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Gamper im Thurgau
Verfasst: So 16. Mai 2010, 21:24
von Hankelbier
Liebe Mitforscher
Mein Vorfahr Hans Gamper geb um 1640/45 im Thurgau, gestorben am 25. 12. 1708 in Aidlingen Kreis Böblingen/Deutschland. Erste Heirat 13.6.1665 mit Catharina Schneider, 2. Ehe Ursula Fink am 12.5.1675, 3.Ehe 1680 mit Margaretha Beerstecher. (Alle Heiraten in Aidlingen) Laut genealogysearch kämen vier Personen in Betracht 1. Junghans Gamper 21.1.1643 in Wängi Eltern Hans Gamper und Annalie Gamper, 2. Hans Ulrich Gamper geb. 3.9.1643 in Gachnang Eltern Adam Gamper und Elisabeth Grubli,3.Hans Gamper geb 6.10.1639 Amriswil Eltern Hans Gamper und Ursula Schueber, 4. Junghans Gamper geb Wängi 4.1.1646 Eltern Adam Gamper und Elisabeth Gamper
Wenn man noch die Heiraten von familysearch anschaut, so müßte es sich eigentlich um den Hans Gamper aus Amriswil handeln. Wer kann mir mitteilen, welcher Hans Gamper damals nach Württemberg ausgewandert ist
Herzlichst
Rolf Beutler
Gamper im Kanton Thurgau
Verfasst: So 16. Mai 2010, 22:48
von Wolf
Es gibt eine ganze Reihe von Gamper-Linien seit vor 1800 im Kanton Thurgau - Bürger von
- Aawangen [neu = Aadorf]
- Anetswil [neu = Wängi]
- Frauenfeld
- Hüttlingen
- Neukirch an der Thur [neu = Kradolf-Schönenberg]
- Stettfurt
- Tuttwil [neu = Wängi]
- Wängi
Ich kann deswegen nur davon abraten, sich nur auf die Angaben bei familysearch.org zu verlassen: sie sind vor 1700 nicht nur sehr unzuverlaessig, sondern sicher auch unvollständig.
Auswanderungslisten oder Ähnliches aus der Zeit sind mir für den Thurgau nicht bekannt - was nichts heissen muss: das Staatsarchiv (evtl. auch das Staatsarchiv Zürich) sollte hier eine fundierte Auskunft geben können.
Gamper im Kanton Thurgau
Verfasst: Mo 17. Mai 2010, 20:41
von Hankelbier
Vielen Dank für die Antwort. Werde mich auf die Spur begeben. Wenn ich mir die Eintragungen bei Familysearch betrachte, wirds eine langwierige Arbeit.
Herzlichst
Rolf Beutler
Re: Gamper im Kanton Thurgau
Verfasst: Mi 1. Feb 2012, 12:39
von Hankelbier
Liebe Mitforscher
Durch Hinweis eines Forschers, der aus Aidlingen stammt, muß es wohl zwei verschiedene Hans Gampper geben, die nach Aidlingen gegangen sind. Der erste dürfte um 1640/45 im Thurgau geboren sein und war Müller von Beruf. Er heiratete die Katharina Schneider. 6 Kinder sind bekannt.
Der zweite Hans Gampper geboren um 1655 im Thurgau war Schuhmacher von Beruf 1. Ehe mit Ursula Finckh 4 Kinder 2. Ehe Margarethe Beerstecher 7 (eventuell 8) Kinder.
Kann hierzu jemand weiterführendes wissen
Herzlichst
Rolf
Re: Gamper im Kanton Thurgau
Verfasst: Fr 16. Mär 2012, 21:30
von Gerfurt
Bitte, wer kann Genaues sagen zum Datum der Eheschließung von Hans Gampper und Margretha Beerstecher ?
Im Familienregister von Gärtringen (begonnen 1799), in dem offensichtlich die Eltern von Margretha Beerstecher nachgetragen wurden, findet sich ein Bleistift-Eintrag mit "Margretha" in dem die Eheschließung mit "1680 in Aidlingen" angegeben ist.
Das entsprechende Eheregister von Gärtringen 1667-1807 enthält im fraglichen Zeitraum von 1679 - 1683 keine Eheschließung der betr. Stammeltern. Daraufhin habe ich mir das Eheregister von Aidlingen nochmals vorgenommen, konnte aber leider auch hier keinen entspr. Eintrag finden.
