Schwyz, in Mitteilungen des Historischen Vereins des Kantons Schwyz, Zwanzigstes Heft, Schwyz 1909.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Bochtella

Re: Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Di 10. Mär 2020, 09:08
von Säntis
Grüezi Lesende,

Nachlass von Wilhelm Hemmeler (1843-1915) von Aarau im Stadtarchiv Aarau auf einer Webseite der Stadt Aarau.

Im Verzeichnis aller in der reformierten Stadtkirche Aarau zwischen 1535 und 1816 getauften Kinder sowie geschlossenen Ehen:
• Hotz, Scharfrichter, 1594-1732
• Huber, Scharfrichter, Maurat BE, 1766-1814 [Korrektur: Mauraz VD]
• Müller, Scharfrichter, Eriz BE, 1758-1814
• Nagi, Scharfrichterknecht, 1618

Bochtella

Re: Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Do 12. Mär 2020, 08:41
von Säntis
Grüezi Lesende,

Willy Pfister, Die Gefangenen und Hingerichteten im bernischen Aargau, in Beiträge zur Aargauergeschichte, Band 5, 1993.
Kapitel 14: Die Scharfrichter der Vier Unteraargauischen Städte von 1574 bis 1798
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Bochtella

Re: Scharfrichter und Wasenmeister Schweiz

Verfasst: Sa 14. Mär 2020, 07:14
von Säntis
Grüezi Lesende,

Trudi Kohler, Scharfrichter und Wasenmeister im alten Bern : die Familien Hotz in Herzogenbuchsee, Bern und Burgdorf, in Familienforschung Schweiz, Bd. 39, 2012.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Bochtella

Re: Scharfrichter und Wasenmeister Schweiz

Verfasst: So 15. Mär 2020, 08:11
von Säntis
Grüezi Lesende,

Peter Sommer, Scharfrichter von Bern, Bern 1969.

Bochtella

Re: Scharfrichter und Wasenmeister Schweiz

Verfasst: Mo 16. Mär 2020, 09:14
von Säntis
Grüezi Lesende,

Anzug des Scharfrichters Huber am 10.2.1816 auf einer Webseite der Burgerbibliothek Bern.


Bochtella

Re: Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Sa 22. Aug 2020, 09:13
von Ambrosius1
Hallo,
gab es denn in Genf keine Scharfrichter?

Ambrosius

Re: Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Mi 29. Jun 2022, 23:58
von EAG
Liebe Lesende,

Ich bin direkte Nachfahrin der Scharfrichtersfamilie Huber. Der Bürgerort ist nicht Maurat/BE, sondern Mauraz/VD. Es gibt viele falsche Schreibweisen. Ich habe schon Morat, Maurat, Moira, und noch ein paar andere Varianten gelesen.

Beste Grüsse
EAG

------- Nachtrag ----------
Der Beitrag wurde im neuen Thema Huber in Büren an der Aare BE
zitiert und sollte nur dort weiter diskutiert werden.
Hier bitte zukünftig nur generelle Fragen zu Scharfrichtern in der Schweiz diskutieren.

Re: Scharfrichter Schweiz

Verfasst: Do 30. Jun 2022, 10:25
von Säntis
Grüezi Lesende,

Otto Emmenegger, Der Scharfrichter von Obwalden, Lungern o. J., im Staatsarchiv Uri, Signatur P-1/1074 (3)

Die Scharfrichter in Schwyz, in Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz, Band 20, 1909.
Digitalisat auf der Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Maria Odermatt-Lussy, Die Henker im alten Nidwalden, in Der Geschichtsfreund, Band 117, 1964.
Digitalisat auf der Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Othmar Noser, Der Henker von Solothurn, in Jahrbuch für Solothurnische Geschichte, Band 43, 1970.
Digitalisat auf der Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Alice Leibundgut-Mosimann, Von Wasenmeistern, Scharfrichtern und Ärzten, in Burgdorfer Jahrbuch 1983.
Digitalisat auf einer Webseite von DigiBern, dem Online-Portal zu Geschichte und Kultur von Stadt und Kanton Bern.

Die Scharfrichter der Vier Unteraargauischen Städte von 1574 bis 1798, in Beiträge zur Aargauergeschichte, Band 5, 1993, Kapitel 14
Digitalisat auf der Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Bochtella

Scharfrichter / Carnifex Schweiz

Verfasst: Di 4. Okt 2022, 16:57
von Säntis
Grüezi Lesende,

Eduard Wymann, Altdorfer in der Fremde und Fremde in Altdorf laut Totenbuch von 1730-95 : Ein Beitrag zur Geschichte des St. Gotthardpasses, in Der Geschichtsfreund : Mitteilungen des Historischen Vereins Zentralschweiz, Band 97, 1944.
Seite 293:
09.09.1771 Dolorosissime recumbens exspiravit Maria Elisabetha Mengis, uxor Francisci Josephi Grosholz, carnificis, sepulta in consueto caemeterio Birglensi.
Seite 285:
13.10.1743 laut Gemeindebeschluss mussten sich auch die Glieder der Henkersfamilien im Friedhof Bürglen begraben lassen, nicht in Altdorf.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Helmi Gasser, Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri. Band I. II. Altdorf 2. Teil. Öffentliche und private Bauten.
Seite 90:
Am 21.09.1765 lehnte die Altdorfer Michaelsdorfgemeinde ein Gesuch von Scharfrichter Franz Josef Grossholz ab, weiter zu Bürglen "pfärrig" zu sein, und dort auch, wie seine Voreltern, begraben zu werden.

