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wiwack
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Beitrag von wiwack » Do 26. Aug 2010, 10:39

Beim Eintrag des Geburtenregisters von Oberbronn ( Anlage ) habe ich eine Frage zum Berufseintrag :
Ich lese wie folgt ( Nr.7 ) :
7. Joh. Jac. Schlaich , Joh. Georg Schlaich , Schreiner??.
Was bedeuten die beiden letzten Zeichen vor dem Punkt , die auch bei vielen der anderen Berufsbezeichnungen auftreten ?
mfG
Willi W.



wiwack
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Beitrag von wiwack » Do 26. Aug 2010, 13:18

Hier gleich die Anschlußfrage :
Die o.g. Liste hat sich schnell als Konfirmandenliste des Jahres 1775 herausgestellt und führte zum wahrscheinlichen Geburtseintrag des Jahres 1761 ( Anhang ) . Der erste ( jetzt mehrfach korrigierte ) Transsciptionsversuch :

1761
?am? dreyundzwantzigsten Maji Morgens zwischen 3 und 4 Uhr hat Maria Elisabeth eine geb. Fischerin , Mtr Hanß Georg Schlaich des Hofschreiners ehrb.( oder ehel.) Hausfrau ein Söhnlein zu Welt gebohren welches den 24 ejusd. Dom. 1. p. Trinit. getauft u. Joh. Jacob genannt worden .
TT.
1 te Jacob Dietrich B. u. Hutmacher 2) Johann Fischer Tabackspinner in Bischweiler 3) Jgfr. Maria Magdalena Jacob Lipsen des jüngeren Bürgers ehrb. (oder ehel. ) Tochter .
Johann Jacob Dietrich
Maria Magdalena lipsin
Johann Fischer Hanß Georg Schlaich als vatter



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Beitrag von hhg » Do 26. Aug 2010, 13:40

geraten:

im ersten Bild:
der letzte Buchstabe könnte ein J sein, Abkürzung für Schreinersjunge

beim Taufeintrag:
Mutter eine geborenen ?Ficherin/Fischerin?
ein Söhnlin geboren
2. Zeuge gleicher Name (ohne -in) wie Kindsmutter Ficher/Fischer?, Beruf ?Taback..inner?

letzte Zeile letztes Wort vatter

Vielleicht lassen sich die Namen der Zeugen durch ihre Unterschriften genauer enträtseln ...



Pili
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Beitrag von Pili » Do 26. Aug 2010, 14:35

Hallo zusammen, hier mein Leseversuch der fraglichen Stellen:

.... Maria Elisabetha eine geb. Fischerin, Mtr. (vermutlich Abkürz. für Meister) Hanss Georg Schlaich des Hof Schreiners ehel. (eheliche) Haussfrau ein Söhnlich Zu Welt ....
1. Mtr. (Meister) Jacob Dietrich L. S. (legitimer Sohn?) Hutmacher.
2. Johann Fischer, Taback Spinner in Bischweiler.
3. Jgfr. (Jungfrau) Marai Magdalena, Jacob Lipfer des jüngeren Bürgers ehel. (eheliche) Tochter.

Noch eine Idee zu den Endungen im 1. Bild. Die letzten Buchstaben könnten auch ein s sein, für ... sohn.


Gruss

Pili

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Beitrag von wiwack » Do 26. Aug 2010, 14:37

Erstmal danke ,
bei dem "junge" hab ich Probleme , die ganzen Väter auf der Konfirmandenliste haben diese Endung und werden doch wohl gestandene Handwerker gewesen sein .
Dem "Fischer" als Kindmutter folge ich gern , ebenso dem Tabackspinner . Das Söhnlein habe ich übersehen , aber da ist noch mehr unklar .
Zusatzfrage : Was ist Hanß Josef für ein vatter , der Ehemann wird oben ja Hanß Georg genannt ?
Ich werde erstmal oben nachbessern
Willi

Nachtrag : Ich habe mir in der Unterschrift den "Josef" nochmal angesehen , es könnte auch "Georg" sein .



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Beitrag von wiwack » Do 26. Aug 2010, 15:22

Ich korrigiere einfach mal weiter .
Die Hausfrau und die Tochter könnten ehelich oder ehrbar sein , vermutlich beides , da kann ich mich schwer entscheiden .Bischweiler macht Sinn , in der Gegend gab es viele Schleich , in Oberbronn zum Glück wohl nur 1 Familie .
Die Maria Magdalena ist mir noch unklar , der Pfarrer machte reichlich Schnörkel , ihre Unterschrift sieht klarer aus .
Willi



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Beitrag von hhg » Do 26. Aug 2010, 15:59

das junge würde ich auch eher auf den Stand der Konfirmanten selbst beziehen als auf deren Väter, und würde auch wegen der Ähnlichkeit mit dem J bei Johann bei meiner Theorie bleiben ...

zu Pili: mir scheint es, B. u. für Bürger und ... statt L. S. zu sein



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Beitrag von wiwack » Do 26. Aug 2010, 17:13

Hi hhg ,
manchmal bin ich ja zäh .
Auf den Listen steht zuerst der Konfirmand , dann der Vater , dann der Beruf .
Die Listen sind getrennt nach pueri (Knaben) und puellae (Mädchen)
Auch bei den Mädchen findet sich die gleiche Endung an den Berufen .

Da dieser Pfarrer offenbar ein Latein-Fan war könnte es ein f , eine Abkürzung von filius bzw filia sein . In anderen Jahren gibt es den filius und die filia manchmal ausgeschrieben .

Das mag ja nicht besonders wichtig sein , aber die Lösung würde mich doch interessieren .
Willi



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Beitrag von Pili » Do 26. Aug 2010, 19:19

Ich schliesse mich dem "filius-, resp. filia-Vorschlag an. Ursprünglich las ich auch ein f, konnte dafür aber keinen Sinn finden.
Ich denke, hhg hat recht mit dem Vorschlag Bürger und... statt L. S.
Maria Magdalena unterschrieb mit Namen "Lipfin", die weibliche Form von "Lipfer" oder ähnlich.


Gruss

Pili

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Beitrag von wiwack » Do 26. Aug 2010, 20:56

Noch eine letzte Bemerkung zu Maria Magdalena :
In den Taufbüchern habe ich nach vergleichbaren Familien gesucht und mindestens 10 mal den Familiennamen Lips ( geschrieben mit dem runden End-s ) gefunden . Der Genitiv wäre dann Lipsen Tochter , die weibl. Form Lipsin im Wortinneren jeweils geschrieben mit dem spitzen s . Ich denke , ihr Geburtsname war Maria Magdalena Lips .
nochmal Dank für das Interesse und gute Nacht.
Willi W.



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Beitrag von hhg » Fr 27. Aug 2010, 09:05

Hallo Willi,

mit dem f ging es mir wie Pili ... filius/filia ist eine bestechend einleuchtende Erklärung. Lipfin ist auch sehr schlüssig.

Grundätzlich ist es wohl immer gut, das Drumherum in den KBs mit anzusehen ...

Bleibe zäh und bei deinen eigenen Überzeugungen!



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Beitrag von wiwack » Sa 28. Aug 2010, 09:51

Nachtrag für die Interessierten :
Im Anhang der Konfirmandeneintrag für die Schwester Carolina mit ausgeschriebener filia
Willi



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