Roos aus Kaltbrunn SG
Verfasst: Do 12. Okt 2006, 14:18
Für Gasterland-Interessierte:
Der erste urkundlich nachgewiesene Roos in Kaltbrunn ist ein 1564 erwähnter "Hans Roos aus Adelmatt". "Adelmatt" ist ein heute noch existierender Flurname in Kaltbrunn. Die Quelle der ersten Erwähnung des Namens Roos in Kaltbrunn ist das Zehnten-Urbar vom 18. August 1564. An diesem Tag nahm der Einsiedler Abt Joachim Eichhorn persönlich die Erneuerung der Zins-Urbarien vor. Die Bewohner des zu Einsiedeln gehörenden "Amtes Kaltbrunnen" hatten unter Eid die Erträge und Grenzen ihrer Zinsgüter genau anzugeben.
Das Rodel enthält eine lange Liste von Zinspflichtigen zu Kaltbrunn und stellt damit ein eigentliches Einwohnerverzeichnis des Jahres 1564 dar. Über Hans Roos steht wörtlich Folgendes in dem Dokument:
"Item Hans Ros hat ein Matten, genannt Adelmatt, ist 5 Kuowinteri, me ein Bergguet, ist 2 Kuohöw, me ein Stuck Matten auf dem Bort, ist 2 Kuowinteri, me ein Weidlin, ist 1/2 Kuoheu." (Hans Roos besitzt eine Wiese, genannt Adelmatt, die Winterheu für 5 Kühe abwirft; dazu ein Berggut mit Winterheu für 2 Kühe; dazu ein Stück Wiese am Abhang mit Winterheu für 2 Kühe; dazu eine kleine Weide, mit Winterheu für eine halbe Kuh.) Die "Adelmatt" war noch 1761 im Besitz der Familie Roos. In diesem Jahr ist hier ein Johannes Roos erwähnt.
Die wohl zweitälteste Erwähnung des Namens Roos in Kaltbrunn stammt aus dem Jahre 1607: In einem Zins-Rodel erfahren wir, dass der Hof "Äberlis Hub" unter anderem "an Melchior Roosen Beudrich" (= an das Gebäude des Melchior Roos) angrenzt. 1852 ging der Hof "Äberlis Hub" gar in den Besitz eines Alois Roos über, bevor das Haus 1855 abbrannte.
1755 verzweigten sich die Kaltbrunner Roos nach dem benachbarten Schänis, später (aber vor 1800) auch nach Lichtensteig im unteren Toggenburg sowie nach Rufi (eine Ortsgemeinde bei Schänis).
Gruss
Thomas
Der erste urkundlich nachgewiesene Roos in Kaltbrunn ist ein 1564 erwähnter "Hans Roos aus Adelmatt". "Adelmatt" ist ein heute noch existierender Flurname in Kaltbrunn. Die Quelle der ersten Erwähnung des Namens Roos in Kaltbrunn ist das Zehnten-Urbar vom 18. August 1564. An diesem Tag nahm der Einsiedler Abt Joachim Eichhorn persönlich die Erneuerung der Zins-Urbarien vor. Die Bewohner des zu Einsiedeln gehörenden "Amtes Kaltbrunnen" hatten unter Eid die Erträge und Grenzen ihrer Zinsgüter genau anzugeben.
Das Rodel enthält eine lange Liste von Zinspflichtigen zu Kaltbrunn und stellt damit ein eigentliches Einwohnerverzeichnis des Jahres 1564 dar. Über Hans Roos steht wörtlich Folgendes in dem Dokument:
"Item Hans Ros hat ein Matten, genannt Adelmatt, ist 5 Kuowinteri, me ein Bergguet, ist 2 Kuohöw, me ein Stuck Matten auf dem Bort, ist 2 Kuowinteri, me ein Weidlin, ist 1/2 Kuoheu." (Hans Roos besitzt eine Wiese, genannt Adelmatt, die Winterheu für 5 Kühe abwirft; dazu ein Berggut mit Winterheu für 2 Kühe; dazu ein Stück Wiese am Abhang mit Winterheu für 2 Kühe; dazu eine kleine Weide, mit Winterheu für eine halbe Kuh.) Die "Adelmatt" war noch 1761 im Besitz der Familie Roos. In diesem Jahr ist hier ein Johannes Roos erwähnt.
Die wohl zweitälteste Erwähnung des Namens Roos in Kaltbrunn stammt aus dem Jahre 1607: In einem Zins-Rodel erfahren wir, dass der Hof "Äberlis Hub" unter anderem "an Melchior Roosen Beudrich" (= an das Gebäude des Melchior Roos) angrenzt. 1852 ging der Hof "Äberlis Hub" gar in den Besitz eines Alois Roos über, bevor das Haus 1855 abbrannte.
1755 verzweigten sich die Kaltbrunner Roos nach dem benachbarten Schänis, später (aber vor 1800) auch nach Lichtensteig im unteren Toggenburg sowie nach Rufi (eine Ortsgemeinde bei Schänis).
Gruss
Thomas