Waldner von Freundstein/Ollwiller
Verfasst: Di 14. Feb 2006, 10:59
Die WALDNER tragen ihren Namen, so vermutet Marcel SIFFERT (le nom de la fonction a dû devenir celui de la famille) aufgrund ihrer Funktion als Vögte von St. Amarin und Wattweiler [Wattwiller] (les bailliages de Saint-Amarin et de Wattwiller), zu damaliger Zeit offenbar überwiegend Waldgrafschaften, die sie von den Herren von HORBURG zu Lehen trugen (eine Belehnung ist für 1244 nachgewiesen).
1260 kauften 4 Brüder WALDNER einen Hof in Ollweiler [Ollwiller], den sie kurz nach dem Kauf dem Bischof von Straßburg zu Lehen auftrugen und bauten dort eine Burg, die sie ebenfalls dem Bischof von Straßburg[Strasbourg] 1269 zum "Offenhaus" antrugen (Graf Rudolf von HABSBURG, der spätere Kaiser, war unter anderen Urkundszeuge). Um die gleiche Zeit wurde hoch über Ollweiler die Burg Freundstein auf der Grenze der Gebiete der Abtei Murbach und des Bistums Straßburg erbaut, die von beiden Lehnsherren den WALDNERs als Lehen übertragen wurde. Sie war wohl nie Wohnburg, sondern Militärstation zur Beobachtung des Geländes (es war die "kaiserlose, die schreckliche Zeit"). Die WALDNER wohnten auf ihrer Burg in Ollweiler [Ollwiller] in der Rheinebene. Erst 300 Jahre später nahmen sie den Zunamen "von FREUNDSTEIN" an.
Die WALDNER mehrten ihren Besitz, Conrad erhielt 1297 Tudesheim und Pladolzheim als Lehen, zu einem nicht genannten Zeitpunkt auch Rimbachzell. Später kamen hinzu: Sierenz, Schweighausen, Berrweiler und Beroltzweiler, Schweinheim im Unterelsaß, Bollweiler, Feldkirch, Heitweiler, Munzingen, Fessenheim, Pfaffenheim, Meienheim, Morschweiler und Herlisheim nebst Burgen bzw. später Herrenhäusern, Weckental, Hartmannsweiler und (vorübergehend) Wildenstein. Später hatten sie auch eine Burg bzw. Herrensitz in Sulz (Oberelsaß). Bis ins 19 Jahrhundert waren sie fast ununterbrochen Offiziere, in den frühen Jahrhunderten der kaiserlichen Armee (bei Sempach fielen allein 4 WALDNER), seit dem 17 Jhdt., seit der Zugehörigkeit des Elsasses zu Frankreich, der französischen Armee. Da sie Bürger verschiedener Schweizer Städte waren (Aarau, Basel, Mülhausen) dienten sie in der Regel in den Schweizer Regimentern Frankreichs. Einer von ihnen, Dagobert, wurde 1748 schon als Brigadier (später brachte er es bis zum Generalleutnant) in den erblichen französischen Grafenstand erhoben. Seine Nichte Henriette, die verheiratete "BARONIN OBERKIRCH" wurde literarisch durch ihre Memoiren und durch die vergeblichen Liebesgedichte des Goethe-Jugendfreundes Jacob Michael Reinhold LENZ bekannt. Ihre Nichte wiederum ist Diana WvF, Geliebte von Jerôme BUONAPARTE, kurzzeitig König von Westfalen ("König Lustigk"), vorher verheiratete RABE von PAPPENHEIM, später verheiratete von GERSDORFF. Ihr Bruder Theodor ließ sich in Baden nieder, der andere Bruder, Edouard, maréchal de camp, in Paris.
Ich suche weiterhin jedes Vorkommen des Namens WALDNER von FREUNDSTEIN und der verwandten Familien: von STEINBRUNN, von HUNGERSTEIN, von HEITWILLER, von MÜNSTROL, von EPTINGEN, von HATTSTATT, von MASSMÜNSTER (de MASSEVAUX), von REINACH, von HALLWEIL (de HALLWYL), von MÜLINEN, von SICKINGEN, von VENNINGEN, ECKBRECHT von TÜRCKHEIM, von ROTHSCHÜTZ und WURMSER von VENDENHEIM.
