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Ruckstuhl von Braunau TG

Verfasst: Sa 27. Aug 2022, 16:51
von Svenja
Hallo

Hier ein Zufallsfund aus Oberbayern:

Heirat am 12. Mai 1901 in Rottenbuch, Weilheim-Schongau, Oberbayern

Ruckstuhl August, Steinmetzgehilfe, Rottenbuch, Schöneck, ehelicher Sohn des Zimmermanns Johann Ruckstuhl+ aus Thurgau, Schweiz und seiner Gattin Josephine geb. Stöcklin+, ledig, *9 Februar 1877 zu Binningen bei Basel, Schmid Josepha, Rottenbuch (Schleifmühle), eheliche Tochter des Schreiners Joseph Schmid in Rottenbuch und seiner Gattin Dominika geb. Alleze+, ledig *18. April 1876 zu Rosshaupten, Zeugen: Engelbert Lutz, Schuhmachermeister von Solder und Josef Schreiber, Messmer.

Erzbistum München und Freising, Rottenbuch-Mariä Geburt, Trauungen 1864-1927, Seite 43
https://digitales-archiv.erzbistum-muen ... .jsf?id=48
https://digitales-archiv.erzbistum-muen ... elcome.jsf


Geburtseintrag Nr. 20, August Ruckstuhl, in Binningen, Kanton Basel Land

Den neunten Februar achtzehnhundert siebenundsiebenzig um halb zehn Uhr nachmittags wurde in Binningen lebend geboren August ehelicher Sohn des Johann Ruckstuhl, Zimmermann von Braunau, Kanton Thurgau in Binningen und der Josephine Stöcklin von Reinach. Eingetragen den elften Februar achtzehnhundert siebenundsiebenzig auf die Angabe des Vaters Johann Ruckstuhl.

Abgelesen und bestätigt: Johann Ruckstuhl, Der Zivilstandesbeamte: J. Lüdin
Mitgeteilt dem Civilstandsamt Braunau den 11. Februar 1877.

Staatsarchiv Basel Landschaft, Geburtsregister des Kreises Binningen Band 1, Seite 97
https://memory.bl.ch/seiten/zivilstands ... lwZToyOQ==

Die Heirat der Eltern konnte ich weder in Binningen noch in Reinach BL finden.
https://memory.bl.ch/familienforschung/kirchenbuecher


Gruss
Svenja

Re: Ruckstuhl von Braunau TG Zufallsfund

Verfasst: Sa 27. Aug 2022, 17:48
von Svenja
Hallo

Gerade habe ich in Rottenbuch, Weilheim-Schongau, Oberbayern noch folgende Einträge gefunden:

1898 Nr. 1, Walburg, illegitim, per subs. matr. leg. 12. Mai 1901, August Ruckstuhl, Steinmetz aus Thurgau, Schweiz, Schmid Josefa, Dienstmagd,Schreinerstochter von Schleifmühle 103 1/2, im elterlichen Hause Schleifmühle, *10. Januar 1/2 4 Uhr, Taufe 10. Januar, Walburg Peller, Lechmüllerin, 22 Jahre (wohl das Alter der Kindsmutter).

Erzbistum München und Freising, Rottenbuch-Mariä Geburt, Taufen 1851-1909, Seite 163

Tatsächlich sind die Taufeinträge von Rottenbuch nur bis 1901 online einsehbar, so dass man nicht nachschauen kann, ob die Familie noch mehr Kinder dort taufen liess und weiterhin dort wohnte.

1898 Nr. 1, Ruckstuhl August, Steinhauer, Basel (Schweiz), war bei Schratt/Schrett in Echelsbach, jetzt in Basel.
Erzbistum München und Freising, Rottenbuch-Mariä Geburt, Väter unehelicher Kinder 1885-1909, Seite 4

Es gab einen Franz Xaver Schratt, Steinhauer und Söldner in Echelsbach Nr. 7, der am 10. Juni 1861 in Bayersoien heiratete
und einen Leonhard Schratt, Steinmetz in Echelsbach Nr. 7, der am 27. April 1896 in Bayersoien heiratete (Sohn des obigen).

Erzbistum München und Freising, Bayersoien-St. Georg, Trauungen 1850-1927, Seiten 12 und 42
Erzbistum München und Freising, Bayersoien-St. Georg, Verlöbnisse 1832-1921, Seite 22

Gruss
Svenja

Re: Ruckstuhl von Braunau TG

Verfasst: Sa 27. Aug 2022, 21:06
von Peter.D
Hallo Svenja

Die Heirat der Eltern Ruckstuhl-Stöcklin war 1874 in der katholischen Pfarrei in Basel (St. Clara). Offensichtlich wohnten damals auch beide Eheleute bereits in Basel. Beim Ehemann ist Lommis TG als Heimatort angegeben, bei dessen Vater Wetzikon TG, was aufgrund der damaligen Struktur (Munizipalität, Ortsgemeinde, Kirchgemeinde) noch verständlich ist. Wie man später auf Braunau TG kam, ist mir aber nicht klar.

Peter

Re: Ruckstuhl von Braunau TG

Verfasst: Sa 27. Aug 2022, 22:54
von Wolf
Peter.D hat geschrieben: Sa 27. Aug 2022, 21:06Beim Ehemann ist Lommis TG als Heimatort angegeben, bei dessen Vater Wetzikon TG, was aufgrund der damaligen Struktur (Munizipalität, Ortsgemeinde, Kirchgemeinde) noch verständlich ist. Wie man später auf Braunau TG kam, ist mir aber nicht klar.
Ich versuche einmal, etwas an den Haaren herbeizuziehen :).

Wetzikon wird im Familiennamenbuch nicht als Bürgerort für Ruckstuhl genannt - auch in der Ausgabe 1940 nicht - vielleicht ist hier angesichts der räumlichen Nähe ein Fehler passiert?

Eine Ruckstuhl-Linie erwarb das Bürgerrecht von Lommis in 19. Jhdt. ("b") - könnte nach 1877 gewesen sein. Die Lommis-Linie stammte urspr. aus Braunau ... war der Vater bei Geburt des Sohnes vielleicht noch Bürger von Braunau? Alle 3 Orte liegen ja nahe beieinander. Dagegen spricht halt, dass der Ehemann schon 1874 als Bürger von Lommis bezeichnet wird.

Nur so ein Gedanke - ein Durcheinander bleibt es allemal :?.