Seite 1 von 1

Düdingen : Gregondisch /Krayenbühl

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 09:06
von Irene
Hallo Mitforscher , ein GREGONDISCH ( KREYENBÜHL ) Augustin G.
am 01.07.1710 bei Meister Hans Balthasar CUN /Kuhn/Kühn von Düdingen
aufgedingt. Am 03.10.1713 losgesprochen.
Aus dem Zunftbuch der Leinenweber (Saarbrücken)
Ich finde sonst kein Düdingen ..............
Kommt der Name Gregondisch /Kreyenbühl in Düdingen vor (?)

Düdingen : Gregondisch / Krayenbühl

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 10:31
von Brian
Krähenbühl ist m.E. die "moderne" Variante, ich hätte die Familie eher Richtung Bern "verortet", denn ich meine es sei ein reformiertes Geschlecht.

Düdingen : Gregondisch / Krayenbühl

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 12:03
von Irene
Hallo Brian , vielen Dank.Ich habe meine Frage auch etwas seltsam formuliert.
Gregondisch/Krayenbühl kann von einem anderen Ort gekommen sein.............
und in Düdingen seine Lehre gemacht haben.
Frage gibt es in Düdingen den Namen Cun - Kuhn - Kühn Hans Baltasar.
Ich habe noch andere Familiennamen in besagten Düdingen , das auch Diedingen
geschrieben wurde.
- Editiert von Wolf am 09.03.2007, 13:38 -

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 15:33
von Brian
Wenn du wissen willst, ob der Name heute noch (als Eintrag ins Telefonbuch) dort vorkommt, dann kannst du bei http://tel.search.ch/ nachschauen. Von Kuhn gibt es in Düdingen zwei Einträge, Küphn gar nicht (mehr?).
Zu deiner Fragestellung: Ich hatte sie eigentlich schon verstanden und das als Hinweis gemeint: Krähenbühl ist eher ein Berner Name als ein Freiburger.

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 15:50
von Thomas
Es gibt in der Tat keine alten Fribourger Bürgerorte für Krähenbühl und ähnliche Schreibweisen des FN.

Krähenbühl kommt vor 1800 in einem guten Dutzend Berner Orten vor, u.a. in Otterbach, und dazu noch in Altishofen LU.

In Otterbach BE ist interessanterweise nebst Krähenbühl auch Krayenbühl altverbürgert, während Kreyenbühl vor 1800 nur im aargauischen Beinwil bei Muri (vor 1798 ebenfalls Berner Gebiet) vorkommt.

Da Irene den FN mal mit "a", mal mit "e" schreibt, ist mir nicht ganz klar, wie die Originalschreibweise lautet, und wohin demnach die Spur eher führt.

Gruss

Thomas

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 16:52
von Irene
Hallo ,Brian und Thomas ,vielen Dank für die Hilfe.
Interressant ist , das der Name Gregondisch und dann in Klammer KRAYENBÜHL
geschrieben ist .

Bisher sind die von mir gefundenen Einwanderer Krayenbühl u.ä. in Lothringen
alle aus dem Berner Gebiet.
Es ist fraglich ob überhaupt Düdingen /Fribourg gemeint ist ????????

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 17:53
von Brian
Original von Thomas
Beinwil bei Muri (vor 1798 ebenfalls Berner Gebiet) vorkommt.
Ich wage zu behaupten, dass Beinwil bei Muri, anders als Beinwil am See, vor 1798 nicht zum Berner Gebiet gehört hat, sondern - wie Muri - Teil der Freien Aemter war, also eine Gemeine Herrschaft.

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 18:00
von Brian
Original von EBERLE
Es ist fraglich ob überhaupt Düdingen /Fribourg gemeint ist ????????
Das ist eine Frage bei der ich nur bedingt Experte bin. :-(
Einerseits ist es von Düdingen aus nicht sehr weit bis zur Kantonsgrenze, zum anderen waren Kantonswechsel vor 1848 nicht so einfach wie danach.
Düdingen war Teil der Alten Landschaft der Stadt Freiburg i. Ue. (und nicht wie das Amt Schwarzenburg (Grasburg) und Murten Gemeine Herrschaft der Orte Bern und Freiburg). Beziehungen zwischen den eidgenössischen Orten gab es selbstverständlich immer, so kann - was Krähenbühls angeht - Düdingen durchaus möglich sein.

Wahrscheinlich musst du versuchen Meister Hans Balthasar CUN /Kuhn/Kühn auf die Spur zu kommen.

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 19:02
von Thomas
Original von Brian
Ich wage zu behaupten, dass Beinwil bei Muri, anders als Beinwil am See, vor 1798 nicht zum Berner Gebiet gehört hat, sondern - wie Muri - Teil der Freien Aemter war, also eine Gemeine Herrschaft.


