Gündrich als Flurname

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Ursprung von Flurnamen?

Beitrag von hhg » Fr 15. Jan 2010, 08:40

Südöstlich von Oberbleiken habe ich Güngerich, mir bislang nur als germanischer Vor- und späterer Familienname (als solcher ab 1389 in Bern) bekannt, als geografische Bezeichnung gefunden.

Ist naheliegender, dass die Gegend nach einem dort ansässigen Namensträger benannt wurde, oder eher umgekehrt? Gibt es ethymologische Deutungsansätze, oder sind andere Orte bekannt, in denen ähnliche Wortteile vorkommen? Kann man einen ungefähren Zeitraum abschätzen, wann so eine Bezeichnung enstanden sein kann?

Für alle euere Gedanke dazu vielen Dank!



Thomas
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Ursprung von Flurnamen?

Beitrag von Thomas » Fr 15. Jan 2010, 09:07

Nachdem das Idiotikon keinen Eintrag zu einem Sachbegriff “Güngerich“ enthält (der nächste vorhandene Begriff ist “Günger“), würde ich eher davon ausgegen, dass der Flurname vom Eigennamen abstammt.

Gruss

Thomas


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Ursprung von Flurnamen?

Beitrag von Stephleuen » Fr 15. Jan 2010, 09:41

Lieber Helmut

Flurnamen sind Namen die ein ganz bestimmtes Gelandestück bezeichen. Die Namen sind mal jünger und mal älter. Es gibt Flurnamen die sind noch sehr jung.

Viele Flurnamen fanden ihren Ursprung wärend der Besiedlungszeit. Eine erste allemannische Besidlung des linken Aareufers beinhalten Namen die mit °ingen° enden, ca. im 4. Jahrhundert. Eine zweite Besiedlungswelle etwa im 5./6. Jahrhundert finden wir Namen die mit °wil° enden. Dazu darf festgestellt werden, dass in diesen Regieonen, nordwest- Schweiz bis MIttelland regelmässige Gurtschnallen gefunden werden - Danielschnallen. Diese Stämme zogen der linken Aareseite entlang gegen das Berneroberland.

Die Allemannen eroberten unser Land und vertrieben die Römer und die Kelten oder namen sie als ihr eigen in Gefangenschaft - Leibeigenen. Die Allemannen liessen sich nicht auf Plätzen nieder wo vor ihnen entweder eine römische Siedlung oder ein keltisches Dorf stand, sondern in dessen Nähe. Das bedeutet, dass sie das LAnd welches sie bebauen wollten zuerst urbar machen mussten. Die Art und die Technik wie nun Waldstücke zum bebauen urbarisiert wurden können nun dem Grundstück den Namen geben. Zum Beispiel: Rüti = von rüten, ausrüten ausrupfen von Gestrüpp, Schwenten - Schwanden - Schwendi - Heiligenschwendi - Oschwand = Waldstücke die abgeholzt wurden und anschliessen das verbrant. usw. In einer späteren Phase haben sich Namen entwickelt die sich auf die Bodenschaffenheit beziehen: Lohre - Löhre = die Alp oder die Weide die Steinig ist = die Steinlohre oder die Steinlöhre sind vielfach Matten die an Überschwemungsreichem Wasser liegen und regelmässig mit dem Geschiebe eines Flusses/BAch überdeckt werden oder der Boden ist von natur aus Steinig. Es sind noch die Ischläg, Bifang usw. zu nennen dass sind Grundstücke die sich im Allmendwald befinden und einzelnen Genossen zum einhaagen bewilligt wurden. Hier nun noch mehr auszuschweifen sprengt dieses Forum. èBer die BEdeutung der Flurnamen im KAnton BErn empfehle ich Dir PAul Zinsli, Hans Ulrich Hubschmied, Prof. Dr. Glatthard Uni Bern, Prof. Dr. Ramseyer (+). VOn ihnen bestehen interesante Werke zu Deiner ersten Frage.

Beste Grüsse

Stephan Leuenberger



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Ursprung von Flurnamen?

Beitrag von Stephleuen » Fr 15. Jan 2010, 10:00

LIeber Helmut

nun noch etwas zu Deiner zweiten Frage über die ethymologische Bedeutung von Güngerich:

Was dabei ausgesprochen wichtig ist, ist eine Lückenlose Reihenfolge der Schreibweise ab dem Jahr 2010 bis zurück in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Alle möglichen Schreibvarianten in Kirchenbüchern und ab 1530 zurück in Urkunden, Urbarien usw. So wird einmal die Entwicklung der Schreibweise von der ursprünglichen Form,. sprich althochdeutsch - mittelhochdeutsch - neudeutsch, aufgezeigt.

