Naef / Näf von St.Gallen SG

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Naef / Näf von St.Gallen SG

Beitrag von Wolf » Mo 6. Apr 2015, 18:48

Naef-500.jpg
Die Unterscheidung der Linien bzw. Schreibweisen Naef / Näf / Naeff / Näff ist alles Andere als trivial.

Laut Familiennamenbuch (1989) sind die Naef (urspr. von Rheineck SG) Bürger der Stadt St.Gallen seit 1550; dazu kommen weitere Einbürgerungen 1874 (von Kappel SG) und 1897 (von Bütschwil SG). Näf wurden 1890 (von Flawil SG) bzw. 1914 (von St.Peterzell SG) eingebürgert.

Im Bürgerbuch der Stadt St.Gallen (Ausgabe 1887) werden 3 Linien Näf oder Näff genannt:
A) im 14. Jahrhundert zu St.Gallen verbürgert, zugleich im Appenzeller- und Toggenburger-Landrecht.
B) von Henau SG, seit 1868.
C) von Kappel SG, seit 1874.
Als erster Namensträger wird Kuno (seit 1397 auftretend) genannt, der 1428 vom Stadtmagistrat mehrfach Anerkennung erfährt. Zu demselben Zweig dieses reichsfreien Geschlechts gehört Klaus [Näf] von Spiegelberg, dessen Sohn Heinrich 1444 Bürger der Stadt St.Gallen ist. Stammvater der heute blühenden Linie ist Othmar, der schon 1480 den Adelsgenossen des Notvesteins inkorporiert ist.

1901 werden als Schreibweisen Näf oder Naef genannt:
A) wie oben (Naef)
B) wie oben (Näf)
C) wie oben (Naef)
D) Näf von Flawil seit 1890
E) Näf von Bütschwil seit 1897

1930 werden als Schreibweisen Näf, Naef und Naeff genannt:
A) wie oben (Naef)
B) Naef von Kappel seit 1874 (die Linie von Henau ist inzwischen erloschen)
C) Näf von Flawil seit 1890
D) Näf von Bütschwil seit 1897
E) Naeff von Altstätten seit 1922 und 1923
F) Näf von St.Peterzell seit 1914

1950 werden nur noch Näf und Naef genannt:
A) Naef: Stammvater Othmar wird 1520 Bürger; die Abstammung von den Näf von Spiegelberg ist irrtümlich.
B) Naef von Kappel seit 1874
C) Näf von Flawil seit 1890
D) Naef (nicht mehr Näf) von Bütschwil seit 1897
E) Näf von St.Peterzell seit 1914 (die Linie von Altstätten ist inzwischen erloschen)

1970 werden als "Näf (auch Naef)" die Linien A, B, C von 1950 genannt, Linien D, E sind erloschen.

2000 werden separat geführt:
1) Näf / Naef: Melchior ist 1546-1548 Stadtammann von Rheineck SG; seine Witwe bürgert sich 1550 mit 4 Kindern in St.Gallen ein.
2) Näf / Naef: von Bütschwil SG seit 1897.
3) Naef: von St.Peterzell SG seit 1984
4) Näf: von Mogelsberg SG seit 1996

Angesichts dieser Situation erscheint es sinnvoll, alle diese Linien in einem gemeinsamen Thread zu diskutieren.
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Näf von St.Gallen SG

Beitrag von Forscher 2 » Di 29. Mär 2022, 23:28

Hallo zusammen,

Ich suche einige Details über die Familie Näf in St.Gallen, der das Gasthaus Zum Weissen Rössli in der Stadt gehörte in den frühen 1800er Jahren.

Aus meinen Aufzeichnungen:

Inhaber Samuel Näf * 29.03.1782

Samuel Näfs erste Ehe mit Esther Landerer geb. 27.02.1783, Kinder:
1. Esther Emelie Näf * 14.10.1805
2. Anna Magdalena Näf * 01.11.1806
3. Christina Näf * 31.08.1808

Samuel Näfs zweite Ehe mit Anna Regina Martin geb. 07.08.1793, Kinder:
1. Johan Jacob Gustav Näf * 1814
2. Carl August Näf * 12.04.1816
3. Johanes Eduard Näf * 20.06.1817
4. Regina Antoinette Näf * 13.02.1822
5. Samuel Conrad Adolf Näf * 03.04.1826
6. Andreas Julius Näf * 31.01.1829

Regina Antoinette Näf heiratete Carl Ludwig Bott (* 1808) und sie hatten mindestens zwei Kinder:
1. Sebastian Gustaf Bott * 12.06.1845
2. Anna Elfride Bott * 31.03.1850

--

Weiß jemand, in welchem ​​Jahr der Gastwirt Samuel Näf starb? Ich frage mich auch, in welchem ​​Jahr die Kinder Regina Antoinette (* 1822) und Samuel Conrad Adolf (* 1826) sowie die Enkelin Anna Elfride Bott (* 1850) starben.

Meine letzte Frage ist, hatte Regina Antoinette auch eine Schwester, die zwischen 1815 und 1825 geboren wurde, die ich übersehen habe?

Vielen Dank für alle Hinweise!



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Re: Näf von St.Gallen SG

Beitrag von Wolf » Mi 30. Mär 2022, 00:35

Zuerst einmal: willkommen - Forum! Und so erlaube ich mir auch, auf ein paar Tips zum optimalen Umgang mit dem Forum hinzuweisen: viewtopic.php?t=31398.

