Höcker aus Blomberg

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lupus
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Höcker aus Blomberg

Post by lupus » Thu 5. Aug 2010, 12:31

Hallo,
einer meiner Ahnen war Johann Höcker aus Blomberg (1527 - 1597). Er war verheiratet mit Elisabeth v. Exter und Anna Grothe. Leider habe ich von beiden Ehefrauen keine Angaben. Von welcher Ehefrau stammt Hermann Höcker (1580 - 1640).
Weiter würde mich interessieren, mit wem der Vater Hermann Höcker (1500 - 1570) verheiratet war. Kennt irgeneiner im Forum weitere Vorfahren?
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Wolf Ridder


Gruß Wolf Ridder

Björn
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by Björn » Wed 28. Oct 2015, 13:46

Hallo entfernter Verwandter :) ,
suchst du noch? Zum Amtmann Johann Höcker kann ich nichts weiter sagen, aber zu seinen Ehefrauen hätte ich Informationen.

mit freundlichen,
Björn



wridder1
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by wridder1 » Thu 29. Oct 2015, 08:32

Hallo Björn,
leider hat sich bei meinen Kenntnissen nichts geändert. Ich würde mich freuen, Neues zu erfahren.
Schöne Grüße
Wolf



Björn
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by Björn » Thu 29. Oct 2015, 09:35

Hallo Wolf,
mit Johann Höcker bist du ja schon recht weit gekommen. Geboren wurde er 1527 in Horn, verstorben ist er nach 1595 in Blomberg. das genaue Datum ist nicht bekannt. Um 1557 heiratete er Elisabeth von Exter. Seine Heirat mit Anna Grote war vor 1570. Seit 1559 ist er als Amtmann in Blomberg nachweisbar. Er war vermutlich Bauherr und Besitzer des Hauses Neue Torstraße 14 in Blomberg.
Johann Höcker war senior der Linie Otterjeger der Horner Familienstiftung Simonis et Judae, die 1501 vom Paderborner Priester Johann Loß gegründet wurde. Die fünf Linien dieser Stiftung gehen zurück auf die vier Töchter und einen Sohn der Gertrud Loß, Ehefrau des Henrich Rodewich in Horn und Schwester des o.a. Paderborner Priesters Johann Loß.

Und während ich das schreibe fällt mir auf, daß wir leider nicht weitläufig verwandt sind. Das war mir gestern gar nicht aufgefallen. Elisabeth von Exters Kinder waren Franz Höcker, geb. um 1560 in Barntrup und Margarethe Höcker verh. Sander, geb. um 1565 aus Horn.

Von Anna Grote oder Grothe(n) habe ich leider keine Angaben zu den Kindern. Es waren aber angeblich sieben. Dort müßte dann dein Hermann darunter sein, was mit seinem Geburtsdatum von 1580 auch paßt. Anna Grote wurde um 1545 in Lemgo geboren und verstarb in Blomberg nach 1604.
Ich habe gerade mal gegoogelt. Die Familie Grote/Grothe könnte in Lemgo durchaus weiter zurückverfolgt werden. https://nl.wikipedia.org/wiki/Grothe.

Elisabeth Höcker wurde um 1546 in Detmold geboren, als Tochter des Simon von Exter (*um 1498, +um 1546 in Detmold)und der Lukke (*um 1505, +nach 1571 in Detmold). Das Eheprotokoll ist von 1542. Simon war Pastor in Detmold.

Simon von Exter war der Sohn von Albert von Exter, Erbgesessener in Detmold und Iggenhausen, Amtmann zu Blomberg, verst. 1503 und der Elisabeth (Lise) von der Lippe, verst. in Lügde nach 1513. Elisabeth von der Lippe war die Tochter Bernhards II, Edelherr zur Lippe und einer namentlich nicht bekannten Konkubine.