Als Expressquelle dazu dienen oftmals die Fontes rerum bernensium und danach die Schweizerische Rechtsquellenssammlung Band Bern Landschaft Emmental und Oberland. Das sind Dokumentensammlungen atlicher Dokumente bis ca. 7. Jh. n. Chr. zurück.

Nun Familiennamen waren nicht einfach da und waren gebohren oder erfunden. Diese Entwunklung zog sich zwar über eine relativ kurze zeit und setzte sich im Aareraum etwa in der zweiten Hälfte des 13. Jh. ein. Diese Namen waren aber nicht erblich sondern waren nur ein Anhängsel - die wissenschaft spricht von Zunamen die noch keinen rechtsverbindlichen Zusatz waren. Diese Zunamen wurden in etwa erste Hälfte des 14. Jahrhunderts als bleibender Familiennamen haften und vererbte sich vom Vater auf die Kinder.

Nun wird unterschieden zwischen Siedlungsnamen - die durchaus von Flurnamen herkommen, Tätigkeitsnamen - die von einer beruflichen Tätigkeit herkommen, Personennamen - meist christliche und biblische Vornamen nach einem heiligen gewählt und Spott- oder Scherznamen - die nach einem körperlichen Merkmal oder einer Charaktereigenschaft der betroffenen Person entstanden ist.

Einen Musterbeitrag findest du unter Digibern Jahrbuch des Oberaargaus; Huber,Paul; Das Geschlecht der Huber von Madiswil, erschinen in JBO 1964, ist online abrufbar.

BEste Grüsse

Stephan Leuenberger



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Beitrag von Stephleuen » Fr 15. Jan 2010, 10:23

Hans Rudolf Christen schreibt zu Güngerich:

Personennamen: Guntrich - aus gunt = Kampf und rich = reich (Prof.Dr. Ramseyer Rubigen+)

Bachname in der Gemeinde Bleiken/Buchholterberg.

Das Hirsibad auf der Schwarzenegg in der Gemeinde Unterlangenegg hiess früher Güngrichsbad, weil das Badmätteli zum Heimwesen eines Bauern namens Güngrich gehörte.

In der Kirchgemeinde Schwarzenegg befindet sich noch das Güngrichshaus.(Durrheim)

Robert Oehler hat die Güngrich von 1588 - 1676 von Oberdiessbach bereits erfasst. Die Unterlagen befinden sich im Oehlerarchiv im Staatsarchiv Bern und können dort eingesehen werden.

BEste Grüsse Stephan Leuenberger



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Beitrag von hhg » Fr 15. Jan 2010, 10:33

Vielen Dank!

Meine Nachfrage an Thomas: Im Idiotikon habe ich nur Verweise auf Fundstellen gefunden - sind irgendwo die entsprechenden Bedeutungen oder Worterklärungen einzusehen?

Zu Stephans Anmerkungen hinsichtlich der Namenserklärung: Einhellige Meinung war bislang, dass der Familienname von dem alten germanischen Vornamen Günderich (latinisiert Gundericus) kommt, der sich ab dem 3. Jahrhundert immer wieder findet. Um 1600 kommen in Berner KBs u. a. Güngerych Gündrich vor, 1389 in Bern Gündrich, teilweise auch mit einem s am Ende, was ja manchmal als Sohn des interpretiert wird.

Durch das Vorkommen als Flurnamen sind mir aber Zweifel gekommen, ob nicht andere Ursprünge als der germanische Vorname denkbar sind. Du hast ja einige Silben genannt, die aussagekräftig sind (auch -ikon wäre wohl so eine). Parallelen, in denen ein Günd-, Günger- oder -rich in Berner Ortsbezeichnungen steckt, habe ich keine gefunden, aber vielleicht gibt es sie ja?



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Beitrag von hhg » Fr 15. Jan 2010, 10:53

Hallo Stephan,

würdest du nach den Vorkommen in Schwarzenegg eher annehmen lassen, dass der Bachname bzw. der Landkarteneintrag auf den Familiennamen zurückgeht, nicht umgekehrt?



