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Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Mo 18. Dez 2023, 13:42
von Ermittler
Grüezi,

von Aubonne gibt es deutsch geschriebene Kirchenbücher für Taufen und Heiraten. Bestattungen gibt es in französischer Sprache.
Was könnte der Grund dafür sein, dass es zur selben Zeit deutsch geschriebene Taufen und Heiraten gibt aber keine Bestattungen?
Die Sterbeeinträge von Johannes KOBEL & Anna ÄBI konnte ich zw. 1763-1821 noch nicht finden, weder in Aubonne noch in St. Livre.

Bisher aus Aubonne und St. Livre bekannt ist:
Die Trauung von Johannes KOBEL & Anna ÄBI fand am 08.02.1753 in Aubonne statt und ist im deutsch geschriebenen PDF
Objekt Eb 8/16 - Paroisse réformée de langue allemande d'Aubonne
auf der PDF-Seite 275 eingetragen.
Fünf der Taufen von den sechs nachgewiesenen Kindern der Familie KOBEL & ÄBI sind ebenfalls in diesem Kirchenbuch eingetragen.
Ein Kind jedoch im Kirchenbuch von St. Livre.
Vermutlich sind alle Kinder in St. Livre geboren und wurden bis auf Christian alle in Aubonne getauft.
25.07.1753 Johann, Taufe in Aubonne
19.03.1756 Ludwig, Taufe in Aubonne
16.02.1759 Johann Joseph, Geburtsort St. Livre, Taufe in Aubonne
21.02.1762 Susanna Francoise, Taufe in Aubonne
21.07.1764 Christian, Taufe in St. Livre
14.06.1767 David, Taufe in Aubonne, beerdigt am 28.09.1777 in St. Livre. (Mutter Maria Äbi)

Mit freundlichem Forschergruß
Walter

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urspr. Titel: Kobel in Aubonne und St. Livres

Re: Kobel in Aubonne und St. Livres

Verfasst: Mo 18. Dez 2023, 17:41
von Peter.D
Hallo Walter

In Aubonne gab es im 18. Jh. zwei reformierte Kirchgemeinden mit je einem eigenen Konsitorium: eine französische und eine deutsche. In der Waadt wurden damals mehrere deutschsprachige Kirchgemeinden gegründet, da es sehr viele Zuwanderer aus der Deutschschweiz gab, insbesondere aus Bern und dem heutigen Aargau. Aubonne war zuständig für die Deutschsprachigen aus der ganzen Region. Nach der Revolution und der Unabhängigkeit der Waadt wurden diese Kirchgemeinden zum Teil bald wieder aufgehoben.

In deinem Fall vermute ich, dass die Familie die Taufen und Ehen in der deutschen Kirche in Aubonne vollzog, die Beerdigungen jedoch in der Kirche am Wohnort, also in einer französischen Gemeinde wie z.B. St-Livres.

Peter

Re: Kobel in Aubonne und St. Livres

Verfasst: Mo 18. Dez 2023, 22:47
von Ermittler
Hallo Peter,

vielen Dank für Deine Antwort.
Johann KOBEL konnte ich jetzt doch noch finden. Sein Sterbeeintrag war im PDF
Pièce Eb 8/14 - Lavigny annexe de la paroisse réformée d'Aubonne
auf der PDF-Seite 90.
t-1798-Johann-Kobel.JPG
Jean Bourgeois de Ruderswil
Bailliage de Faselvalt, et mort
a Lavigny le 19 Mars, et a
ete ensweli le 23, age de 80 ans.

Was heißt das denn auf Deutsch?
Johann Bürger von Rüderswil
Vogtei von Faselvalt und starb
am ....... 19. März und
wurde begraben am 23, 80 Jahre alt.

Viel älter, wenn überhaupt wurde seine Frau Anna ÄBI wohl auch nicht.
1790 war sie noch Taufpatin eines Enkels. Zw. 1790 und 1821 nicht gefunden.

Enkel von ihm wurden in Morsen?? geboren und in Arbonne getauft.
Ort-Morsen.jpg
Der Schwiegersohn war 1789 eingekaufter Bürger in Coinsins und Pfister (Bäcker) zu Morsen??