Bei der Verwaltung der Gemeinen Herrschaften war Bern (nebst Glarus und Zürich) traditionell sehr dominant gegenüber den Miteidgenossen. Aber Brian hat natürlich recht: Die Formulierung "Berner Gebiet" ist nicht ganz korrekt.

Gruss

Thomas
- Editiert von Wolf am 09.03.2007, 22:34 -

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 19:24
von Kraehe
Hallo Irene, vielleicht kan ich sagen, dass die Krahenbuehl-Stammen mir nicht ganz unbekannt sind.Bitte, sehe z.B. meine genealogische Bibliographie der Krahenbuehls beim Thema Vorkommen Kraehenbuehl in der Schweiz auf diesem Forum.

Um etwas vernuenftiges sagen zu koennen, waere es momentan nicht unwichtig zu wissen ob die Religion des Augustins bekannt ist. Weil man von der hiesigen Situation aus im Generellen sagen kann: die Berner Kraehenbuehls sind protestant, die Luzerner und Aarguaer Kreienbuehls sind katholisch (und haben meiner Meinung nach fast sicher keine gemeinsame Abstammung). Die Forme Gregondisch koennte einfach eine der vielen Hunderte auslaendischer Abaenderungen unseres Familiennames sein. Augustin als Vorname der K. im Bernbiet ist mit aus jener Zeit voellig unbekannt. Damit schliesse ich jetzt nichts aus, aber bei Katholiken war diese Vorname viel mehr verbreitet. Dabei will es fuer dieses Moment lassen, um die Sache nicht zu komplizieren. Ich helfe gerne weiter. Gruesse, Bernard Krijbolder

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 21:53
von Irene
Guten Abend an alle , recht herzlichen Dank für Eure Hilfe.
Leider ist keine Religionszugehörigkeit angegeben.

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Fr 9. Mär 2007, 23:31
von Brian
Original von Thomas
Bei der Verwaltung der Gemeinen Herrschaften war Bern (nebst Glarus und Zürich) traditionell sehr dominant gegenüber den Miteidgenossen.
Aber erst ab 1712 ;-)

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Sa 10. Mär 2007, 21:23
von Thorbärger
Hallo Bernard Krijbolder,
die Luzerner und Aarguaer Kreienbuehls sind katholisch (und haben meiner Meinung nach fast sicher keine gemeinsame Abstammung)
Wenn Sie mir erlauben möchte ich dieser generellen Aussage etwas zufügen:

1. katholisch + Aargau ist zu pauschal und stimmt sicher nicht für alle Orte im heutigen Aargau - oder?
2. es gibt starke Hinweise, dass die "Luzerner Krähenbühl" im Grenzbereich zu Bern/Aargau eines der Geschlechter sind, welches nach der Reformation aus dem Emmental in den Kanton Luzern ausgewandert ist (und somit dann auch katholisch wurde/ resp. blieb)
>> und somit ursprünglich mit hoher Wahrscheinlichkeit beide Zweige aus dem Emmental stammen


schönen Sonntag wünscht Ihnen

Ueli Bärger
- Editiert von Wolf am 13.03.2007, 10:05 -

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: So 11. Mär 2007, 20:20
von Kraehe
Guten Abend, Herr Baerger, Vielleicht gehoert dieses Teil der Diskussion mehr unter Krahenbuehl/Kreienbuehl, Vorkommen in der Schweiz. Aber Dank fuer Ihren Beitrag.
Ad 1. Ich weiss dass ich ein Wenig pauschal war. Aber die meisten Aargauer Kreienbuehls von heute haben eine Luzerner katholischen Hintergrund.
Ad 2. Ich bin sicher interessiert die starke Hinweise, worueber Sie schreiben, kennen zu lernen. Ich hoffte immer solche Hinweise zu finden und habe die Moeglichkeit auch staendig genannt und argumentiert in meinen Publikationen ueber die Kraehenbuehls des Kantons Bern (z.B. in der Publikation De wapens van het geslacht Kraehenbuehl van Bern (Arbeit in dr SLB, Abteilung SGFF). Als ich z.B. die Kreienbuehls von Pfaffnau LU erforschte (Arbeit in der spanischen Sprache in der SLB, Abteilung SGFF), war es schon klar, dass diese Familie schon im Kanton Luzern verbreitet war vor der Reformation. Im Jahre 1424, also mehr als eine Jahrhundert vor der Reformation, war ein Anton Kreienbuehl schon Buergermeister der Stadt Luzern.

Vielleicht doch einmal ein DNA-Projekt realisieren?

Herzliche Gruesse,

Bernard Krijbolder
- Editiert von Wolf am 13.03.2007, 10:11 -

Gregondisch / Krayenbühl in Düdingen FR

Verfasst: Di 13. Mär 2007, 07:51
von Kraehe
Guten Tag, nur wegen der Diskussion, bitte sehe die Anlage. Gruesse, Bernard Krijbolder