Quelle: Bürgerbuch 1970 der Ortsbürgergemeinde St.Gallen
Cunrat, genannte der Wilde, Bürger von Überlingen, übergab 1336 dem Kloster Salem Besitzungen in Vilsingen, die dem Küster des Klosters St.Gallen zu Abgaben verpflichtet waren. Um die gleiche Zeit ist das Geschlecht in Ravensburg und Konstanz nachgewiesen. 1369 hatte Haini, gest. 1375, ein Haus vor Spisertor zu Stadelhofen; am gleichen Ort wohnte 1402 Hans, vmtl. Hainis Sohn. 1411-1421 wohnte die "alte Wildin" am Kirchhof. 1426 erscheinen dort Uli und an der Multergass Els und 1438 Hermann, Müller, neben ihm Agathe, geb. Wetter, dort sesshaft bis 1476.
Danach nennt das Ortsbürgerbuch 5 Linien:
Linie A (Bürger seit 1520): Stammvater ist Jakob, 1500-1560, genannt Joler. Sein Enkel Hans I, 1598-1656, war Bleichemeister wie auch drei seiner Söhne: Hans II, Jakob und Georg; der vierte, Ulrich, war Müller. Jakob, 1655-1719, Sohn von Hans II, Zeugmeister, Zunftmeister der Metzger, ebenso wie dessen Sohn Sebastian I, 1681-1765, sowie der Enkel des Letzteren, Sebastian II, 1735-1809, auch Munizipal- und Gemeinderat. [...] Dieser Zweig der Familie Wild, ehedem Füchsli zubenannt, blieb durch sechs Generationen dem Metzgerhandwerk treu. -- Zur Pfisterzunft gehörten als Müller und Bäcker über 40 Glieder des Geschlechts, ausgehend von Bernhard, 1663-1740. [...]
Linie B (Bürger seit 1809): keine näheren Angaben.
Linie C (Bürger seit 1886, aus Tannheim, Baden): Die Linie stammt aus dem Obertoggenburg; in Neu St.Johann kann ihr Stammbaum bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Anfangs des 19. Jahrhunderts wanderte Georg nach Deutschland aus, wo ihm infolge seiner langjährigen verdienstvollen Tätigkeit als Lehrer das Bürgerrecht geschenkt wurde. Seine Söhne zog es wieder in die alte Heimat zurück, wo Bruno 1886 das Bürgerrecht unserer Stadt erwarb.
Linie D (Bürger seit 1895 & 1957, aus Thusis GR): keine näheren Angaben.
Linie E (wiedereingebürgert 1932, aus Herisau AR): keine näheren Angaben.

