

In einer Sonderausstellung 2007 rief das Naturhistorische Museum Basel die Bevölkerung auf, sich an der Suche nach der Identität eines Toten zu beteiligen. Grundlagen für diesen ungewöhnlichen Aufruf bildeten das rund 200-jährige Skelett mit dem auffälligen Gebiss und mehrere Beerdigungsregister der Kleinbasler St. Theodorskirche. Über den Toten war nichts bekannt. Man kannte weder seinen Namen noch wusste man, welchen Beruf der Mann ausgeübt hatte. Einzig seine Zähne verrieten, dass er ein leidenschaftlicher Pfeifenraucher gewesen sein musste und er erhielt den fiktiven Namen “Theo, der Pfeifenraucher”.
Durch dreijährige Forschungsarbeiten konnte, ausgehend von 4334 möglichen historischen Personen, der Personenkreis auf noch 12 möglichen Anwärtern auf Theo eingeengt werden.
Durch die Zusammenarbeit mit der THEO-Arbeitgruppe der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft der Region Basel konnten die Stammbäume der 12 Theo-Kandidaten erarbeitet werden und die Namen von 15 Nachfahren, alle um 1900 geboren, gefunden werden. Ziel ist nun noch lebende Nachfahren Theos zu finden und mittels einer DNA-Abgleichs die wahre Identität von Theo zu beweisen.
Ziel dieses internationalen Forschungsprojekts ist einerseits zu zeigen, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaften und Genealogie, einem noch anonymen Skelett zu einer Identität verhelfen kann. Andererseits fliessen die interdisziplinären Forschungsresultate in eine allgemeinverständliche Publikation, die den sozialen Alltag einer Person aus der sozialen Unterschicht zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufzeigt, nur wenig ist zu diesem Thema bekannt.
Wie können Sie das Projekt unterstützen?
Noch existieren Lücken in den Stammbäumen der 12 Theo-Kandidaten. Zudem suchen wir noch heute lebende Nachfahren, ausgehend von den Stammbäumen oder der Nachfahrensliste. Auch hat die THEO-Arbeitsgruppe der GHGRB eine Liste mit zusätzlichen Namen von weiblichen Personen erstellt, zu denen keine weiteren Angaben in den Kirchenbüchern zu finden war. Informationen dazu würde uns ein Weitersuchen auf der weiblichen Linie ermöglichen.
Weitere Einzelheiten, siehe http://www.ghgrb.ch oder http://www.nmb.bs.ch
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