Ist es möglich, dass die Eheschließung nicht registriert wurde ?
In Gärtringen habe ich dann noch den Taufeintrag von Margretha Beerstecher nachgesehen: im Taufregister von Gärtringen 1565-1666 findet sich der Taufeintrag auf Seite 412 ganz unten am 23. Juli 1652, die Eltern waren Hans und Catharina Beerstecher.
Vielen Dank für eine Antwort
Gerhard aus Aidlingen
Re: Gamper im Kanton Thurgau
Verfasst: So 18. Mär 2012, 19:28
von henryjoon
Guten Tag,
zusätzlich zu den sog. "Kirchenbüchern", die von der Kirche "Der Heiligen der letzten Tage" verfilmt wurden, gibt es im Staatsrchiv Zürich die sog. "Bevölkerungsverzeichnisse". Zwischen 1634 und ca. 1710 mussten die Pfarrer der reformierten Kirchen in unregelmässigen Abständen die Einwohner ihrer Pfarrei (Männer, Frauen, Eltern, Kinder, Waisen und manchmal auch Mägde und Knechte) notieren und diese Angaben nach Zürich senden. Manchmal notierte der Pfarrherr auch abwesende Personen und fügte Aufentsorte bei.
Die Durchsicht dieser Verzeichnisse im StaZ könnte uU. den gewünschten Nachweis erbringen.
Mit bestem Gruss aus Kanada
Henry Straub
Re: Gamper im Kanton Thurgau
Verfasst: Mo 19. Mär 2012, 12:34
von Bongo
Im Dorfsippenbuch der Gemeinde Büsingen ist auf der Seite 61 folgendes vermerkt:
getauft am 30. Januar 1785 Johannes Gamper, Sohn des Johann Gamper in Wagenhausen und der Katharina Engler.
Grüße
V.Wabel
Re: Gamper im Kanton Thurgau
Verfasst: Mo 19. Mär 2012, 15:11
von Hankelbier
Mit dem Archiv in Frauenfeld habe ich mittlerweile Kontakt aufgenommen. Dort sind die einschlägigen Matriken und die Anwesendenlisten des Thurgau von 1652, 1671, und 1678 Werde wohl da mal hinfahren.
Mittlerweile habe ich im Internet unter
https://www.familysearch.org/s/collecti ... ion=EUROPE Switzerland Church Book Extracts 1550-1875 gefunden. Hier finden Sich zu den Gampers vier Hefte. In Heft 267 ab Seite 27 sind Auszüge dieser Anwesendenlisten enthalten. So kann ich zumindestens jetzt mal die Auswahl etwas einengen. Die Hefte sind auch zu anderen Familiennamen wie ein Index.
Kann mir jemand sagen, was diese Hefte bedeuten. Angefertigt sind sie mit Sicherheit in der Schweiz
Herzlichst
Rolf
Re: Gamper im Kanton Thurgau
Verfasst: Mi 17. Jun 2020, 18:00
von shira_bern
Hallo Rolf
Vor 8 Jahren hast du eine Frage platziert. Möge die folgende Antwort nicht zu spät kommen.
Der Autor der von dir genannten Hefte ist der Genealoge Alfred Reichen (1897 - 1985).
Auf
Seite 27 des Hefts 267 , Gamper von Wängi TG, listet Reichen unter dem Titel Völkerverzeichnis 1652 diverse Haushalte auf. Damit dürften die
Bevölkerungsverzeichnisse gemeint sein, welche die Pfarrherren auf Geheiss der Zürcher Regierung ab 1634 bis etwas 1720 alle paar Jahre anzulegen hatten. Erfasst sind grundsätzlich die Personen, die zur fraglichen Zeit im Ort wohnhaft waren, in manchen Jahren wurden im Anhang auch die Abwesenden erfasst. Es sind die ersten Volkszählungen im Kanton Zürich und dessen Untertanengebieten.
Die Bevölkerungsverzeichnisse können im Staatsarchiv Zürich als Gebrauchskopie untersucht werden. Für Aadorf-Wängi TG gibt es insgesamt 13 solche Verzeichnisse, sie tragen die Signatur
E II 700.141. Die drei von dir genannten Jahre 1652, 1671 und 1678 der "
Anwesendenlisten" vom Staatsarchiv Thurgau sind ebenfalls darin enthalten.
Vorausgesetzt, dass dein Migrant ein Protestant war, sind diese Volkszählungen bestimmt eine vielversprechende Spur.