Gutschner / Gutschi im Kanton Thurgau oder St.Gallen

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Alexander Roth
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Gutschner / Gutschi im Kanton Thurgau oder St.Gallen

Post by Alexander Roth »

Ich suche in den Kantonen Thurgau und St. Gallen eine Familie Jakob Gutschner (oder Gutschi oder ähnlich). 1779 und 1786 liess er in Arbon Kinder taufen, zuerst mit Anna Maria Goth als Mutter, dann mit Maria Josefa Schürer. Jakob Gutschner war ein ständig umherziehender Hausierer oder Krämer, im Taufbuch bestimmt mit "vagi" vermerkt.
Alexander Roth



Bochtella
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Die nicht sesshafte Familie Gutschner

Post by Bochtella »

Grüezi Lesende,

Dazu auch der Beitrag vom 02.04.2012 im Thread Galgen bei Sitterdorf TG.
Zitat aus der Fahndungsliste von 1789:
Jakob Gutschner, mit Übernamen "Schlesinger Buckel", halte sich um Bischofszell herum auf, "und viel bei seinem Schwager Toni, der nahe am Galgen alda wohnet".
Toni, genauer Anton Dutli, der noch 1785 in Eberswil in der damaligen Gemeinde Gottshaus lebte (und in Bischofszell taufen liess), hatte 1786 den Hof Iberg gekauft. Nach dem Ortswechsel wird die Familie Dutli-Gutschner bei den Taufen von 1787/88 in Sitterdorf als auf "Iberg" wohnend bezeichnet (die Dutli leben heute noch auf diesem Hof).

Bochtella



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Re: Gutschner / Gutschi im Kanton Thurgau oder St.Gallen

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Grüezi Lesende,

Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, in Montfort, Zeitschrift für Geschichte Vorarlbergs, 67. Jahrgang, 2015, Band 2.

Inhaltsverzeichnis auf einer Webseite des Katalogs der Deutschen Nationalbibliothek.
Leben auf der Landstraße S. 5
Stammliste der Gutschner aus Vorarlberg, S. 27
Stammtafel der Gutschner aus Vorarlberg, S. 36
Personenverzeichnis der Gutschner aus Vorarlberg, S. 43
Ein Blick auf die schlesischen Koczi, S. 45
Koczi in den Kirchenbüchern von Königsberg und seinem Umkreis, S. 59
Zwei länger sesshafte Koczi-Familien in Poruba und Hrabyne, S. 68
Taufen von Koczi in Königsberg und Umkreis zwischen 1629 und 1784, S. 69
Zusammenstellung der Koczi-Familien zur Zeit von Jan Jin Koczis Geburt, S. 72
Für die Erforschung der Koczi und Gutschner verwendete Pfarrmatriken, S. 75
Anhang. Apollonia Gutschi - vom Bettlermädchen in Vorarlberg zur Bäuerin im Thurgau, S. 81

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Grüezi Lesende,

Reinhard Mittersteiner, "Fremdhäßige", Handwerker & Genossen : Die Entstehung der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Vorarlberg, in Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs 12, Bregenz 1994.
Digitalisat auf einer Webseite der Johann-August-Malin-Gesellschaft, historischer Verein für Vorarlberg.

Seite 257:
Mehr als zwei Drittel der Organisationsmitglieder waren Handwerker. Besondere Beachtung verdient der hohe Anteil von fast 40 Prozent in der Berufsklasse Tischler, Zimmerer, Säger und Schindelmacher. Der Grund dafür ist in einer überdurchschnittlich hohen Dichte an holzverarbeitenden Betrieben zu suchen. So arbeitete in der 'Kompaniesäge' eine ganze Gruppe von Genossen, darunter auch die Gebrüder Jakob, Oskar und Bertram Gutschner, deren Vater Fidel als sozialdemokratischer Schindelmacher aus der Schweiz eingewandert war.
Fussnote 906:
Mündliche Mitteilung von Rita Schieder (Enkeltochter), Rankweil, vom 18. August 1984.

Gemäss der Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, in Montfort, Zeitschrift für Geschichte Vorarlbergs, 67. Jahrgang, 2015, Band 2, ist Fidel Gutschner nicht aus der Schweiz eingewandert. Seine Familie lebte bis 1890 alternierend in Rankweil und Sulz, ab 1890 fest in Sulz.

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Die nicht sesshafte Familie Gutschner

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Grüezi Lesende,

Friedrich August Roth, General-Jauner-Liste: oder Alphabetischer Auszug aus mehreren theils im Druck, theils geschrieben erschienenen Listen. über Die in Schwaben und angränzenden Ländern zu deren grossem Nachtheil noch herumschwärmende Jauner, … , Karlsruhe, 1800
Digitalisat auf einer Webseite von der Universitätsbiliothek der Universität Heidelberg.