Viele Grüße
Walter

Re: Kobel in Aubonne und St. Livres

Verfasst: Mo 18. Dez 2023, 22:58
von Wolf
Ermittler hat geschrieben: Mo 18. Dez 2023, 22:47 [...]
Johann, Bürger von Rüderswil
[...]
Hallo Walter,

ich gehe einmal davon aus, dass alles hier Geschriebene zu einer Linie Kobel gehört - und die waren Bürger von Rüderswil BE (seit vor 1800 bis heute Bürgerort für Kobel).

Wenn dem so ist, sollte das Thema in "Kobel von Rüderswil BE" unbenannt und in das Berner Forum verschoben werden. Wir diskutieren ja Alles zu einem Geschlecht (definiert durch Name und Bürgerort) in einem Thema - egal, wo einige Familienmitglieder evtl. gelebt haben.

OK?

Beste Grüsse - Wolf

Re: Kobel in Aubonne und St. Livres

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 00:22
von Ermittler
Hallo Wolf,

wenn es in diesem Forum so gehandhabt wird sollte ich eigentlich nicht dagehen haben.
Vielleicht wird meine Anfrage dann von Waadt Experten im Berner Forum nicht bemerkt.
Wie dem auch sei - walte Deines Amtes.

Viele Grüße
Walter

Re: Kobel in Aubonne und St. Livres

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 01:13
von Wolf
Ermittler hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 00:22Vielleicht wird meine Anfrage dann von Waadt Experten im Berner Forum nicht bemerkt.
Doch: viewforum.php?f=69 :D.
Und wer mit der Suchfunktion stöbert, findet Beiträge mit den gesuchten Stichworten sowieso, egal wo sie stehen.

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 17:25
von Peter.D
Hallo Walter

Morsee war die alte deutsche Bezeichnung für Morges VD. Rüderswil gehörte zur Vogtei Trachselwald, da hatte der französische Pfarrer offensichtlich Mühe mit der Schreibweise.

Peter

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 17:59
von Ermittler
Hallo Peter,

da warst Du ein paar Minuten schneller als ich.
Im "Neues vollständiges Ortslexikon der Schweiz ( 1870 )" auf Scan 378 konnte ich die deutsche Schreibweise für Morges entdecken.
Ich wusste, dass der Schwiegersohn Fäßler in Morges war, hatte aber keine Ahnung von dem deutschen Ortsnamen.

Und Vogtei von Faselvalt ist korrekt Vogtei Trachselwald.
Mit Lavigny kannst auch Du nicht anfangen?

Kennst Du ein vergleichbares Nachschlagewerk wie die "Die Kirchenbücher in Baden" für die Kantone der Schweiz?

Vielen Dank
Walter

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 18:11
von Peter.D
Lavigny liegt gleich neben Aubonne - oder was ist deine Frage dazu?

Verzeichnisse der Kirchenbücher sind je nach Kanton sehr unterschiedlich vorhanden. Ein Schweiz-weites Generalverzeichnis hätte ich mir auch schon gewünscht!

Peter

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 18:54
von Walter
Zwei der Kinder von Johannes Kobel (von Rüderwil) und Anna Äbi (Aebi von Heimiswil) wurden im Taufrodel 6 von Rüderswil auf Seite 41 notiert (siehe Anhang):
- Johannes, mit dem Taufdatum 26. August 1755 (?)
- Ludwig, hier kann ich kein Datum erkennen
Der Eintrag ist aber sehr schlecht zu entziffern :shock: :?

Rüderswil_6-41.jpg

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 19:33
von Wolf
Peter.D hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 18:11Verzeichnisse der Kirchenbücher sind je nach Kanton sehr unterschiedlich vorhanden. Ein Schweiz-weites Generalverzeichnis hätte ich mir auch schon gewünscht!
https://kunden.eye.ch/swissgen/kirbuc-m.htm ist nicht ganz up-to-date - insbesondere ist bei den Quellen meistens nicht angegeben, welche (inzwischen) auch online abrufbar sind.

