Behaghel

Hierher gehört alles, was keinem bestimmten Bundesland zugeordnet werden kann. Pour vos messages ne concernant pas directement un département spécifique. For your messages which doen't concern a specific region.
Hierher gehört alles, was keinem bestimmten Bundesland zugeordnet werden kann. Pour vos messages ne concernant pas directement un département spécifique. For your messages which doen't concern a specific region.

Moderator: le_tisserand

Gesperrt
HansGeorgBehaghel
Beiträge: 52
Registriert: Do 21. Mär 2019, 16:46
Geschlecht: Männlich

Behaghel

Beitrag von HansGeorgBehaghel » So 31. Mär 2019, 06:38

Nachdem sich im Jahr 1756 in WIen eine etwas rätselhafte Eintragung im Adelsregister für meinen Vorfahren Isaac Behaghel von Adlerskron befindet, nämlich das er sich in weiterer Folge zwar "von Adlerskron" nennen darf, aber ihm ein "privilegium de non usu" auferlegt wird, habe ich einmal über die damalige Zeit nachgedacht.

Adelsverzeichnis Adlerskron

Rätselhaft weil gleichzeitig eine Erhöhung erfolgte und man ein "privilegium de non usu" erließ.

Niemand sucht gleichzeitig um die Eintragung eines Adels ins Verzeichnis an und sagt zur selben Zeit:

Von meinen Rechten will ich aber keinen Gebrauch machen.

Wozu?

Ab 1867 war es Dank Dezemberverfassung vollkommen normal, dass man gleichgültig ob der Erblasser männlich oder weiblich war, den Adel übernehmen konnte.

Nun: Im Jahr 1764, als Josef II Erzherzögin Maria Theresia beerbte war es das noch nicht.

Wikipedia: Josef II

Ich habe daher eine Frage:

Da der Erblassung vom Kaiser des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation (1764) und Erzherzogtum Österreich 1765 nicht zum selben Zeitpunkt erfolgte, war es auch nicht ein Reich.

Sondern Deutschland war Deutschland. Österreich Österreich.

War eigentlich Josef II, da seine Mutter eine Frau war, überhaupt berechtigt, den Adel zu übernehmen?

Oder könnte dies der Grund für das damalige "privilegium de non usu" für Isaac Behaghel von Adlerskron gewesen sein.

Wer übrigens wissen will, wer die Familie Behaghel ist, dem empfehle ich mein Buch:

Das Haus Behaghel: Von strikter Observanz, den Stuarts und der Madame de Pompadour



HansGeorgBehaghel
Beiträge: 52
Registriert: Do 21. Mär 2019, 16:46
Geschlecht: Männlich

Wie liest man das Adelsregister?

Beitrag von HansGeorgBehaghel » Do 10. Jun 2021, 11:51

Wenn ich zum Beispiel einen Eintrag des Bruders meines Vorfahren finde, der mit Nummer 23.31 "auf Basis des Adels der Voreltern" geadelt wurde und sich in einer Gruppe 23 befindet:

Brauche ich dann eigentlich nur bis zur Nummer 1 zu gehen, um zu wissen, wer wir wann waren? Nein, die sind jahresmässig in beiden Richtungen bunt gemischt.

Irgendwie steht das alles bei Bedia-Behme, aber ich durchschaue die Zusammenhänge nicht ganz.

https://www.archivinformationssystem.at ... ID=1362372

Wer sind diese "Voreltern"???? Wo finde ich diese "Voreltern"???? Und wenn ich es mit der Eintragung Peitl vergleiche, taucht da oberhalb das Flag "Reichsadelsstand" auf, das bei der Eintragung der "Edle von Peitl" nicht auftaucht? Es stehen Fol. 1-14, wobei ich überhaupt keine Folien sehe?

https://www.archivinformationssystem.at ... ID=4093456

Sicher scheint nur zu sein, dass die Adelung auf Basis des Adels der "Voreltern" erfolgte?

Zitat: Behaghel, Isaac, gräflich Wied-Neu-Wiedischer Kammerrat, Bestätigung des seinen Voreltern verliehenen Adels, Verleihung des Prädikates „von Adlerscron (Adlerskron)”, privilegium de non usu

Und das für Isaak ein "Privilegium de non usu" galt, also ein Ruhen des Adels, ist für mich nicht gleichbedeutend damit, dass auch für Karl eines bestand, oder? Weil der hatte ja keines beantragt.