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Beitrag von Thomas » Fr 15. Jan 2010, 12:51

Meine Nachfrage an Thomas: Im Idiotikon habe ich nur Verweise auf Fundstellen gefunden - sind irgendwo die entsprechenden Bedeutungen oder Worterklärungen einzusehen?
Das Idiotikon ist leider nicht online, nur das Register. Die Redaktion erteilt aber meines Wissens gerne Auskunft zu einzelnen Begriffen.

Gruss

Thomas


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Beitrag von Stephleuen » Fr 15. Jan 2010, 13:54

Lieber Helmut

nun habe ich in einer mühsamen Wortspielerei Dir versucht einen Weg zu zeigen und bin eben an eine Taste gekommen und alles ist gelöscht. Ich muss nun für 2 h weg und werde dannach nocheinmal einen Versuch unternehmen. Also bis später.

Gruss Stephan



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Beitrag von Stephleuen » Fr 15. Jan 2010, 18:37

Einhellige Meinung war bislang, dass der Familienname von dem alten germanischen Vornamen Günderich (latinisiert Gundericus) kommt


Daran besteht kein zweifel. Nur bin ich nicht ganz zufrieden mit der Erklärung dazu wie sie Christen und Ramseyer abgeben. Ich glaube nicht, dass die Flurnamen in Schwarzenegg und Umgebung älteren Datums sind. Ich habe eher das Gefühl, dass diese nach den Güngerichs benannt wurden die sich dort aufhielten. Ich bin aber geneigt den Namen Güngerich/Günderich noch in einen anderen Bezug zu bringen: Es ist eine reine Theorie die ich nicht belegen kann, aber es könnte sich lohnen diesem Hinweis nachzugehen.

Siehe Anhang.

Beste Grüsse

Stephan Leuenberger
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Beitrag von hhg » Fr 15. Jan 2010, 21:01

Hallo Stephan,

vielen Dank für deine Ausführungen. Die unterschiedlichen Schreibweisen liegen nahe. Die früheste bekannte Nennung in der Geschichte ist um 230 bei den Ostgothen, mit der Volkerwanderung quer durch Europa bis Spanien (um 400 Vandalenkönig Gündrich), in den folgenden Jahrhundert einige dutzend weitere Beispiele quer über Europa, in diversen Kultur- und Sprachräumen, lange bevor es jenseits der römischen Grenzen überhaupt Aufzeichnungen gab.

Die mittelhochdeutschen Silben gund und rihi finden sich in einer Vielzahl weiterer Namen, einige hast du ja genannt.

Wenn, wie ich vermute, die Namensgebung für die Schwarzenegger Fluren nicht Überrreste der keltischen Urbevölkerung oder der römischen Besatzer sind, scheint also, ähnlich wie beim Güngerichs-Bad, ein Bewohner Namensgeber für das Flurstück gewesen zu sein, nicht umgekehrt, so wie das z. B. bei Krayenbül der Fall ist - oder?



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Beitrag von Stephleuen » So 17. Jan 2010, 12:24

Wenn, wie ich vermute, die Namensgebung für die Schwarzenegger Fluren nicht Überrreste der keltischen Urbevölkerung oder der römischen Besatzer sind, scheint also, ähnlich wie beim Güngerichs-Bad, ein Bewohner Namensgeber für das Flurstück gewesen zu sein, nicht umgekehrt,
Genau so sehe ich das auch. Es sei denn in in der Region Schwarzenegg sind keltische Spuren wissenschaftlich nachgewiesen - Grabhügel z.B..

Beste Grüsse

Stephan Leuenberger



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Ursprung von Flurnamen?

Beitrag von hhg » Fr 9. Apr 2010, 13:50

Zufallsfund zu Gündrich als Flurname:

31.08.1461 - Caspar von Scharnachthal, Edelknecht, Herr zu Brandis, verkauft dem Kloster Interlaken um 740 Gulden sein Gut mit Reben, Haus, Hofstatt, Keller und Trüel zu Ansolmingen oberhalb Oberhofen und dazu die anstossende Allmend, genannt der Gündrich, zu freiem Eigen.



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Noch einer ...

Beitrag von hhg » Do 5. Aug 2010, 12:40

... zu dem ich mich über euere Gedanken freuen würde:

Im Lorscher Codex ist ein Dorf Gundirichinga (um 800) erwähnt, das um 1500 Gindriching und heute Gündringen heisst und bei Nagold liegt, südwestlich von Stuttgart.