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 19:34
von Walter
Im Taufrodel 7 von Rüderswil gibt es weitere Einträge zu dieser Familie:

Seite 1 nochmals Johannes und Ludwig + Johannes Joseph:
Rüderswil_7-1.jpg

Auf Seite 18 Susanna Francoise:
Rüderswil_7-18.jpg

Auf Seite 30 Christian:
Rüderswil_7-30.jpg

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 19:38
von Walter
Und noch auf Seite 61 der Eintrag von David:
Rüderswil_7-61.jpg

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 20:01
von Ermittler
Peter.D hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 18:11 Lavigny liegt gleich neben Aubonne - oder was ist deine Frage dazu?
Ich ging davon aus, dass Lavigny ein französiches vll. falsch entziffertes Wort ist.
Machmal sieht man "vor lauter Bäumen den Wald nicht".
Den Sterbeeintrag von Johann Kobel entdeckte ich im PDF
Pièce Eb 8/14 - Lavigny annexe de la paroisse réformée d'Aubonne :roll:

Ermittler Walter

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 20:52
von Walter
Am 4. September 1718 wurde in Bern ein Johannes Kobel getauft.
Seine Eltern waren Johannes K. und Elsbeth am Stutz (Amstutz). In Bern wird diese Elsbeth am Stutz als "von Sigriswil" bezeichnet.
Eingetragen wurde diese Taufe auch in Rüderswil im Taufrodel 5, Seite 324 / siehe Anhang:

Rüderswil_5-324_1718.jpg

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 21:00
von Ermittler
Hallo Walter,

vielen Dank.
Walter hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 19:34 Im Taufrodel 7 von Rüderswil gibt es weitere Einträge zu dieser Familie:
Seite 1 nochmals Johannes und Ludwig + Johannes Joseph:
Auf Seite 18 Susanna Francoise:
Auf Seite 30 Christian:
Und noch auf Seite 61 der Eintrag von David:
Das sind genau die Geburtseinträge die ich in Aubonne entdeckt und ganz oben im ersten Beitrag erwähnte.
Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Geburtsmeldungen in die Heimatgemeinde von Johann KOBEL.
Verwirrend war, dass David erst drei Jahre nach Christian geboren wurde und im Taufeintrag auf PDF-Seite 96 im PDF 8/16 von Aubonne seine Mutter angeblich Maria ÄBI gewesen sein soll.
g-1767-David-Kobel.JPG
Maria ÄBI war die Tante und Anna ÄBI wurde zusammen mit ihrem Ehemann im Taufeintrag ihres Enkels Franz Ludwig FÄßLER am 18.10.1790 in Aubonne als Paten eigetragen.
g-1790_Franz-Ludwig.JPG
Heißt das bei Anna ÄBI dieses Letzteren Ehgeliebte und war Johann KOBEL deutscher Thorrichter?

Der Johann aus Bern ist eher unwahrscheinlich denn:

Ein Johann KOBEL ist am 24.02.1737 in Eriswil geboren. Eingetragen in
K Rüderswil 5 Taufrodel, Eherodel, 1677-1745, 484 Seite im Buch - im PDF Seite 247 links oben.
Nachtrag: Wenn es dieser Johann KOBEL ist wäre er erst etwas älter als 16 Jahre bei der Geburt des ersten Kindes am 25.07.1753 gewesen.

Die Trauung von seinen Eltern Peter KOBEL und Anna Niederhauser fand in Dürrenroth am 30.04.1733 statt. Eingetragen in
K Dürrenroth 2 Taufrodel (1664-1752), Eherodel (1670-1752), Totenrodel (1722-1751) Seite 438 im Buch - im PDF Seite 213 rechts untere Hälfte.

Ach ja da fällt mir noch eine Frage ein:
Den Sterbeeintrag von Anna ÄBI konnte ich ja noch nicht finden, muss ich mein Augenmerk auf den Familiennamen KOBEL oder ÄBI richten oder besser auf beide?