Wenn aber der Adel für Isaac auf "Basis der Voreltern" galt, nirdendwo steht für mich, wer diese waren (oder doch?), müsste dies auch für seinen Bruder Karl gelten? Denn entweder waren meine Vorfahren adelig oder nicht.

.) https://portal.dnb.de/opac.htm?method=s ... D124983529
.) https://portal.dnb.de/opac.htm?method=s ... 1185507272
.) https://portal.dnb.de/opac.htm?method=s ... 1024720365

Daher verstehe ich auch nicht, welches Wappen Jakob Wilhelm Behaghel von Hack drei Jahre später aufgebessert hat? Zumindest keines von den "Adlerskron". Weil die hatten kein Wappen. Also müsste es ein Nachfahre von Karl gewesen sein? Ausser es gab noch einen dritten Bruder, der nirgendwo aufscheint und der hätte wohl, wenn es diesen gegeben hätte auch das Wollgeschäft mitbetrieben?

https://www.archivinformationssystem.at ... ID=1362371

Wie soll man dieses Register richtig lesen?



HansGeorgBehaghel
Beiträge: 52
Registriert: Do 21. Mär 2019, 16:46
Geschlecht: Männlich

Sind die Behaghel in Wahrheit die Beheims?

Beitrag von HansGeorgBehaghel » Fr 11. Jun 2021, 06:15

Da ich mich gefragt habe, ob alle Menschen, welche sich in der Gruppe 23 befinden, Voreltern von Isaak Behaghel von Adlerskron gewesen sein können, habe ich diese einmal geordnet. Eine Frage an Historiker: Können all diese Menschen zu ein und der selben Familie gehört haben?

So würde ich dies der Gruppenangabe her entnehmen. Und eigentlich sind die Gruppen jeweils mit einer Familie verbunden:

https://www.archivinformationssystem.at ... ID=1362372

Johann de Beelz, Palatinat (1422)
Johann Beeck (1425) „von“,
Otto Beheim, Wappen (1432)
Cunrad, Beheim de Cunreutis, Wappen, Rom (1433)
Anton de Bedia, kaiserlicher Hofdiener (1530),
Johann Senior Beheim, Wappen mit Lehenartikel, Augsburg (1530)
Bernard Beheim von Fridsheim, Rat der verwitweten Königin Maria von Ungarn und Böhmen, Oberster Kammergraf zu Kremnitz, Hauptmann zu Altsohl und der sieben ungarischen Bergstädte, Thomas, Münzmeister zu Wien, Johann, Münzmeister zu Hall in Tirol, Mathias, Juris utriusque Doctor, Bertold, Diener und Verwalter der Kammer zu Kremnitz der verwitweten Königin Maria von Ungarn und Böhmen, Bestätigung des von Kaiser Maximilian verliehenen Adels nebst mehreren Freiheiten, Wappenbesserung, Rotwachsfreiheit, Freisitzrecht; Augsburg (1530)
Wolfgang Behaim, Regensburg; Wappen mit Lehenartikel (1532)
Phillip Bedet, Kanonius zu Besancon (1538)
Liborius Begmannus, Adelserhebung Madrid (1539)
Jakob Beham, Übertragung des Wappens mit Lehenartikel, Speyer (1544)
Beheim alias Spieß, Palatinat ad personam (1547)
Johann Beheim, Wappen mit Lehenartikel (1577)
Georg Behaim, Eintragung in das deutsche Adelsregister (1575)
Erhard Behem von Behemstein, Wappenaufbesserung Prag (1579)
Hermann von der Beekhe, Sekretär des Erzbischofs von Bremen, Palatin ad personam (1580)
Johann Beer, kaiserlicher Gardist (1583)
Urban Behaim, Rotwachsfreiheit, privilegium denominandi, Prag (1589)
Johann Behaim, Wappenbestätigung mit der Krone, Prag (1598)
Egyd Behem, Wappen mit Lehenartikel, Prag (1592)
Albrecht Beheim, Reichspfennigmeisteramtsverwalter, Prag (1595)
Michael Beer und Familie, Erhebung in den Ritterstand (1602)
Willhelm Behem, Pflegsverwalter und Gerichtsschreiber zu Kastelbell und der Herrschaft Schlanders in Tirol, Prag (1604)
Paul Beer, Adelserhebung in Preslau (1607)
Johann Beegk, Besitzer des Neuhofes (1614)
Ambros Beer, Rotwachsfreiheit, exemptio ab oneribus (1634)
Anton Begnudelli, Kanzler des Bischofs von Trient, Prag (1634)
Wilhelm Beckmann, Bürgermeister von Lüttich (1637)
Phillip von Beeckh (1651),
Matthäus Beger, Bürgermeister von Reutlingen (1653)
Johann Friedrich Beer von Beerenegg, Reichsadel (1659)
Ferdinand Andreas Beer, Rittermeister des Graf Sporkschem Regiments (1666)
Jakob Beer, Rentmeister im Herzogtum Steiermark (1667)
Georg Friedrich Beheim; Vereinigung mit den „von Schwartzbach“ (1677)
Behaim von Schwarzbach, Freieherrenstand, „Wohlgeboren“ (1681)
Melchior Leopold Freiherr von Beeck, Freiherrenstand (1682),
Johann Behemenstein und Fabriani (Behm), Protomedikus der verwitweten Königin von Polen und Herzogin von Lothringen, Ritterstand, unter Weglassung seines bisherigen Familiennamens, Wappenvereinigung mit dem des ausgestorbenen Geschlechtes der Fabriani de Bechetti, Wien (1694)
Behme, Generalwachtmeister und Obrist eines Dragonerregiments, Freiherrenstand (1707)
Josef Baron le Begue, geheimer Rat und Siegelbewahrer der Herzogs von Lothringen, Grafenstand, Wien (1714)
Johann Nicklas Beeckmann, Herr zu Vieusart, Gutsbesitzer im Lüttichischen (1714)
Maria Johanna aus Lüttich, Beckmann, Advokat zu Mortiers und Herr zu Moutrox (1720)
Johann Andreas, Beer, Kanzleidirektor der gräflich leinigschen (1788)
Franz Benedikt Beer, jubilierter Kontroller des k.k.Zollamtes in Graz (1788)
Christoph Beez, Stabs- und Platzmajor der Festung Stralsund (1734)
Isaak Behaghel, Kammerrat in Wied-Neuwied (1756)
Jakob Wilhelm Behaghel von Hack, Reichsritterstand (1759)

Das könnte durchaus passen. De Peelz könnte aus Frankreich gestammt haben und daher hat man Beguin wieder für Lothringen eingesetzt. In Wahrheit aber waren es die Beheims, welche dann über Flandern und Beguin zu Behaghel wurden. Klingt lautverschiebungsmässig ziemlich logisch. Das erklärt auch den Bauauftrag als Erstauftrag für das Schloss Wied-Neuwied an Karl Gustav Behaghel von Adlerskron. Die Familie hatte schon einmal ein Schloss gebaut. Das Schloss Ehrenburg. Und es erklärt auch warum man Jakob Wilhelm Behaghel von Hack zum Meister vom Stuhl machte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beheim

Bereits Lorenz Beheim war bekannter Humanist gewesen.



hhg
Beiträge: 1052
Registriert: Di 24. Mär 2009, 14:43
Geschlecht: Männlich

Re: Sind die Behaghel in Wahrheit die Beheims?

Beitrag von hhg » Fr 11. Jun 2021, 16:16

Hallo HansGeorg,

leider bin ich kein Historiker. Ich kann mir auch kaum vorstellen dass jemand hier im Forum ernsthafte Argumente oder Gegenargumente findet, ob die aufgelisteten Personen zu einer Familie gehören. Nichts für ungut, aber auch bei deinen anderen Beiträgen, vom Mittel- bis Nazi-Zeitalter, habe ich Mühe nachzuvollziehen worauf du hinaus willst. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass meine Denke nur klaren Fragestellungen ohne allzuviel Kontext folgen kann.



HansGeorgBehaghel
Beiträge: 52
Registriert: Do 21. Mär 2019, 16:46
Geschlecht: Männlich

Re: Sind die Behaghel in Wahrheit die Beheims?

Beitrag von HansGeorgBehaghel » Fr 11. Jun 2021, 18:29

Alle hier suchen wohl ihre Vorfahren. In unserer Familie passiert ab 1742 eigenartiges.