Darin:
S. 42, Nr. 1319: Käther, des Stocker Gebhards Weib, Erzgaugnerin, heisst vorgeblich Catharina Metzlerin, sauber gewachsen, ingel. zu Altstetten und Glarus im ersten Ort ausgebrochen und im leztern gebrandmarkt. War ehemals auch das Kebsweib vom Schlesinger Buckel, und nachher von rothen Buben, endlich vom Bollaug, mit welchem sie 1798 zu Oberdischingen in Verhaft und auf lebenslang in das dortige Zuchhaus gekommen. Sulzer Liste v. 1784, p. 48, Nr. 60 / Heiligenberg Liste v. 1798, Nr. 7 / Oberdisch. Liste Nr. 615
S. 78, Nr. 2455: Schlesinger Buckel, oder Jack, Erzjauner, kleiner Postur einen grosen Buckel, hohes Herz, ältlich, gelblechte aber wenige Haare, ware beim Einbruch zu Herrbentz und Dornbirn. Altstetter Liste v. 1789, p. 3, Nr. 6 / Freiburger Liste v. 1793, Nr. 136 / Müllheimer geschr. Liste v.1795, Nr. 12
S. 106, Nr. 199: Schlesinger Buckels Bub Joseph, Justificirter in Trogen in der Schweiz.

Feststellungen:
S. 42, Nr. 1319: Gemäss der Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, S. 30-33, war nicht der "Schlesinger Buckel" = Johann Jakob Gutschner, sondern dessen Sohn "Schlesinger Buckels Bub Joseph" = Josef Vinzenz Gutschner, der Partner von Käther bzw. Catharina Metzlerin.
S.78, Nr. 2455: Damit muss der "Schlesinger Buckel, oder Jack" nach 1799 gestorben sein. Gemäss der Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, S. 30, starb der "Schlesinger Buckel, oder Jack" = Johann Jakob Gutschner nach 1790.
S. 106, Nr. 199: Damit wäre "Schlesinger Buckels Bub Joseph" nach 1799 gestorben. Gemäss der Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, S. 22 und 33, wurde "Schlesinger Buckels Bub Joseph" = Josef Vinzenz Gutschner bereits am 23.11.1794 in Trogen mit dem Schwert hingerichtet.

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Grüezi Lesende,

F. B. Meyer, Da mir die umständlichen Berichte eingegangen, dass eine sehr beträchtliche Jauner- und Diebsbande, die Schweizer-Jaunerbande genannt, im Schwabenland herum vagiere, … .
Digitalisat auf einer Webseite des Staatsarchivs Luzern.

Darin auf der Teilliste vom 23.7.1798:
• Seite 2: … Schnuder oder Wittfrauen-Michel, mit seiner Beyschläferin, des berüchtigten Stoker Josephs Anne Männ, des Schlesinger Buckels Bub, Joseph, mit seiner Beyhalterinn des Stoker Gebharts Käther; … der Stoker Joseph wurde den 27. Julius 1785 zu Cleven in Graubünden enthauptet, dessen Bruder Stoker Gebhart aber von seinem Schwager in Händeln erschossen, … .