Viele Grüße
Ermittler Walter

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 21:31
von Walter
Ermittler hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 21:00 Das sind genau die Geburtseinträge die ich in Aubonne entdeckt und ganz oben im ersten Beitrag erwähnte.
Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Geburtsmeldungen in die Heimatgemeinde von Johann KOBEL.
Das habe ich schon verstanden, ich wollte nur melden, dass diese Taufen am Heimatort auch notiert wurden.
Heißt das bei Anna ÄBI dieses Letzteren Ehgeliebte und war Johann KOBEL deutscher Thorrichter?
Ehegeliebte, das habe ich so auch noch nie gesehen (ich habe das Wort nochmals angesehen, ich denke dort steht "Eheweib").
Er war offenbar deutscher Chorrichter. Das örtliche Sittengericht wurde in Bern Chorgericht genannt, vermutlich auch in VD. Die Waadt (VD) gehörte ja bis 1798 zu Bern.
Der Johann aus Bern ist eher unwahrscheinlich denn:

Ein Johann KOBEL ist am 24.02.1737 in Eriswil geboren. Eingetragen in
K Rüderswil 5 Taufrodel, Eherodel, 1677-1745, 484 Seite im Buch - im PDF Seite 247 links oben.
Reden wir vom gleichen Johannes Kobel, gestorben 1798 mit 80 Jahren?
Ach ja da fällt mir noch eine Frage ein:
Den Sterbeeintrag von Anna ÄBI konnte ich ja noch nicht finden, muss ich mein Augenmerk auf den Familiennamen KOBEL oder ÄBI richten oder besser auf beide?
Den Sterbeeintrag von Anna Äbi (Aebi) habe ich nicht gefunden, du musst vermutlich nach KOBEL und ÄBI (ev. AEBI) suchen.

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 21:56
von Ermittler
Walter hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 21:31 Das örtliche Sittengericht wurde in Bern Chorgericht genannt, vermutlich auch in VD. Die Waadt (VD) gehörte ja bis 1798 zu Bern.
In mein letztes Schreiben habe ich noch den Nachtrag:
Wenn es dieser Johann KOBEL ist wäre er erst etwas älter als 16 Jahre bei der Geburt des ersten Kindes am 25.07.1753 gewesen.

eingfügt.
Dann hat er sich ja einen passenden Beruf gewählt.

Ja ich meine den Johann KOBEL der 1798 verstarb.

Die Trauung mit Anna ÄBI war am 08.02.1753 in Aubonne als Anna bereits im 4. Monat schwanger war.
h-1753_Kobel_Äbi.JPG
8/16-Aubonne Taufen-Heiraten-1752-1783, PDF-Seite 275

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 22:04
von Walter
Chorrichter war kein Beruf, das war ein Amt. Es wurden aber in der Regel "ehrbare" Männer als Chorrichter gewählt ;)

Der 1718 in Bern getaufte Johannes Kobel würde doch zum Sterbeeintrag gut passen, oder übersehe ich da etwas?

Dessen Eltern haben übrigens erst am 11. April 1718 in Köniz geheiratet (Eherodel 7, Seite 22):

Köniz_7-22_1718.jpg

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Di 19. Dez 2023, 22:13
von Ermittler
Walter hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 22:04 Der 1718 in Bern getaufte Johannes Kobel würde doch zum Sterbeeintrag gut passen, oder übersehe ich da etwas?
Du hast ja soooo recht!! Ich habe nur flüchtig auf Deinen Beitrag mit der Berner Geburt geschaut. Mea culpa.
Wäre es der 1737 geborene wäre er mit 61 Jahren verstorben.
Walter hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 22:04 Dessen Eltern haben übrigens erst am 11. April 1718 in Köniz geheiratet (Eherodel 7, Seite 22):
👍👍👍 Großartig.

Jetzt fehlt mir vorerst nur noch der Sterbeeintrag von Anna ÄBI.
Johann hat dann erst mit 35 geheiratet und Anna könnte um die 20 gewesen sein. Dann müsst sie um 1733 das Licht der Welt erblickt haben. Die Totenbücher der Region Aubonne, Morges und St. Livre enden im Jahr 1821 und darin konnte ich sie nach 1790 (Patin) nicht entdecken. Wenn sie erst nach 1821 verstarb wäre sie mind. 88 Jahre alt geworden.

