Posaunist / Posauner
Begriffsbestimmungen - Definitions
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Habchi
- Beiträge: 105
- Registriert: Di 10. Jul 2007, 05:12
- Geschlecht: Männlich
- Wohnort: Schweiz, bern
Posaunist / Posauner
Liebe Mitforscher
Bei einem Vater und Sohn meiner Vorfahren zwischen 1750 und 1830 finde ich in den Kirchenbüchern den Hinweis, dass sie Posauner/Posaunisten gewesen sind. War das ein Beruf?
Besten Dank für eure Hilfe.
Gruss Habchi
Bei einem Vater und Sohn meiner Vorfahren zwischen 1750 und 1830 finde ich in den Kirchenbüchern den Hinweis, dass sie Posauner/Posaunisten gewesen sind. War das ein Beruf?
Besten Dank für eure Hilfe.
Gruss Habchi
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Stephleuen
- Beiträge: 707
- Registriert: Sa 15. Dez 2007, 14:13
- Geschlecht: Männlich
- Wohnort: Schweiz, Bern
Berufsbezeichnung Posaunist/Posauner
Vermutlich war er in der Militärmusik und der Pfarrer hat das nur vermerkt damit er evtl. zwischen mehreren gleichnamigen Personen besser unterscheiden kann.Bei einem Vater und Sohn meiner Vorfahren zwischen 1750 und 1830 finde ich in den Kirchenbüchern den Hinweis, dass sie Posauner/Posaunisten gewesen sind. War das ein Beruf?
Gruss
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
Mitglied bei:
Historischer Verein des Kantons Bern
Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
Jahrbuchvereinigung Oberaargau
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pfalzteufel
Berufsbezeichnung Posaunist / Posauner
Also hier in der Pfalz gab es zu jener Zeit auch schon sehr viele Berufsmusikanten die mit ihren Orchestern oder Bands in alle Welt gefahren sind um so Geld zu verdienen .
Sehr viele dieser Musikanten verweilten oft sehr lange an einem Ort ,viele blieben auch für immer.
Daher rührt auch der Begriff Musikantenland für unsere Westpfalz.
Mir fallen spontan 3 Dutzend Länder ein in denen es heute noch Nachfahren von westpfälzischen Wandermusikanten gibt.
Ich gehe davon aus das es ihr Beruf war .
Militärmusiker wie Stefan es vorher schon sagte ist gut möglich den ab der Franzosenzeit (ca.1792) waren auch ventillose Trompeten und Posaunen im Einsatz.
Zuvor eher weniger. Vor 1790 bestanden Militärkapellen
meist nur aus Trommeln (Pauken) und Pfeifen aller Art sowie den Schellenbäumen und natürlich alle Arten von Holzblasinstrumenten wie Schalmeien und Fagott.
Als Blechblasinstrumente ab dem Mittelalter auch schon Fanfaren ,Hörner und die Drommette (einer Vorform der Barocktrompete).
Die es natürlich in verschiedenen Formen gab.
In Deutschland kam die Fanfarentrompete zum Einsatz (ursprünglich ein kurzes, ventilloses Blasinstrument) und wurde um 1800 als Signalinstrument in der preußischen Kavallerie eingeführt. Für besondere Anlässe (Ankünden von Paraden oder anderen Ereignissen) kamen später die Heroldstrompeten, Instrumente mit Stoffbehängen, Wimpeln oder Fahnen zur Anwendung
Erst 1830 entwickelte man für Trompeten u.s.w.
Ventile.
Viele Grüße
Oli
Sehr viele dieser Musikanten verweilten oft sehr lange an einem Ort ,viele blieben auch für immer.
Daher rührt auch der Begriff Musikantenland für unsere Westpfalz.
Mir fallen spontan 3 Dutzend Länder ein in denen es heute noch Nachfahren von westpfälzischen Wandermusikanten gibt.
Ich gehe davon aus das es ihr Beruf war .
Militärmusiker wie Stefan es vorher schon sagte ist gut möglich den ab der Franzosenzeit (ca.1792) waren auch ventillose Trompeten und Posaunen im Einsatz.
Zuvor eher weniger. Vor 1790 bestanden Militärkapellen
meist nur aus Trommeln (Pauken) und Pfeifen aller Art sowie den Schellenbäumen und natürlich alle Arten von Holzblasinstrumenten wie Schalmeien und Fagott.
Als Blechblasinstrumente ab dem Mittelalter auch schon Fanfaren ,Hörner und die Drommette (einer Vorform der Barocktrompete).
Die es natürlich in verschiedenen Formen gab.
In Deutschland kam die Fanfarentrompete zum Einsatz (ursprünglich ein kurzes, ventilloses Blasinstrument) und wurde um 1800 als Signalinstrument in der preußischen Kavallerie eingeführt. Für besondere Anlässe (Ankünden von Paraden oder anderen Ereignissen) kamen später die Heroldstrompeten, Instrumente mit Stoffbehängen, Wimpeln oder Fahnen zur Anwendung
Erst 1830 entwickelte man für Trompeten u.s.w.
Ventile.
