Moser von Untereggen SG

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Moser von Untereggen SG

Beitrag von Wolf » Di 3. Jan 2006, 20:16

Bild
Familienwappen "Moser von Untereggen", Sammlung Staatsarchiv St.Gallen: die drei Moosblumen weisen auf die Herkunft der beim/im Moos Wohnenden hin; 1618 erstmals erwähnt.
Willi Moser: Am Rande der Geschichte
Die Moser von Untereggen und die Keller von Niederwil (Gemeinde Oberbüren) in der Fürstabtei St.Gallen (Selbstverlag, Dübendorf 2005, 289 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Stammtafeln).

Über das Buch berichtet das St.Galler Tagblatt am 22.7.2005
(Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung durch den Verlag):


"Am Rande der Geschichte"
Willi Moser auf Spurensuche: Veröffentlichung eines Buches über seine Vorfahren

Willi Moser, pensionierter Polizeioffizier, machte sich auf die Suche nach Spuren seiner Vorfahren. Die Ergebnisse sind in einem 300-seitigen Buch zu finden: neben einer Familiensaga auch eine Unteregger Geschichte.

Notker Angehrn

Bei der Suche nach den Wurzeln seiner Familie hat Willi Moser seitens der Behörden und älterer Personen in der Gemeinde Untereggen viel Unterstützung erfahren. In seinem Buch "Am Rande der Geschichte" präsentiert er denn auch nebst den Ergebnissen seiner akribischen Erforschung der Familiengeschichte ein ganzes Kapitel über seine Heimatgemeinde Untereggen.

Hohe Kindersterblichkeit
Die klare Gliederung und die gut verständliche Sprache, in der Willi Moser die Unteregger Geschichte aus verschiedenen Dokumenten zusammengefasst hat, macht diesen Teil des Buches zu einem spannenden Lesevergnügen auch für jene, welche keinen direkten Bezug zu den Familien Moser haben. Dies bestätigt Ruedi Bruggmann, der während 30 Jahren als nebenamtlicher Gemeindammann von Untereggen tätig war. "Ich bin erstaunt über die unerhörte Arbeit, die Willi Moser geleistet hat. Jedem Hinweis ist er nachgegangen und hat viel aus der Geschichte unserer Gemeinde in das Buch eingebracht." Nachdenklich gemacht hat Ruedi Bruggmann beim Lesen der "Moser"-Geschichte die nachgewiesene hohe Kindersterblichkeit, welche in früheren Jahrhunderten zwar eine allgemeine Erfahrung war, ihm jedoch durch die Fakten in der Familiengeschichte der Moser noch viel bewusster wurde. "Auch sonst haben die Leute vieles durchgemacht, was mich beeindruckt", resümiert der Grand-seigneur von Untereggen, der nächstes Jahr 75 Jahre alt wird. Prägnant zusammengefasst ist die kirchliche und gesellschaftliche Entwicklung von Untereggen: die Loslösung von der Pfarrei Arbon und die Aufnahme in die Pfarrei Goldach (1646), die Geschichte vom Bau einer Kapelle bis zur eigenen Pfarrkirche Maria Magdalena (1704) sowie die Bauphasen der heutigen Kirche.

Geschichte im Restaurant
Ebenso wird aufgezeigt, wie aus der 1803 gebildeten Kreisgemeinde (mit Eggersriet und Grub) Untereggen 1828 die Selbständigkeit erreichte. Für den Restaurator Klaus Engler, der sich schon länger mit den Entwicklungen der Gemeinde befasst, ist das Buch von Willi Moser ebenfalls eine positive Überraschung. Die Geschichten der Familien Moser seien für die Gemeinde auch interessant, weil sich ein Teil derselben im Restaurant Schäfle abspielte, damals gesellschaftliches und politisches Zentrum von Untereggen. Einer der fünf Moser, die mit Vornamen Franz Xaver hiessen, war 15 Jahre Gemeindammann. Er starb 1930.

Nach Goldach geheiratet
Wer sich mit der eigenen Familiengeschichte befassen will, erhält durch die Arbeit von Willi Moser Einblick, wie aufwendig es sein kann, bis die Spuren der Vorfahren aus den letzten 400 Jahren erforscht und zusammengetragen sind. Gegen hundert Mal begab sich Willi Moser nach St. Gallen, um in Archiven nach Dokumenten zu suchen. Im Buch werden auch die engen Beziehungen zu Nachbargemeinden wie Goldach und Eggersriet deutlich, oft infolge Heirat oder beruflicher Tätigkeit. Willi Moser konnte bei seinen Besuchen in der alten Heimat auch erfahren, ob er mit seinen Nachforschungen auf dem richtigen Weg ist.

Detektiv am Werk
Mütterlicherseits führten die Ermittlungen zu den Familien Keller nach Niederwil bei Gossau. Stammbaum-Tabellen zeigen die familiären Verästelungen auf und alte Fotos machen die von Willi Moser lebhaft geschilderten Begebenheiten in der lokalen Umgebung noch stärker erfahrbar. Register und Quellenangaben lassen schliesslich keinen Zweifel darüber, dass hier ein Detektiv am Werk war, dessen berufliche Prägung als ehemaliger Polizist nachwirkt.

Stichwort: Strenge Sitten
Im Bericht über die Situation in der Pfarrei Untereggen aus dem Jahre 1796 sind im Buch von Willi Moser auch einige Originaldokumente abgebildet. Auf die von den kirchlichen Behörden gestellten Fragen antwortet der Pfarrer. Gefragt wird zum Beispiel: Welche Laster herrschen in der Gemeinde? Spielen? "Zwytracht"? Die Antwort des Pfarrers: Bei einigen "Zwytracht" wegen dem Lands-Handel. Auskunft musste er auch geben auf die Frage: Gibt es in der Pfarrei Eheleute, die eigenmächtig getrennt leben? Ein weiterer Kontrollpunkt war, ob die Wirtshäuser während dem Gottesdienst nicht besucht werden. Darauf antwortete der Pfarrer, dass dies einige tun würden.

Bereits über das Projekt hatte das St.Galler Tagblatt am 6.9.2001 berichtet
(Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung durch den Verlag):


Auf den Spuren seiner Vorfahren
Ein Zürcher gräbt in Untereggen in der Familiengeschichte

Willi Moser, ehemaliger Polizeioffizier der Stadt Zürich, betreibt in Untereggen genealogische Untersuchungen - jedoch keine kriminalistischen. Er sucht nach seinen familiären Wurzeln und ist dabei auf Fehlverhalten seiner Vorfahren gestossen.

Notker Angehrn

Seit Willli Moser mit 63 seinen Dienst bei der Polizei beendet hat, treibt es ihn mehr als zuvor nach Untereggen und in Archive nach St. Gallen. Zivilstandsakten, Kirchenbücher, Urkunden, Bilder, Fotos und andere Hinweise, die das Geschlecht der Moser von Untereggen betreffen, hat er gesichtet und dabei wichtige Hinweise zu seiner Familiengeschichte gesammelt.

Unteregger Höfe
Der Hobbyforscher stösst auf seiner familiären Suche zwangsläufig auch auf andere Geschichten. In Goldach, wohin die Gotteshausleute von Untereggen ab 1647 kirchenpflichtig waren, hat er im Kirchenbuch erste Einträge ab 1603 gefunden. Die Aufzeichnungen in Untereggen datieren ab dem Jahr 1702 mit der Loslösung von Goldach und der Gründung einer eigenen Kirchgemeinde. Mosers Ahnen stammen nicht aus einem der drei Haupthöfe, woraus sich das heutige Dorf Untereggen entwickelt hat, sondern vom Hof Hammershus, der zu den ältesten Siedlungen Untereggens zählt. Laut Bewertung der kantonalen Denkmalpflege findet sich hier eine Bautengruppe mit vier Bauernhäusern, die in ihrer ursprünglichen Art noch intakt ist. Willi Moser hat einen Zinsbrief anno 1671 ausfindig gemacht: "Zinset Hans Moser von Hamershauss im Gericht Goldach der Statthalterey St. Gallen jährlich uff Martini 25 Gulden ab siner Weid ...", und es folgt eine lange Bezeichnung der Begrenzungen zu benachbarten Grundstücken. Daraus geht hervor, dass hier drei Familien namens Moser gewohnt haben.

Moser und Trachter
Im Rahmen eines Erbganges in Untereggen tauchte ein Namenswechsel auf, was zur besseren Unterscheidung der Familien gleichen Namens früher nicht unüblich war. So ist im Lehenbuch von Untereggen und Goldach um 1521 ein Erbvorgang von Caspar Moser aus dem Hof Vogtlüt beschrieben, der unweit von Hammershus liegt. Caspar erbte von seinem Vater Egli Moser, "den mann genamt hat Trachter", seinen Teil am Hof Vogtlüt. Von dieser Familie Moser (Trachter) bezeugt ein Eintrag auf einer Soldliste, dass Caspar um 1518 Kriegsdienst geleistet hat. Unter Ludwig von Helmstorff nahm er "mit der gotzhus fändly" an einem Feldzug ins Hochburgund teil. Er hatte im Zug der "fryen Knechte" von Goldach und Untereggen offenbar freiwillig Dienst geleistet - und das Kriegserlebnis überlebt. Die Nachforschungen von Willi Moser lassen Rückschlüsse auf die damaligen Lebensverhältnisse zu: kinderreiche Familien, hohe Sterblichkeit, Kriegsdienste (in Neapel gestorben), Auswanderung.An die vierzigmal schon ist Willi Moser für Recherchen von Zürich nach St. Gallen gekommen. In Untereggen, wo er inzwischen bei Behörden kein Unbekannter mehr ist, möchte er noch mehr von älteren Leuten erfahren, was sie über die Moser und Trachter wissen - oder ob sie noch lebende Nachfahren kennen. Der zuletzt in Untereggen wohnhafte Moser ist 1991 gestorben. Eine Linie der Familien Moser führt auch zum Restaurant Schäfle im Vorderhof.

Wer zur Ahnenforschung etwas beitragen kann, melde sich bei Willi Moser, Dübendorf, Telefon ....


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Moser von Untereggen in Nebraska

Beitrag von Wolf » Fr 24. Feb 2006, 23:47

Johann Baptist Moser (1851-1899) von Untereggen und Karolina Michaela Messmer (1853-1943) wandern im März 1880 nach Amerika aus und lassen sich in Nebraska nieder. Gesucht werden Angaben zu den Nachkommen - siehe separaten Beitrag.Inzwischen sind dort auch weitere Angaben zu Nachkommen in den USA aufgeführt.
- Editiert von Wolf am 25.02.2006, 13:21 -


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Zusammenhang zwischen den Trachter und Moser in Untereggen SG

Beitrag von Wolf » Mo 29. Mai 2006, 21:04

Über einen vermuteten Zusammenhang zwischen den Moser von Untereggen und den im 15./16. Jahrhundert in Untereggen nachgewiesenen Trachter berichtet Willi Moser in einem separaten Beitrag.


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Re: Moser von Untereggen SG

Beitrag von Wolf » Mo 2. Okt 2017, 17:58

Die Nummern vor dem Namen entsprechen der Numerierung nach Kekulé - bezogen auf die Probandin Laub von Untereggen SG.

Willi teilt mir mit [Quelle: Kirchenbücher Untereggen und Mörschwil]:

35) Moser Anna Maria, * 01.05.1765 in Untereggen, + 02.12.1839, von Untereggen.
oo 21.11.1803 in Untereggen
34) Bock Johann Jakob, * 29.09.1772 in Untereggen, + 30.03.1840, von Untereggen

Johann Jakob Bock wurde 1777 und Anna Maria Moser 1766 in Untereggen gefirmt: In Untereggen wurde gemäss KB in den Jahren […] 1741, 1746, 1755, 1766(9), 1777 […] gefirmt; also in unregelmässigen Abständen. Die Firmung konnte nicht persönlich durch den Abt vorgenommen werden, sondern erfolgte durch die bischöflich-konstanzische Kurie auf Einladung des Abtes. In der Regel wurden dann alle getauften Kinder, gleich welchen Alters, gefirmt. Siehe auch "Die Glaubenssorge der Fürstäbte von St. Gallen im 17. und 18. Jahrhundert", Seiten 162ff., von Johannes Duft.

70) Moser Johann, * 15.11.1732 in Untereggen, + 12.03.1802, von Untereggen
oo 26.04.1761 in Untereggen
71) Zingg Anna-Maria, * 08.10.1741 in Mörschwil, + 21.01.1807 in Untereggen, von Mörschwil

Angaben zu weiteren Vorfahren werden dankbar entgegen genommen. Daten zu mütterlichen Vorfahren bitte in ihren eigenen Threads diskutieren.


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