Ich stamme von Niggehus ab, dem Sohn von Bernhard und seiner dritten bekannten Konkubine, einer Budde.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen,
mit freundlichen grüßen,
Björn



wridder1
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by wridder1 » Thu 29. Oct 2015, 11:42

Hallo Björn,
vielen Dank für Deine Mühe. Vieles war mir nicht neu, da meine Patentante, eine ehemalige Oberstudienrätin, in den 60iger Jahren vieles - auch vor Ort - erforscht hatte. Die "Höcker" ab Johann Henrich (geb. 1649 in Blomberg - 1729) und seine Frau Anna Margaretha Humanus (geb. 1649 in Barntrup - 1732) lebten später in Neuwied.
Meinen Stammbaum könntest Du in MyHertage und im Geneat sehen.
Über Johann Höcker habe ich vermerkt: 1665 in Brake konfirmiert;1668, 1678 Student in Bremen, ab 1679 Pastor und Lehrer in Honnefeld (Grafschaft Wied), Gevatter: Johann Theopold (Bruder der Mutter), Henrich Höppner, Amtmann zum Poll (Polle) Henrich Uthofs Frau Margarete Humanus. Johann Heinrich Höcker kam zusammen mit seinem Bruder Heinrich Bernhard durch den Grafen August zur Lippe-Detmold in die Grafschaft Wied. Der Graf führte zu dieser Zeit die Vormundschaft über Wied.
Üner Ilse Höcker, der Ehegrau von Herman Höcker dem Vater von Johann,:Soll von ihrer Schwiegertochter Kunne Flogel (oo Thomas Hocker) vergiftet worden sein... Sie war die Witwe des 1570 verstorbenen Hermann Hocker, der 1563 Bürgermeister gewesen war. Nach den Streitigkeiten um die Verhaftung seiner Schwägerin Elisabeth Poisendal (geb. Otterjäger) waren er und sein Sohn Jost aus dem Rat ausgeschieden. Das Todesdatum der Witwe Hocker ist in den Offergeltlisten, in denen auch die Ratswitwen verzeichnet sind, zu entnehmen. Die Hockersche bezog bis einschließlich 1585 Offergelt.7 Kinder.
Mein Problem ist, dass ich aus Zeitgründen meist keine Geschwister, Nebenlinien usw aufgenommen habe.
Mit freundlichen Grüßen aus Hannover
Wolf



Björn
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by Björn » Thu 29. Oct 2015, 11:57

Hallo Wolf,
war keine Mühe, gern geschehen. ich hoffe ich konnte wenigstens ein wenig helfen.

Gruß,
Björn

PS: Sehr interessant. Eine schöne Verwandtschaft haben wir da. Giftmörder, mein Urahn Niggehus mußte ein jahr Lippe verlassen, da er Totschlag begangen hatte....ne,ne, ne. :)



wridder1
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by wridder1 » Thu 29. Oct 2015, 12:37

Hallo Björn,
nach meinen Anmerkungen hat der Vater von Johann Henrich Höcker "Cord Conrad" die Höckersche Stiftung begründet: Ratsbeisitzer, Kirchendecken, später Bürgermeister. Das Paar hatte 9 Kinder; 1664 Pate beim jüngsten Sohn seines Vaters, Bernd. 1698 Mai 21 Friedrich Adlf, Graf zur Lippe, belehnt den Cord Höcker, Bürger zu Blomberg, zu Mitbehuf seines Neffen Johann Henrich H., Sohn seines verstorbenen Bruders Johann H., und der Söhne seines verstorbenen Bruders Johann Engelbert , Johann Anthon Christoph und Johann Engelbert H., sowie des Christoph Henrich Höcker, Sohn des verstorbenen Engelbert H. mit dem unter 1614 Aug. 30 beschriebenen Lehen. Zusammen mit seiner Frau Anna Maria stiftet e er das Höckersche Stipendium.
Zu Hermann Hoecker (geb. um 1500), verheiratet mit Ilse Otterjäger, habe ich folgende Anmerkung: Herman Höcker war 1563 Bürgermeister in Horn; Gräfl. Lipp. Rat, Bürger, Ratsherr, 1544/46, 1550, 554, 1557 u. 1564 Bürgermeister in Horn Seine Witwe starb 1586. Sie bezichtete ihre Schwiegertochter Kunne Höcker, geborene Flogel, die Ehefrau ihres Sohnes Thomas Höcker, mittels vergifteten Honigs sowie der Zauberei umgebracht haben zu wollen. Dieser wurde der Prozeß gemacht und sie wäre wohl wie ihre Schwester Gisel Flogels zum Tode verurteilt worden, entkam diesem Schicksal jedoch 1588 durch Flucht ( vergl. Ingrid Ahrendt-Schulte, Zauberinnen der Stadt Horn (1554-1603), Campus Verlag,1997, Seiten 11197-200).Die Schwester, die 1588 hingerichtet worden ist, hatte am 27.6.1588 angegeben, ihrer Schwester bei der Herstellung des Giftes behilflich gewesen zu sein, mit dem diese ihre Schwiegermutter, die alte Hockersche, umgebracht habe.
Ich hatte Näheres über die Ehefrauen von Johann Höcker wissen wollen, weil ich nicht sicher war, welche unsere Vorfahrin war.
Nochmals vielen Dank
Wolf



