Familiennamen von Teufen AR

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Familiennamen von Teufen AR

Beitrag von Wolf » Mo 14. Nov 2016, 21:59

Eine kurze Beschreibung der Gemeinde Teufen findet sich im Historischen Lexikon der Schweiz.

Im Familiennamenbuch der Schweiz werden die Namen der Geschlechter aufgelistet, die 1962 das Bürgerrecht von Teufen besassen - seit vor 1800 gilt das für
Alpiger
Altherr
Bischofberger
Biser
Bodenmann
Bodmer
Bondt
Brägger
Bruderer
Buff
Eugster
Früh
Gähler
Gehrer
Gmünder
Grubenmann
Gschwend
Hänz
Hauser
Hochreutener
Höhener
Hohl
Hörler
Huber
Iller
Klarer
Knechtle
Koller
Küng
Kürsteiner
Loppacher
Müller
Oertle
Oertli
Rohner
Roth
Rutz
Schefer
Schildknecht
Schläpfer
Schmid
Signer
Spiess
Stark
Sturzenegger
Tanner
Tobler
Waldburger
Walser
Weishaupt
Weiss
Wieser
Zellweger
Zürcher

Details zu diesen Geschlechtern sollten in familienspezifischen Threads diskutiert werden. Wo solche Threads schon existieren, wird von der obigen Liste aus verlinkt. Andernfalls bitte einen neuen Thread starten.


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Worüber die Kirchenbücher von Teufen AR ... berichten

Beitrag von Wolf » Di 15. Nov 2016, 00:49

Worüber die Kirchenbücher von Teufen AR neben den Amtshandlungen berichten

Die Teufener Kirchenbücher können (wie alle Kirchenbücher bis 1875 in Ausserrhoden) online eingesehen werden.

Roland Thommen hat die Kirchenbücher mehrerer Kirchgemeinden verkartet - darunter die von Teufen von 1597 bis 1875. Im Rahmen der statistischen Auswertung hat er nun auch viele Anmerkungen zusammengefasst, die von den Pfarrherren neben den reinen Formalien niedergeschrieben worden waren. Diese Anmerkungen sind in Themengruppen zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis:
01. Warum Teufen?
02. Familiengeschichten
03. Armenhausgeschichten
04. Jubiläen
05. Schicksalsschläge
06. Unfälle und Verbrechen
07. In der Fremde
08. Der Kreis weitet sich aus
09. Kriegsdienste
10. Vergabungen
Anhang: Statistik der Geburten und Todesfälle 1597-1875

Beispiele:

Barbara Wirth, Debus Zürchers Witwe starb 1660: „Sie soll 106 Jahre als gewesen sein und hat ein Gedächtnis gehabt bis zuletzt.“.

1693: „Jakob Lopacher, 22-facher Vater, hat 7 Wiber gehabt, blieb am heiligen Abend im Schnee stecken, wurde halbtot nach Hause gebracht und ist bald gestorben.“

1703 wurden zum ersten Mal Drillinge erwähnt. Adam Weiss, einer der Drillinge starb am 6. Tag.

1748 wurde dem Ehepaar Sonderegger-Waldburger die Tochter Elsbeth getauft. Dazu die Bemerkung des Pfarrers: „Die Mutter hat die Schwangerschaft wenige Stunden vor der Geburt noch abgeleugnet.“.

Johann Oertli und Barbara Waldburger wollten 1793 heiraten. Weil sie im „dritthalben Grad verwandt waren, durften sie nicht im Kanton copuliert werden.“. Die Heirat erfolgte deshalb in Berneck.

Die Pfarrer hatten auch keine Hemmungen, deutliche Wertungen festzuhalten. 1794 starb Lorenz Koller, Regina Eugsters Ehemann. Der Kommentar: „Er war ein eigensinniger Sektierer und besuchte den Gottesdienst nicht mehr.“.

1611 war ein Pestjahr mit 245 Toten. Dazu ein Vermerk „Unter den Toten war auch Pfr. Josua Haller. Eine Zeit lang ist die Gemeinde ledig gestanden, etliche Kinder wurden teils anderswo getauft, teils nicht aufgeschrieben.“. Normalerweise betrugen die jährlichen Sterbezahlen 30-40.

1864 brachte sich ein Hans Jakob Näf an demm Morgen um, an dem er kopuliert werden sollte. Wohl ein unglaublicher Schock für die Angehörigen!

1675 verünglückte Conrad Grubenmanns Söhnlein Ueli, „als er mit dem Vater einem Fuchs nachgespüret und ins Wasser der Rodt gefallen und im grundtiefen Gonten ertrank.“.

1741: „Cathrin Fässler wurde mitten in de Nacht in ihrem Bett zu Tod geschlagen und von ihrem Mann H.P.Enz auf den Tod verwundet.“.

1664 ist die Rede von Johann Lopacher, Johanns Sohn. „Er ist in der Türkey, 3 Stunden vom heiligen Jerusalem im Dorf Joppe, ehrlich als Christ gestorben.“.

1674 starb Johann Rechsteiner in Lyon. Er war im Kriegsdienst in Flandern. Sein Tod wurde „auf Begehren allhier von der Kanzel verkündet.“.

1816 vergab Meister Jakob Koller 1000 Gulden „nach dem Ableben der einzigen schwächlichen Tochter“. Sie starb 5 Tage darnach.

Aber lesen Sie doch selbst: 23 Seiten (ohne die Statistik-Tabelle) - man muss allerdings registriert und angemeldet sein, um den Anhang öffnen zu können.
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