Doch nun zur Frage: die Familie des Samuel Näf findest Du in der Stemmatologia auf Seite http://www.staatsarchiv-sg.ch/index.php ... 12_136.jpg ... leider ist da das Sterbedatum nicht mehr vermerkt, da er offensichtlich nach der Abschrift des alten Originals, das dann weitergeführt wurde, verstorben ist. Ich weiss nicht, wo Du wohnst - je nachdem könntest Du selbst im Stadtarchiv St.Gallen vorbeischauen und die weitergeführte Abschrift einsehen - oder dort freundlich anfragen, ob man Dir eine Kopie der Seite mt Samuel Näf (wichtig: Nr. 69) schicken könnte.

Im Ortsbürgerbuch 1854 sind Samuel und seine 2. Ehefrau Anna Regina Martin noch aufgeführt - 1868 nicht mehr - also dürften beide zwischen 1854 und 1868 verstorben sein.

Samuel Conrad Adolf wird als Sohn in der Abschrift sicher mit seiner Nr. erwähnt sein - also auch um eine Kopie für ihn bitten. Bei den Töchtern hängt es davon ab, ob die Ehemänner St.Galler Bürger waren.

Das Ortsfamilienbuch 1829 nennt aus der 2.Ehe nur 4 Kinder: Carl August (1816), Johannes Eduard (1817), Regina Antoinette (1822), Samuel Conrad Adolph (1826) ... die anderen beiden Kinder (weitere sind in der Stemma nicht erwähnt) sind vorher verstorben - die Details zu Joh. Jacob Gustav findest Du in der oben verlinkten Seite der Stemma.


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Re: Naef / Näf von St.Gallen SG

Beitrag von Forscher 2 » Mi 30. Mär 2022, 19:47

Hallo Herr Wolf,

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich lebe in Schweden und nutze hauptsächlich die digitalisierten Ressourcen online. Manchmal tue ich mich aber schwer mit alten Schriften, das ist nicht meine Stärke.

Sie haben wahrscheinlich Recht, dass Regina Antoinette keine Vollschwester, sondern ältere Halbschwestern (Esther Emelie, Anna Magdalena, Christina) hatte, von denen zumindest einige in den 1830er Jahren im Haus Zum Weissen Rössli lebten oder herumhingen.

Von den vier, nach denen ich nach Todesjahren gefragt habe, habe ich gefunden:

Samuel Näf * 29.03 / 05.1782 + 16.06.1860
https://www.staatsarchiv-sg.ch/bilder/Z ... 89_070.jpg

Samuel Conrad Adolf Näf * 03.04.1826 + 14.11.1897
https://www.staatsarchiv-sg.ch/bilder/Z ... 99_417.jpg

Für Anna Elfride Bott (* 31.03.1850) auf meiner ursprünglichen Liste benötige ich keine weiteren Angaben.

Somit bleibt nur noch Regina Antoinette (Annette) Näf / Bott (* 13.02.1822). Sie war 1906 noch am Leben, 84 Jahre alt, und wohnte damals noch in St. Gallen. Die digitalisierten Totenbücher des Staatsarchivs reichen nur bis 1907, glaube ich, und sie scheint nicht dort zu sein.

Wenn mir jemand im Forum helfen kann, mit welchem ​​Jahr Regina Antoinette verstorben ist, in den frühen 1900ern, wäre ich sehr dankbar!



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Re: Naef / Näf von St.Gallen SG

Beitrag von Wolf » Mi 30. Mär 2022, 21:53

Ist bekannt, ob
- Karl Ludwig Bott mit seiner Ehefrau Regina Antoinette Näf in St.Gallen gewohnt hat?
- Regina Antoinette Bott-Näf in St.Gallen auch verstorben ist?

Wenn sie in St.Gallen verstorben ist, muss es im Sterberegister einen entsprechenden Eintrag geben: die Doppel der Sterberegister können im Staatsarchiv eingesehen werden. Ob man dort nach einem Eintrag sucht (jeder Jahrgang müsste einzeln durchgesehen werden), kann ich nicht sagen - vielleicht einfach einmal anfragen.

Vorher aber
: wenn Regina Antoinette Bott-Näf mit ihrem Mann in St.Gallen gelebt hat, wird es im Melderegister eine Meldekarte für ihn geben; wenn sie erst als Witwe nach St.Gallen zurückgekommen ist, wird es im Melderegister eine Meldekarte für sie geben. Dort wäre das Datum eines Wegzugs - oder eben Ablebens vermerkt. Diese Karten sind zumindest tw. digitalisiert, eine Suche wäre demnach einfacher. Am besten einmal beim Archiv der politischen Gemeinde St.Gallen anfragen, ob man etwas findet.


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Re: Naef / Näf von St.Gallen SG

Beitrag von wkla » So 10. Apr 2022, 10:54

Ich bin auf der Suche nach den Vorfahren des Bartholomeo Näf *ca. 1520, +28.7.1589 in St. Gallen.

Gemäss der Stemmatologia Sangallensis http://staatsarchiv-sg.ch/index.php?bid ... 12_108.jpg ist sein Vater ein Othmar Näf, mit Abstammung von den "Näf von Spiegelberg, TG".
Andererseits zeigt die Buchbesprechung https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=f ... 978:0::148 von Ernst Ehrenzeller: Die Familie Näf/Naef vom "alten Stamme" zu St. Gallen das dies nicht korrekt ist:
Durch die Forschungen Dr. Ehrenzellers ist nun aber der Beweis erbracht, dass Otmar Näf und seine Nachkommen - man nannte sie die Buberli-Näfen - eine genealogisch fur sich bestehende Sippe darstellen, deren Angehörige mit den Näfen vom alten Stamm nicht verwandt und 1772 erloschen sind.
Hat jemand Zugriff auf das Buch (Ausgabe 1976) von Ernst Ehrenzeller und der entsprechenden Stammtafeln?



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