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Geneal-Forum / Schweiz - Suisse - Switzerland / Thurgau (TG) / Thurgauer im Kraichgau: Gimmi, Hauser, Heberer |
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In diesem Thread befinden sich 8 Posts.
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594 Posts - | Einen kurzen Überblick über das Projekt gibt der Beitrag
Schweizer im Kraichgau 1648-1740. Folgende Person stammt aus der Schweiz, Angaben zu einem genaueren Herkunftsort fehlen aber leider in den deutschen Quellen:
GIMMI, Jakob, "aus dem Turgöw", Weber und Beisitzer in Knittlingen (Enzkreis), oo Elisabeth NN.;
Kind Alexander, ~ Knittl. 3.2.1704
Wer kann genauere Angaben machen? Das Familiennamenbuch der Schweiz (1989) habe ich bereits eingesehen. Gimmi sind im Kanton TG altverbürgert in Andwil, Dünnershaus und Opfershofen.
- Editiert von Wolf am 27.12.2005, 17:51 - Konstantin Huber |
2285 Posts - Wuff Moderator
 | Zu den o.g. alten Bürgerorten (Andwil, Dünnershaus, Opfershofen) kommen noch Graltshausen und Neuwilen: die dortigen Gimmi-Linien sind inzwischen erloschen, werden aber in der Ausgabe 1940 des Familiennamenbuches noch erwähnt - siehe Vorkommen Gimmi in der Schweiz
- Editiert von Wolf am 28.12.2005, 21:42 - Wolf Seelentag, St.Gallen |
594 Posts - | folgende Person stammt aus einem Ort in der Schweiz, den ich anhand der mir vorliegenden Hilfsmittel (Familiennamenbuch, elektronisches Ortsverzeichnis des Bundesamtes für Statistik) nicht identifizieren konnte?
HAUSER / HAUßER, Abraham, von "Ulmitzhaußen im Torgäw" (Vater: Ulrich H., Bürger);
vor 1690 "in den ungerischen Krieg zogen und umbkhommen",
oo Knittlingen (Enzkreis) 20.2.1683
BERCHTOLD geb. LEUCHTERMUOTH, Anna Katharina,
1 Kind * Knitlingen 1684.
Für konkrete Hinweise zur Identifizierung des Ortes bin ich dankbar. Im Kanton TG sind Hauser und Huser altverbürgert.
- Editiert von Wolf am 28.12.2005, 21:42 - Konstantin Huber |
594 Posts - | Adam Bischof teilte hierzu bilateral die Lösung mit:
Beim gesuchten Ort (Weiler) dürfte es sich um Olmishausen in der
politischen Gemeinde CH-9315 Neukirch-Egnach TG handeln. Olmishausen
zählt heute 53 Einwohner und war bis 1727 der Kirchgemeinde Arbon
zugehörend. Nach 1727 wurde Olmishausen der evangelischen Kirchgemeinde
Neukirch-Egnach und katholisch der Kirchgemeinde Steinebrunn zugeteilt.
- Editiert von Wolf am 28.12.2005, 21:44 - Konstantin Huber |
594 Posts - | Folgende Personen stammen aus einem Ort in der Schweiz, den ich anhand der mir vorliegenden Hilfsmittel (Familiennamenbuch, elektronisches Ortsverzeichnis des Bundesamtes für Statistik) nicht identifizieren konnte?
HEBERER, Jakob und Ehefrau Anna, aus "Fürstenrieth [oder Furstenrieth] aus dem Turgöw bey Constanz", Calvinisten,
Kind: Andreas, ~ Knittlingen (Enzkreis) 29.8.1679.
Vieleicht gehören zur Familie:
HEBERER, Johann Georg, Zeugmacher (ohne Herkunftsort), und Ehefrau Anna Maria,
Kind: Hans Jerg, ~ Knittlingen 1.5.1680;
seine 64-jährige Mutter (ohne Namen) wurde beerdigt in Knittlingen 4.4.1681.
Für konkrete Hinweise zur Identifizierung des Ortes und zur (heutigen) Schreibweise des Familiennamens bin ich dankbar.
- Editiert von Wolf am 28.12.2005, 21:44 - Konstantin Huber |
594 Posts - | Mittlerweile erhielt ich von Staatarchiv Thurgau freundlicherweise folgende Auskunft:
| Zitat: | Die alten Ortsverzeichnisse verzeichnen kein Dorf, keinen Weiler, dessen
Name auch nur Ähnlichkeit mit Fürstenrieth aufweist. Hingegen kennt das
Thurgauer Namenbuch (Nyffenegger/Bandle: Die Siedlungsnamen des Kantons
Thurgau, 1. Halbband, Frauenfeld 2003) zwei Einträge:
1. Fürstenrüti: Kradolf-Schönenberg und Neukirch an der Thur. Belegt 1296 Thurgauer Urkundenbuch 3, 915) und 1413 (Stiftsarchiv St. Gallen).
2. Fürstenrüti: Sommeri, Obersommeri, Niedersommeri. Belegt 1650 (StATG 7'20'20, 678).
In beiden Fällen handelt es sich um umbenannte oder abgegangene Höfe, die nicht näher lokalisierbar sind. Die Autoren des Namenbuchs geben an, dass die beiden Fürstenrüti nicht exakt zu unterscheiden und eventuell identisch seien.
Zum Familiennamen "Heberer": Das "Verzeichnis der Thurgauer Bürger-Familiennamen" kennt das Geschlecht nicht. Die grösste Ähnlichkeit besteht zum alten Oberthurgauer Namen "Häberli", "Häberlin". Er ist unter anderem in Amriswil, Hemmerswil, Oberaach schon vor 1671 bekannt. Das passt sehr gut zum zweitgenannten Fürstenrüti: Sommeri ist heute ein Teil der Gemeinde Amriswil. Sommeri schloss sich 1528 der Reformation an, Teile der Gemeinde kehrten aber später zum alten Glauben zurück.
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- Editiert von Nico am 16.03.2007, 12:35 - Konstantin Huber |
1333 Posts -
 | Ich denke eher nicht, dass HEBERER mit HÄBERLI, HEBERLI, HEBERLIN etc. identisch ist. Heberer gibt es in dieser Schreibweise bis heute in der Schweiz (Telefonbuch), auch wenn keine alten Bürgerorte existieren. Heberlin dagegen wurden schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts so geschrieben (Zürcher Glückshafenrodel, erw. Heberlin aus Bischofszell TG).
Gruss
Thomas
- Editiert von Wolf am 17.03.2007, 16:19 - Thomas Illi, Wolfhausen |
594 Posts - | Danke, Thomas, für Deine Rückmeldung. Die Schweizer Familien- und Ortsnamen sind in den Kraichgau-Quellen oft bis zur Unkenntlichkeit verballhornt. Aber ich gebe Dir recht: es handelt sich prinzipiell bei Heberer und -lin/-li/-le um verschiedene Namen (auch etymologisch), weshalb ich in meiner Datenbank auch bei Heberer bleibe und Häberli nur als eventuelle Möglichkeit angebe. Da nur ein Beleg in Knittlingen existiert, halte ich es aber nicht für ausgeschlossen, zumal ein Zusammenhang mit dem ebenfalls genannten Johann Georg nur sehr ungewiss erscheint. Konstantin Huber |
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