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Mi 20. Dez 2023, 11:55
von Ermittler
Hoi Zäme,

und weiter geht die Suche nach Anna ÄBI.
Der Schwiegersohn Gottfried FÄßLER von Anna ÄBI erwarb um 1782 die Bürgerrechte von Coinsins und war um 1789 Pfister (Bäcker) in Morsee (Morges).
Den Sterbeeintrag von Anna ÄBI konnte ich weder in den Büchern von Aubonne, Lavigny, Morges und St. Livre finden.
Besteht die Möglichkeit, dass Sterbeeinträge von Coinsins noch in einem Kirchenbuch eines anderen Ortes eingetragen sind?
Welches Pfarramt könnte um das Jahr 1800 denn noch für den Ort Coinsins zuständig gewesen sein?

Aktuell suche ich den Sterbeeintrag in den Büchern von Heimiswil, dem Herkunftsort von Anna ÄBI. Leider ist der Index der 15. Toten rodel nur zu einen kleinen Teil leserlich. In den eigentlichen Einträge sind ab 1798 die Namen noch einigermaßen gut zu erkennen.
Aus Sterbeeintrag von Johann KOBEL geht nicht hervor, dass seine Ehefrau bereits verstorben war, aber war es in der Schweiz denn üblich im Sterbeeintrag des Mannes zu erwähnen, dass er Witwer war?

Adieu
Ermittler Walter

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Mi 20. Dez 2023, 14:09
von Wolf
Hallo Walter (Ermittler),

bitte darauf achten, dass bei einer weiteren Konzentration auf die Aebi von Heimiswil im Thema Aebi von Heimiswil BE weiter diskutiert werden sollte. Die Themen können dann entsprechend verlinkt werden.

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Mi 20. Dez 2023, 14:21
von wkla
Welches Pfarramt könnte um das Jahr 1800 denn noch für den Ort Coinsins zuständig gewesen sein?
Gemäss HLS ist das Vich, VD.
Gruss Walter

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Mi 20. Dez 2023, 17:47
von Peter.D
Ermittler hat geschrieben: Di 19. Dez 2023, 22:13 Die Totenbücher der Region Aubonne, Morges und St. Livre enden im Jahr 1821
Die Kirchenbücher bis 1821 mussten schon Ende des 19. Jh. ins Staatsarchiv abgeliefert werden. Ab 1821 mussten die Pfarrer die Kirchenbücher im Doppel führen; eine Serie befindet sich heute ebenfalls im Staatsarchiv im Bestand "Registres de l'état civil cantonal" - also ähnlich wie in Baden ab 1810. Die ab 1799 eingeführten staatlichen Zivilstandsregister nach französischem Muster wurden nach 1801 trotz wiederkehrender Anordnungen der Regierung immer weniger geführt; eventuelle Bestände müssten sich noch bei den politischen Gemeinden befinden - ein Inventar habe ich noch nie gesehen.

Nyon hatte im 18. Jh. ebenfalls eine deutschprachige Kirchgemeinde (Gemeinde "Neuss und Bonmont"), die ähnlich wie Aubonne für die ganze Umgebung zuständig war, also auch für Vich und daher wohl ebenso für Coinsins.

kein Walter, sondern Peter

Re: Kobel von Rüderswil BE

Verfasst: Do 21. Dez 2023, 00:28
von Ermittler
Hoi Zäme,

vielen Dank für die weiteren Informationen.
Zu später Stunde entdeckte ich einen Eintrag in einem Buch von Nyon der es eigentlich sein müsste.
Der Vorname Emma passt jedoch nicht so recht dazu. Mädchenname, Witwe, Ehemann aus Rüderswil ist jedoch korrekt.
t-1809-Emma-Köbel.JPG
Wenn das Alter mit 81 Jahren richtig ist müsste sie um 1728 geboren sein.
Dazu passt
g-1728-Anna-Äbi.JPG
Wie heißt denn hier der Vorname des Vaters?
Die Geschwister von ihr stimmen auch mit den den Taufpaten ihrer Kinder überein. Nur Ullrich konnte ich nicht finden.

Adieu
Gute N8
Ermittler Walter

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Für weitere Diskussionen zur Familie der Anna Aebi (insbeodnere Geschwister und Eltern) siehe Aebi von Heimiswil BE.