Doppelte Namensgebung der Kinder

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MIG
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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von MIG » Mi 5. Aug 2009, 13:50

Beim Zusammenführen von Tauf- und Totenbuch einträgen bei Kindern ist mir etwas aufgefallen, das mir -aus meiner ganz persönlichen Sicht- unplausibel erscheint.

Eltern gaben mehreren Kindern den exakt gleichen Namen z.B. Maria Josepha Baumann.
Das leuchtet mir ein, wenn ein Kind gestorben ist, bevor das nächste geboren wurde. Doch in einigen Fällen überschneiden sich Daten.

Kam es früher vor, dass mehrere Kinder mit gleichem Namen in der gleichen Familie zur gleichen Zeit lebten?


Michael Steuer

Thomas
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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von Thomas » Mi 5. Aug 2009, 14:08

Dass gleich beide Vornamen identisch sind und kein zusätzlicher dritter zur eindeutigen Unterscheidung vorhanden ist, erscheint mir sehr ungewöhnlich. Häufig ist die Doppelbenennung, wenn ein Kind vorverstorben ist. Ebenfalls häufig ist der Fall, dass Kinder zwar aufgrund der pfarramtlichen Einträge bei Geburt/Taufe eindeutig unterscheidbar sind (also z.B. Johannes Jakob X. und Johannes Heinrich X.), dass sich beide dann aber im Erwachsenenalter nur noch Johannes nennen, so auch bei Verheiratung und anderen Gelegenheiten in Urkunden auftauchen und bei Genealogen für Verwirrung sorgen...

Gruss

Thomas


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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von MIG » Mi 5. Aug 2009, 16:12

Hallo Thomas,
das entspricht bisher auch meinen Erfahrungen.
Da mir jedoch noch Erfahrungswerte fehlen, eine weitere Frage, die vielleicht zur Klärung beiträgt.

Wie ernst darf man die Altersangaben bei den Totenbucheinträgen -speziell bei Kindern-nehmen?
Bedeutet z.B. unius ani auch Ein Jahr (+/- ein paar Tage) oder heisst es einige Jahre?

Da wäre ich um Erfahrungswerte froh?

Danke für Hinweise


Michael Steuer

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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von Guenter » Mi 5. Aug 2009, 16:23

Hallo Michael, hallo Thomas,

kann es sein, dass die Kinder zwar die gleichen Vornamen hatten, jedoch einen anderen Rufnamen? Dass aber mehrere Kinder mit genau gleichem Namen in einer Familie lebten kann ich mir nicht vorstellen.


Mit freundlichen Gruessen
Guenter

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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von hhg » Mi 5. Aug 2009, 16:33

ich bin kein Lateiner, aber unius anni bedeutet üblicherweise e i n -jährig.

Ist bei der Problematik bei gleichnamigen Kindern sicher, dass es jeweils die gleichen Eltern sind? Bei meiner Familiengeschichte kommen bestimmte Vornamen regelmässig in verschiedenen Familien vor, mitunter haben Vater Mutter und die Kinder zwar die selben Vornamen, sind aber doch zwei verschiedene Familien ...



Thomas
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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von Thomas » Mi 5. Aug 2009, 17:49

Wichtig ist: In vielen Familien wurde (und wird oft auch heute noch) ein ganz bestimmter Vorname von Generation zu Generation “weitervererbt“. Zur Unterscheidung wurden dann zweite Vornamen (vermutlich meist die Rufnamen) beigegeben. In katholischen Gegenden waren diese “Erb-Vornamen“ oft jene der Apostel, der wichtigsten Heiligen sowie Maria und Anna. Manchmal wurden zur Unterscheidung auch Adjektive beigezogen: Zum Jakob kam z.B. der kleine Jakob (Kleinjogg), zum Johannes der Kleinhans oder Junghans dazu.

Gruss

Thomas


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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von MIG » Do 13. Aug 2009, 11:37

Erstmal allen Danke.
Mittlerweile habe ich noch einen weiteren Grund für die Namensverwirrungen gefunden.
Pfarrerwechsel und damit verbundenes ungenaues Führen von Totenbücher und falsch plazierte Angaben im Taufbuch.
Der neue Pfarrer suchte z.B. einen Johannes Jacob fanden aber nur einen Jacob oder einen Johannes und schon hatte einer der beiden ein falsches Totenkreuz im Taufbuch. Verzeihlich, wenn man bedenkt, wie die damals ihre Statistiken führen mussten.
Gruss Michael


Michael Steuer

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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von Thomas » Do 13. Aug 2009, 13:04

Das zeigt deutlich, dass nicht nur die in diesem Forum oft geschmähte Mormonen-Datenbank (familysearch) fehlerhaft sein kann, sondern auch die Original-Kirchenbucheinträge....

Gruss

Thomas


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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von Stephleuen » Sa 31. Okt 2009, 18:41

der Lateiner pflegt etwa zu sagen "errare humanum est"

Das Problem liegt darin, dass die Pfarrer früher nur eingeschrieben haben wen sie getauft hatten und nicht von wo diese kamen. Da stolperten die Hochwürden halt über ihre eigenen Arbeitsweisen.

Das Problem kann gelösst werden in dem man jeweils die betreffende Familie gesamthaft erfasst und die umliegenden Kirchgemeinden ebenfalls mit einschliesst, alle Personen mit dem selben Namen, ob verwand oder nicht, mit Geburt bzw. Taufe, Verehelichung und Tod erfasst. Eine Riesenarbeit die sich aber lohnt.

Beste Grüsse
Stephan Leuenberger



Stephan Leuenberger
Mitglied bei:
Historischer Verein des Kantons Bern
Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
Jahrbuchvereinigung Oberaargau

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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von baerchen58 » Mo 2. Nov 2009, 10:21

Mein Grossvater väterlicherseits hiess Karl Wilhelm und sein Bruder Karl.
Mein Opa war der "Willi" und Karl halt Karl.


Liebe Grüsse
Brigitte



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Doppelte Namensgebung der Kinder

Beitrag von Brian » Mo 2. Nov 2009, 14:38

Ich bin im Kraichgau auch schon mehrfach auf Kinder mit demselben (Doppel-)Vornamen gestossen. Für uns sind zwei Maria Barbaras schwierig und nur schwer auseinanderzuhalten, aber wenn die eine Maria, die andere Barbara gerufen wurde, war es weder für die Kinder noch für die Eltern ein Problem.



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