Jahrzeitbuch / Obituaria / Liber anniversariorum

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Bochtella
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Jahrzeitbuch / Obituaria / Liber anniversariorum

Post by Bochtella » Fri 12. Sep 2014, 14:17

Grüezi Lesende,

zur Definition und Entwicklungsgeschichte der Jahrzeitbücher, obituaria, libri anniversariorum bzw. libri vitae im Historischen Lexikon der Schweiz und bei Wikipedia.

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Re: Jahrzeitbuch / Obituaria / Liber anniversariorum

Post by Bochtella » Sun 12. Jun 2016, 09:22

Grüezi Lesende,

Jahrzeitbücher wurden mit ganz unterschiedlicher Aussagekraft geführt.
Es gibt Jahrzeitbücher mit Stiftungen, die sichere Filiationen, zum Teil über mehrere Generation, aufzeigen.
Beispiele:
• Franz Auf der Maur, Das Jahrzeitbuch der Pfarrkirche St. Martin in Schwyz, Schwyz 1999.
• Franz Auf der Maur, Das Jahrzeitbuch der Pfarrkirche Hl. Kreuz Lachen, Schwyz 2001.
Das Jahrzeitbuch oder Jahrtagbuch der Pfarrei Montlingen SG.
Konkrete Lebensdaten von Stiftern oder einbezogenen Personen sind sehr selten .
Hingegen finden sich fallweise Stiftungsdaten, die Rückschlüsse auf Lebensdaten zulassen.
Da Stiftungseinträge über Kirchenbuchdaten hinaus zurückreichen können, ergeben sich fallweise zusätzliche Vorfahrengenerationen.
Oftmals haben sich zu den Jahrzeitbüchern auch die Urbare erhalten, aus den ersichtlich ist, auf welchen Gütern die gestifteten Zinsen lasteten oder wer die späteren Besitzer dieser belasteten Güter waren.

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Re: Jahrzeitbuch / Obituaria / Liber anniversariorum

Post by Bochtella » Wed 15. Jun 2016, 08:26

Grüezi Lesende,

auch in mittelalterlichen Jahrzeitbüchern finden sich Stiftungen, die sichere Filiationen und Verwandtschaftsbeziehungen aufzeigen, wie Geschwister, Ehepartner, Schwiegereltern usw.
Es sind in dieser Zeit oftmals die einzigen Quellen, die gesuchte Verwandtschaftsbeziehungen hergeben.
Beispiele:

Joseph Schneller, Jahrzeitbücher des Mittelalters. 1, Der Cistercienserinnen in Thännikon, in Der Geschichtsfreund, Bd. 2, 1845.
Solche Verzeichnisse hiessen auch Calendarien, Totenbücher, Necrologe oder Jahrzeitbücher.

Joseph Schneller, Jahrzeitbücher des Mittelalters. 20, Fünf Nekrologien des Frauenklosters zu Engelberg, in Der Geschichtsfreund, Bd. 26, 1871.
Der Codex umfasst die 5 Abteilungen:
A und B sind eigentliche Nekrologien oder Totenbücher, Mortilogia gemäss Überschrift.
C und D enthalten Eintragungen oder Aufzeichnungen von Vergabungen und Jahrzeitstiftungen.
D ist ein Fragment aus einem anderen Anniversarienbuch.

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Re: Jahrzeitbuch / Obituaria / Liber anniversariorum

Post by Bochtella » Mon 29. Jan 2018, 12:16

Grüezi Lesende,

Rainer Hugener, Buchführung für die Ewigkeit : Totengedenken, Verschriftlichung und Traditionsbildung im Spätmittelalter, Zürich 2014.
Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich im Herbstsemester 2012.

Seite 30-33: Nekrologien und Jahrzeitbücher sowie Begrifflichkeit.
Darin die Entwicklung der Bezeichnungen im Rahmen des zeitgenössischen Sprachgebrauchs.

Digitalisat auf einer Seite von ZORA (Zurich Open Repository and Archive) der Universität Zürich.

Digitalisat auf einer Seite von books.google.ch

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