Darin auf der Teilliste vom 28.7.1798:
• Seite 5, Nr. 5: Der Bollaug, oder auch Wittfrauen-Michel; der sonst auch unter dem Namen Joseph auf dem Lande herum zieht, ist beyläufig 30 Jahre alt, 6 Schuh lang, dick untersetzer Postur, hat schwarze Haare, die er in einem langen dickem Haarzopf zusammengebunden trägt, schwarze stark vorstehende Augen, und eine grosse Hautdeckung über dieselbe, dass er solche, … .
• Seite 6, Nr. 6: Michael; ein Schwager des Bollaugen, ist beyläufig 25 oder 26 Jahre alt, nicht weniger als 5 1/2 Schuh gross, von stark besetzter Postur, habe ein glattes braunlichtes Gesicht, eine schwarzen Bart, braune Augen, Backenbart und Augbrauen von gleicher Farbe, ob dem linken Auge eine bereits zwei Finger breite und ungefehr 1 Zoll lange Narbe, eine starke raue Stimme, halte sich mit seinem Schwager, dem Bollaugen, … .
• Seite 6, Nr.7: Die Käther, Beyschläferinn des Bollaugen, … führt 3 Kinder, ein Knäblein in der Wiegen, dann 2 Mägdlein, wovon das eine 8, das andere aber 6 Jahre alt seyn mögen, bey sich, wovon sie das Knäblein mit ihrem Beyschläfer dem Bollaug, die 2 Mägdlein aber mit einem irgendwo in Italien durch den Strang hingerichteten Sepp gezeugt hat; … .
• Seite 6, Nr. 8: Die Anna Mey; eine Schwester der Käther und das Eheweib des No. 6 beschriebenen Michel, beyläufig 56 Jahre alt, von grosser und hagerer Postur, … .
• Seite 8, Nr. 13: Joseph, vulgo der rothe Bub; beyläufig 22 Jahre alt, 5 Schuh gross, habe rothe, in einen Zopf gebundene starke Haare, eine wohl untersetze Statur, rothen Bart, und ein geduftes hässliches Angesicht, … .
• Seite 11, Nr. 5: Schnuder-Michel, … Schwäbischer Merkur No. 123, Rheinecker-Liste No. 11, Schwäbische Chronik von 1797 Seite 30.
• Seite 11 und 12, Nr. 7: … dieselbe [Käther] keine Beyschläferinn des Bollaugen, sondern Schlesinger Buckels Bub, Joseph, der wie die Käther dermalen zu Ober-Dischingen in Verhaft liegt; sie war auch eine Zeitlang des No. 13 beschriebenen rothen Buben Beyschläferin. Sulzer-Liste, S. 48, No. 60.
• Seite 12, Nr. 8: ist, wie in vorbemeldtem Mekur zu sehen, des Stocker Josephs Mäu, … Sulzer-Liste, pag. 48, No. 59. Nach des Stockers Seppen Tod hat sie sich an den Witfrauen oder Schnuder-Michele Nr. 5 gehängt, und mit diesem in Rom kopuliren lassen. … .
• Seite 12, Nr. 13: Der rote Bub, … .

Darin auf der Teilliste vom 17.11.1797:
• Seite 16, Nr. 7: Der rothe Bub, oder des Strassburgers Schuhmacher Seppeli, cirka 27 bis 28 Jahre alt, etwa 5 1/2 Schuh lang, dünner, rahner Statur, glatten sauberen Angesichts, hat halb rothe Haare, ist in dem äusserst kennbar, Mann, hat etwas weissere Haare als der Grethen Karli, sonst ist er dem Grethen Karli in allen Theilen sehr ähnlich. … .
• Seite 21, Nr. 33: Der Schnudermichel oder Wittfrauenmichel, ungefähr 25 bis 26 Jahre alt, wohl 5 Schuh lang, von sauberem schönen glatten Angesicht, schwarzbraunen Haaren, Augen und Augenbrauen; ist ziemlich besetzt; gibt sich mit Vogelfangen ab; ist mit seinem Schwager Schlesinger Buggels Buben gelaufen.

Darin auf der Teilliste vom 26.12.1797:
• Seite 29, Nr.33: Der Wittfrauen-Micheli, … Steht in der Mühlheimer-Liste No. 11, … .

Feststellungen:
• Seite 2: Damit wäre "Schlesinger Buckels Bub, Joseph" nach 1797 gestorben. Gemäss der Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, S. 22, 23, 24 und 33, war "Käther" = Katharina Metzler zuerst Lebenspartnerin des gegen 1787 vom "Schwarzen Toni" erschossenen Gebhard/Gerhard Unhold/Stocker und dann des "Schlesinger Buckels Bub, Joseph" = Josef Vinzenz Gutschner, der aber bereits am 23.11.1794 in Trogen mit dem Schwert hingerichtet wurde.
• Seite 5, Nr. 5: Dass der "Bollaug" und der "Wittfrauen-Michel", sonst auch "Joseph" genannt, identische Personen sind kann nicht stimmen.
Gemäss der S. 2, war der "Schnuder oder Wittfrauen-Michel" der Lebenspartner der "Stoker Josephs Anne Männ".
Gemäss der S. 6, Nr. 6 und 8, war der "Michael" der Ehemann der "Anna Mey" und ein Schwager des "Bollaugen".
Gemäss der S. 12, Nr. 8, hatte sich "Mäu", die Witwe des Joseph/Sepp Stocker, in Rom mit dem "Witfrauen oder Schnuder-Michele" kopulieren lassen.
Gemäss der S. 21, Nr. 33, war der "Schnudermichel oder Wittfrauenmichel" der Schwager des "Schlesinger Buggels Buben".
Gemäss der Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, S. 23 und 24, handelt es sich bei "Anne Männ", "Anna Mey" bzw. "Mäu" um Anna Maria Metzler, Lebenspartnerin des Josef/Sepp Unold/Stocker, dann des "Wittfrauen-Michel", einer Schwester der Katharina Metzler, Lebenspartnerin des Josef Vinzenz Gutschner.
• Seite 6, Nr.7: Gemäss der Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, S. 33, hatte "Käther" = Katharina Metzler von Josef Vinzenz Gutschner wahrscheinlich einen Sohn Josef.
• Seite 8, Nr. 13: Eventuell der dritte Lebenspartner von Katharina Metzler.
Aufgrund der Personalien nicht identisch mit "Der rothe Bub, oder des Strassburgers Schuhmacher Seppeli" auf der Seite 16, Nr. 7.
• Seite 11 und 12, Nr. 7: Die Aussage, dass "Käther" keine Beyschläferinn des "Bollaugen", sondern "Schlesinger Buckels Bub, Joseph", sei, steht im Widerspruch zur Angabe auf der Seite 6, Nr.7 und zu den anderen bisher bekannten Quellen. Dass sie auch eine Zeitlang des rothen Buben Beyschläferin war, deckt sich jedoch mit den anderen bisher bekannten Quellen.
Gemäss der Liste von 1800, S. 42, Nr. 1319, im Beitrag vom 05.10.1820 war Käther bzw. Catharina Metzlerin die Lebenspartnerin des Stocker Gebhard, ehemals auch des Schlesinger Buckel, dann des rothen Buben und endlich des Bollaug.
• Seite 12, Nr. 13: Eventuell der dritte Lebenspartner von Katharina Metzler.
• Seite 16, Nr. 7: Eventuell der dritte Lebenspartner von Katharina Metzler.
Aufgrund der Personalien nicht identisch mit "Joseph, vulgo der rothe Bub" auf der Seite 8, Nr. 13.