Nach einer Firmenpleite wird Isaak Behaghel, der dann 1756 Isaak Behaghel von Adlerskron wird, Kammerrat und Finanzminister von Wied, nachdem er kurz zuvor mit seinem Bruder, meinem Vorfahren Karl Behaghel von Flammerdinghe in Frankfurt/Main mit einem Wollgrosshandel, mit englischen Textilien in Konkurs gegangen ist.

Er selbst wird 1756 mit "Privilegium de non usu" auf "Basis des Adels der Voreltern" geadelt. Seinen Sohn Gustav findet man in der Gesellschaft von Friedrich Schiller. Seinen anderen Sohn mit Friedrich Parrot bei der Erstbesteigung des Arrarat. Und seinen dritten Sohn als Mitglied der Livländischen Ritterschaft. Sein vierter Sohn Karl erhält den Auftrag Schloss Neuwied fertigzustellen und Schloss Monrepos zu bauen, ohne das man zuvor irgendwelche Bauten von ihm finden kann.

Und das, obwohl sie zwei Generationen zuvor als Hugenotten aus Flandern flüchten hatten müssen. Gleich nach der Flucht aber arbeiten sie als Goldschmiede in Frankenthal, Abraham Behaghel.

Dessen Sohn Daniel eröffnet die Hannauer Porzellanmanifaktur und er erhält auf Facetten ein Monopol in Frankfurt/Main. Womit er grosse Grundstücke in Pennsylvania erwerben kann.

Auch der Sohn des anderen Pleites geht durchaus beachtliche Wege. Er betreibt eine Wappenaufbesserung in Wien mit denen "von Hack". Nennt sich von da an Jakob Wilhelm Behaghel von Hack und wird Obermeister des Schottischen Ritus der Freimaurer. Baut seinerseits wieder ein Schloss.

Und ich würde gerne wissen, wie es überhaupt zu all diesen überraschenden Ereignissen kam.

Dabei heiratet Karl Behaghel von Flammerdinghe, mein Vorfahre die Tochter des Tabakfabrikanten Isaak von Flammerdinghe, der dessen Schulden nach der Pleite zahlt und ihm eine eigene Fabrik ermöglicht, während ein Sohn von Isaak, seinem Bruder, dem Kammerrat in Wied Elisabeth Bassompiere heiratet.

Und meines Erachtens kann all das nicht durch eine Firmenpleite eines Wollgrosshandels ausgelöst worden sein. Daher stelle ich mir seit geraumer Zeit die Frage: Wie kam es dazu? All das scheint allerdings ausser mich niemand zu erstaunen.

Und das mit dem Nazis ist auch so eine Sache. Wim Heinsius, der Leiter der Royalen Druckerei der Niederlande heiratet 1923 meine Grosstante Irma Behaghel von Flammerdinghe, damit sein Bruder Martinus in der Folge meiner Grossmutter vorwirft, sie wäre Sekretärin bei Hitler gewesen. Der war Zeitungsherausgeber. Ohne das eine Zeit zu finden wäre, in welcher sie überhaupt je in Berlin gelebt hätte.

Für eine Soapopera also genug Stoff. Der Punkt ist nur, verfilme ich das in Hollywood, lehnt das ein Jeder als zu unrealistisch ab. In der Realität hat sich aber all das so zugetragen.



hhg
Beiträge: 1052
Registriert: Di 24. Mär 2009, 14:43
Geschlecht: Männlich

Re: Behaghel

Beitrag von hhg » Di 15. Jun 2021, 11:43

stimmt, hier im Forum geht es um Familiengeschichte(n), Vorfahren, genealogische Hintergründe - in erster Linie um den Austausch darüber, also entweder bestimmte Fragen zu stellen, oder möglicherweise zielführende Antworten zu geben.

Zur Präsentation von weitläufigen gesammelten Wissen bietet das Unter-Forum Artikel Gelegenheit. Zudem hast du ja schon auf diverse Links verwiesen, in denen Interessierte Näheres finden können.

Mir persönlich wird es zu mühsam zu versuchen dir zu folgen, wenn du dich nicht kürzer und präziser fassen kannt - nichts für ungut.



Gesperrt

Zurück zu „General“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast