Kempfer von St.Gallen SG

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Kempfer von St.Gallen SG

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Der erste Eintrag Kempfer in der Stemmatologia Sangallensis ist Rudolf Kempfer, Mitglied der Pfisterzunft, 1533-1534 Eilfer. Mit Fida Hedinerin lässt er am 27.06.1530 den Sohn Rudolf (Nr.2) taufen.

Mit Friedrich, *13.02.1670 (Nr.13) stirbt das Geschlecht aus - zumindest als Bürger der Stadt St.Gallen. Er oo 17.07.1699 Katharina Susanne Dindonneé [sic!] von Straßburg (* und ≈ 08.07.1669 zu Meistersheim im untern Elsaß, als Tochter des Abraham Dieudonné [sic!] und der A. Marg. Braccioninierin. Diese Tochter ist von Herr Johann Schilter J.M.D. und Prof. an Kindes statt aufgenommen und zum Erben eingesetzt worden, welches eine hohe Obrigkeit gnädiglich confirmiert hat. Das Paar hat zwei Söhne, die jung versterben, und eine Tochter Dorothea Elisabeth, über deren weiteren Verbleib nichts bekannt ist. Da die Sterbedaten des Ehepaares nicht genannt werden, könnten sie ausgewandert sein.

Zu den v.a. in Lothringen verbreiteten Dieudonné sh. z.B. Geneanet. Dort wird auch (kostenpflichtig) eine Ehe Dieudonne Pierre Abraham (zwischen 1650 und 1700 in Buxy, Saône-et-Loire) mit Braconnier Marguerite angezeigt.


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Kempfer 12 Johannes (1636-1717)

Post by Wolf »

Unter dem Titel Schweizer Einwanderer nach Heidelberg und Umgebung wird auf die SEHUM-Datenbank verwiesen. Dort taucht u.a. ein Johann Kempfer (vor 1641 - nach 1662) auf ... siehe Anhang.

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Quelle/Source: Stemmatologia Sangallensis (Erläuterungen/Explanations)

Kempfer Johannes (20.08.1636-10.11.1717), Sohn des Johannes (Nr.10) und der Marie Kessler
ooI 10.03.1668
Helena Schobinger (19.12.1644-30.04.1678), Tochter des Friedrich (Nr.50) und der Anna Fels (des Nr.34)
Kinder:
31.01.1669 Anna Maria, oo Hanns Ulrich Alther (Nr.57)
13.02.1670 Friedrich (Nr.13) - mit ihm erlischt das Geschlecht.
21.04.1671 Johannes
01.05.1672 Magdalena, +23.04.1675
20.01.1674 Hanns Konrad
09.11.1675 Dorothea, +03.01.1677
12.11.1676 Helena, oo Leonhard Högger (Nr.118)

ooII 30.07.1678
Elisabeth Weniger (29.04.1648-?), Tochter des Hans Jacob (Nr.15) und der Marie Steiger (des Nr.33).
Die Ehe wird am 11.11.1678 [nach weniger als 4 Monaten] wegen seines Ehebruchs geschieden. Sie ooII Seb. Riz Barb. von Berneck. [Im Familienblatt des Schwiegervaters wird Baschon (=Sebastian) Ritz von Bernang (=Berneck) als zweiter Ehemann genannt - das "Barb." könnte eine Berufsbezeichnung (Barbier) sein.]
(Kind)
28.03.1679 Elisabeth, Hr. Kempfer wil diese nicht vor die seinige erkennen; vide das alte Taufbuch fol.231. [Siehe auch unter Anmerkungen die Aufgabe aller Ämter 1678.]

ooIII 25.10.1680
Maria Elisabeth Feyel (27.06.1639-28.05.1724), Tochter des Anton (Nr.9) und der Anna Buchlerin.
Kinder:
27.06.1682 Magdalena, +16.01.1721

Anmerkungen:
Weberzunft
25.01.1667-1678 Prediger
01.02.1667-1678 Colleg. Disput.
23.04.1667-1678 Synodalis
06.07.1668 1678 Deutscher Schulm(eiste)r
06.07.1678-1678 Schulpred(iger)
18.06.1669-1669 Bußner Coll. Theol. 1
11.08.1669-1676 Colleg. Music.
06.08.1672-1674 Vorsinger St.Mangen
18.12.1673-1674 Bußner Coll. Theol. 2
10.02.1674-1678 Vorsinger zu St.Laurenzen
1672-1678 Adjunct by Bindhaus Allmosen
27.12.1675-1676 Sekelmeister Coll. Theol.
1676-1678 Rechen-Schulmeister

Von seiner zweiten Ehe schreibt Hr. Kempfer selbst also anno 1678 Jul 30: unglücklich verkuplet mit Elisabeth Weniger. Parentes ut [Eltern wie] herneben. 1678 8br 11: Auf großes Anhalten ihres Vaters wegen meines beg. Fehlers wieder von ihr geschieden. Hett ich aber viel fl. 1000 Vermögen, wär ich mein Lebtag bei ihr gelegen.

emmerich fasst das 4-seitige Protokoll des Ehegerichts vom 11.10.1678 wie folgt zusammen:
Während seiner bis 30.4.1678 bestandenen ersten Ehe hatte Johannes Kempfer mit seiner Dienstmagd Barbara Linß Ehebruch begangen und diese geschwängert. Gleichwohl hatte er nach dem Tod seiner ersten Ehefrau unter Verheimlichung dieses Umstands um Elisabeth Weniger geworben und mit Einwilligung ihres Vaters geheiratet. Erst danach wurde sein Ehebruch ruchbar und er verlor sein Amt. Daraufhin begehrte Elisabeth Weniger die Scheidung von ihm. Sie trug vor, daß sie zwar während "der Zeit ihrer Beisammenwohnung alle Freundlichkeit und Liebe von ihme genoßen" habe, jedoch habe sie "das Herz von ihme abgewendt", weil sie sich von ihm "schändlich betrogen" fühlte.
Das Ehegericht urteilte am 11.10.1678 wie folgt:
Weilen Johannes Kämpfer bey dem Ihme bewußten schwehren wiewol in erster Ehe begangenen Fehler des Ehebruchs die Fr. Elisabetha Wenigerin, als eine gewesene ehrliche Tochter, schändlich betrogen und hinterführt, nunmehr auch sich selbst, da die Sache ruchbar worden, um Ehr, Stand und Amt gebracht: Findet ein E. Ehegericht der Fr. Klägerin Suchen der Ehescheidung sattsam begründet ....
Ferner führte das Ehegericht aus, daß die Klägerin frei sein solle, nach ihrem Kindbett wieder zu heiraten. Der Beklagte dagegen sollte erst nach einem Jahr bei guter Führung und mit Einwilligung des Ehegerichts erneut heiraten dürfen.
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