- Editiert von Snethlage am 14.02.2006, 11:11 -
1260 kauften 4 Brüder WALDNER einen Hof in Ollweiler [Ollwiller], den sie kurz nach dem Kauf dem Bischof von Straßburg zu Lehen auftrugen und bauten dort eine Burg, die sie ebenfalls dem Bischof von Straßburg[Strasbourg] 1269 zum "Offenhaus" antrugen (Graf Rudolf von HABSBURG, der spätere Kaiser, war unter anderen Urkundszeuge). Um die gleiche Zeit wurde hoch über Ollweiler die Burg Freundstein auf der Grenze der Gebiete der Abtei Murbach und des Bistums Straßburg erbaut, die von beiden Lehnsherren den WALDNERs als Lehen übertragen wurde. Sie war wohl nie Wohnburg, sondern Militärstation zur Beobachtung des Geländes (es war die "kaiserlose, die schreckliche Zeit"). Die WALDNER wohnten auf ihrer Burg in Ollweiler [Ollwiller] in der Rheinebene. Erst 300 Jahre später nahmen sie den Zunamen "von FREUNDSTEIN" an.
Die WALDNER mehrten ihren Besitz, Conrad erhielt 1297 Tudesheim und Pladolzheim als Lehen, zu einem nicht genannten Zeitpunkt auch Rimbachzell. Später kamen hinzu: Sierenz, Schweighausen, Berrweiler und Beroltzweiler, Schweinheim im Unterelsaß, Bollweiler, Feldkirch, Heitweiler, Munzingen, Fessenheim, Pfaffenheim, Meienheim, Morschweiler und Herlisheim nebst Burgen bzw. später Herrenhäusern, Weckental, Hartmannsweiler und (vorübergehend) Wildenstein. Später hatten sie auch eine Burg bzw. Herrensitz in Sulz (Oberelsaß). Bis ins 19 Jahrhundert waren sie fast ununterbrochen Offiziere, in den frühen Jahrhunderten der kaiserlichen Armee (bei Sempach fielen allein 4 WALDNER), seit dem 17 Jhdt., seit der Zugehörigkeit des Elsasses zu Frankreich, der französischen Armee. Da sie Bürger verschiedener Schweizer Städte waren (Aarau, Basel, Mülhausen) dienten sie in der Regel in den Schweizer Regimentern Frankreichs. Einer von ihnen, Dagobert, wurde 1748 schon als Brigadier (später brachte er es bis zum Generalleutnant) in den erblichen französischen Grafenstand erhoben. Seine Nichte Henriette, die verheiratete "BARONIN OBERKIRCH" wurde literarisch durch ihre Memoiren und durch die vergeblichen Liebesgedichte des Goethe-Jugendfreundes Jacob Michael Reinhold LENZ bekannt. Ihre Nichte wiederum ist Diana WvF, Geliebte von Jerôme BUONAPARTE, kurzzeitig König von Westfalen ("König Lustigk"), vorher verheiratete RABE von PAPPENHEIM, später verheiratete von GERSDORFF. Ihr Bruder Theodor ließ sich in Baden nieder, der andere Bruder, Edouard, maréchal de camp, in Paris.
Ich suche weiterhin jedes Vorkommen des Namens WALDNER von FREUNDSTEIN und der verwandten Familien: von STEINBRUNN, von HUNGERSTEIN, von HEITWILLER, von MÜNSTROL, von EPTINGEN, von HATTSTATT, von MASSMÜNSTER (de MASSEVAUX), von REINACH, von HALLWEIL (de HALLWYL), von MÜLINEN, von SICKINGEN, von VENNINGEN, ECKBRECHT von TÜRCKHEIM, von ROTHSCHÜTZ und WURMSER von VENDENHEIM.
- Editiert von Snethlage am 14.02.2006, 11:11 -