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Schupisse
Verfasst: Mi 18. Sep 2019, 19:53
von Wolf
Kontext siehe
Engel von Altstätten SG: von der Syntax her müsste es sich um eine Beziehungsangabe handeln - wie Hertwig Engels Sohn oder Hertwig Engels Witwe, ... ich finde aber nichts zu diesem Begriff.
Re: Schupisse
Verfasst: Mi 18. Sep 2019, 21:14
von John
Ich vermute eine Anlehnung an den Begriff der Schuppose, wie sie auch meine Vorfahren in Basadingen in deren Besitz hatten!
[... Im Mittelalter ist Schuppose eine Bezeichnung für einen Kleinbauernhof (landwirtschaftliche Kleinstelle), der eine Familie ernähren kann. Dazu gehören Acker- und Wiesland in der Gewannflur und Nutzungsrechte (Holzrechte, Allmendrechte), in Weinanbaugebieten auch Rebland. Der meist hörige Schupposer (Kleinbauer) entrichtet seinem Grundherrn feste Abgaben (Gefälle, Feudalrente) in Naturalien oder Geld und ist auch zum Frondienst verpflichtet (siehe Villikation). Die Schuppose ist in den Quellen sowohl als Erblehen als auch als Zeitlehen belegt.
Flächenmaß
Die Schuppose als landwirtschaftliche Nutzfläche („Flächenmaß“) misst meist eine Viertel, mitunter auch eine halbe Hube; die absolute Fläche einer Schuppose beträgt meist rund 12 Jucharten (oft 9 Jucharten Acker und 3 Jucharten Wiese).
Das Wort Schuppose erscheint in den mittelalterlichen Quellen in einer Vielzahl unterschiedlicher Schreibweisen, die bereits Jacob Grimm gesammelt und chronologisch geordnet hat. ...]
[aus WIKIPEDIA]
Re: Schupisse
Verfasst: Mi 18. Sep 2019, 21:46
von Säntis
Grüezi Wolf,
Schupisse ist ein Landmass oder landwirtschaftliches Grundstück.
Wenn man bei Google "Urkunde Schupisse" eingibt, erscheinen mehrere diesbezügliche Belegstellen.
Hertwig Engel in Altstätten hat damit ab seiner Schupisse einen Zins von 30 Eier u.a. nach St.Gallen abgeliefert.
Bochtella