Nicht gerade Berner Gebiet, aber die Gegend dürfte doch mit Alemannen oder Zähringern in Verbindung zu bringen sein.

Wie steht es da mit der von Stephan genannten ersten Besiedlungswelle der Alemannen bis 400 und den -ingen-Endungen alemannischer Ortsgründungen - passt das schwäbische Dorf in dieses Muster? Und wäre der Name als Wohnort oder Hof eines Gundirich erklärbar?



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Gündrich als Flurname

Beitrag von Stephleuen » Do 5. Aug 2010, 13:08

Original von hhg
... zu dem ich mich über euere Gedanken freuen würde:

Im Lorscher Codex ist ein Dorf Gundirichinga (um 800) erwähnt, das um 1500 Gindriching und heute Gündringen heisst und bei Nagold liegt, südwestlich von Stuttgart.

Nicht gerade Berner Gebiet, aber die Gegend dürfte doch mit Alemannen oder Zähringern in Verbindung zu bringen sein.

Wie steht es da mit der von Stephan genannten ersten Besiedlungswelle der Alemannen bis 400 und den -ingen-Endungen alemannischer Ortsgründungen - passt das schwäbische Dorf in dieses Muster? Und wäre der Name als Wohnort oder Hof eines Gundirich erklärbar?
Meine Erklärungen beziehen sich auf rein heutiges schweizerisches Staatsgebiet im Besonderen auf den heutigen Oberaargau. Was enet dem Rhein ist und war ist eine andere Sache. Genauere Literatur findet ihr in Digibern "Jahrbuch des Oberaargaus". Ich persönlich würde mich mit diesen Fragen an einen ausgebildeten Ethymologen oder Historiker wenden der sich mit der Geschichte und der Aktenlage so wie mit den archäologischen Funden in dieser Region bestens betraut ist.

Beste Grüsse

Stephan Leuenberger



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Gündrich als Flurname

Beitrag von Thomas » Do 5. Aug 2010, 14:01

Viele Alemannen-Forscher wesen darauf hin, dass längst nicht alle -ingen-Siedlungen tatsächlich alemannischen Ursprungs sind: Das populäre Suffix wurde in Anlehnung an bestehende Ortsnamen bis ins Hochmittelalter und teilweise sogar bis in die Neuzeit für die Neubildung von Ortnamen verwendet.

Gruss

Thomas


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Gündrich als Flurname

Beitrag von hhg » Fr 6. Aug 2010, 09:46

Danke euch.

Es gibt ein Geschlecht von-Gündrichingen/Gündrichinger, dessen Beschreibung einen Teilnehmer beim 10. Züricher Turnier (1165) nennt und Nachkommen in Bayern und Österreich aufzählt, bei denen im 15 JH und später auch die Schreibweise Gündrich/Gindrich auftaucht, dessen Wappen dem schwäbischen Kreis, vielleicht auch der Kraichgauer Ritterschaft zugerechnet wird.

Wie abwegig oder plausibel ist der Gedanke (angesichts der geschichtlichen Zusammenhänge im Heiligen Römischen Reich, der alemannischen Besiedlung, oder Bediensteten der Zähringer, Scharnachtaler oder anderen Häuser), dass es zwischen den Gündrichingern und dem ab 1389 in Bern genannten Familiennamen Gündrich Parallelen gibt, vielleicht sogar über das schwäbische Gündringen?



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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von hhg » Mo 24. Jan 2022, 10:45

späte Erkenntnis, wahrscheinlich auch wenig interessant für den Rest der Welt:

Das bis heute als im Güngerich bezeichnete Flurstück in Schwarzenegg grenzt direkt an den 1507 von einem Uli Gündrich gepachteten Hof Under dem Hus/Unterhaus auf Aeschler/Oberdiessbacher Gebiet, auf dem noch spätere Generation von Namensträgern nachgewiesen sind (ebenso wie in Schwarzenegg/Unterlangenegg).

Dies würde die vorangegangenen Meinungen bestätigen, dass der Flurname auf frühere Bewohner zurück geht, nicht umgekehrt.

Könnten Gründe des Hofguts Unterhaus geteilt worden sein, als um 1695 das vormals zu Steffisburg gehörende Schwarzenegg eigenständige Pfarrei wurde?

Danke für alle Gedanken, die dies bestätigen oder entkräften!



