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Freiherren von E n n e auch von Ender, von End

Posted: Tue 5. Nov 2019, 09:15
by gerhardender
Burg Grimmenstein seit 1416 Ruine
Autor: Peter Eggenberger 29.03.2016
Die oberhalb von St. Margrethen gelegene Burg Grimmenstein war ein gefürchtetes Raubritternest. Im Jahr 1416 wurde das markante Bauwerk zerstört und nicht wieder aufgebaut.

ST. MARGRETHEN. Die Burg wird im Jahre 1254 erstmals urkundlich erwähnt. 1315 setzte Abt Heinrich von Ramstein vom Kloster St. Gallen (es war Eigentümerin grosser Gebiete im Rheintal und Appenzell) den aus dem Südtirol stammenden Ritter Wilhelm von Enne als neuen Burgherren und Vogt auf Grimmenstein ein.

Die kirchlichen Herren in St. Gallen und mit ihnen auch die Grimmensteiner Vögte drangsalierten die Bevölkerung immer stärker, was zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Schlachten auf Vögelinsegg und am Stoss führte. Im Zug der Feindseligkeiten wurde 1405 auch die Burg Grimmenstein von den Appenzellern erobert und teilweise zerstört.

1412 und damit sieben Jahre nach der Zerstörung bauten die Nachfahren von Wilhelm dem Dritten von Enne, die Brüder Georg und Wilhelm, die Grimmensteiner Burg wieder auf. Schon bald waren die beiden skrupellosen Brüder als Raubritter verhasst und gefürchtet. 1416 überfielen sie mit ihren Knechten ein auf dem Rhein verkehrendes Konstanzer Marktschiff und raubten es aus. Noch im gleichen Jahr wurde Neu-Grimmenstein von den erbosten Konstanzern angegriffen und endgültig zerstört.

Die Ruine wurde danach als Steinbruch genutzt. Nur zwei Schenkel des imposanten Turms und die Grundmauern blieben erhalten. Von 1936 bis 1938 wurde die Burgruine freigelegt, gesichert und unter Schutz gestellt. Heute ist Grimmenstein ein beliebtes Ausflugsziel ab Walzenhausen, zumal die Burg am vom Fernsehen bekannten Chumm-und-lueg-Weg und am Rheintal-Höhenweg liegt.
Quelle: https://rheintaler.ch/artikel/burg-grim ... uine/27009
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Freiherr Georg von End
1420 – Verstorben • L199-5BZ (ID family search)



Georg von End, Freiherr 1420
1420: Freiherr Georg von End schenkt dem Rudolf Neiser vo Grimmenstain für treue Dienste zu Eigen 2 Ackerlin bei Höchst im unteren Feld, stoßt an Lobis Isel…daß ander an der Mönwiden in der Ow…

Quelle:
Vorarlberger Flurnamenbuch, Teil I, Band 6, Flurnamensammlungen Unterland, Rheindelta, Leiblachtal
Seite 239
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Freiherr Jory von Enn
um 1418 – Verstorben

Freiherr Jory von Enn 1418

1418: Jory von Enn verkauft an burgern zu St. Gallen…uss dem hof ze Höchst in Sankt Johans Kirchspel…und demvorst zehöchst item 18 fl dn. Gelz von huttenwies …item ab 4 Mannmahd uff dem Arbold item 4 Mannmahd wiesen uff Kellerwis und di wis so ma nempt Erlos item den Kellnhof und aker dabay so an 20Juchart...(Diese Güter gingen durch Kauf 1433 an das heilig Geist Spital zu St. Gallen)

Quelle:
Vorarlberger Flurnamenbuch, Teil I, Band 6, Flurnamensammlungen Unterland, Rheindelta, Leiblachtal
Seite 239
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https://rheintaler.ch/artikel/burg-grim ... uine/27009

Jörg von End – ein Raubritter zur Zeit des Konzils zu Konstanz
Als Paradebeispiel eines Ritters zur Zeit des Konstanzer Konzils gilt Oswald von Wolkenstein. Es gab aber auch finstere Gesellen, die durch Überfälle und andere Straftaten von sich reden machten, wie der durchtriebene Raubritter Jörg von End.
Jörg von End, auch Georg von Enne genannt, ist heute wenig bekannt. In Konstanz erregte er jedoch zur Zeit des Konzils große Aufmerksamkeit. Grund dafür war, dass Jörg von End von Burg Rieneck (an der damaligen Straße nach Italien gelegen) und Schloss Grimmenstein (im heutigen Kanton St. Gallen) aus Reisende überfiel, die auf dem Weg zum Konzil waren oder von dort kamen. Außerdem ließ er ein mit Korn beladenes Schiff, das den Bürgern von Konstanz und Feldkirch gehörte, entwenden. Davon erfuhren die Konstanzer und ließen Jörg von End, der sich zu dieser Zeit in Konstanz aufhielt, verhaften. Sein Diener floh, wurde aber verfolgt und ertrank im Bodensee. Jörg von End selbst sollte hingerichtet werden, durch die Fürsprache von Freunden und sein Versprechen, Grimmenstein der Stadt Konstanz zu übergeben, kam er jedoch frei. Die Konstanzer ließen Grimmenstein daraufhin sofort niederbrennen und abtragen.
Jörg von End hatte dies als große Schmach empfunden und hegte noch Jahre später Rachegedanken. Der Legende nach überfiel er zusammen mit einigen Komplizen zwei Konstanzer Bürger und nahm diese gefangen. Dabei handelte es sich wohl um Ulrich (oder Hans) Schatz und dessen Sohn. Der Vater wurde in der Gefangenschaft so misshandelt, dass er starb. Sein Sohn konnte fliehen. Die Stadt Konstanz und die mit ihr verbündeten Städte erklärten Jörg von End daraufhin den Krieg. Zur selben
Zeit verhängte das Hofgericht zu Rottweil die Acht über die am Überfall Beteiligten. Erst nachdem die Städte schon einen Feldhauptmann erwählt hatten, kam es mithilfe von Vermittlern zu Verhandlungen über einen Friedensschluss. 1426 erfolgt dieser schließlich, hielt jedoch nur kurze Zeit. Erst 1431 wurde er erneuert. Ein Jahr später findet sich letzte urkundliche Erwähnung Jörgs von End. Er starb wohl wenig später.
Hier handelt es sich um die selbe Person.


Anmerkung: Die Freiherren von End, auch Freiherren von Ender, von Enn, von Enne haben mit den Ender nichts gemein, diese stammen aus Enn im Trentin.

https://www.konstanzer-konzil.de/de/rue ... es-konzils


IGALische Grüsse us am "Ländle"
Gerhard Ender :idea: