Gärtner / Halbbauer / Häusler / Keischler / Söldner / Tauner
Verfasst: Sa 13. Sep 2014, 20:22
Grüezi Lesende,
zur Definition Häusler bei Wikipedia.
Als Häusler (auch Häuselmann, Eigenkätner, Kathenleute, Büdner bzw. Bödner, Brinksitzer, Instleute, obd. Pointler oder Söldner, amtsdeutsch Kolonisten oder Kleinstellenbesitzer) bezeichnete man früher Kleinstbauern mit eigenem Haus, aber nur wenig Grundbesitz. Das Wort kommt von mittelhochdeutsch hiuseler zu ‚Haus‘.
Die aus dem Feudalismus stammende Bezeichnung Häusler kennzeichnet die Besitzer kleinster Anwesen. Es waren Dorfbewohner, die ein kleines Haus und dazu kein oder nur wenig eigenes Land besassen (unter 10 Joch Feld, also weniger als ein Viertelbauer) sowie nur über wenig oder gar kein Vieh, insbesondere kein Pferd oder einen Arbeitsochsen verfügten.
Häusler traten in grösserer Zahl ab dem 16. Jahrhundert auf. Die dörfliche Gemarkung war zu dieser Zeit bereits weitgehend unter Hufnern und Gärtnern aufgeteilt. Für die Häusler blieben so oft nur Erwerbsmöglichkeiten als Kleinhandwerker, Dienstboten, Tagelöhner, Schulmeister oder Hirten übrig. Trotzdem bedeutete für sie der Hauserwerb einen sozialen Aufstieg innerhalb des Dorfes.
Zur Definition Tauner im Historischen Lexikon der Schweiz.
Die Tauner waren kleinbäuerliche Angehörige der Ländlichen Gesellschaft, die nur wenig Land, meist ein paar Ziegen und im Gegensatz zu den Bauern oft kein Zugvieh besassen. Die grundherrlichen Frondienste und die genossenschaftlichen Arbeiten leisteten sie mit der Hacke.
Der Begriff in seiner unterschiedlichen zeitgenössischen Ausprägung geht auf tagwan bzw. tagwen zurück, d.h. den Tagesverdienst und das im Frondienst verrichtete Tagewerk (Flächenmass). In den Quellen werden jene Personen als Tauner bezeichnet, die nicht genügend Land zur Selbstversorgung besassen und deshalb auf einen Zusatzerwerb als Taglöhner angewiesen waren.
Zu Häusler auch im Thread Hilfe für Lektüre (Geburtsurkunde 1848).
Bochtella
zur Definition Häusler bei Wikipedia.
Als Häusler (auch Häuselmann, Eigenkätner, Kathenleute, Büdner bzw. Bödner, Brinksitzer, Instleute, obd. Pointler oder Söldner, amtsdeutsch Kolonisten oder Kleinstellenbesitzer) bezeichnete man früher Kleinstbauern mit eigenem Haus, aber nur wenig Grundbesitz. Das Wort kommt von mittelhochdeutsch hiuseler zu ‚Haus‘.
Die aus dem Feudalismus stammende Bezeichnung Häusler kennzeichnet die Besitzer kleinster Anwesen. Es waren Dorfbewohner, die ein kleines Haus und dazu kein oder nur wenig eigenes Land besassen (unter 10 Joch Feld, also weniger als ein Viertelbauer) sowie nur über wenig oder gar kein Vieh, insbesondere kein Pferd oder einen Arbeitsochsen verfügten.
Häusler traten in grösserer Zahl ab dem 16. Jahrhundert auf. Die dörfliche Gemarkung war zu dieser Zeit bereits weitgehend unter Hufnern und Gärtnern aufgeteilt. Für die Häusler blieben so oft nur Erwerbsmöglichkeiten als Kleinhandwerker, Dienstboten, Tagelöhner, Schulmeister oder Hirten übrig. Trotzdem bedeutete für sie der Hauserwerb einen sozialen Aufstieg innerhalb des Dorfes.
Zur Definition Tauner im Historischen Lexikon der Schweiz.
Die Tauner waren kleinbäuerliche Angehörige der Ländlichen Gesellschaft, die nur wenig Land, meist ein paar Ziegen und im Gegensatz zu den Bauern oft kein Zugvieh besassen. Die grundherrlichen Frondienste und die genossenschaftlichen Arbeiten leisteten sie mit der Hacke.
Der Begriff in seiner unterschiedlichen zeitgenössischen Ausprägung geht auf tagwan bzw. tagwen zurück, d.h. den Tagesverdienst und das im Frondienst verrichtete Tagewerk (Flächenmass). In den Quellen werden jene Personen als Tauner bezeichnet, die nicht genügend Land zur Selbstversorgung besassen und deshalb auf einen Zusatzerwerb als Taglöhner angewiesen waren.
Zu Häusler auch im Thread Hilfe für Lektüre (Geburtsurkunde 1848).
Bochtella