Björn
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by Björn » Thu 29. Oct 2015, 19:14

Hallo,
mir liegt die Stiftungsurkunde leider nicht vor. Sie stammt aber vom 11.08.1501 und ist im Archiv in Detmold unter L 70 Nr. 40 Bl. 1ff. vorhanden.

Schöne Grüße in die Landeshauptstadt,
Björn



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Re: Höcker aus Blomberg

Post by wridder1 » Fri 30. Oct 2015, 08:32

Guten Morgen Björn,
Du hattest Recht. Ich habe als Anmerkung bei Gertrud Germana Rodewig, der Schwester von Johann Loiß folgende Anmerkung: Erste Patronin des von Ihrem Bruder Johannes gestifteten Benefiziums Simonis et Judae Stipendium Simonis et Judae Apostolorum. Der Kaplan und Offizial des Bischofs von Paderborn, Johann Loiß (Loß), dessen Vater Conrad Loiß Priester ebd. war, erhielt vom Papst Dispens wegen seiner unehelichen Geburt und stiftete ein Kapital zur Einrichtung und Unterhaltung eines Altars in seiner heimatlichen Pfarrkirche zu Horn (,,Im Aufstieg des Chor zur rechten Seite gelegen“). Dies Kapital sollte zur Verfügung der Familie und Nachkommen von Johan n Loiß´ Schwester Gertrud, der Witwe des Horner Bürgers Heinrich Rodewig, als Laienpatronat bleiben und wurde, als Lippe evangelisch geworden war, zum Studium von Söhnen der Nachkommen dieser Gertrud Rodewig geb. Loiß bestimmt. Stipendium Simonis et Judae Apostolorum. Gertrud Rodewig geb. Loiß hinterließ einen Sohn, Hermann, Bürgermeister zu Horn, und vier Töchter, nämlich Adelheid, verheiratet mit Alhard Lange, ferner eine verheiratet mit Henrich 0tterjäger, dann Gesa, ve rheiratet mit Henrich Sander, und Ilsa verheiratet mit Lüdecke Waterbeck (Wasserbach). Alhard Lange und Adelheid geb. Rodewig hinterließen eine Tochter, die einen Rodewig Niebecker heiratete, deren Sohn Johann Niebecker war Richter und Gograf zu Horn, geb. um 1524 und verheiratet mit Margarete Hanebaum. Hieraus erwuchsen die fünf Nachkommenlinien Rodewig, Niebecker, Otterjäger (später Höcker), Sander und Wasserbach, deren jede einmal im Jahr, wenn ein geeigneter studierender Bewerber vorhanden war, in den Genuß der Zinsen des gestifteten Kapitals kam. Nach Aussterben der Sanderschen Linie blieben bis zur Gegenwart, d. h. praktisch bis zum 15.11.1923, dem Tage der Einführung der Rentenmark, die vier Zweige Rodewig, Niebecker, Höcker und Wasserbach Nutznießer des Stipendiums, bei dem für den Fall einer größeren Bewerberzahl 1820 die einschränkende Bestimmung getroffen wurde, daß geborene Lipper vor sonst leichberechtigten ,,ausländischen" Anwärtern den Vorzug hätten. Infolge der vielfachen Versippung der Akademiker in dem kleinen Lande sind sehr viele Lipper, die Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin oder Philologie auf einer deutschen Universität studiert haben, in den Genuß dieses Stipendiums gekommen, das über 400 Jahre gelebt hat und nun durch die Geldentwertungen nach den beiden Weltkriegen zum Erliegen gekommenund am 14.10.69 amtlich aufgelöst wurde.
Bei Deinen Kenntnissen könnte ich wahrscheinlich viel übernehmen. Ich weiß jetzt wenigstens definitiv, dass Simon von Exter und dessen Vorfahren keine Vorfahren von mir waren
Nochmals vielen Dank und ein schönes Wochenende
Wolf



