Quelle: H.R. von Fels, A. Schmid, E. von Fels: Wappenbuch der Stadt St.Gallen, Rorschach 1952.
Der Name Wegelin ist eng mit der St. Galler Stadtgeschichte verbunden. Seit der Einbürgerung des Stammvaters Andreas Wegelin-Schegg 1586 brachte die Familie eine Reihe herausragender Persönlichkeiten hervor: Stadtpfarrer Bartholome Wegelin-Zollikofer (1621-1684), den ersten Kaufmann der Familie Christoph Wegelin-Spengler (1617-1682), Bürgermeister Christoph Wegelin-Locher (1688-1774), den «Geschichtsphilosophen» am Hofe Friedrichs des Grossen Jakob Wegelin-Täschler (1721-1791), Andreas Wegelin-Schlumpf (1720-1763) und die Gerichtsherrschaft «Thurberg», Bankier Emil Wegelin-Wild (1831-1908) oder den Mitbegründer des St. Galler Kantonsspitals, Carl Wegelin-Stein (1832-1878).Der Stammvater Andreas Wegelin stammt höchstwahrscheinlich aus Ravensburg (Württemberg), wo der Name 1318 erstmals auftaucht; es sind Weber. 1406 kaufen Mitglieder der Familie das ganze Dörfchen Taldorf (heute Ortsteil von Ravensburg). Die Eltern von Andreas sind Michael Wägele und Katharina Gessler - weitere Unterlagen zur genauen Einordnung der Linie fehlen aber.
Die Geschichte der Wegelin, mit Augenmerk auch auf die oben genannten Personen, wird beschrieben in Rolf E. Kellenberg: Die Wegelin - Vierhundert Jahre Theologen, Ärzte und Bankiers aus St.Gallen.
St.Gallen, VGS Verlagsgenossenschaft St.Gallen, 2016. ISBN 978-3-7291-1154-7.
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Laut Bürgerbuch der Ortsbürgergemeinde St.Gallen (Ausgabe 1970) gab es bereits im 15. Jahrhundert ein St.Galler Bürgergeschlecht "Wägenli" oder "Wägeli", das einen Wagen im Wappen führte und 1520 erlosch. Laut Kellenberg wurde dieses Wappen auch von den "neuen" Wegelin bis in die 1720er Jahre verwendet. Später nahmen insbesondere Zunftmeister Andreas Wegelin-Zollikofer (1656-1742) und seine Nachkommen das von Kaiser Ferdinand I. am 21.11.1547 an eine Bregenzer Familie Wegelin verliehene Wappen mit dem silbernen Windhund an, das auch im oben zitierten Wappenbuch der Stadt St.Gallen der Familie zugeordnet wird.