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Die nicht sesshafte Familie Gutschner

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Grüezi Lesende,

Am 9.1.1790 getauft Maria Josepha, Tochter des Jacobus Utschner und der Maria Josepha Schurerin, vagi ex Schnifiss [= Schnifis in Vorarlberg]. Katholisches Taufbuch Wildhaus SG

Dieser Taufbucheintrag ergänzt die Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, in Montfort, Zeitschrift für Geschichte Vorarlbergs, 67. Jahrgang, 2015, Band 2, Seiten 30 und 31.

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Re: Gutschner / Gutschi im Kanton Thurgau oder St.Gallen

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Grüezi Lesende,

Liechtensteiner Volksblatt 1899, Vorderland, 1. Sept., auf einer Webseite der Liechtensteinischen Landesbibliothek.
… Gestern Abend ging das siebenjährige Mädchen des Fidel Gutschner in Sulz mit einem kleinen Karren von zu Haus weg, um auf der Strasse Pferdemist zu sammeln. Als es nach Einbruch der Dunkelheit nicht heimgekehrt war, ging man aus, dasselbe zu suchen. Man fand bald den Karren, aber vom Mädchen keine Spur. Heute früh entdeckte man die Leiche des Kindes mit aufgeschlitzem Bauche, grässlich verstümmelt in der Au in der Nähe der Kalköfen bei der Frutz und Früdisch. …

Diese Pressemitteilung ergänzt die Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, in Montfort, Zeitschrift für Geschichte Vorarlbergs, 67. Jahrgang, 2015, Band 2, Seiten 41 und 42.

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Re: Gutschner / Gutschi im Kanton Thurgau oder St.Gallen

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Grüezi Lesende,

Einer Fahndungmeldung des Königlichen Baierischen Landgerichtes in Feldkirch vom 07.10.1808 ist zu entnehmen:
Die 64jährige Maria Katharina Gutschner aus der "Gesellschaft der sogenannten Ludis-Leute" ist aus dem Feldkircher Gefängnis geflohen.
Sie wurde in Altenstadt geboren, hat ein blasses gerunzeltes Angesicht, auf der Stirn ein grosses Gewächs und schwarzgraue Haare.
Ihre Kleidung besteht aus einer schwarzen Haube von Samt mit weissen Silberspitzen, einem schlechten schwarz seidenen Halstuch mit gelben Streifen, einem braunroten Mieder, einem schwarzen Korsett, einem Rock von Tuch, roten Strümpfen und alten gelbgefärbten Schuhen mit Bändel.
Lichtensteinisches Landesarchiv, Signatur RA 16/409

Dieses Dokument ergänzt die Arbeit von Alexander Roth, Leben auf der Landstraße – die Gutschner aus Vorarlberg, vormals Koczi aus Schlesien : Eine Familie im Bettler-, Hausierer-, Gauner- und Armutsmilieu des 18. und 19. Jahrhunderts, in Montfort, Zeitschrift für Geschichte Vorarlbergs, 67. Jahrgang, 2015, Band 2, Seite 30.

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