Nachfahrenliste des Franz Josef Grossholz, vor 1732 geboren, am 11.11.1783 gestorben in Altdorf, und seiner Ehefrau Maria Elisabeth Mengis, vor 1732 geboren, am 09.09.1771 gestorben in Altdorf, auf einer Webseite von Urner Geschlechter des Alois Püntener.

Zu den Scharfrichtern Grossholz im Beitrag vom 05.03.2020

Zu den Scharfrichtern Grossholz im Elsass im Thread Grossholz, Scharfrichter/bourreaux im Elsass

Bochtella

Carnifex / Henker / Nachrichter / Scharfrichter Schweiz

Verfasst: Fr 18. Aug 2023, 08:21
von Säntis
Grüezi Lesende,

Reinhard Riepl, Genealogie Abdecker Wasenmeister Halbmeister Scharfrichter Nachrichter Freimann, auf einer Webseite von Reinhard Riepl.

Die Datenbank enthält zurzeit über 105.000 Abdecker, Scharfrichter und Gerichtsdiener aus Deutschland und einigen Nachbarländern (Südtirol, Österreich, Böhmen, Mähren, Schweiz, Elsaß, Luxemburg, Belgien, Holland, Lothringen, Schlesien (Polen) und Dänemark).

Die alphabetisch geordnete Liste nach Familiennamen enthält über 72.000 Einträge, ausschließlich von Personen, die entweder Abdecker, Scharfrichter oder Gerichtsdiener waren oder zu deren Verwandtschaft gehörten mit (soweit bekannt) Geburtsdatum und Geburtsort.

Bochtella

Carnifex / Henker / Nachrichter / Scharfrichter Schweiz

Verfasst: So 20. Aug 2023, 07:52
von Säntis
Grüezi Lesende,

Zu den Scharfrichtern und Nachrichtern Hotz auch im Thread Hotz in Bern BE

Bochtella

Carnifex / Henker / Nachrichter / Scharfrichter Schweiz

Verfasst: Di 16. Jan 2024, 09:11
von Säntis
Grüezi Lesende,

A. Farner, Zur Geschichte des Scharfrichterfamilie Mengis, in Die Schweiz : schweizerische illustrierte Zeitschrift, Band 10, 1906, Seite 243.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Jürgen Rauber, Die Scharfrichterfamilie Mengis, in Familienforschung Schweiz : Jahrbuch = Généalogie suisse : annuaire = Genealogia svizzera : annuario, 2023.

Bochtella

Carnifex / Henker / Nachrichter / Scharfrichter Schweiz

Verfasst: Mi 5. Jun 2024, 07:31
von Säntis
Grüezi Lesende,

W. H. Ruoff, Von ehrlichen und unehrlichen Berufen, besonders vom Scharfrichter und Wasenmeister im alten Zürich, in Zürcher Taschenbuch, Band 54, 1934.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Ferdinand Elsener, Zur "Befreiung" des Scharfrichters, in Schweizerisches Archiv für Volkskunde = Archives suisses des traditions populaires, Band 44, 1947.
Digitalisat auf einer Webseite von E-Periodica, einer Plattform der ETH-Bibliothek Zürich.

Säntis

Re: Scharfrichter in der Schweiz

Verfasst: Sa 17. Mai 2025, 18:40
von EAG
Hallo liebe Forumsmitglieder

Ich hätte da wieder einmal eine Frage. Ich bin die Nachkommin der Scharfrichterfamilie Huber aus Büren an der Aare, beziehungsweise Mauraz/VD. Diese Frage mag etwas seltsam klingen, aber es würde mich wunder nehmen, ob man herausfinden kann, an welchen Urteilsvollstreckungen meine Vorfahren beteiligt waren. Wo müsste ich nachforschen? Ich habe keine Idee, wo ich anfangen soll, ausser vielleicht im Berner Archiv. Aber was für Dokumente wären das? Der erste, der nachweislich Scharfrichter war ist mein 3xUrgrossvater Théophile Frédéric Huber, geb. ca. 1809 in Büren an der Aare - danach lebte die Familie in Courtelary im Berner Jura. Da stand im Kirchenbuch von Courtelary beim Geburtseintrag meines Ururgrossvaters als Beruf: "maître des basses œuvres", also wörtlich übersetzt "Meister der niederen Werke".

Vielleicht hat mir jemand einen guten Tipp, wie ich an mehr Infos zu der Eingangs erwähnten Frage kommen könnte.

Jetzt schon vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Beste Grüsse
Esther