Viele Grüße
Oli
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John
- Beiträge: 272
- Registriert: Mi 29. Jun 2005, 12:34
- Geschlecht: Männlich
- Wohnort: Schweiz, Kanton Bern
Berufsbezeichnung Posaunist / Posauner
Für mich ist ein Posaunist oder Posauner eine Person gewesen welche bereits damals in der Kirche gespielt hat, so wie solche Personen heute vorwiegend in Freikirchen posaunen!
Dieser Zusatz scheint auch mir primär ein Unterscheidungsmerkmal für gleichnamige Personen zu sein und weniger eine Berufsbezeichnung.Gruss John
Dieser Zusatz scheint auch mir primär ein Unterscheidungsmerkmal für gleichnamige Personen zu sein und weniger eine Berufsbezeichnung.Gruss John
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Thomas
- Beiträge: 1375
- Registriert: Mi 26. Apr 2006, 11:04
- Geschlecht: Männlich
- Wohnort: Schweiz, Zürich
Berufsbezeichnung Posaunist / Posauner
Ich denke, dass damals wie heute Pfarrpersonen daran interessiert sind zu wissen, wer in der Gemeinde ein Instrument spielen und bei Festen in einer Musikformation mitwirken kann, und würde den Eintrag schlicht und einfach so erklären.
Gruss
Thomas
Gruss
Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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Stephleuen
- Beiträge: 707
- Registriert: Sa 15. Dez 2007, 14:13
- Geschlecht: Männlich
- Wohnort: Schweiz, Bern
Berufsbezeichnung Posaunist / Posauner
Grundsätzlich wäre es wichtig zu wissen aus welcher Gegend diese KB- Einträge sind.
Im alten Bern kann ich mir schlicht nicht vorstellen, dass ein Pfarrer interessiert ist wer mit welchen Instrumenten musiziert. Grundsätzlich war im alten Bern Tanzmusik und Feste wo ausgelassen gefeiert wurden total verpönt wenn nicht sogar verboten. Die grossen Trachtenfeste und Schützenfeste werden erst ab dem Unspunnenfest organisiert.
Im Moment befinden sich bei mir Chorgerichtsmanuale aus einer Bernerlandgemeinde von 1677 - 1782 auf dem Schreibtisch. Unglaublich mehr als die Hälfte der Fälle geht es um "liederliches Tanzen".
Vergleichen Sie dazu von Prof. Dr. Hist. Heinrich Richard Schmidt "Dorf und Religion. Reformierte Sittenzucht in Berner Landgemeinden der Frühen Neuzeit". Die letzten Chorgerichte wurden spätestens 1849 eingestellt.
Ich persönlich würde eine solche Notiz einfach immer mitlaufen lassen. Plötzlich klären sich solche Sachen von alleine.
Gruss
Stephan (!) Leuenberger
Im alten Bern kann ich mir schlicht nicht vorstellen, dass ein Pfarrer interessiert ist wer mit welchen Instrumenten musiziert. Grundsätzlich war im alten Bern Tanzmusik und Feste wo ausgelassen gefeiert wurden total verpönt wenn nicht sogar verboten. Die grossen Trachtenfeste und Schützenfeste werden erst ab dem Unspunnenfest organisiert.
Im Moment befinden sich bei mir Chorgerichtsmanuale aus einer Bernerlandgemeinde von 1677 - 1782 auf dem Schreibtisch. Unglaublich mehr als die Hälfte der Fälle geht es um "liederliches Tanzen".
Vergleichen Sie dazu von Prof. Dr. Hist. Heinrich Richard Schmidt "Dorf und Religion. Reformierte Sittenzucht in Berner Landgemeinden der Frühen Neuzeit". Die letzten Chorgerichte wurden spätestens 1849 eingestellt.
Ich persönlich würde eine solche Notiz einfach immer mitlaufen lassen. Plötzlich klären sich solche Sachen von alleine.
Gruss
Stephan (!) Leuenberger
Stephan Leuenberger
Mitglied bei:
Historischer Verein des Kantons Bern
Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
Jahrbuchvereinigung Oberaargau
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Habchi
- Beiträge: 105
- Registriert: Di 10. Jul 2007, 05:12
- Geschlecht: Männlich
- Wohnort: Schweiz, bern
Berufsbezeichnung Posaunist / Posauner
Vielen Dank für die spannenden Antworten!
Zu Stephans Beitrag: Es handelt sich um KB-Einträge von Därligen. Dass die Bezeichnung zur Verhinderung von Verwechslungen angefügt wurde, scheint mir plausibel, da es sich um zwei Heinrich Dietrich handelt. Ich trage den Geschlechtsnamen Dietrich und gelte noch heute als "Heinzli-Dietrich", weil meine Vorfahren über Generationen Heinrich hiessen und in Därligen der Name Dietrich sehr häufig vorkommt.
Gruss Habchi
Zu Stephans Beitrag: Es handelt sich um KB-Einträge von Därligen. Dass die Bezeichnung zur Verhinderung von Verwechslungen angefügt wurde, scheint mir plausibel, da es sich um zwei Heinrich Dietrich handelt. Ich trage den Geschlechtsnamen Dietrich und gelte noch heute als "Heinzli-Dietrich", weil meine Vorfahren über Generationen Heinrich hiessen und in Därligen der Name Dietrich sehr häufig vorkommt.
Gruss Habchi
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