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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von Walter » Mo 24. Jan 2022, 12:13

hhg hat geschrieben: Mo 24. Jan 2022, 10:45 Das bis heute als im Güngerich bezeichnete Flurstück in Schwarzenegg ...
Bei ortsnamen.ch finde ich Güngerich nur in der Gemeinde Buchholterberg, nicht in Schwarzenegg, übersehe ich da etwas?


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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von hhg » Mo 24. Jan 2022, 13:57

Hallo Walter,

wahrscheinlich das gleiche. Im Kontext mit Schwarzenegg schreibt Stephan Leuenberger in seinem Beitrag vom 15. Januar 2010 (siehe weiter oben)
Bachname in der Gemeinde Bleiken/Buchholterberg
Das Hirsibad auf der Schwarzenegg in der Gemeinde Unterlangenegg hiess früher Güngrichsbad, weil das Badmätteli zum Heimwesen eines Bauern namens Güngrich gehörte.
In der Kirchgemeinde Schwarzenegg befindet sich noch das Güngrichshaus


Besagtes Güngerich-Haus ist auch in Die Ortschaften des eidgenössischen Freistaats erwähnt
https://books.google.de/books?id=dGCxvs ... gg&f=false

An anderer Stelle ist im Gündrich bei Egglen genannt - nur wenige Kilometer von Schwarzenegg entfernt.

Vielleicht habe ich auch nur einen Denkfehler, und die zwei Güngerich-Heimatorte Aeschlen und Unterlangenegg gehören beide zu Oberdiessbach?



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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von Walter » Mo 24. Jan 2022, 15:16

Hallo Helmut,
mich erstaunt schon, dass das Idotikon keinen dieser Begriffe/Flurnamen auflistet.
Ich kenne aus dem Basler-Gebiet den Begriff "güngerle", ich habe den in meiner Jugendzeit sehr oft gehört und verwendet. Er steht für "unnötiges Einkaufen", eben etwas "güngerle". So haben wir früher oft das wenige Sackgeld für Süssigkeiten "vergüngerlet", was uns dann von den Eltern vorhalten wurde.
Ist dir schon bekannt, dass offenbar der Oertlibach bei Gunten früher Gündrichbach hiess (siehe hier)?


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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von hhg » Di 25. Jan 2022, 10:01

Hallo Walter,

aktueller und plausibler Stand ist dass der FN auf einen verbreiteten germanischen Vornamen zurück geht - somit wohl kein typischer Fall für's Idiotikon. Aber jetzt du hast deine "Jugendsünden" bereits öffentlich gemacht ...

Vom Oertlibach und dessen Synonym habe ich schon gehört und vermute ähnlichen Hintergrund wie bei besagtem Güngrichs-Bad in Unterlangenegg, nämlich Bezug zum FN eines früheren Besitzer/Bewohner.



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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von Walter » Di 25. Jan 2022, 11:45

hhg hat geschrieben: Di 25. Jan 2022, 10:01 aktueller und plausibler Stand ist dass der FN auf einen verbreiteten germanischen Vornamen zurück geht - somit wohl kein typischer Fall für's Idiotikon.
Üblicherweise wurden aus alemannischen oder germanischen Namen erst Siedlungsnamen (z.B. Zäziwil = dem Zezo sein Weiler usw.), aus welchen dann später Beinamen und noch später Familiennamen entstanden, aber das weisst du ja alles schon.

Dass daraus eventuell wieder Flurnamen wurden ist schon richtig (z.B. Güngrichsbad usw.), aber was war im Fall von Güngerich/Günderich zuerst, das Huhn oder das Ei :? , Flur- oder Familienname?

So ist für mich nur sehr schwer vorstellbar, dass der früher so genannte Gündrichbach in dem steilen Tobel seinen Namen von einem alemannischen Siedler bekommen haben könnte. Eine spätere Namensgebung durch einen Ansiedler mit Namen "Günderich" scheint mir eher möglich, dessen Familie müsste aber doch Spuren in der näheren Gegend hinterlassen haben, z.B. im nächstgelegenen Ort, also wohl in Gunten. Und woher hatte der seinen Namen?

Und die Schlucht des heutigen Örtlibachs ist doch sehr steil und noch immer bewaldet, sieht also nicht nach Besiedlung und landwirtschaftlicher Nutzung aus :shock:

Hast du die Berner Rechtsquellen (Fontes rerum bernensium) schon konsultiert? Gibt es dort die von dir gesuchten Namenvarianten? Und wenn ja, wo?

