Prof. Stricker teilt mir mit:
Der Name "Coblen", oder, wie er heute geschrieben wird, "Koblen", war kein "Gemeindename", so wie es der Fragende glaubt (offenbar weil auf der Karte sonst mehrheitlich die Namen von Dörfern figurieren). Das Geographische Lexikon der Schweiz schreibt (Abkürzungen hier ausgeschrieben):
Quote:
Koblen (SG, Bez. Ober Rheintal, Gemeinde Rüthi): 470 m. Häusergruppe, zwischen dem Blosen und Blattenberg und an der dem linken Rheinufer folgenden Strasse; 2,8 km nördlich der Station Rüti der Linie Rorschach-Sargans. 20 kath. Einwohner. Obst-, Mais- und Kartoffelbau, Viehzucht. Stickerei. Vermutlich Heimat der Familie Kobler.
Sprachlich gibt der Name keine Rätsel auf: Schweizerdeutsch "der Chobel" heisst 'überhängender Fels', aus mittelhochdeutsch kobel 'Fels, Schlucht'; das Wort stammt aus lat. cubulum 'kleine Lagerstätte' (von Tieren), im Rätorom. heisst es cuvel 'Höhle'.
Koblen (bzw. Choblen) ist die Mehrzahl Dativ zu Kobel, also heisst "bei den Koblen" etwa 'beim Ort mit den überhängenden Felsen'.
Der Namentyp kommt in der fraglichen Gegend recht häufig vor, auch in Vorarlberg.