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Re: Höcker aus Blomberg

Post by Björn » Fri 30. Oct 2015, 10:27

Hallo Wolf,
gern geschehen. Ich bin froh, wenn ich auch mal wem bei seiner genealogischen Suche helfen kann und wenn es auch nur wenig war. Schade eigentlich, daß du nicht von den von Exter abstammst. Naja, jetzt ist mein 17ter Ur-Großvater, der Urgroßvater deiner Stiefmutter xten Grades. Ist auch was! :)

Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende.
Björn



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Re: Höcker aus Blomberg

Post by Björn » Fri 30. Oct 2015, 13:14

...nur zur Berichtigung: ich schrieb oben Bernhard II. Ist Quatsch, Bernhard VII ist richtig.



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Re: Höcker aus Blomberg

Post by buddy2019 » Fri 15. Mar 2019, 13:15

Hallo, ich suche nach der Familie Höcker aus Blomberg.
Ein Sohn von dem Pastor Johann Heinrich Höcker, Simon Heinrich, geboren 1714 ist
nach USA 1741 ausgewandert und ein Teil der Familie Kommt nach Deutschland und würde gern
Verwandte treffen. Ist Jemand mit diesen Höchers verwandt?

Grüße Buddy 2019



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Re: Höcker aus Blomberg

Post by buddy2019 » Tue 20. Aug 2019, 15:18

Björn wrote:
Fri 30. Oct 2015, 13:14
...nur zur Berichtigung: ich schrieb oben Bernhard II. Ist Quatsch, Bernhard VII ist richtig.

Hallo Björn

ich suche nach Angehörigen der Familie Höcker aus Blomberg, ich habe gesehen das Du die in Deinem Stammbaum hast, könntest Du mich
mal kontaktieren. Denn ich suche für Amerikaner die nach Blomberg kommen werden.

Danke
Grüße Evelyn



Björn
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by Björn » Thu 22. Aug 2019, 12:54

Hallo Evelyn,
ich habe Höcker leider nicht in meinem Stammbaum, lediglich mit Bernhard VII. zur Lippe einen gemeinsamen Vorfahren. Falls du konkrete Fragen hast und ich helfen kann, nur zu.

lg Björn



Karl1947
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Re: Höcker aus Blomberg

Post by Karl1947 » Thu 12. Sep 2019, 09:24

Hallo,

durch Zufall bin ich auf diese Seite gelangt. Seit einigen Jahren forsche ich nach Auswanderern aus den ehemaligen Grafschaften Sayn und Wied in 18. Jahrhundert. So z.B. auch zu Simon Henrich Höcker, der 1741 mit seiner Familie nach Amerika auswanderte. Lediglich sein ältester Sohn Friedrich blieb zurück, damals Pfarrer in Höchstenbach und wenige Jahre später in Flammersfeld.
Ich konnte inzwischen eine große Menge an Material zur Familiengeschichte und Auswanderung von Simon Höcker zusammentragen, was mit Sicherheit für die Amerika-Nachkommen von großem Interesse sein dürfte. Hier fürden direkten Kontakt mein Mailadresse: karl.anhaeuser@wed.de
Gruß



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