Der Vorname Günter kommt übrigens in der Schweiz sehr selten vor, so gibt es z.B. auf der Ehen-CD nicht einen einzigen Ehemann mit Vornamen Günter!


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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von hhg » Di 25. Jan 2022, 14:59

Der vorerwähnte, von Uli Gündrich eingegangene Pachtvertrag mit dem Kloster Interlaken von 1507 für das zu Aeschlen gehörende Unterhaus-Gut scheint mir naheliegend als Namensgeber. Spuren bzw. Namensträger (Güngerich) finden sich in den ersten Kirchenbüchern benachbarter Pfarreien (Oberdiessbach, Steffisburg, Wichtrach, Unterlangenegg, ...), ebenso zahlreiche Nachweise, von damals bis heute.

Der Örtlibach - mag sein, dass es doch ein Hinweis auf allemannische Ursprünge sein könnte. Ein früherer Fund, datiert 31.08.1461
Caspar von Scharnachthal, Edelknecht, Herr zu Brandis, verkauft dem Kloster Interlaken um 740 Gulden sein Gut mit Reben, Haus, Hofstatt, Keller und Trüel zu Ansolmingen oberhalb Oberhofen und dazu die anstossende Allmend, genannt der Gündrich, zu freiem Eigen.
Nach Die Urkunden der historischen Abteilung des Stadtarchivs Thun gibt es dieses Flurstück bereits 1392. Um diese Zeit (1389) habe ich auch Erwähnungen in der Stadt Bern.

Im Fontes rerum bernensium habe ich nur kurz und leider erfolglos gesucht. Für so früher Perioden ist eine gezielte Suche meistens frustrierend ...



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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von Walter » Mi 26. Jan 2022, 10:46

hhg hat geschrieben: Di 25. Jan 2022, 14:59 ... Der Örtlibach - mag sein, dass es doch ein Hinweis auf allemannische Ursprünge sein könnte. Ein früherer Fund, datiert 31.08.1461
Caspar von Scharnachthal, Edelknecht, Herr zu Brandis, verkauft dem Kloster Interlaken um 740 Gulden sein Gut mit Reben, Haus, Hofstatt, Keller und Trüel zu Ansolmingen oberhalb Oberhofen und dazu die anstossende Allmend, genannt der Gündrich, zu freiem Eigen.
Nach Die Urkunden der historischen Abteilung des Stadtarchivs Thun gibt es dieses Flurstück bereits 1392. Um diese Zeit (1389) habe ich auch Erwähnungen in der Stadt Bern.
Hast du genauere Hinweise, wo sich dieses Gündrich "oberhalb von Oberhofen" befand?
Man könnte ja spekulieren, dass das heutige Oertli-Gebiet zwischen Oberhofen und Gunten früher "Gündrich" hiess, dann wäre auch der Name des früheren Gündrichbaches wieder verständlich, der hier in den See fliesst. Und am Ufer des Sees wäre eine frühe Besiedlung durchaus denkbar, es gab ja frühe Siedlungen am Thunersee.

Zusatzfrage: ist "Ansolmingen" ein Verschreiber und ist damit "Amsoldingen" gemeint? Dieses liegt aber nicht "oberhalb Oberhofen" :shock:


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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von hhg » Mi 26. Jan 2022, 11:28

Hallo Walter,

leider keine weitern Infos ausser der kurzen Beschreibung des StA Bern zum Inhalt der Urkunde.

Zu Ansolmingen (aus https://www.ogs-seebach.ch/p/infoseld.php?id=5641):
Anselmingen BE, zu Sigriswil; Wüstung;
historische Belege: Anselmingen 1349, Ansolmingen 1352, 1372, 1377, ze Anselmingen 1387, Ansolmingen 1401, 1403, 1431, Anselmingen 1622, 1745/46

Täte geographisch auch gut passen, oder? Allerdings weniger dem Güngerich/Gündrich Flurstück in der Oberdiessbacher Gegend - zwei verschiedene Baustellen?



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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von Walter » Mi 26. Jan 2022, 15:48

hhg hat geschrieben: Mi 26. Jan 2022, 11:28 Täte geographisch auch gut passen, oder? Allerdings weniger dem Güngerich/Gündrich Flurstück in der Oberdiessbacher Gegend - zwei verschiedene Baustellen?
2x Güngerich (oder Gündrich usw.) als Flurname, welche auf einen alemannischen Namen zurück gehen, das würde ich im eng gefassten Gebiet Oberdiessbach / Schwarzenegg / Oberhofen ausschliessen.

Wen du von einem alemannischen Siedler als Namensgeber ausgehst, dann bist du in der Zeit so um 600 n.Ch., und da würde mir eine Besiedlung am Thunersee besser gefallen 8-) , aber das sind leider nur Spekulationen.

Liste doch nochmals die ältesten Funde und Urkunden auf, vielleicht ergibt das ein etwas klareres Bild.
Und welche Form ist älter, Gündrich oder Güngerich? Gibt es dazu Erkenntnisse?

Bei "Güngerichegg" und "Güngerichbad" vermut ich, dass ein Eigentümer diesem Ort seinen Familiennamen "vermacht" hat.

Ich habe übrigens nicht alle älteren Beiträge gelesen, kann also sein, dass es da "Überschneidungen" gibt.


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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von hhg » Do 27. Jan 2022, 09:04

Hallo Walter,

zu frühen Funden steht bereits Einiges in diesem und anderen Thread(s). Kurzfassung (Details schicke dir per Mail): Als Vorname ist Gündrich seit ca. 230 nachgewiesen und taucht später quer durch die Geschichte und Europa auf. Mehrfach auch als Bestandteil von Orten, die deutlich vor der Verbreitung von Familiennamen gegründet wurden. Wann und wie der Name in die Schweiz gekommen ist, dazu habe ich wenige dünne Hinweise. Der erste solide Fund (als FN) ist ein Eintrag im Berner Udelbuch von 1389, der nächste leider erst der Pachtbrief von 1507 des Klosters Interlaken für das Gut bei Aeschlen Under dem Hus (heute Unterhaus), in dem der Pächter Uli Gündrich als in Diessbach genannt ist.

Hintergrund, diesen alten Beitrag wiederzubeleben, war meine jüngste Erkenntnis, dass der im Zusammenhang mit Schwarzenegg genannte Flurname anscheinend an das Gut in Aeschlen angrenzt - somit der Pächter Uli Gündrich oder seine Nachkommen als Namensgeber wahrscheinlich wären.

Gute Frage, ob es zu dem ja weitaus früher dokumentiere Flurstück "bei Ansolmingen" Verbindungen geben könnte. Solange sich dazu aber keine weiteren Spuren ergeben bleibt wohl nur, die Frage offen zu lassen ...



Walter
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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von Walter » Do 27. Jan 2022, 12:43

Hallo Helmut,
mich hat der Hinweis auf Schwarzenegg irritiert, dort finde ich nur den Flurnamen Güngerichegg und an anderer Stelle den Hinweis auf das Güngerichbad.

Und zwischen Güngerich bei Oberbleiken und Unterhaus bei Oberdiessbach liegt die Falkenfluh mit über 1000m Höhe.

Bei den erwähnten Güngerich-Flurnamen würde ich vermuten, dass dort der Familienname Namensgeber war.

Hier noch ein Ausschnitt aus dem Ortsnamenbuch des Kantons Bern zu Günderich/Güngerich (Band 1/2, Seite 151), hilft dir aber auch nicht weiter:

Ortsnamenbuch BE.jpg
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hhg
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Re: Gündrich als Flurname

Beitrag von hhg » Do 27. Jan 2022, 13:58

Die Falkenfluh zwischen Unterhaus und Oberbleiken - nicht zwangsläufig ein "Hindernis". Nach Beschreibung im Pachtvertrag gehörte zu Under dem Hus ein weitläufiges Areal südlich vom Schloss Obderdiessbach, und aus Papieren im Hintergrund einer Konfiszierung von Täufergut ist ersichtlich, dass eine Güngerich-Familie recht umfangreiche weitere Besitzungen hatte, zu den neben dem Aeschlengut (vermutlich Under dem Hus) einige weitere Höfe gehörten, die Kinder als Erbteil erhielten.

Danke für den Ortsnamenbuch-Ausschnitt. Eingebildeterweise ist für mich der kaum sicher deutbarere Name klar aus den mittelhochdeutschen Silben gund und rihi hervorgegangen, auf denen, neben anderen germanischen Namen, auch Gündrich ("der Kampfesreiche") beruht, in der Geschichtsschreibung einheitlicher in der latinisierten Form Gundericus. Das weitere muss ich noch näher verdauen - aber vielleicht ist die Sache für andere Forumsmitglieder weniger interessant. Ich schick dir demnächst eine Mail!



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